Paniermehl Angeln

Paniermehl zum Angeln – Der Klassiker im Futter

Das Paniermehl zum Angeln ist ein Dauerbrenner im Futter. Seine Eigenschaften haben sich über letzten Jahrzehnte in jedem Rezept bewährt. Der günstige Preis und die dauerhafte Verfügbarkeit machen es zu einem Selbstläufer, weil die Fische den Geschmack lieben.

Paniermehl Angeln

Was ich über das Paniermehl zum Angeln weiß, verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Das Paniermehl ist ein bindiger Fischmagnet beim Angeln

All die Dinge dieser Welt sind schöner, wenn sie gut schmecken. Wenn ich ein Schnitzel verspeise, freue ich mich tatsächlich auf die Panade am Meisten. Sie ist so unfassbar lecker! Woraus sie besteht ist kein Geheimnis.

Das Paniermehl findet aber nicht nur einen Weg auf unseren Teller, es ist auch ein hervorragendes Mehl für ein Lockfutter. Der Geschmack und seine Eigenschaften überzeugte die Angler und Fische schon seit vielen Generationen.

Die Herstellung von Paniermehl ist kinderleicht. Altes Weißbrot oder Brötchen werden so lange gemahlen, bis wir eine feine Struktur erreichen. Der Name kommt im Übrigen aus dem Französischen, wo es „Paner“ genannt wird. Eine andere Bezeichnung aus Norditalien (Bayern) kann auch das sogenannte Semmelmehl sein.

alte Brötchen

Heutzutage müssen wir das Paniermehl aber nicht mehr per Hand herstellen, wenn wir es beim Angeln verwenden wollen. Das Industriell gefertigte Produkt können wir in jedem Supermarkt kaufen. Ein Kilogramm kostet kaum mehr als 79 Cent, die Träume aller Sparfüchse werden wahr!

Paniermehl vor Schädlingen geschützt Lagern

Die Lagerung ist ein weiterer wichtiger Punkt. Dank der Verkaufsverpackung ist auch dieses Problem schnell von der Hand zu weisen. Wer große Gebinde von Paniermehl zum Angeln aus dem Internet bestellt, sollte auf Fässer mit Schraubverschluss zurückgreifen. Schädlinge jeglicher Art können sonst die Wohnung bevölkern. Der Speckkäfer ist ein guter Bekannter von mir.

Wer sein Paniermehl von Hand herstellen möchte, der kann die alten Reste von Brötchen oder Toast durch den Fleischwolf geben. Über das ganze Jahr sammelt sich jede Menge der Backwaren zusammen. Die Weiterverwendung ist also durchaus möglich. Allerdings solltet ihr zwingend auf Schimmel achten, sonst mischt ihr euch eine Nullnummer in das Futter.

Das Paniermehl ist eine Basis für das Futter

Das Paniermehl ist eine Basis für viele verschiedene Rezepte. Wir setzen es ein, um unserem Futter eine Grundlage zu verschaffen. Seine Stärke liegt in der Bindung, welche für stark fließende Gewässer von besonderem Vorteil ist.

Paniermehl Futter

Da ein Futterplatz bei Strömung kompakt sein muss, bietet sich das Paniermehl als die ideale Lösung zum Angeln an. Wir können den Flüssen trotzen und die Fische zentriert an unserer Stelle halten. Mehle mit einer geringen Bindung würden unsere gefütterten Köder weit verstreuen, die Ausbeute sinkt dementsprechend.

Bis zu 60% an Paniermehl verwende ich deswegen für meine Rezepte, wenn ich an der Elbe angeln will. Um den Geschmack und den Geruch zu steigern, kombiniere ich es beispielsweise mit Spekulatiusmehl. Das Paniermehl schmeckt pur ohne Frage erstklassig, das Setzen weiterer Reizpunkte ist aber von Vorteil.

gefangene Brasse aus der Elbe

Wenn ich Brassen fangen möchte, erweitere ich meine Rezepte ebenfalls um diverse süße Mehle. In Kombination mit der Coprah Melasse werten wir das Paniermehl auf, es kann für den Zielfisch manchmal das Zünglein an der Wage sein. Diverse Lockstoffe bieten sich ebenfalls an, wenn wir das Semmelmehl pur Angeln wollen.

Je nach Stärke der Strömung solltest du aber auf einen zu hohen Grad an Bindung achten. Aus einem Futterball könnte nämlich schnell eine Kanonenkugel werden. Ich teste das Verhalten meines Lockfutters deswegen immer an der Strömungskante aus. Löst es sich auf und bleibt liegen, haben wir alles richtig gemacht.

Parkteiche und Paniermehl sind Teamplayer

Wer an Parkteichen angelt, kennt den Volkssport Nummer Eins. Viele Menschen wandern um den See, um die Enten zu füttern. Für den Einsatz von Schwimmbrot eignen sich diese Gewässer sicherlich nicht mehr, dafür entwickelt sich aber eine andere Symbiose. Das Paniermehl kann jetzt zu unserer größten Waffe im Futter werden!

Die Zielfische wie Rotaugen, Rotfedern, Schleien oder Karpfen stellen sich sehr schnell auf diese freie Kost ein. Immer wieder können wir sie zwischen den Enten nach einem Häppchen schnappen sehen. Wer sein Futter jetzt um das Paniermehl erweitert, hat also die besten Chancen bei einem Ansitz.

Parkteich

Bis zu 30% an Paniermehl verwende ich beim Angeln an stehenden Gewässern in unmittelbarer Nähe zu den Städten. Wir müssen nur auf die Bindung achten, sie darf nicht zu stark sein. Ein Futterball muss sich nämlich sofort lösen, um die Köder freizugeben.

Das Wasser sollte also gut abgestimmt dem Rezept beigegeben werden, um keine starke Bildung von Klumpen zu fördern. Ist das Futter nämlich zu bindig, sinkt es oft im schlammigen Boden der vielen Parkteiche ein. Um eine schnelle Löslichkeit zu erreichen mische ich häufig Hanfmehl bei, das enthaltene Öl zersprengt jeden Kleister! Wer sich ein bisschen Zeit zum Experimentieren mit dem Paniermehl nimmt, hat aber gute Chancen auf wahre Sternstunden beim Angeln.

Aus Paniermehl einen Angelteig herstellen

Das Paniermehl ist ein wahrer Alleskönner. Einen einfachen Angelteig können wir auch noch herstellen, wenn wir keine Köder zur Hand haben. Vermischen wir es mit Wasser, einem Ei oder anderen öligen Zutaten, entsteht ein schöner Teig. Das Öl ist wichtig, um eine wasserabweisende Wirkung zu erzielen, nur so haftet er dauerhaft am Haken. Alternativ können wir auch Butter verwenden.

Angelteig aus Paniermehl

Die Wirkung lässt sich durch Farbe oder Aromen ebenfalls steigern. Ich verwende für meinen Teig gerne:

  • Gewürze wie Curry oder Zimt
  • verschiedene Futterfarben
  • Dips für das Aroma
  • stark riechende Mehle

Ob wir das Paniermehl nun als Teig oder direkt zum Angeln verwenden, seine Wirkung ist jedenfalls unbestritten. Als Basis nutze ich es sehr häufig, aber auch Pur kann es durchaus Punkten. Ein toller Nebeneffekt bleibt in jeden Falle aber als Bonus stehen. Fängt es keine Fische, panieren wir halt unser Schnitzel.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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