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Keine Bisse? Kein Problem! – 5 Tipps gegen Beißflauten beim Angeln

Keine Bisse beim Angeln? Nichts bewegt sich auf dem Gewässer? Der Teich wirkt wie leer gefegt? Dein Futter ist doch sonst immer eine Bank, heute quittiert es aber seinen Dienst? Du wechselt sogar deine Köder alle 10 Minuten, aber kein Fisch zeigt Interesse?

Keine Bisse

Ich habe 5 Tipps für euch, wenn ihr aus keinen Bissen einen schönen Angeltag machen wollt. Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen!

Keine Bisse? Verändere die Größe deiner Haken!

Die Größe des Hakens beeinflusst die Ausbeute des Tages maßgeblich, leider verbauen sich viele Angler unwissend ihren Erfolg schon beim ersten Griff in die Box. Keine Bisse könnten sich als die Folge dieser Handlungen in der Konsequenz nämlich abzeichnen! Gerne wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, anstatt sich an einem gediegenen Mittelmaß bei der Wahl eines Greifers zu Beginn eines Ansitzes zu orientieren.

Hakengroesse Roellchen Schnellwechsler

Große Modelle (10er,12er) müssen nicht nur passend beködert werden, im Regelfall wiegen sie auch etwas mehr. Weil der Fisch diese Pakete einsaugen muss, kann schon ab diesem Moment eine fatale Folge eintreten. Fressen sie nämlich nur schlecht, verlieren sie schlicht das Interesse an unserer Präsentation. Das richtige Mittelmaß ist also immer der beste Weg um sich an eine Situation heranzutasten.

Zum Start hin ist deswegen ein 16er-Haken ein guter Ausgangspunkt für jede weitere Handlung. Bleiben die Bisse aus, hat man noch einige Optionen um auf kleinere Größen für alle Fälle auszuweichen. Weil sich die Anzahl der Köder auf dem Schenkel alleine des Platzes willen schon reduziert, wird automatisch alles etwas feiner.

Haken verstecken Koeder

Wie aus dem Nichts folgen dann auf einmal Bisse, wo der Glaube schon abhanden kam und die Niederlage akzeptiert wurde. Aus dieser Motivation heraus kann sich ein ganzer Tag für den Angler wenden.

Schnell sind wir wieder bei der Sache, passen unsere Montagen an und optimieren dank eines kleinen Lichtblickes weitere wertvolle Details. Um auch noch den letzten Zipfel einer Hakenspitze zu verstecken wird obendrauf ein kleiner Pinkie aus Gummi zur Vollendung montiert. Hauptsache der Kescher wird Nass, oder?

Beißflaute? Bring Bewegung ins Futter!

aktives Futter Gewaesserboden

Nicht selten Begleitet mich ein Gefühl von Friedhof, wenn unter Wasser Totentanz herrscht. Das meine ich keinesfalls Zynisch, oftmals lauscht man aber der Natur, wenn keine Bisse an der Feederrute zu verzeichnen sind. Wenn auch diese sehr verhalten daherkommt, fühlt man sich irgendwie auf weiter Flur alleine und unterbeschäftigt.

Um Schwung in die Bude zu bringen, greife ich deshalb gerne zu einem kleinen Kniff. Ich aktivere mein Futter gerne mit Gewürzen und vielen quirligen schwebenden Partikeln. So ein kleiner Sturm im Futter kann in höchster Not oft wahre Wunder wirken.

Ob aus dem Supermarkt verkaufter Fenchel oder der Inhalt eines Teebeutels, jedes Mittel ist mir recht, um Beißflauten effektiv abzuwehren. Keine Bisse zu haben bedeutet nicht, sich auf den Rücken zu werfen und den toten Käfer zu spielen. Jetzt gilt es aggressiv zu Werke zu gehen.

Tipps keine Bisse

In einer kleinen Dose lagere ich meine Mischung aus diversen Schwebteilen deswegen Griffbereit für jede Situation. Ist der Moment gekommen, wo ich wieder tricksen muss, reicht oft eine Prise als Beigabe im Futterkorb aus.

