Curry Angeln

Curry zum Angeln – Das Gewürz der Götter im Futter

Ein Hauch von Indien weht wieder durch die Lüfte, wenn ich das Curry in meinem Futter vor dem Angeln verarbeite. Das Gewürz nutze ich nämlich häufig bei meinen Ansitzen, um den Fischen eine aromatische Bombe im Wasser zu präsentieren. Ein gutes Curry ist eine echte Bank im Winter, weil kein Rotauge diesem Aroma widerstehen kann. Es ist das Gewürz der Könige, Götter und Winterangler!

Curry zum Angeln

Warum ich auf mein Curry beim Angeln schwöre, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Die Würzmischung der Inder – Das Curry überzeugt auch im Futter

Könntest du einen Blick in mein Angelzimmer werfen, würdest du mich wahrscheinlich für einen Seefahrer von der Seidenstraße halten. In jeder Ecke steht nämlich ein Gefäß gefüllt mit den schönsten Gewürzen und Kräutern. Meine kleine Hexenküche ist ein Sammelsurium der unterschiedlichsten Düfte, weil ich mein Futter häufig um die verschiedensten Aromen bereichere. Die indische Würzmischung wird aber die Oberhand gewinnen, wenn du ein Gewürz mit deiner Nase aus der Masse heraus bestimmen müsstest. Es ist das Curry, welches ich sehr häufig in meinem Grundfutter vor dem Angeln anmische.

Die herbe Note vom Curry ist für mich beispielsweise ein Grundbaustein, wenn ich den Rotaugen im Winter nachstellen will. Der würzige Duft scheint die Fische unter den widrigsten Bedingungen zum Fressen anzuregen. Es sind aber nicht nur die Plötzen, auch die Brassen, Döbel oder Alande können sich für ein gutes Curry beim Angeln in der kalten Jahreszeit begeistern. Ich nutze dieses Gewürz sowohl beim Stippen, als auch beim Feedern, sowie bei jeder anderen erdenklichen Methode.

Eine Currywürmischung zum Angeln
Curry in großen Mengen lässt sich für mehrere Angeltage verwenden

Hinter dem Curry verbirgt sich aber kein eigenständiges Gewürz, sondern vielmehr eine Mischung aus den unterschiedlichsten Zutaten. Der Geschmack und das Aroma können sich also nach der jeweiligen Rezeptur unterscheiden. Meine Favoriten sind in jedem Falle ein fruchtiges oder scharfes Curry beim Angeln. Aus diesen Grundzutaten wird die indische Würzmischung zumeist hergestellt:

  • Kurkuma
  • Koriander
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Bockshornklee

Ein gutes Curry überzeugt aber nicht nur als Lockstoff, auch das Preistleistungsverhältnis ist Championsleague! Ich bestelle mir vor jeder Angelsaison deswegen einen Beutel von 1000 Gramm für 10 Euro, um einen Vorrat für das ganze Jahr anzulegen. Auf diese Weise lässt sich viel Geld sparen, weil ein Päckchen an Curry im Supermarkt wesentlich teurer ist. Bestellst du deine Gewürze über das Internet, hast du einen Zugriff auf die günstigsten Lockstoffe für das Angeln!

Das Curry ist ein sehr intensiver Lockstoff beim Angeln

Wenn ich eine Eigenschaft vom Curry herausstellen müsste, dann wäre es die Intensität als Lockstoff! Eine kleine Menge der Gewürzmischung reicht nämlich schon aus, um den Geruch im Futter wahrnehmen zu können. Das Curry bietet beim Angeln also den Vorteil, das Aroma einzutragen, ohne den Geschmack im Grundfutter stark zu verändern. Wie viel Pfeffer müsstest du auf einen Kilogramm an Lockfutter einsetzen, um die gleiche Intensität im Geruch wie beim Curry zu erzielen? Die eingesetzte Menge an Pfeffer wäre so hoch, das kein Fisch dieser Welt mehr dein Futter fressen würde!

Curry im Lockfutter
Das Futter lässt sich durch Gewürze veredeln

Hinter dieser Intensität verbirgt sich auch das Geheimnis all jener Gewürze, welche wir bevorzugt beim Friedfischangeln einsetzen. Sie sind im Aroma stark genug, um einen erkennbaren Mehrwert bei einem Ansitz zu erzielen, ohne dabei das Futter geschmacklich zu zerstören. Weitere klassische Vertreter neben dem Curry können auch der Koriander, das Anis, der Zimt oder das Spekulatiusgewürz* beim Angeln sein. Ich verwende diese Gewürze häufig über das ganze Jahr auf die verschiedensten Zielfische meiner Gewässer.

