Köder für Brassen

Die besten Köder für Brassen – Was den Klodeckeln beim Angeln schmeckt

Was haben die fünf besten Köder auf den Brassen mit einem Buffet auf einer Hochzeit gemeinsam? Du hast es sofort verstanden, falls du dich auch immer auf die Schnitzel und die Kroketten bei der Selbstbedienung stürzt! Der Brassen ist nämlich ein Fisch, der eine gute Portion an reichhaltigen Hakenködern bevorzugt und sich immer durch ein derbes Häppchen bei einem Ansitz verführen lässt.

Köder für Brassen

Welche Köder ich für meine Brassen häufig mit Erfolg einsetze, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Der Wurm ist der Brassenköder Nummer 1 – Ein Platzhirsch ohne Konkurrenz

Wie könnte ich nur einen Bericht über die vielen verschiedenen Köder für den Brassen schreiben, wenn der Wurm seinen Platz nicht an der ersten Stelle einnehmen würde. Sie sind nämlich so Anziehend für Abramis Brama, wie das Bier für eine Kreisliga-Mannschaft im Fußball. Ein Wurm besitzt schließlich die magische Eigenschaft, an einem Haken zu tanzen, wie einst Madonna auf den Bühnen dieser Welt. Wenn du einen sehr erfolgreichen Köder für deine Brassen suchst, dann ist dieser Bewegungsreiz für sich genommen schon die halbe Miete beim Ansitz!

Der Wurm überzeugt aber nicht nur wegen seiner quirligen Art, denn er ist auch eine Bote des Vertrauens. Die Fische kennen ihn nämlich als Teil der natürlichen Nahrung, weil er bei starken Regenfällen oder Unwettern in die Gewässer gelangen kann. An den großen Flüssen sind die Würmer daher auch bei Hochwasser immer eine Bank auf den Brassen, falls alle anderen Köder ihren Dienst beim Angeln versagen!

Würmer sind der beste Köder für Brassen

Ein weiterer Vorteil der Würmer sind die austretenden Säfte, welche nach dem Anködern rund um den Haken freigegeben werden. Dieser natürliche Lockstoff wirkt wie ein Dip und kann die Brassen zuverlässig zu deinem Angelköder führen. Das Wurmstück ist ebenfalls eine Option, wenn du beispielsweise zu deinem Ansitz nach einem Wetterumschung fährst. Die Fische schlürfen an diesen Tagen nämlich gerne den Saft aus den Würmern und inhalieren kurz darauf mit Glück deinen Haken! Hinter dieser Vielseitigkeit versteckt sich auch der Grund, warum der Wurm einer besten Köder für den Brassen beim Angeln ist. Diese Wurmarten haben sich als als Brachsenköder durchgesetzt:

Ich verwende die unterschiedlichen Arten an Würmern sowohl wegen der Größe, als auch der Präsentation am Futterplatz, sowie den Möglichkeiten in der Lagerung. In den meisten Fällen setze ich auf einen Dendrobena als Köder, weil er sehr pflegeleicht ist und den Brassen vorzüglich bei einem Ansitz schmeckt. Den Wurm ködere ich immer am Kopf an, um die maximale Beweglichkeit am Grund des Gewässers zu erhalten. Wer die Würmer zum Füttern schneiden will, der sollte sich auch zwingend eine Wurmschere* zulegen. Der Kombination aus einem Wurm am Haken und einem flotten Gulasch auf dem Futterplatz kann sich nämlich keine Brasse entziehen!

Die Made überzeugt als Köder auf den Brassen bei allen Jahreszeiten

Welcher Köder würde einem erfahrenem Friedfischangler neben dem Wurm spontan in den Sinn kommen, wenn er einen Ansitz auf den Brassen plant? In den meisten Fällen dürfte die Antwort lauten: Die Maden! Die kleinen Fliegenlarven haben sich nämlich in unseren Köderdosen fest etabliert, weil sie äußerst praktisch beim Ansitzangeln sind. Die Made steht bei den Brassen so im Kurs als Köder, wie die Dividende bei den Aktionären im Börsenalltag!

Der Hauptgrund für den Erfolg der Maden dürfte sich im hohen Anteil an den Eiweißen begründen lassen. Der Brassen ist schließlich immer auf der Suche nach einem nahrhaften Häppchen, wenn er die Energiereserven bei der Futtersuche aufstocken will. Die helle Farbe und die Beweglichkeit machen diesen Köder wiederum für einen Angler interessant, weil er die Fische zu einem schnellen Biss verleiten kann. Der günstige Preis und der mögliche Kauf über das Internet vollenden letztlich die Dominanz der Maden beim Brassenangeln.

tote Maden sind ein Geheimtipp als Brassenköder

Die breiten Einsatzmöglichkeiten der Maden sind ein weiterer Grund, warum dieser Brassenköder unter den Friedfischanglern so geschätzt wird. Du kannst die Fliegenlarven nämlich an den kleinsten Haken* anbieten, aber auch auf ein ganzes Bündel bei deinen Ansitzen zurückgreifen. Ein echter Geheimtipp sind ebenfalls die toten Maden, weil sie sich nicht im weichen Boden eines Gewässers nach dem Füttern verkriechen können. Die leblosen Fliegenlarven werden bei einem Biss auch schneller von den Fischen eingesaugt. Wenn du einen Köder für deine Brassen unter allen Bedingungen suchst, dann sind die Maden immer die richtige Entscheidung!

