Herbstblaetter und Futterkörbe mit Lockfutter

Feedern im Herbst – Fünf goldrichtige Tipps zum Futterkorbangeln

Wer im Herbst Feedern will, der muss sich auf eine Jahreszeit des Umbruchs einstellen. Die Tage werden nämlich nicht nur kürzer, auch das Wetter verändert sich nun drastisch. Der Wind weht jetzt mit seiner ganzen Kraft über die Gewässer, während sich die Fische bei den fallenden Temperaturen auf den Winter vorbereiten. Das Angeln mit dem Futterkorb bietet im Herbst die größten Chancen, wenn wir die Kescher vor der großen Kälte füllen wollen.

Feedern im Herbst

Ich habe 5 goldrichtige Tipps zum Feedern im Herbst für dich, um die Ausbeute beim Angeln zu steigern. Ich wünsche dir wie immer viel Spaß beim Lesen!

Der Herbst ist beste Zeit zum Feedern auf das Rotauge

Eine alte Weisheit beim Feedern besagt, das mit dem ersten Frost im Herbst die schönsten Rotaugen gefangen werden. Sinken die Temperaturen in den Nächten nämlich, schwinden auch die natürlichen Nahrungsressourcen der Plötzen. Es sind die Insekten, welche jetzt die Gewässer verlassen, um an Land zu überwintern. Du musst also nicht mehr mit den Mückenlarven und Bachflohkrebsen konkurrieren, da sie erst wieder im Frühling einen neuen Lebenszyklus antreten.

Für einen Angler steigen deshalb die Chancen beim Futterkorbangeln, weil die Rotaugen gegen Ende des Jahres weniger zu Fressen finden. Ein Futterplatz wirkt daher beim Feedern für die Plötzen im Herbst wie ein gedeckter Tisch zu Weihnachten! Wer das Silber jetzt in seinen Gewässern schürfen will, der muss sich nur noch taktisch auf diesen Zielfisch einstellen.

gefangenes Rotauge beim Feedern im Herbst
Tolles Rotauge beim Feedern im Herbst

Ein wichtiger Grundbaustein ist das richtige Futter beim Feedern, um die Rotaugen gezielt im Herbst zu fangen. Eine dunkle Farbe ist beispielsweise von Vorteil, weil du das Vertrauen der Plötzen in deinen Futterplatz beim Ansitz stärken musst. Sie meiden nämlich einen kontrastreichen Untergrund und sind immer auf der Hut vor dem Hecht oder Zander. Ein herbes Aroma und viele aktive Partikel dürfen ebenfalls nicht auf der Speisekarte fehlen. Diese Eigenschaften sollte das Rotaugenfutter beim Feedern im Herbst aufweisen:

  • Dunkle Farbe
  • Aktive Arbeitsweise
  • Hoher Anteil an Hanfmehl
  • Maden, Pinkies, Caster und Hanf im Futter

Mein Futter werte ich beim Anmischen ebenfalls durch eine Verwendung von nassem Hanfmehl auf, weil es die Bildung von Wolken fördert. Die Rotaugen lieben nämlich die milchige Säule und das herbe Aroma, welches vom Futterkorb freigegeben wird. An lebenden Ködern und Hanf sollte ebenfalls nicht beim Rotaugenangeln mit der Feederrute im Herbst gespart werden. Bonustipp: Ein Gewürz wie Curry oder Anis kann im Futter sehr erfolgreich an den nasskalten Herbsttagen sein!

Nutze die Macht der Lockstoffe beim Feederangeln im Herbst

Fallen die ersten Blätter im Herbst von den Bäumen, folgt der Wind und Regen unweigerlich dem Angler beim Feedern. Die Flüsse und Seen stehen nun unter einem Dauerbeschuss der Naturgewalten, während du auf deine Beute am Ufer lauerst. Der Wandel der Jahreszeiten beeinflusst aber nicht nur das Wetter, auch die Gewässer verändern sich im Laufe der Monate drastisch. Die ständige Umwälzung des Wasserkörpers durch den Wind hinterlässt nämlich seine Spuren: Die Sichtigkeit nimmt ab, während sich die Gerüche im Wasser vermischen!

Diese Faktoren beeinflussen ebenfalls die Ausbeute beim Feedern, weil die Fische den Futterplatz im Herbst schlechter finden. Du musst manchmal mehrere Stunden auf einen Biss warten, obwohl du an der gleichen Stelle im Sommer tolle Drills im Minutentakt hattest. Die große Zeit der Lockstoffe ist also gekommen, wenn die Feederspitzen im herbstlichen Abendlicht wieder Tanzen sollen!

