Angeln im Frühjahr

Angeln im Frühjahr am Fluss – Feedern an der flachen Buhne

In Alle Inhalte, Feedern by Christoph HeersKommentieren

Angeln im Frühjahr an einer flachen Buhne? Das passt zusammen, wie der Arsch auf den Eimer! Die Fische tummeln sich nämlich im seichten Wasser der großen Flüsse, wo die ersten Sonnenstrahlen den Stoffwechsel anregen.

Dort platziere ich meinen Futterkorb, um die Brassen, Alande oder Rotaugen beim Angeln im Frühling in Serie auf die Matte zu legen. Wie meine Strategie beim Angeln im Frühjahr mit der Feederrute an den flachen Buhnen aussieht, verrate ich dir wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Angeln im Frühjahr an flachen Buhnen – Friedfisch mit der Feederrute

Im April verschwindet das Hochwasser an der Elbe so schnell, als hätte jemand den Stöpsel aus der Badewanne gezogen. Kündigt sich zeitgleich das Frühjahr in seiner ganzen Blüte an, wird die Ausrüstung für das Angeln am großen Fluss gepackt. Im Visier habe ich die flachen und strömungsarmen Buhnen, wo sich das Wasser mit den frühlinghaften Sonnenstrahlen schneller erwärmt.

Brassen beim Angeln aus einer flachen Buhne im Frühling
der Brassen ist beim Angeln im Frühjahr häufig mein Zielfisch an den flachen Buhnen

Eine seichte Buhne bietet den Fischen aber nicht nur die besseren Temperaturen, sondern auch einen reich gedeckten Tisch! Das zurückgehende Hochwasser spült nämlich viel Nahrung in die Buhnenfelder, während sich die ersten Insekten im Packwerk ansiedeln. Zwischen den Bachflohkrebsen und Zuckmückenlarven lässt es sich natürlich vorzüglich im Frühjahr auf die Weißfische angeln!

Eine Feederrute begleitet mich häufig bei diesen Ausflügen, weil ich besser auf die wechselhaften Bedingungen am Fluss reagieren kann. Im Frühling schwankt nämlich nicht nur der Pegel an der Elbe, sondern blitzartig auch das Wasser zu meinen Füßen. Wenn ein Schiff nach dem anderen die Wasserstraße passiert, dann läuft garantiert irgendwo zeitgleich „das ist die perfekte Welle“ im Radio. Ich genieße meine Zeit daher beim Angeln im Frühjahr mit dem Futterkorb, weil das Feedern an den großen Flüssen allen Widrigkeiten trotzt!

Abseits der Strömungkante im Frühling – Buhnenfische im Kessel gezielt verführen

Was ist flach wie ein Teller und riecht nach Fisch? Ich meine keine Spielerfrau von Werder Bremen! Es sind natürlich die seichten Buhnen, welche sich gezielt für das Angeln im Frühjahr anbieten. An diesen Spots richte ich meinen Fokus auf eine leichte Strömung, sowie eine geringe Wassertiefe.

Nach einem langen Winter fühlen sich die Fische schließlich im wärmeren und strömungsarmen Wasser pudelwohl. Wenn die Buhne keine zwei Meter tief ist, dann hast du die richtige Stelle im Frühling gefunden!

Futter und Köder für das Angeln im Frühjahr
Futterplätze reich gedeckt mit Ködern sind ein gutes Argument für den Fisch beim Angeln im Frühjahr am Fluss

Meine Strategie ist im Frühjahr recht einfach: Ich lege einen Futterplatz direkt im Buhnenfeld reich gedeckt mit den unterschiedlichsten Ködern beim Angeln an. Die Aromaspur wird sich dann im Kessel und darüberhinaus stromab im Fluss verbreiten. War die Stellenwahl richtig, werden sich die Brassen, Güstern, Rotaugen oder Alande bald an der Feederspitze* melden. Diese Köder und Partikel serviere ich meinen Fischen beim Angeln im Frühjahr an der flachen Buhne:

  • 2 Liter Lockfutter
  • 250 Milliliter Maden und Pinkies
  • 250 Milliliter Caster und Hanf
  • 2 Millimeter Pellets
  • eine handvoll Würmer
  • 4 Millimeter Pellets als Option

Welche Partikel und Köder du beim Angeln einsetzen möchtest, hängt auch von deinen Zielfischen im Frühling ab. Wenn beispielsweise der Brassen im Spiel sein soll, sind die Pellets*, Würmer oder Maden immer meine erste Wahl.

