Die leichte Feederrute

Viele Gewässer weisen Größen um die 10 Hektar vor bei einem recht unterschiedlichen Tiefenspektrum. Meist müssen wir keine all zu großen Distanzen oder starke Strömung überwinden. Hier zeichnet sich die leichte Feederrute als Ideal heraus. Sie kennzeichnen sich durch leichte Wurfgewichte, mittlere Rollengrößen und moderate Längen. Die Aktion der Ruten würde ich als Semi-Parabol bezeichnen. Wenn du ein Gewässer mit beschriebenen Eigenschaften vor der Tür hast und informationen zu einer passenden Feederrute suchst bist du hier genau richtig !

 

Wo setzen wir leichte Feederruten ein ?

Leichte Feederruten setzen dort an wo die kleine Schwester, der Winkelpicker, ein wenig überfordert wäre. Viele Seen oder Flüsse vor der Tür haben nicht immer die Außmaße wie sie oft von Youtubern gezeigt und bezielt beangelt werden. Kleine Flüsse mit einer Breite von 20 Metern und leichter Strömung, Seen mit einer Fläche von 10 Ha und tiefen bis 3 Meter passen zu dieser Art der Feederruten. Sie ist bis zu einer Entfernung von 40 Metern und Futterkörben bis 40 Gramm effektiv.

Darüber hinaus lasssen sich mit leichten Feederruten auch passable Wurfweiten bis zu 50 Metern erreichen. Geübte Werfer und abgestimmtes Tackle lassen aber auch mehr zu. Genau diese Eigenschaft kommt uns an vielen Gewässern zu Gute. Wir können bequem Sandbänke oder kleine Löcher, aber auch krautfreie Stellen oder harten Boden zwischen Schlamm auf mittleren Distanzen ins Visier nehmen. Auch Kanäle sind ebenfalls ein Einsatzbereich, hier kommt es aber auf die Strömung und den Wechsel jener durch den Schiffsverkehr und Schleusen an.

Welche Fischarten nehmen wir ins Visier ?

Brassen mit der leichten Feederrute gefangen

Mit der leichten Feederrute haben wir ein besseres Handling auf Weißfische, können mit Druck drillen und so den Fisch sicher in den Kescher navigieren. Auch haben wir einige Reserven um reagieren zu können, wenn der Fisch auf Unterstände, wie Kraut oder ins Wasser gefallene Bäume zusteuert. Ob Brassen, Rotaugen, Schleien, Karauschen, Alande oder Satzkarpfen, jeder dieser Fische findet seinen Meister in der leichten Feederrute. Bis auf den Karpfen können wir auch kapitale Weißfische gut führen ohne Schweißperlen auf der Stirn haben zu müssen. 

Auch große Karpfen stellen an sich kein Problem dar, lediglich Hindernisse sind immer im Auge zu behalten. Hier geht auch der leichten Feederrute schnell die Luft aus. Sollten wir freie Bahn haben gelingt uns der Drill und das Landen von 20 Pfund Karpfen mit etwas Übung spielend, allerdings sollten sie Zeit einplanen. Ich drillte mal einen 13 Pfund Schuppi über 50 Minuten an einem 16er Haken mit 0,12 mm Vorfach. Dabei versuchte dieser immer wieder um eine Landzunge herum zu schwimmen, ich konnte dies aber der Rute sei dank verhindern. Bei größeren Wurfweiten, viel Krauf, jeder Menge Hindernissen oder Tiefen ab 4 Metern setze ich auf die mittlere Feederrute. Der Grund dahinter ist einfach beschrieben. Gefüllte Futterkörbe von 40 Gramm haben eine ideale Sinkgeschwindigkeit für tieferes Wasser bis 7 Meter, sind aber für die leichte Feederrute einfach zu schwer. Der Blank würde sich überladen, wir würden ungeau werfen und eine ungewollte Streuung erzeugen. Des weiteren schont es das Material ungemein.

leichte Feederrute (oben) und Picker (unten) im Vergleich

Tackle-Zusammenstellung

Ich besitze mehrere leichte Feederruten von 40 Gramm bis 60 Gramm, bei Längen von 3,00 Meter bis 3,60 Meter. Ich bevorzuge Modelle in der 3 Steckvariante, der Transport ist so wesentlich angenehmer. Insgesamt erfüllen diese Eigenschaften meine gestellten Kritieren für das Feedern in beschriebenen Bereichen. Immer daran denken, es sind Arbeitswerkzeuge, nicht mehr und nicht weniger !

Welche Rolle, welche Hauptschnur ?

bis 30 Meter genügen mir 2000er Rollen

Je nach Einsatzgebiet entscheide ich mich in der Regel bei den Rollenmodellen zwischen 2000er bis 4000er Varianten. Umso höher der Schnureinzug, desto weniger muss ich Kurbeln, was bei Würfen alle 3 Minuten kein Nachteil ist. Ein Zeitersparnis von mehreren Minuten kann erzielt werden. Eigene Vorlieben sind dabei entscheidend. Meine Faustformel lautet deshalb: Umso weiter ich fischen will, desto größer der Pott am Rollenhalter.  

Da ich beim Feedern mit der leichten Feederrute auch mal Wurfweiten von 40 Metern und mehr erzielen will setze ich auch den Feederclip ein. Diesem Umstand geschuldet verwende ich in der Regel 0,18 mm bis 0,20 mm dehnungsarme Hauptschnüre. Das Sicherheitsgefühl ist kein unwesentlicher Faktor ! Viele Rollenmodelle haben meiner Meinung nach keine idealen Schnurclips fürs Feedern, kontrollieren sie nach einigen Würfen, spätestens nach dem Angeln während des Ausclippens die Schnur genau !

Welche Futterkörbe werden eingesetzt ?

Window Feeder

Ich setze an leichten Feederruten jede erdenkliche Variante bis 30 Gramm an Futterkörben uneingeschränkt ein. Cage Feeder (Drahtfutterkörbe), Open-End Feeder (halboffen), Window Feeder ( Drehmechanismus), Ringkörbe oder Madenkörbe, sogar Method Feeder ! Je nach zu erzielender Wurfweite, Gewässergrund und Zielfisch variire ich mit den Futterkörben. Umso weiter, desto schnittiger und kompakter werden die Formen. Der Ringkorb und Window Feeder sind meine erste Wahl auf weite Distanzen. 

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Fänge mit der leichten Feederrute

Die leichte Feederrute Kompakt

  • Wurfgewicht bis 60 Gramm
  • Länge bis 3,60 Meter
  • Universell Einsetzbar
  • Reserven für gute Fische
  • Durchschnittliche Wurfweite
  • Einfache Transportmöglichkeiten
  • Kann mit jeder Art Futterkorb befischt werden

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