Weizen Köder

Weizen als Köder – Ein unterschätzter Akteur

Der Weizen wird als Köder von vielen Anglern massiv unterschätzt. In der heutigen Zeit scheint ihm die Luft gegenüber den Klassikern auszugehen. Dabei vereint er viele Aspekte, die wir uns nur wünschen könnten.

Weizen Köder

All meine Erfahrungen zu einem meiner liebsten Köder verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Warum sollten wir Weizen als Köder verwenden?

Planen wir Friedfischangler einen Ansitz, benötigen wir in der Regel einen Köder. Weizen kann für uns eine wertvolle Alternative sein, weil er durch seine Einfachheit überzeugt. Seine Vorteile lassen sich begründen durch:

  • die Verfügbarkeit
  • den Preis
  • die Haltbarkeit
  • die Lagerung
  • den Fangerfolg

Der Weizen vereint all diese Kernpunkte spielerisch. Ein Sack von 25 Kilogramm kostet kaum mehr als 10 Euro, während die Haltbarkeit in Schraubfässern das Alter deines Hamsters bei weitem übersteigt.

Wenn wir eine Futtermühle im Ort haben, können wir sogar auf die Versandkosten verzichten. Ansonsten genügen auch nur wenige Klicks im Internet für eine Lieferung bis vor die Haustür.

Weizenköder
Die Herstellung von Weizen ist Simpel. Alles was du zum Kochen vom Korn wissen musst, erfährst du in einem anderen Bericht. Viele weitere Tipps zum Füttern und dem Umgang sind ebenfalls enthalten. Klick dich einfach rein, wenn du mehr erfahren willst!

Zum Kochen von Weizen

Fischarten von A bis Z

Gefangen habe ich mit dem Weizen als Köder alle Fischarten, die wir uns nur vorstellen können. Besonders auffällig waren sehr viele Schleien und besonders große Brassen. Wenn ihr Häfen vor der Tür habt und Weizen verladen wird, stehen eure Chancen auf große Rotaugen besonders gut.

Großes Rotauge aus einem Hafen

Meiner Erfahrung nach müssen sich die Fische an den neuen Köder aber durchaus gewöhnen. Eine Stelle hatte ich für Tests über mehrere Wochen beangelt, irgendwann fing ich sogar Barsche in hohen Stückzahlen auf Weizen! Etwas Vertrauen und Durchhaltevermögen solltest du also durchaus investieren.

Was Unterscheidet den Weizen von anderen Ködern?

Wenn wir einen genauen Blick auf die diversen Köder werfen, stellen wir verschiedene Eigenschaften fest. Was macht den Weizen aber so wertvoll? So ziemlich sein ganzes Paket in der Gesamtbetrachtung!

Wir können ihn in der Herstellung durch Aromen aufwerten, aber auch durch Fermentierung die Aminosäuren für uns Nutzen. Vor allem Karpfen, Brassen und Schleien mögen die muffige Süße, welche bei der Umwandlung von Stärke in Zucker freigesetzt wird.

Diese natürliche Anziehungskraft entwickelt der Weizen durch das einfache Quellen lassen über mindestens eine Woche. Dabei ensteht ein Geruch, der Ehen zum Scheitern bringen kann.

Schleie gefangen auf Weizen

Um das Nicht vorhandene Eigenspiel auszugleichen, lege ich ihn gerne in Gewürzen ein. Andere Köder bewegen sich, beim Weizen sollten wir den Geruch verstärken. Seine größte Schwäche ist aber auch sein enormer Vorteil.

Er braucht keine Pflege. Maden verpuppen sich irgendwann, bei Würmern müssen wir die Erde wechseln. Dosenmais verdirbt nach wenigen Tagen, frieren wir ihn ein, beginnt er zu schwimmen.

Der Weizen dagegen ist Standhaft und immer Einsatzbereit. Er kann in Wasser bedeckt Jahre halten. Für pragmatisch denkende Menschen ist er der beste Köder! Er mag sich nicht so verführerisch auf dem Gewässerboden präsentieren, dafür ist er in allen anderen Belangen eine Nasenlänge voraus.

Wusstest du, das Fische in der Zucht mit Weizen gefüttert werden? Ungekocht bekommen sie ihn Täglich, um das nötige Gewicht aufzubauen. Ein Teil der Fische ist später Besatz für deine Angelgewässer. Sie kennen den Weizen als Köder entsprechend schon.