Der Mais ist ein Dauerbrenner unter den Ködern für die Brassen

Kaum beginnen die Menschen in den Buhnen der Elbe zu baden, da fängt für mich die große Zeit der Maiskörner an! Die satte gelbe Farbe und der liebliche Geruch sind nämlich ein wahrer Garant für den Erfolg bei einem Ansitz im Sommer oder Herbst auf Abramis Brama. Die Brassen scheinen ihren Dosenmais mit den steigenden Temperaturen zu lieben, wie der Hechtangler sein Rotauge als Köder im Winter. Die größte Beliebtheit erfährt das Korn unter den Friedfischanglern wegen des günstigen Preises und der ständigen Verfügbarkeit aus dem Supermarkt.

Die außergewöhnliche Stärke vom Mais als Köder ist meiner Meinung nach die kontrastreiche Farbe, auf welche die Brassen mit großer Freude auf dem Futterplatz reagieren. Auf einem dunklen Untergrund lassen sich die Chancen auf einen Biss beispielsweise erhöhen, wenn du einen visuellen Reiz an deinem Haken einsetzt. Diesen Effekt steigere ich oft auch, wenn ich die roten und gelben Partikel in meinem Grundfutter verarbeite. Ein Maiskorn spielt mir als Köder wegen seines größeren Volumens dann häufig in die Karten, weil die Brassen sich auf den dicksten Happen beim Angeln stürzen.

Mais als Köder für Brassen

Eine weitere tolle Eigenschaft vom Mais ist die Möglichkeit, ihn in seinem Aussehen und Aroma als Brassenköder zu verändern. Du kannst das Korn nämlich durch diverse Futterfarben*, aber auch ganz spezielle Produkte aus dem Fachhandel nach deinen Bedürfnissen einfärben. Das Einlegen von Ködern in Dips oder Gewürzen hat mir schon viele Erfolge in der Vergangenheit beim Brassenangeln beschert! Auf diesen Kniff greife ich ebenfalls beim Schleienangeln zurück, klicke den Link bei Interesse an.

Fertiger Angelmais bei geringem Bedarf an Brassenködern
Kennst du den größten Nachteil vom Dosenmais? Es ist der Verderb! Nach einigen Tagen setzen die Körner nämlich einen unappetitlichen Schimmel nach dem Öffnen einer Konserve an. Im Regelfall benötigt ein Angler aber nur eine Handvoll an Ködern für seine Brassen.

Das Problem dabei: Du könntest deinen Mais nach einem Ansitz zwar Einfrieren, dann würde er nach dem Auftauen aber auftreiben wie ein Pop Up! Am Haken wäre dieses Verhalten zwar durchaus vertretbar, das Füttern von schwimmenden Ködern ist beim Brassenangeln aber niemals eine Option. Ich greife deswegen auf einen fertigen Angelmais zurück, weil er sich nach dem Öffnen über viele Monate verwenden lässt.

Der Caster ist ein exzellenter Hakenköder für die Brachse

Der Caster darf natürlich auf keiner Liste fehlen, wenn über die besten Köder für den Brassen berichtet wird. Die Madenpuppen zeichnen sich nämlich durch einen sehr hohen Gehalt an Eiweißen aus. Eine weitere schöne Eigenschaft der unauffälligen Caster ist das Verhalten im Futter, weil sie im verpuppten Stadium keinerlei Bewegung aufweisen. Die meisten lebenden Köder würden beispielsweise einen Futterball nach dem Zusammenpressen kurzerhand wieder Auseinanderwühlen. Wenn du auf einem unsauberen Boden angelst, werden sich die Caster im Gegensatz zu den Maden also nicht im weichen Schlamm verkriechen!

Caster sind ein sehr überzeugender Angelköder auf Brassen

Die Madenpuppen überzeugen ebenfalls als Brassenköder beim Angeln, weil sie kaum die Kleinfische im Gewässer ansprechen. Sie liegen so ruhig auf dem Futterplatz, wie ein Gast im Geschäftsraum einer Bank bei einem Überfall. An einem See kann diese Eigenschaft am Ende des Tages deshalb den Unterschied zwischen einer Brasse oder einer Rotfeder im Kescher ausmachen. Ein echter Geheimtipp: Schnapp dir vor dem Angeln zwei Hände voll an Castern und zerdrücke diese Masse über deinem Futter*! Danach vermischst du die Pampe in deinem Mix und servierst den Brassen einen Caster als Köder. Diese Kombination ist beim Feedern im Frühjahr unschlagbar!

