Spekulatiusmehl Angeln

Das Spekulatiusmehl – Weihnachten im Futter

Das Spekulatiusmehl ist ein klassischer Zusatz für jedes Futter. Als Träger von Geschmack und Bindung eignet es sich für jedes Rezept, obendrauf ist es besonders günstig. Im Herbst können wir mit einem Griff ins Regal jede Menge Geld sparen.

Spekulatiusmehl Angeln

Was ich über das Spekulatiusmehl zum Angeln weiß, verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Das Spekulatiusmehl ist der Topzusatz für jedes Futter

Das Spekulatiusmehl ist ein klassischer Zusatz für jedes Lockfutter. Die würzige Süße lässt sich in jedem Rezept einsetzen, aber auch das Strecken fertiger Futtermischungen ist möglich.

Das Geheimnis hinter dem Aroma und Geschmack verbirgt sich in diesen Gewürzen:

  • Zimt
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ingwer
  • Nelken
  • Kardomom
Spekulatiusgewürzmischung

Je nach Sorte und Hersteller können die Zutaten allerdings schwanken, wodurch sich die Eigenschaften leicht verändern. Holländischer Spekulatius beispielsweise besitzt eine Note von Karamell, während deutsches Gebäck wesentlich würziger ist. Umso günstiger der Preis aber ist, desto eher eignet er sich für unsere Zwecke.

Der Preis von selbstgemachten Spekulatiusmehl ist für Sparfüchse besonders erwähnenswert. Spätestens im Herbst füllen sich die Regale des Supermarktes wegen der Vorweihnachtszeit wieder. Eine Tüte von 600 Gramm kostet kaum mehr als 89 Cent, zusätzlich fallen die Versandkosten weg.

Spekulatius
Ganzer Spekulatius schmeckt nicht nur, er ist auch zum Angeln eine Klasse für sich

Wer also nicht Faul ist und gerne Hand anlegt, kann im Vergleich zum Fachhandel bis zu 100% pro Kilogramm einsparen. Die Lagerung ist ein weiterer Vorteil. Wir können ihn einfach in der Tüte stehen lassen, ohne zusätzliche Maßnahmen ergreifen zu müssen. Allerdings steigt die Gefahr vom Verbrauch über die Hand in den Mund, es ist also Vorsicht geboten.

Eigenschaften und Dosierung vom Spekulatiusmehl im Lockfutter

Das Spekulatiusmehl bringt einige tolle Eigenschaften für unser Futter mit sich. Der Anreiz es zu verwenden lässt sich begründen wegen:

  • seiner hohen Bindung
  • dem markanten Geruch
  • dem vorzüglichen Geschmack
  • der hohen Qualität
  • einer langen Haltbarkeit
  • sowie dem günstigen Preis
Spekulatiusmehl
Das Spekulatiusmehl eignet sich für jedes Lockfutter

In Abstimmung mit anderen Mehlen kann es sowohl in fließenden, als auch stehenden Gewässern verwendet werden. Die hohe Bindigkeit ist für große Flüsse wie die Elbe besonders Vorteilhaft. Ein Futterplatz muss jeder noch so starken Strömung standhalten, diese Funktion erfüllt das Spekulatiusmehl vollständig. Bis zu 50% pro Kilogramm kann die Menge betragen.

Für Stillgewässer eignet es sich ebenfalls als Geschmacks und Geruchsträger. Da ein Futter sich im See aber sehr schnell lösen muss, sollte die Kombination mit weniger bindigen Mehlen erfolgen. Die Basis sollte unbedingt leichter sein, sonst öffnet sich das Rezept nicht richtig. Bis zu 30% an Spekulatiusmehl auf einen Kilogramm verwende ich für stehende Gewässer.

Brassen lieben Spekulatius

Die Brasse ist der Zuckerfisch in unseren Gewässern. Wen dürfte es verwundern, wenn das Spekulatiusmehl sie besonders anspricht. Die liebliche Kombination aus der würzigen Süße kann ich nur empfehlen!

Eine präsentierte Brasse im Hafen

Es gibt aber auch alternativen, um das Aroma einzusetzen. Auf Basis des Geruchs von Spekulatius gibt es folgende Produkte:

  • Dips
  • Lockstoffe
  • Boilies
  • Spekulatiusgewürz
  • Sprays

Wir müssen also nicht zwingend für den Geruch das Mehl verwenden. Die Möglichkeiten sind beim Angeln wie immer Vielfältig.

Selbst ist der Mann – Spekulatiusmehl von Hand herstellen

Das Herstellen von Spekulatiusmehl ist ein Aufwand von nur wenigen Minuten. Ich bevorzuge zwei sehr einfache Methoden, um die Kosten möglichst zu sparen. Ein Fleischwolf ist eine schöne Variante, um die Grobheit zu bestimmen. Durch verschiedene Maße der Lochscheiben können wir die Struktur beeinflussen.

Spekulatius, Sieb und Fleischwolf

Du musst nichts weiter tun, als das Gebäck zu zerkleinern und in den Trichter zu geben. Danach wird sich ein „Wolf“ gekurbelt, bis wir das fertige Mehl erhalten.

Für eine ganze Tüte brauche ich keine 10 Minuten, am Ende stehen mir 600 Gramm Spekulatiusmehl zum Angeln zur Verfügung. Diese Menge benötige ich für 2 Kilogramm an Lockfutter für einige meiner Rezepte.

Ein normaler Sieb eignet sich ebenso zum Herstellen von Spekulatiusmehl. Wir reiben das Gebäck einfach über die Maschen, bis wir die gewünschte Menge an Mehl erhalten. Ich bevorzuge eine 4 Millimeter Maschenweite, um es zum einen Fein zu halten, zum anderen relativ schnell arbeiten zu können.

Spekulatius auf einem Sieb
Durch Sieben können wir Mehl ebenso herstellen

Beide Varianten sind besonders Energiesparsam. Wer etwas entspannter arbeiten will, kann auch auf einen Mixer zurückgreifen. Er ist der Sieb des reichen Mannes. Da wir aber jeden gesparten Cent in neues Tackle investieren möchten, favorisiere ich die ersten beiden Methoden. Nur ein Angelzimmer voller Gerät ist ein gutes Zimmer!

Wer eine Diät plant, sollte aber mit dem eingelagerten Spekulatius vorsichtig umgehen. Bevor ich das erste Bild zum Bericht überhaupt geschossen hatte, waren zwei extra gekaufte Tüten schon verspeist. Die Konsequenzen können wir am Hosenbund ausmachen.

Als Mahnung zur Disziplin anbei noch die Nährwerte für 100 Gramm:

  • Brennwert: 477 kcal
  • Protein: 6 Gramm
  • Kohlenhydrate: 70 Gramm
  • Fett: 18,7 Gramm
  • Ballaststoffe: 2,5 Gramm

Herzlichst, euer 16er-Haken

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