Für das Rotauge oder den Aland lege ich meinen Fokus eher auf die Pinkies, Hanf oder Caster. In jedem Fall gilt: die Eiweiße trumpfen beim Angeln im Frühjahr immer groß auf! Du solltest also niemals auf eine gute Ladung an lebenden Ködern beim Feederangeln an der flachen Buhne verzichten.

Futterstragie im Frühjahr – Angeln mit Kopf und Körbchen

Es macht nur einmal kurz „Klatsch“ und kaum eine Sekunde später hat mein kleiner Futterkorb auch schon den Grund der flachen Buhne erreicht. Das Wasser hat an dieser Stelle keine 1,50 Meter, trotzdem tummeln sich hier die Rotaugen oder Brassen in großen Stückzahlen. Jetzt kommt eine ganz wichtige Message für dich: Achte auf die Größe deiner Futterkörbe, wenn du im Frühjahr eine flache Buhne zum Angeln aufsuchst!

Das Geräusch einer aufschlagenden Coladose voller Köder kann die Fische nämlich blitzartig im Flachwasser verscheuchen. Dieses Verhalten hängt meiner Erfahrung nach auch mit den Kormoranen oder Graureihern zusammen, welche sich häufig die Bäuche an den Flüssen vollschlagen. An einer flachen Buhne findet der Friedfisch im Frühling zwar immer die besseren Bedingungen vor, dafür aber auch eine viel größere Anzahl an den natürlichen Fressfeinden.

Maden und Pinkies im Futterkorb
Maden und Pinkies überzeugen immer auf das Rotauge bei einem Ansitz im Frühling

Ich achte deshalb auf die Größe meiner Futterkörbe*, sowie den Takt an Würfen beim Angeln, wenn das Flachwasser am Fluss der Austragungsort im Frühjahr ist. An den normalen Tagen serviere ich dem Fisch alle 5 Minuten eine neue Ladung an Ködern. Beißen die Rotaugen, Güstern oder Brassen eher heikel, reduziert sich der Takt sogar auf nur 10 Minuten pro Wurf.

An den flachen Buhnen verwende ich anstelle der XXL-Futterkörbe für das Fließgewässer auch eher normale Stillwasser-Modelle. Meine Empfehlung lautet daher für dich: Der X-Change Distance Feeder von Guru in der Größe „Small“, „Medium“ oder „Large“. Das Ding passt zum Feedern im Frühling am Fluss, wie die Brasse zum Wurm an der Elbe!

Ausrüstung für das Feedern an flachen Buhnen – Mittlere Feederuten mit etwas Rückgrad

Die Strömung kann an einer Buhne so wechselhaft im Frühling sein, wie die Laune einer Frau vor dem Friseurtermin. Wenn beispielsweise das Schmelzwasser oder ein geöffnetes Wehr nach starken Regenfällen den Pegel beeinflussen, dann tobt der Fluss mit ordentlich Zug durch die Landschaft.

Die Folge: Das Wasser schießt mit einer höheren Geschwindigkeit in die Buhnenköpfe! Ich greife deshalb auf Feederruten mit einem Wurfgewicht von mindestens 100 Gramm beim Angeln im Frühjahr zurück. Im flachen Wasser der Buhnen wirst du aber keine Strömungsstärken wie in den Fahrrinnen vorfinden, darum sind auch keine schweren Geschütze notwendig.