Dieses kleine Mini-Partikel Kommando wird von den Mehlen umschlossen, um eine Freigabe erst am Grund des Gewässers zu gewährleisten. Von dort aus steigen sie dann die Wassersäule auf oder schweben um den Futterplatz herum. Rotaugen oder Güstern mögen diese Präsentation ganz besonders. Ein Tee aus Anis oder Kräutern schmeckt halt nicht nur dem Friedfischangler.

Dip den Köder, wenn die Bisse ausbleiben!

Angeldips in Box

Dips zum Angeln können eine Waffe sein! Als anfänglicher Friedfischangler ignorierte ich deren Wirksamkeit natürlich enorm, mit dem Beginn meiner Ausflüge zu diversen Veranstaltungen änderte sich dieser Blickwinkel aber eindeutig. Heute würde ich das Haus ohne ergänzende Aromen für Köder nicht mehr verlassen.

Das Hauptargument eindimensional Denkender bleibt ja nach wie vor eine einfache Kiste:

Wo keine Fische sind, kann auch nichts Beißen

Eine sensationelle Logik, oder? Wo kein Stuhl steht, ist auch kein Sitzplatz! Wer im Leben mit dieser Strategie seine Aufgaben angeht, hat schlechte Chancen. Wir Angler sind Meister der Anpassung und wissen um unsere Fische. Folgen keine Bisse, ist dieser Umstand keine in Stein gemeißelte Tatsache für die nächsten Stunden.

Angeltisch

Dips können eine extrem starke Wirkung ausüben, sofern man gewillt ist seine Waffen auch zu nutzen. Ich habe oftmals eine kleine Auswahl bei meinen Angeltouren dabei. Abschreckend für viele Interessierte wirkt natürlich der Aufbau von Tinkturen für einen ganzen Großhandel. Solche Ausmaße werden natürlich nicht benötigt.

Vielmehr halte ich es übersichtlich, aber Effektiv. Jeweils eine grundsätzliche Geschmacksrichtung findet für mich generell eine Relevanz vor. Herbe, fischige und fruchtige Aromen sind eine tendenzielle Richtung für mich. Aus diesen 3 Gruppen greife ich mir dann ein oder zwei Favoriten heraus.

Stellen sich im Verlaufe des Angelns keine Bisse heraus, beginne ich dann den Köder zu Baden. Für mindestens 20 Sekunden lasse ich eine Made sich vollends mit dem jeweiligen Aroma sich benetzen. Knobelt man sich eine Weile durch, steigt die Aussicht auf Erfolg aber in jedem Falle.

Keine Bisse? Dip den Futterkorb!

Dip Futterkorb Spray

Wie jetzt? Den Futterkorb Dippen weil keine Bisse erfolgen? Natürlich ist dieser Vorschlag nur bildlich gemeint, vielmehr richtet sich mein Hauptaugenmerk darauf, das Lockfutter in seinem Aroma zu verändern. Ein kleiner Reiz, welcher manchmal eine große Wirkung erzeugen kann.

In kleinen Bestäubern, normalerweise für die Gartenarbeit gedacht, habe ich flüssige Aromen umgefüllt. Bei Bedarf oder dem Willen der Nutzung her kann ich über Druck auf dem Kopf der Flasche je nach Laune alles Besprühen, was mir in die Quere kommt. Manchmal wird der Nebenmann hinterlistig attackiert und mit Knoblauch für die Heimfahrt präpariert, im Regelfall aber habe ich im Sinn eine andere Duftspur ins Rennen zu schicken.

Bei der Auswahl der diversen Gerüche findet ein ähnlicher Ansatz wie bei den Dips statt. Aus jeder Kategorie werden sich ein oder zwei markante Einflüsse ausgewählt. Ein stark mit Muscheln besiedeltes Gewässer eignet sich für den Einsatz selbigen Aromas durchaus, die etwas höhere Konzentration kann schnell Fische zum Platz führen, wo schon seit Stunden kein Biss zu verzeichnen war.

