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Videotagebuch 6: Spontan Winkelpickern am kleinen Fluss im Oktober

Spontan ist immer gut und genau damit hatte ich mich Ende Oktober arrangiert, wo ich mit schmalem Gepäck zum Winkelpickern an den kleinen Fluss für das nächste Videotagebuch pilgerte. Dort erwartete mich ein wundervoller Angeltag, der mit zahlreichen Rotaugen und einer steinalten Brasse belohnt wurde. Im Bericht und Videotagebuch erfährst du mehr. Viel Spaß dabei!

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Kurze Zusammenfassung

Manchmal muss ich dröge Tagesaufgaben erledigen, auch wenn ich sie wirklich verabscheue. Aufräumen, Abwaschen, mich selbst Waschen, Müll runter bringen, E-Mails abarbeiten und all dieser Kappes, den wirklich niemand lieben kann. Schon garnicht an einem soooo schöööööönen Tag wie diesem im Oktober, an dem einen die Sonne fast schon die Stirnfalten glättet. Vier Wochen war der Himmel grau und ausgerechnet dann, wenn ich mir die ganze abzuarbeitende Scheisse auf einen Samstagnachmittag packe, knallt mir Klärchen frühmorgens durch die Balkontür mitten ins Gesicht. Warm wars zwar trotzdem nicht, Sonne macht aber bekanntlich glücklich.

Gut ist ja, das ich frühzeitig im Leben gelernt habe, unnötige oder komplizierte Dinge strategisch aufzuschieben. Steuererklärungen zum Beispiel. Oder diesen Brief von der Stadt, das ich doch bitte noch die Hundesteuer nachzahlen möge, mit der dezenten Androhung einer Kontopfändung. Charly lebt seit letztes Jahr nicht mehr und ich war emotional einfach nicht in der Lage dazu ihn abzumelden, werde dementsprechend erneut die volle Gebühr prellen (müssen). Beides wollte ich neben anderem Papierkram ja eigentlich bis zum Abendessen grundsätzlich angehen, habs dann aber gegen 13:00 Uhr erstmal (wieder) strategisch verschoben. Bei Wetter im Oktober, das nach Wochen grauer Maus fast schon wie im Frühling ist, sah ich mich einfach nicht am PC sondern am kleinen Fluss, wo ich mit dem Winkelpicker Rotaugen fange. Und genau das ist auch spontan geschehen. Fuck the Papierkram.

Kleiner Fluss mitten im Oktober
bei solch herrlichem Herbstwetter im Oktober bleiben nur Kinderfresser zuhause

Was mir fehlte war allerdings die Zeit mich vorzubereiten, es wird doch schon ziemlich schnell dunkel und bis zu meiner liebsten Angelstelle sind ungefähr zwei Kilometer Fußmarsch zurückzulegen, das zieht sich also nochmals hin. Alleine deshalb setzte ich mir gar nicht erst ein Lockfutter an, das ja auch noch gesiebt, ziehen gelassen, wieder gesiebt und ohnehin erstmal aus den Futterfässern heraus zu einem meiner drölfzig Rezepte zusammengestellt hätte werden müssen. Noch klappts mit losen Partikeln und darauf lief es dann hinaus: Ich brühte mir Bulgur in Teriyakisauce und Curry auf, löschte die feuchte Masse mit Copra Melasse ab und packte dabei gleichzeitig meine Angelausrüstung. Eine Hand am Wasserkocher, eine im Rucksack sozusagen. Dazu gabs noch 3mm Hanfpellets, Pinkies und Dendrobenas. Die Vorbereitung dauerte wohl nur 15 Minuten, war zwar hektisch, aber futtertaktisch für maximal drei Angelstunden dennoch grundsolide.

Das Winkelpickern am kleinen Fluss im Oktober lief letztlich wunderbar. Ich fing Rotaugen, viele und schöne, war permanent beschäftigt und bemerkte nicht einmal die Kälte. Nur 11 Grad am Nachmittag. Ich liebe den Herbst, ich liebe diese Jahreszeit ungemein und wenn der pissige Ostwind fehlt sind niedrige Temperaturen eigentlich immer gut zu ertragen. Das Highlight des Videotagebuchs sollte eine große Brasse sein, die ich in der zweiten Spielhälfte überlistete und wohlmöglich einige Minuten zuvor erspähte. Ein alter Fisch im dunklen Körperkleid, ein uriges Tier, das schon viel Wasser das Flüsschen hinablaufen sah. Zum Abschluss wanderte ich noch schnell zu einem Verbindungsgraben, um mir über dessen desaströsen Zustand herbeigeführt durch Menschenhand etwas Luft zu machen. Auch das gehört dazu und wird immer wieder in Videotagebüchern auftauchen.

Tacklebox vom Winkelpickern am kleinen Fluss im Oktober

Passend zum sechsten Videotagebuch stelle ich dir meine Tacklebox bereit, mit der du mich supporten und dich selbst mit Ausrüstung zum Winkelpickern an kleinen Flüssen eindecken kannst. Wenn du etwas bei meinen Partnern kaufst, das ich über die Verlinkungen in der Tackleliste vorschlage, wird mir eine Provision ausgeschüttet. So kannst du mir ein kleines Dankeschön hinterlassen und meine Arbeit nachhaltig unterstützen.

Disclaimer: Vieles an Angelausrüstung, das ich besitze und bei meinen Ausflügen verwende, gibt es manchmal nicht mehr zu kaufen. Manche Hersteller sind längst verschwunden, andere stampfen ihre Produkte jährlich ein oder bringen alle Nase lang generalüberholte Serien raus, nach denen eigentlich keiner gefragt hat. Meine Empfehlungen sind daher immer ein kleiner Spagat und stellen mein aktuell verfügbares Tackle oder Tacklealternativen bereit, die genauso gut für das Winkelpickern am kleinen Fluss im Oktober funktionieren.

Feedback kannst du mir hier oder in den YouTube Kommentaren hinterlassen. Wobei ich dir meinen Blog nahelege, dieser ist mein Eigentum und nicht von Drittanbietern abhängig, wodurch der Dialog dauerhaft gesichert ist und mehrwertschaffende Diskussionen für andere Angler erhalten bleiben. Kritik über meine Filmkenntnisse nehme ich zur Kenntnis, wohlwissend das aus mir sowieso kein Spielberg wird. An der Tonqualität arbeite ich, das wird mit der Zeit erträglicher. Versprochen. ✌🤠🎣

Herzlichst, dein 16er-Haken

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    Christoph Heers
    Christoph Heers
    Hallo! Mein Name ist Christoph und ich bin der Schreiberling hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich Angler, mit vielen Wassern gewaschen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Was letztlich auch dazu führte, meine Erfahrungen mit dir teilen zu wollen. Auf meinem Blog erwarten dich viele Strategien, Tipps und Tricks über das Friedfischangeln sowie Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander.

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