Viel besser aber sind unsere Freunde des Karpfenangelns. Sie füttern ihre Spotmixe oft gestreckt mit Weizen, Hanf und Mais an. Indirekt sind sie die Vorarbeiter für den späteren Erfolg unserer Ansitze. Vielen Dank, meine Herrschaften.

Wie wir den Weizen richtig Anködern

Bevor wir den Weizen auf den Haken ziehen können, müssen wir seine Konsistenz prüfen. Ich hatte tatsächlich schon zu feste Körner im Übereifer eingepackt. Vergewissert euch, das ihr den Weizen in der Hand zerdrücken könnt. Wenn Saft austritt oder er seine Form leicht verändert, ist er Einsatzbereit.

Um ihn zu beködern, verwende ich folgende Hakengrößen:

  • 18 für ein Weizenkorn
  • 16 für zwei Weizenkörner
  • 14 für drei Weizenkörner
angeköderter Weizen am Haken

Das Hakenmodell darf ruhig einen weiten und langen Schenkel vorweisen, weil der Weizen sonst die Hakenspitze blockieren kann. Ist er weich genug, dringen die Anhiebe aber sicher im Fischmaul ein. Je nach Hersteller fallen die Hakengrößen aber unterschiedlich aus, deswegen ist auch etwas Testen angesagt.

Um seine Effektivität zu steigern, setze ich auch gerne auf Kombinationen mit anderen Ködern. Durch Maden oder Pinkies kommt Bewegung ins Spiel, während farbliche Imitate Reize setzen. Der Duft eines Weizenkorns mit der Farbe einer roten Gummimade wirkt sehr effektiv!

Haarmontage mit Baitband

An der Haarmontage setze ich den Weizen als Köder gerne beim Method Feedern an Baitbands ein. Gummiringe von 1 Millimeter Größe halten einzelne Körner perfekt, diese Art der Präsentation ist im Winter eine gute Strategie.

Der Fisch kann das Päckchen ohne Aufwand einsaugen, der Selbsthakeffekt nimmt uns die Arbeit ab. Auch beim Nachtfeedern bewährt sich diese Technik.

Weizen als Köder veredeln

Zum Abschluss habe ich noch einige Tipps im Umgang mit Aromen, um den Weizen als Köder zu verbessern. Ich verwende gerne Gewürze für den Geruch, meine Dauerbrenner sind:

  • Curry
  • Anis
  • Zimt
  • Maggi
  • Knoblauchöl
Curry und andere Gewürze

Die Aromen gebe ich beim Herstellen über Nacht in der Thermoskanne bei. Zwei Esslöffel reichen vollkommen aus, um eine leichte Note zu übertragen. Weil der Weizen beim Quellen seine Poren öffnet, nimmt er die Gewürze dankbar auf.

Ebenso kann die Farbe sich leicht verändern. Curry oder Kurkuma färben stark Gelb ab, schnell kreieren wir einen zusätzlichen optischen Reiz. Der Einsatz von Futterfarben ist selbstredend eine weitere Möglichkeit.

eingelegter Weizen

Alte Dips oder der Klassiker unter den Aromen, die Butter Vanille, können ebenfalls verwendet werden. Entscheidend ist eher eure Freude am Experimentieren, die Grenzen gibt es nur im Kopf. Den Weizen als Köder können wir auf viele positive Arten beeinflussen. Einen wichtigen Hinweis habe ich aber noch:

Um den eingelegten Weizen auf dem Futterplatz attraktiv zu halten, füttere ich nur pure Körner bei. Der Fisch findet den Köder nicht nur schneller, wir finden auch das beste Aroma für ein Gewässer.

Im Prinzip ist der Weizen vorgedippt. Wir sparen uns diesen Arbeitsschritt obendrein. In alten Gläsern von 150 Milliliter transportiere ich den Weizen ebenfalls griffbereit gut verschlossen. Die Gläser hole ich aus dem Supermarkt, sie waren vorher mit einem Käsedip für Chips gefüllt. Einen Grund zum Essen erhalten wir also auch noch!

Wie immer bedanke ich mich für deine Aufmerksamkeit. Solltest du Fragen haben, nutze doch einfach die Kommentar-Funktion. Vielen Dank fürs Lesen!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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