Starker Wind beim herbstlichen Feederangeln
Der Wind wirbelt das Wasser im Herbst ordentlich auf

Das Futter bereichere ich deshalb um meine liebsten Aromen, da sie wirkungsvoll den Geruchssinn der Fische ansprechen. Ich dosiere die Lockstoffe wegen des trüben Wassers auch etwas höher in meinem Futter an, weil ich die Schwärme schneller an den Platz führen will. Eine gute Faustformel: Du kannst bis zu 25% mehr an Aromen im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten verwenden! Sind die Temperaturen seit einigen Wochen im einstelligen Bereich, bevorzuge ich die herben oder fischigen Lockstoffe beim Feedern im Herbst.

Ein Klassiker beim Futterkorbangeln kann zum Beispiel das Maggi, aber auch ein Gewürz aus dem Supermarkt im Spätsommer sein. Ein gutes Curry oder Zimt, sowie der Koriander sind immer tolle Alternativen zu den Produkten aus dem Fachhandel. Wer einen zusätzlichen Reizpunkt an seinem Köder setzen will, der kann auch auf einen Leber oder Knoblauchdip* zurückgreifen. Dieses Aroma trifft eindeutig den Geschmack der Fische beim Feedern im Herbst!

Fische legen Herbstspeck an – Futterkorbangeln auf dicke Brassen

Du willst die Brassen in Massen beim Feedern fangen? Dann ist der Herbst genau die richtige Jahreszeit für dich! Im Spätsommer beginnen die Fische nämlich mit ihren Vorbereitungen für den Winter, sie fressen sich also die notwendige Speckschicht für die eiskalten Tage an. Den Brassen serviere ich im Herbst deshalb einen satten Futterplatz aus vielen geschnittenen Würmern, weil sie dem Eiweiß beim Feederangeln nicht widerstehen können. Ich würde das Haus im September auch nicht mehr ohne meine Wurmschere* und einer Dose voll an Dendrobenas verlassen!

gefangene Herbstbrassen auf einem Setzkescher
Dicke Brassen vom Herbstfeedern

Den Futterplatz lege ich fast immer weit Abseits des Ufers an, um den kleineren Weißfischen im Gewässer zu entkommen. Bei Sonnenschein und blauem Himmel lassen sich die Brassen ohnehin in die tieferen Bereiche der Seen und Flüsse fallen. Nur bei irischem Wetter (starker Wind und Wolken) werfe ich die kurzen Bahnen beim Feedern im Herbst an. Das Futter halte ich im Spätsommer noch recht süß, nach dem ersten Frost kommen aber wieder die fischigen Aromen zum Zug . Ein echter Geheimtipp kann auch eine zerdrückte Handvoll an Castern im Futter sein, weil die Brassen dann keinen halt mehr beim Feederangeln im Herbst kennen!

Feederspitzen und Ruten den Bedingungen im Herbst anpassen

Launisch schieben sich die Wellen beim Feedern über das Gewässer im Herbst, meine 1,5 Unzen starke Spitze hält dem Wind aber wie ein Fels in der Brandung stand. Die leichte Unterströmung drückt nun wesentlich stärker wegen des Sturms auf meine Schnur, trotzdem kann ich die Bewegungen am Köder noch in Echtzeit wahrnehmen. Kurz darauf schnappt sich sogar ein Giebel meinen Haken! An einer feineren Feederspitze hätte ich diesen Biss beim Angeln allerdings nicht erkannt, weil die Vorspannung zu groß gewesen wäre.

Ausrüstung zum Feedern dem Herbst anpassen
Feederspitzen müssen für das stürmische Wetter im Herbst angepasst werden

Im Fluss erhöhe ich sogar die Länge und das Wurfgewicht meiner Feederruten um 25%, weil sich die Strömungsverhältnisse im stürmischen Herbst schnell verändern. Weht der Wind nämlich kräftig stromab, hat auch die Elbe wesentlich mehr Druck auf dem Kessel. Das Gewicht der Körbe, sowie die Stärke der Spitzen, verändert sich also mit diesen Wettereinflüssen. Wer im Herbst regelmäßig Feedern will, der sollte sich deswegen auf diese Bedingungen gut vorbereiten!

Das Futter im Herbst weniger gehaltvoll beim Feedern anmischen

So schön wie der Herbst beim Feedern auch sein kann, so hinterhältig sind seine Allüren beim Angeln! Ganz heimlich schleichen sich nämlich die ersten kalten Nächte ein, welche den Stoffwechsel der Fische drastisch reduzieren. Am Tage sitzt du vielleicht noch in deinem Pullover am Baggerloch, in der Dunkelheit kriecht aber schon der Frost über die Landschaft! Mein Futter reduziere ich im Herbst deshalb in seinem Nährwert, weil ich die Fische beim Feederangeln nicht übersättigen will. Auf das Beimengen von Ködern beim Anmischen meines Groundbaits verzichte ich sogar gänzlichst im Vergleich zum Sommer .

