Der Method Feeder - Die Evolution

Der Method Feeder ist keineswegs eine Neuerscheinung der das Angeln auf Weißfische oder Karpfen revolutioniert hat, er ist vielmehr die Futterspirale der zweiten Generation, welche von den Engländern verfeinert, angepasst und verbessert wurde. Bis vor wenigen Jahren wurde mit der klassischen Spirale gefischt, die nun immer mehr in den Schatten der Flatkörbe rückt. Auf jeden Fall ist es eine interessante Methode und ein Blick über den Tellerrand hinaus. Alles was du zu dieser Art der Futterkörbe erfahren kannst findest du im Text vor.

Der Method Feeder im Blickpunkt

Wenn mit fragendem Blick unsere Montage gemustert wird und im Nachsatz und spöttischem Ton die Anmerkung folgt das der Haken fehlt wird schnell klar das wir Method Feedern. Was diesen Futterkorb von anderen Futterkörben unterscheidet fällt leicht auf. Während normale Modelle das Futter umschließen trägt dieser das Lockfutter durch Rippen oder Vertiefungen. Der Haken wird dabei im Futter versteckt. Wir fischen mit dem halben Überraschungs-Ei.

Der Erfolg dieser Methode liegt darin begründet das der Köder samt Haken im Lockfutter auf dem Korb versteckt wird. Wir können neugierigen Fischen aber auch die Kirsche auf dem Kuchen präsentieren und einen knallroten Miniboilie oder ein quitschgelbes Maiskorn vor Nase halten. Wenn der Zielfisch auf optische Reize Wert legt haben wir mit " the method" eine ideale Waffe zur Hand.

Erreichen tun wir das durch eine Mulde, zu englisch Mould. Diese ist Unablässig und gehört zu jedem Method Feeder dazu, aber Vorsichtig beim Einkauf, viele Hersteller bieten sie auch einzeln an, Sinnig wird es aber nur mit den passenden Formen zum Method Feedern. Nicht das deine Form zu klein ist und so ihrer Arbeit nicht nachgehen kann. Wir unterscheiden dabei elastische und feste Mulden. Elastische Formen bevorzuge ich aus einfachem Grund, nasses Futter bleibt nicht kleben, während bei festen Formen zu feuchtes, aber auch gewollt bindiges Futter nicht immer am Method Feeder hängen bleibt. 

Gibt es unterschiedliche Method Feeder ?

Der Method Feeder ist meist Rund oder Oval. Es gibt auch Modelle mit Flügeln, welche ein schnelleres Abheben erzeugen sollen und so vor Hängern und Hindernissen schützen. Generell funktionieren alle Modelle nach dem gleichen Prinzip. Rippen zum Halten des Lockfutters haben sich als gute Wahl heraus gestellt, sind bei großen Ködern wie Boilies über 14 mm aber hinderlich, weil sie beim Pressen und Füllen des Method Feeder mit der Mulde auseinanderbrechen können. Eine Lösung für große Köder sind Modelle ohne Rippen, diese haben eine gewölbte Form/Vertiefung und somit genügend Platz. Die Gewichte der Körbe liegen in der Regel zwischen 20 Gramm und 70 Gramm.

Wenn große Köder zum Einsatz kommen kann es unter Umständen sein, das die Rippen der Method Feeder störend sind, gar beim Anpressen der Mould mit dem Lockfutter den Boilie als Beispiel, zerbrechen lassen. Einfache Abhilfe: Die mittlere Rippe heraus schneiden, dann ist die Fläche, also die Aufnahme des Köders einfach größer und wir haben mehr Spielraum beim Einsatz von großen Murmeln oder Pellets.

Wie funktioniert der Method Feeder ?

Das Feedern mit dem Method Feeder ist eine der einfachsten Methoden die ich kenne. Wir brauchen wenig Futter und Köder, die Ausrüstung ist überschaubar. Den Futterkorb einzusetzen verlangt keine große Erfahrung, das Befüllen ist Kinderleicht. Einige kleine Details sind aber entscheidend für den Erfolg !

In einfachen Schritten erklärt :

Schritt 1

Wir geben etwas Lockfutter in die Form, bis zu 1/5. Der Köder wird mit dem Haken so hinein gelegt, das Später beim Zusammenpressen mit dem Method Feeder alles vom Lockfutter bedeckt wird. Bei diesem Beispiel verwenden wir eine Weizenkette.

Schritt 2

Lockfutter drüber geben. Ich bin dabei nicht sparsam, es hängt aber auch von der Bindung ab. Im nächsten Schritt folgt das " Abstreichen".

 

Schritt 3

Ich habe das Futter mit der flachen Hand " vorgepresst " und leicht in die Mulde gedrückt. So erreiche ich den richtigen Füllstand. Überschüssiges Futter, wie auf dem Deckel zu sehen, kommt zurück in den Eimer.

 

Schritt 4

Der Method Feeder wird nun mit leichtem Druck in die Mulde gepresst. Mit dem richtigen Gefühl haben wir schon die halbe Miete.

 

Schritt 5

Jetzt wird Nachjustiert. Die elastische Form ermöglicht es mir auch auf den Seiten etwas Druck ausüben zu können. Er lässt sich danach gut befüllt und einfach ohne zu Kleben aus der Mulde entfernen. Mit starren Modellen wird dies nicht immer gelingen.

 

Schritt 6

Perfekt gefüllt und Einsatzfertig. Wenn dieser kleinen Anleitung folge leistet steht einem erfolgreichem Angeltag nichts mehr entgegen !