Die Wurfentfernungen sind ebenfalls überschaubar, weil die meisten Buhnen kein Baggerloch-Format aufweisen. Ich bevorzuge daher Feederruten mit einer straffen Aktion bis zu einer Länge von 3,60 Metern beim Angeln im Frühjahr. Der Blank darf ruhig etwas härter Beschaffen sein, um dem Fisch im Drill die Stirn zu bieten.

Ausrüstung zum Feedern an einer flachen Buhne
Feederruten mit einem Wurfgewicht von 100 Gramm leisten gute Dienste an den Buhnenkesseln

Mein Ausrüstung wird durch eine Rolle in der Größe von 4000 vollendet. Sie besitzt genügend Kraft, um die Futterkörbe permanent durch die leichte Strömung zu leiern. Ich empfehle dir einen Schnureinzug von maximal 90 Zentimetern wegen Drall. Eine monofile Hauptschnur* in der Stärke von 0,24 Millimeter genügt vollkommen und bändigt auch die meisten Zielfische im Buhnenkessel. Dieses Ausrüstung setze ich an den flachen Buhnen beim Angeln im Frühjahr ein:

  • Feederruten bis 3,60 Meter
  • Wurfgewicht ab 100 Gramm
  • Spitzenstärken ab einer Unze
  • Rollen der Größe 4000
  • Monofile Hauptschnur ab 0,24 Millimeter
  • Futtterkörbe ab 30 Gramm Gewicht

Das Gewicht deiner Körbe sollte sich immer an die vorhandene Stärke der Strömung orientieren. Du kennst doch sicherlich dieses Sprichwort: „So leicht wie möglich, aber nur so schwer wie nötig„. Richte dich danach! Im Regelfall leistet ein Futterkorb ab 30 Gramm aufwärts gute Dienste an den flachen Buhnen beim Angeln im Frühjahr. Eine Feederspitze aus Karbon oder Glas ab einer Stärke von mindestens 1,0 Unzen passt in das Gesamtbild.

Buhnen ordentlich Loten – Erfolgreiches Angeln im Frühjahr vorbereiten

Kennst du die wichtigste Aufgabe eines Friedfischanglers vor jedem Ansitz? Es ist das beliebte Loten! Wer nämlich die Strukturen seiner Gewässer kennt, der wird auch immer seinen Fisch fangen. „Eine flache Buhne? Ist doch ein glatter Selbstläufer“ höre ich oft von den Kollegen im Vereinsheim. Unterschätze NIEMALS einen Buhnenkessel, weil er dir vielfältige Strukturen beim Angeln im Frühjahr bieten kann!

Eine flache Buhne wirkt nämlich nur im ersten Moment etwas unscheinbar, die Strömung spielt aber mit dem Gewässergrund, wie das Kind mit seiner Schaufel im Sandkasten. Im Laufe der Zeit bilden sich beispielsweise Sandbänke, kleinere Kanten und tiefere Rinnen, bis hin zu ganzen Bergen aus Kies direkt im Kessel. An diesen Strukturen wächst an der Elbe wiederum häufig das Seegras, wo sich dann auch die Insekten* ansiedeln werden. Solche Spots stehen für dicke Fänge beim Angeln im Frühjahr!

gefangenes Rotauge beim Angeln im Frühjahr
im Frühjahr bieten die wunderschönen Rotaugen ein interessantes Erlebnis beim Angeln

Nimm dir also die Zeit und ein Dropshot-Blei* (bleibt in den Steinen nicht so oft hängen), um die Strukturen deiner Buhnen ausgiebig zu ergründen. Nach einem Hochwasser steigt aber auch die Gefahr von neuen Hindernissen, welche im Drill für unnötige Verluste beim Angeln im Frühjahr sorgen können. Ich kann dir beispielsweise viele Lieder von mürrischen Baumstämmen singen, die nicht in meiner Buhne gewachsen sind.

Wie sieht deine liebste Strategie für das Angeln im Frühjahr an den Flüssen aus? Hast du einen besonders wertvollen Tipp für einen Ansitz im frühlinghaften Flachwasser? Hinterlasse mir und meinen Lesern einen Kommentar, weil uns deine Meinung wie immer brennend interessiert!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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