Futterkörbe beim Angeln im Herbst
Das Futter sollte beim Feedern im Herbst in seinem Nährwert reduziert sein

Viel lieber reagiere ich auf das Beißverhalten der Fische am jeweiligen Tag und füttere die Köder nur noch über den Korb bei. Du kannst nämlich jederzeit einen Futterplatz überladen, die angebotenen Partikel bekommst du aber beim Angeln nicht mehr aus dem Gewässer! Ich greife lediglich auf meine roten und gelben Partikel zurück, um den Fischen einen farblichen Konstrast auf dem Futterplatz zu servieren. Du kannst auch schon damit beginnen, einige Erdsorten in deinen Rezepten zu verarbeiten. Sie sättigen die Fische beim Futterkorbangeln im Herbst nicht, transportieren aber deine Köder sicher an den Platz.

Warum der Herbst auch Freiheit beim Feedern bedeutet – Die Uhrzeit spielt keine Rolle

Müsste ich dir abschließend die Frage beantworten, was mir am Feedern im Herbst die meisten Freude bereitet, dann würde ich mit einem strahlenden Lächeln auf meine Uhr zeigen! Du kannst nämlich an 7 Tagen der Woche jeden Moment beim Angeln genießen, weil die Fische sich auf den Winter vorbereiten müssen. Es gibt meiner Erfahrung nach weder die beste Uhrzeit, noch einen effektiveren Tagesabschnitt für das Futterkorbangeln im Spätsommer. Der Wind gleicht nämlich die Temperaturen in jeder Wasserschicht wegen der beständigen Umwälzung an, du findest also die besten Bedingungen rund um die Uhr an den meisten Gewässern vor!

Sonnenuntergang im Herbst
Ein herrlicher Sonnenuntergang beim Futterkorbangeln im Herbst an der Elbe

Du kannst die Morgenstunden im Herbst also in deinem Bett verbringen, weil der Nachmittag genauso erfolgreich beim Feedern ist! Mit Glück steigen auch bald wieder Pegel an den Flüssen und schon frohlockt ein Ansitz mit der Feederrute auf den Aland an der Strömungskante. Fallen die Blätter im Herbst von den Bäumen, beginnt für mich jedenfalls der spannendste Abschnitt der Angelsaison beim Feedern!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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Über den Autor

16er-Haken

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Hallo, mein Name ist Christoph und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Alle Beiträge, sowie die Bilder und die technische Umsetzung des Blogs entstammen aus meiner schwungvollen Feder. Seit Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Friedfischangeln und mein Talent, die Worte auf das Papier zu zaubern, mussten irgendwann in einer digitalen Tätigkeit enden. Du findest auf meinen Blog viele Strategien, Tipps und Tricks rund um das Feedern, Stippen, Winkelpickern, Matchangeln, aber auch schöne Geschichten vom Wasser.

Comments

  1. Moin Jürgen,
    ich bin auf deine Seite gestoßen, finde sie sehr Informativ und die Beiträge sind sehr ausführlich.
    Man kann vieles entnehmen und ausprobieren, klasse finde ich auch, das du die Erfahrung mit dem Artikel über Ebay Verlinkst, man kann sich also in Ruhe die Produkte anschauen und nach Bedarf bestellen. Ich mische mein Anfutter auch selber und bin verblüfft, was man alles mit den verschiedenen Mehle machen kann.
    Super Seite ich freue mich auf die Nächsten Beiträge!
    Danke

    1. Author

      Hallo Jürgen, vielen Dank für dein Klasse Feedback zum „Feedern im Herbst“. Ich lege bei meinen Berichten immer auf eine gewisse Tiefe und einen hohen Gehalt an Informationen wert, weil das Friedfischangeln diese Liebe verdient hat! Die Verlinkungen über Ebay wiederum sind ein Mehrwert für die ganze Community. Ich kann den Blog und meine Arbeit finanzieren, der Leser hat eine Auswahl an funktionierenden Produkten. Eine WIN/WIN Situation für uns alle! Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Ausflügen mit dem Futterkorb im Herbst.

      Gruß 16er-Haken

    1. Author

      Danke Jürgen, es freut mich, das dir mein Bericht zum herbstlichen Feedern gefallen hat! 🎣👍

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