Lockstoffe foerdern das Beissverhalten

Kompliziert ist der Ablauf dieser Detailarbeit aber nicht. Der Korb wird schlicht und ergreifend ganz einfach Besprüht. Verwenden wir einen Cage-Feeder, lohnt es sich auch mit dem Finger ein Loch ins Futter zu „bohren“. Danach fügt man sein Aroma hinzu und verschließt diese Masse. So kommt auch alles sicher am Boden an.

Jetzt kann diese kleine Duftwolke seine wertvolle Arbeit verrichten, wir werden in der Hoffnung auf einen Biss nur noch warten müssen. Diese Sprays gibt es im übrigen auch fertig im Handel zu kaufen und meiner Meinung nach lohnt sich der Einsatz definitiv!

Keine Bisse? Bring Bewegung in den Köder!

bewegliche Rutenablage

Wenn überhaupt nichts Beißen will und alle Register gezogen wurden, braucht man starke Nerven. Eine wirklich einfache, aber effektive Methode kann der Bewegungsreiz als letzter Strohhalm sein. Friedfische sind im Grunde genommen verkappte Raubfische, ihre Nahrung besteht ja im Wesentlichen aus kleinen eiweißhaltigen Insekten in diversen Entwicklungsstadien.

Immer auf der Suche nach Nahrung graben die Brassen den den Boden des Gewässers um, während Rotfedern an der Oberfläche nach treibenden Käfern schnappen. Dieses Verhalten ist Reflex und Instinkt. Wir nutzen diesen Zusammenhang für uns natürlich selbstredend aus. Wir nehmen die Feederrute in die Hand beginnen ganz sanft den Köder zu bewegen, nicht selten schnappt eine Brasse noch nach und schon beginnt der Tanz.

Brassenfang

Bei Hegeangeln konnte ich so schon wertvolle Punkte zum Finale hin an sehr zähen Tagen mit wenigen Bissen gut machen. Ganz ungeniert stehe ich dann auf, halte die Rute zu Händen und beackere den Boden im wahrsten Sinne des Wortes. Andere Angler legen ihre Finger an die Schnur und erzeugen leichte Vibrationen, davon halte ich allerdings nichts.

Der Grund dafür ist recht einfach. Die Spannung der Montage geht bis zum Korb, das Vorfach liegt lose dahinter. Es wird keine Kraft bis zum Köder übertragen. Den Finger wird es zwar freuen, für das Angeln hat das Spielen der Violine aber keine große Bedeutung.

Eine nette Spielerei für „Move the Feeder“, wie der Engländer schreiben würde, sind Rutenablagen mit Rädchen. Die kleine Konstruktion hilft unheimlich dabei mit Augenmaß seinen Montage über den Gewässergrund zu ziehen. Eine Umdrehung der Kurbel einer großen Rolle beispielsweise kann schnell mal 90 Zentimeter Einzug bedeuten, was natürlich viel zu schnell ist.

Beißflauten sind Normalität, keine Sorge

Jede dieser beschriebenen Maßnahmen stellt natürlich keine Garantie zum Fang dar, so gibt es immer wieder Tage, wo wir uns auf den Kopf stellen und kein Kraut gegen Beißflauten gewachsen zu sein scheint. Oft hängen solche Umstände auch mit hinterhältigen Wetterwechseln oder nicht zu ahnenden Faktoren zusammen.

Ganz unbemerkt über Nacht verschieben sich die Temperaturen, nicht selten schleichen sich auch leichte Fröste im Frühling oder Herbst heimlich zwischen Ansitz und Schlafen. Schmelzwasser haben wir nicht immer auf dem Radar, aber auch solche Einflüsse wirken sich natürlich nachhaltig auf die nächsten Tage aus.

Flexibel bleiben und seine Umgebung beobachten sind aber in jedem Falle die beste Strategie, wenn die Bisse ausbleiben. Manchmal entdeckt man Hinweise, welche sonst verborgen bleiben. Manchmal schicke ich meinen Hund zum Baden, nur um das Wasser aufzuwirbeln. Kreativ sein ist alles!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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