 

Das Vorfach

Viel zu schreiben gibt es dabei nicht. Eine einfache Haarmontage, gebunden am No Knot, zwischen 5 cm und 10 cm lang. Die Haarlänge variiert bei mir in Abhängigkeit zum Köder. Eingesetzte Hakengrößen liegen zwischen 8 und 10. Auf dem Foto zu sehen ist eine Montage für die Weizenkette. Ich tendiere fast immer dazu zwischen Haken und dem Haar mit Köder ca. 1 cm Platz zu lassen. Als Vorfachmaterial hat sich Monofil, aber auch geflochtene Schnur bewährt. Der Unterschied besteht darin, das ich auf bestimmte Bedingungen im Wasser und der Beschaffenheit der Fischmäuler reagieren will und muss. So kann es sein das Karpfen, Schleien und Brassen sich vorwiegend von Schnecke, Muscheln und Krebsen ernähren. Unter Anglern sprechen wir dann vom "brettharten" Maul. Damit der Haken sicher greift verhindere ich geflochtener Schnur einfach Fehlbisse.

Wie und Wo setze ich den Methodfeeder ein ?

Der Method Feeder ist für mich eine Allzweckwaffe auf jeder Art von Untergrund. Lediglich starke Fließgeschwindigkeit macht mir einen Strich durch die Rechnung, weil das Futter zu schnell abgetragen wird, der Köder dann wie bei einer Futterspirale in der Strömung tänzelt und dem Prinzip dieser Angelei komplett widerspricht. Ansonsten sind keine Grenzen gesetzt. Auf lichtem Kraut, im tiefen Wasser, am flachen See, in Buhnen oder an Strömungskanten, auf Sandbänken oder im Flachwasser Bereich von nur einem halben Meter findet der Method Feeder seinen Einsatzbereich.

Wir können dabei zwei unterschiedliche Ausführungen beim Fischen mit dem Method Feeder feststellen. Entweder an leichtem Gerät mit leichten Method Feeder Ruten oder aber als verkapptes Karpfenangeln mit schwereren Körben, einem Selbsthak-Effekt und dem Freilauf. Fischen wir Aktiv, sind leichte Körbe im Spiel, wir setzen einen Anhieb, ähnlich dem normalem Feedern. Nutzen wir schwere Körbe können wir entspannen, die Füße hoch legen, auf den Freilauf oder Bissanzeiger warten und die Rute aufnehmen bei erfolgtem Biss. Ein Anschlag wäre Überflüssig, die Gefahr eines Ausschlitzens würde bestehen.

Köderwahl

Bei der Köderwahl sind keine Grenzen gesetzt. Mais, Boilies, Pellets, Hundekaustangen, Pop Ups oder Weizenketten. Es gibt endlose Möglichkeiten, ob am Haar oder Haken. Den Method Feeder befülle ich mit Lockfutter aus eigener Hand, es gibt aber auch gute Angebote diverser Hersteller. Des weiteren können auch Hailbuttpellets, welche gut durchgezogen sind und mit Sirup angesetzt werden gute Erfolge bringen. Wurm am Haar ist ebenfalls eine Waffe, gerade große Brassen mögen einen solchen Köder. Der Wurm wird dabei einfach auf ein recht hartes Pelletband gezogen, welches mit gutem Zug an der Ködernadel gestreckt wird. Der Wurm wird drüber gezogen, das Pelletband springt zurück und nimmt seine ursprüngliche Form an. So wird er gesichert gegen Kleinfischbisse, kann sich nicht lösen und findet seinen Weg garantiert ins Fischmaul.

Meine Köderhitlist

Mini-Boilies

Hartmais

Weizen

Kaustange

Pellets

-Zielfische-

Alles was groß ist. Wir versuchen selektiv auf große Weißfische und Karpfen zu Feedern. Große Alande, Döbel oder Schleien sind aber immer mit im Spiel. Zwei Hechte konnte ich ebenfalls landen. Ich vermute einfach das sich bei vorhandenem Kleinfisch Raubfische einstellen und dicht vor dem Köder Attacken starten und so auch gern mal den Köder einsaugen. In der Regel fange ich Fische von 40 cm aufwärts, es ist aber schon passiert das gierige kleine Brassen 6er Haken wie durch ein Wunder einsaugen konnten. Selten, aber es passiert immer mal wieder. 

 

Karpfen lassen sich dank der Präsentation, aber auch dem Einsatz von Pellets am Method Feeder gezielt beangeln. Die größten Wasserschweine bei meinen Sessions am Method Feeder wogen immerhin bis 20 Pfund. Gerade die Kombinationen von farblichen Boilies und nährstoffreicher Nahrung (die Pellets eben) scheinen den dicksten Friedfisch förmlichst zum Biss zu verleiten.

 

Auch Schleien wissen diese Methode zu schätzen. Wenn der Köder nahe an Krautfeldern oder unterständen präsentiert wird kommt nicht selten eine Tinca Tinca zum vorschein. Wurm am Haar war ebenfalls eine nicht zu verachtene Möglichkeit grüne Schätze zu fangen!

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Der Method Feeder Kompakt

  • Durch seine dynamische Form kann eine hohe Wurfweite erzielt werden
  • Ideal an stehenden Gewässern oder sehr leichter Strömung
  • Handelsübliche Wurfgewichte von 20 Gramm bis 70 Gramm
  • Es gibt runde und ovale Formen, entweder mit Rippen oder Vertiefungen
  • Method Feedern wird auf selektiv auf große Weißfische eingesetzt, aber auch Karpfen
  • Pellets bis 4 mm oder bindes Lockfutter sind Klasse

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