Paniermehl Angeln

Paniermehl zum Angeln – Der Klassiker im Futter

Das Paniermehl zum Angeln ist ein Dauerbrenner im Kreise der Angler. Seine Eigenschaften haben sich über letzten Jahrzehnte bewährt. Der günstige Preis und die permanente Verfügbarkeit machen es zu einem Selbstläufer, weil die Fische den Geschmack lieben.

Paniermehl Angeln

Als Basismehl lässt es sich in vielen Futtermischungen verarbeiten. Worauf ich achte und was es zu wissen gibt, verrate ich dir wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen, dein 16er-Haken.

Das Paniermehl ist ein bindiger Fischmagnet

All die Dinge dieser Welt sind schöner, wenn sie gut schmecken. Wenn ich ein Schnitzel verspeise, freue ich mich tatsächlich auf die Panade am Meisten. Sie ist so unfassbar lecker! Woraus sie besteht, wissen wir alle. Das Paniermehl findet aber nicht nur einen Weg auf unsere Teller, es ist auch ein hervorragendes Mehl für ein Lockfutter. Der Geschmack und seine Eigenschaften überzeugte die Angler schon vor 50 Jahren.

Die Herstellung von Paniermehl ist simpel. Altes Weißbrot oder Brötchen werden einfach gemahlen, bis es eine feine Struktur vorweist. Der Name kommt es aus dem Französischen, wo es auf den Namen „Paner“ hört. Mittlerweile wird das Paniermehl industriell gefertigt, weswegen der Preis auch günstiger nicht sein könnte. Ein Kilogramm kostet ungefähr 79 Cent. Die Träume aller Sparfüchse werden wahr.

Ein wichtiger Punkt für einen Angler ist die Lagerung von Futtermehlen. Wer nicht aufpasst, ist mit Verderb oder Lebensmittelmotten konfrontiert. Da unser Paniermehl bestens verpackt ist, können wir es frisch aus der Pappschachtel verwenden. Wer große Mengen in Säcken abnimmt, sollte auf Schraufässer zurückgreifen.

alte Brötchen

Auch das Herstellen von Hand ist Möglich. Alte Brötchen und Weißbrot sammeln sich über das Jahr in ziemlich großen Mengen an, weswegen sich diese Weiterverwendung durchaus lohnen kann. Allerdings musste ich auch feststellen, das die Qualität nicht an das Paniermehl aus dem Supermarkt herankommt.

Wer einen Bäcker kennt, ist ohnehin der glücklichste Mensch der Welt. Gegen einen schmalen Taler können wir die mit Abstand besten Mehle für uns Nutzen.

Paniermehl zum Angeln ist eine Basis fürs Futter

Paniermehl Futter

Als Basis eignet sich das Paniermehl zum Angeln für viele verschiedene Rezepte. Seine Stärke spielt es vor allem an Fliessgewässern aus, wo die Bindung ein sehr wichtiges Kriterium ist. Der Grund dafür ist im Fluss selbst zu suchen.

Die Strömung würde leichte Mehle schnell vom Platz spülen, ein Futterplatz baut sich also nicht auf. Das Paniermehl wirkt durch seine hohe Bindung diesem Problem entgegen.

Bis zu 60% verwende ich für meine Rezepte an der Elbe, ergänzen lässt sich das Futter mit Mehlen für Geruch, Geschmack und Farbe. Einen Nachteil hat Paniermehl nämlich, es riecht relativ neutral. Der Geschmack ist zwar leicht salzig, aber auch hier müssen wir unter Umständen nachsteuern.

gefangene Brasse aus der Elbe
Eine Brasse aus der Elbe. Sie mochte das Paniermehl anscheinend.

Im Bezug auf Brassen zum Beispiel schadet eine gewisse Grundsüße nicht. Kombinieren wir das Paniermehl mit einer Coprah Melasse oder Spekulatiusmehl, kommen wir solch einer Mischung schon näher.

Umso schwächer die Strömung aber wird, desto eher solltest binde Mehle reduzieren. Die richtige Balance ist entscheidend. Eine Kanonenkugel von Futterball wirkt auf Fische nämlich nicht sehr interessant. Ich werfe mein Futter deswegen gerne knapp hinter die Strömungskante, um mir das Verhalten genau anzusehen.

Parkteiche und Paniermehl sind Teamplayer

Parkteich

An Parkteichen ist das Füttern von Enten Volkssport. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich streiten, aber ein positiver Nebeneffekt lässt sich trotzdem entdecken. Unsere Zielfische werden nämlich auf diese Backwaren förmlichst dressiert, weshalb Paniermehl zum Angeln dort eine richtige Bank sein kann.

Bis zu 30% verwende ich für meine Rezepte an solchen Stillgewässern, im Gegensatz zum Fluss muss aber auf die Bindung geachtet werden. Das Futter muss sich zwingend öffnen, obendrein darf es nicht zu schwer sein. Auf schlammigem Boden könnte alles Einsinken, ein verschenkter Angeltag wäre die Folge.

Das Kombinieren mit leichteren Mehlen ohne oder kaum Bindung bietet sich deswegen an. Besonders eignen tun sich Maismehle oder Hanfmehle, um die Struktur etwas zu brechen. Auch auf die Zugabe von Wasser müssen wir achten. Zuviel Feuchtigkeit verklebt das Futter enorm, wenn größere Mengen an Paniermehl im Spiel ist.

Aus Paniermehl einen Angelteig herstellen

Angelteig aus Paniermehl

Das Paniermehl ist ein wahrer Alleskönner. Einen einfachen Angelteig können wir zusätzlich herstellen, wenn wir keine Köder zur Hand haben. Durch Wasser, Butter, Öl und Aromen entsteht eine schöne Masse, welche sich ebenso zum Fang von Fischen eignet. Das Öl ist wichtig, um eine wasserabweisende Wirkung zu erzielen, nur so Haftet der Teig Dauerhaft am Haken.

Die Wirkung und Farbe lässt sich ebenfalls steigern. Ich verwende für meinen Paniermehlteig gerne:

  • Gewürze wie Curry, Anis oder Zimt
  • Gelbe oder rote Futterfarben
  • Dips für das Aroma
  • Pelletmehl

Der Nachteil eines Teigs ist fehlende Eigenbewegung, deswegen nutze ich diese Alternativen. Zum Abschluss gilt nur zu schreiben, das unser liebstes Paniermehl wirklich die eierlegende Wollmilchsau ist. Die Angler haben diesen Umstand ja schon vor 50 Jahren erkannt und das nicht ohne Grund!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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