Angelgewürze richtig Lagern


Es ist sehr wichtig, seine Gewürze dauerhaft vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Sie verlieren über die Zeit nämlich ihr Aroma, wenn sie nicht luftdicht in einem verschließbaren Behälter aufbewahrt werden. Mein Curry lagere ich deswegen in Einwegdosen und ich öffne sie nur, wenn das Futter zum Angeln angerührt wird.

Currygewürz in einer Dose beim Angeln

Für die Sparfüchse unter euch habe ich noch einen weiteren tollen Tipp! Ich trinke meinen Kaffee gerne mit Kaffeeweißer, die leeren Dosen eignen sich ebenfalls zur Lagerung der Gewürze. Ich nutze diese Behälter auch zum Einlegen von Partikeln im Curry, aber auch zum Färben von Mais und anderen Ködern.

Curry im Winter – Der Trumpf beim Rotaugenangeln

Kaum sinken die Temperaturen in den einstelligen Bereich, da packe ich auch schon meine Sachen, um den Rotaugen im Winter nachzustellen. Sie fühlen sich im kalten Wasser pudelwohl und kein Lockstoff wirkt so effektiv auf die Plötzen beim Angeln, wie ein gutes Curry im Futter. Ein Rotauge ergötzt sich an den herben Gewürzen, wie eine Regierung an den Steuern ihrer Bevölkerung.

Ein scharfes Curry hat sich bei mir an den kältesten Tagen auch immer bewährt, sogar beim Nachtangeln im Winter folgten die Bisse wie an einem lauwarmen Sommertag. Ich mische mein Angelfutter ebenfalls mit einer größeren Menge des Hanfmehls an, weil es die Rotaugen konstant über viele Stunden selbst bei den härtesten Bedingungen beschäftigt! Warum die Plötzen eine so große Vorliebe für die scharfen und markanten Gewürze aufweisen, bleibt wohl wir ureigenes Geheimnis.

Curry beim Angeln im Winter als Lockstoff auf Rotaugen
Gewürze wie Curry oder Koriander sind im Winter eine Macht

Noch ein Tipp aus dem Nähkästchen: Du kannst dein Lockfutter auch mit einem Schuss an Maggi verfeiern, um eine wahre Bombe an Aromen auf deinem Futterplatz zu erzeugen. Einer Kombination von Maggi und Curry kann kein Rotauge beim Angeln im Winter widerstehen! Viele Hersteller bieten auch das sogenannte Rotaugengewürz an, es ist ein Lockstoff auf der Basis von Curry für die kalte Jahreszeit. Beim Feedern gebe ich die Gewürze häufig auch Pur in den Futterkorb, wenn ich während einer Beißflaute einen neuen Reiz setzen will!

Dosierung vom Curry im Lockfutter

Die richtige Dosierung vom Curry richtet sich nach der Menge an Futter, sowie dem Salzgehalt und Geschmack deiner fertigen Mischungen. Es ist wichtig, sich Stufenweise an das richtige Mengenverhältnis heranzutasten. Ich nutze deswegen die Kappen von meiner Kaffeeweißerdose seit vielen Jahren, um mein Curry vor dem Angeln im Futter anzumischen. Eine grobe Empfehlung für die Dosierung kannst du aus der Tabelle entnehmen, sie bezieht sich auf einen Liter an Lockfutter:

Im herben Rotaugenfutter1 Kappe an Curry
Im süßen Rotaugenfutter2 Kappen an Curry
Im Brassenfutter1 Kappe an Curry
Frühling/Herbst/Winter2 Kappen an Curry
Sommer1 Kappe an Curry

Die Unterschiede in der Dosierung hängen sowohl mit der Jahreszeit, als auch dem Zielfisch und der Futtersorte* zusammen. Umso kälter das Wasser aber ist, desto höher fällt der Anteil an Curry in meinem Futter auch aus. Stelle ich den Brassen beispielsweise im Winter nach, hat sich eine Kappe des Gewürzes bisher gut bewährt. Bei meinen Ansitzen auf das Rotauge kann sich die Menge in der kalten Jahreszeit sogar verdreifachen. Mit etwas Fingerspitzengefühl wirst du aber schnell die richtige Menge an Curry für deine Futtersorten beim Angeln finden.