Brassen lieben Pellets und Miniboilies – Selektive Köder für die großen Fänge

Die Pellets und die Miniboilies sind eine weitere Gruppe an Ködern für das Angeln auf die dicken Brassen. Die bunten Murmeln und die fischigen Dropse sind nämlich eine gute Ergänzung, falls das Gewässer einen größeren Bestand an vielen kleinen Weißfischen vorzuweisen hat. Die Pellets werden von den Rotaugen und Rotfedern beispielsweise oft ignoriert, weil sie im Gegensatz zu den Brassen einen brettharten Köder kaum bewältigen können. Schnappt sich trotzdem ein unerwarter Beifang deinen Pellet, sind es oft die kapitalsten Exemplare im Gewässer.

Die Miniboilies wiederum spielen ihre Stärke dank der verschiedenen Farben und unterschiedlichen Aromen beim Brassenangeln aus. Sie sind in beinahe jeder Geschmacksrichtung und Duftnote im Handel erhältlich. Beim Method Feedern ist die Farbe eines Boilies in der Kombination mit den gefütterten Pellets beispielsweise interessant, weil du deinen Brassen einen zusätzlichen Reiz über den Köder servieren kannst. Die bunten Murmeln lassen sich sogar auftreibend durch einen sogenannten Pop-Up fischen. Auf diese Strategie greife ich häufig an Gewässern mit schlammigen oder unsauberen Böden zurück.

Miniboilies und Pellets sind selektive Köder für Brassen

Willst du deine Pellets oder die Boilies als Brassenköder verwenden, musst du allerdings auf eine Haarmontage zurückgreifen. Die Köder werden bei dieser Montage durch einen Quickstop, einem Bait Band, einer Schlaufe oder einem Spieß unter dem Haken fixiert. Findet eine Brasse dann deinen Köder auf dem Futterplatz, wird sie hoffentlich das gesamte Paket einsaugen! Beim Method Feedern oder Festbleiangeln nutze ich Boilies oder Pellets in der Größe von 8 Millimeter bis 14 Millimeter für meine Brassen.

Viele weitere Angelköder können auf den Brassen überzeugen

Die Frage nach dem besten Brassenköder ist natürlich philosophischer Natur, weil jedes Gewässer und jede Jahreszeit andere Anforderungen an den Angler stellt. Meiner Erfahrung nach sind diese fünf Klassiker aber immer eine sichere Bank beim Versuch, einen Klodeckel zu überlisten. Einer guten Portion an Eiweißen und satten Kohlenhydraten kann sich schließlich keine Brasse beim Angeln entziehen!

Brassen lassen sich durch viele Hakenköder überlisten

An manchen Gewässern gibt es aber trotzdem diese Momente der Verzweifelung, weil die Favoriten unter den Ködern ihren Dienst beim Brassenangeln versagen. Nicht immer taucht die Pose beispielweise ab, wenn der Wurm verführerisch am Haken tanzt. Es gibt sogar einige Tage im Jahr, wo die Maden ihr einsames Dasein auf dem Futterplatz fristen. Wann immer ich das Gefühl habe, meinen Brassen einen alternativen Köder zu servieren, dann greife ich auf diese Lösungen zurück:

  • Teig
  • Pinkies
  • Breadpunch
  • Weizen
  • Bienenmaden
  • Mückenlarven
  • Frühstücksfleisch
  • Brotflocke
  • und vieles Mehr

Wie würden deine Favoriten unter den Ködern für den Brassen aussehen? Schreib mir deine Erfahrungen in die Kommentare, vielleicht finden wir ja einige ungeahnte Überraschungen. In der Vergangenheit habe ich nämlich gelernt, wie Kreativ wir Angler im Umgang mit unseren Ködern sein können. Ein Beispiel gefällig? Ich habe einen Kollegen im Verein, der über eine Kellerassel den Bachflohkrebs beim Brassenansitz imitiert. Sowas gibt es nur beim Friedfischangeln!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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Hallo, mein Name ist Christoph und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Alle Beiträge, sowie die Bilder und die technische Umsetzung des Blogs entstammen aus meiner schwungvollen Feder. Seit Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Friedfischangeln und mein Talent, die Worte auf das Papier zu zaubern, mussten irgendwann in einer digitalen Tätigkeit enden. Du findest auf meinen Blog viele Strategien, Tipps und Tricks rund um das Feedern, Stippen, Winkelpickern, Matchangeln, aber auch schöne Geschichten vom Wasser.

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