Rotauge von einem Angler im Winter gefangen
Das Rotauge wurde beim Angeln mit einer guten Portion an Curry gefangen

Im Laufe der Jahre habe ich es mir deshalb auch zur Gewohnheit gemacht, mein Futter vor dem Anmischen mit den Gewürzen abzuschmecken. Dieser kleine Gegentest hilft mir, wenn ich den Salzgehalt und Geschmack der fertigen Futtersorten überprüfen will. Manche Hersteller setzen ihren Produkten beispielsweise von Haus einen hohen Anteil an Gewürzen bei, der Einsatz einer zu großen Menge an Curry vor dem Angeln wäre dann Kontraproduktiv. Die Gewürze können das Futter nämlich schnell bei einer Überdosierung geschmacklich ruinieren.

Maden oder Partikel vor dem Angeln mit Curry einlegen

Eine weitere Möglichkeit für den Einsatz vom Curry ist das Einlegen von Partikeln oder Maden vor dem Angeln. Ich werte meinen Hanf oder den Weizen beispielsweise oft über eine Zugabe von Gewürzen während der Zubereitung in der Thermoskanne auf. Zwei satte Teelöffel an Curry genügen, um das Aroma nach 12 Stunden am Partikel wahrnehmen zu können. Auch Sensationell: Bei der Verwendung von Kurkuma nimmt der Weizen eine satte dunkelgelbe Farbe an!

Eingelegte Partikel mit Curry in einer Dose
Partikel wie Weizen oder Hanf lassen sich im Curry einlegen

Kennst du auch die Currymaden? Die kleinen Gewürzbrummer verwenden beispielsweise einige Stippangler, wenn sich mal wieder eine Beißflaute bei einem Ansitz einstellt. Hier die Anleitung (Raketenbau für Fortgeschrittene): Schnapp dir eine Dose, wirf ein paar Maden und etwas Curry hinein, schüttle danach wie an einem Pflaumenbaum, herzlichen Glückwunsch! Die Fliegenlarven haben jetzt nämlich einen gelben Stich und dein Köder riecht nun nach Curry. Das Aroma verfliegt im Wasser zwar recht schnell, kann aber beim Angeln den entscheidenden Reiz für einen Biss liefern. Einige Karpfenangler schwören bei der Herstellung ihrer Boilies* auch auf ein Gewürz wie Curry, Anis oder Bockshornklee.

Angelteig mit Curry verfeinern

In meiner Kindheit hatte ich das Privileg, auf einem Campingplatz mit einem angeschlossenen Baggerloch aufwachsen zu dürfen. An einem jeden Morgen stibitze ich deswegen beim Frühstück am Tisch meiner Großeltern heimlich ein Brötchen, weil ich einen Köder zum Angeln gebraucht hatte. Eine Dose an Maden oder Würmern waren zu dieser Zeit noch echte Fremdwörter in der Wohnwagen-Allee. Irgendwann kam ich auf die sensationelle Idee, Opas liebstes Curry für meine Zwecke beim Angeln zu entfremden. Ich vermengte meinen Teig mit diesem Gewürz, weil ich die Farbe und den Geruch meines Köders verändern wollte.

Der Erfolg meines Curryteigs war später so durchschlagend, das ich keinem anderen Angler auf dem Campingplatz von meinem kleinen Geheimnis erzählte. Der würzige Geruch und die gelbe Farbe vom Curry sind tatsächlich eine tolle Zutat, wenn du einen Teig zum Angeln herstellen willst. Bei einem spontanen Ausflug mit der Matchrute greife ich häufig noch auf diese Errungenschaft meiner Kindheit zurück, um die Rotfedern dieser Welt mit der Pose zu fangen. Als Grundzutat für meinen Teig verwende ich mittlerweile das Zwieback oder Paniermehl.

Diese Brasse mochte das Curry Gewürz
Selbst die Brassen widerstehen dem Curry im Grundfutter nicht

Abschließend gilt zu schreiben: Es gibt keinen einzigen Grund, auf das Gewürz der Götter beim Angeln zu verzichten. Ich habe diesen Titel auch bewusst so gewählt, weil sich das Curry mit beinahe jedem Futtermittel dieser Welt kombinieren lässt. In England schwören die Döbelangler beispielsweise auf ihre eingelegten Frühstücksfleischwürfel im Curry, während in Holland die würzig riechenden Futterbälle im Akkord in die Grachten fliegen. Im Ruhrpott gilt die Curry-Wurst sogar als fester Bestandteil der Lebenskultur und Tradition!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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