Die besten Schleienköder – 5 Volltreffer am Haken für Tinca Tinca

In Alle Inhalte, Futterkunde by Christoph HeersKommentieren

Du suchst nach dem besten Schleienköder für deine Ansitze? Kein Problem! In den letzten zwei Jahrzehnten konnte ich nämlich viele Erfahrungen beim Schleienangeln an den kleinsten Gräben und Teichen, aber auch den Flachlandseen und Baggerlöcher sammeln!

Mein Fazit – Maden, Mais, Würmer, Weizen und Boilies sind immer ein Garant auf Tinca Tinca. Welche Gründe für diese Schleienköder beim Angeln sprechen und warum sie unter welchen Bedingungen punkten, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Maden von Frühling bis Herbst – Mein erfolgreichster Schleienköder

Wir haben 100 Schleien gefragt, welcher Köder immer auf der Speisekarte stehen sollte!“ Ohne zu zögern würde ich Werner Schulze Erdel beim Familienduell entgegnen: „Die Maden!“. Tatsächlich, mein absoluter Topköder ist nicht der durchaus erfolgreiche Wurm, sondern die Frucht aus der Liebe zwischen zwei Fliegen. Der Grund ist simpel – die Made funktioniert nämlich als Schleienköder an allen Gewässern und zu jeder Jahreszeit auf viele Arten und Weisen beim Angeln!

Im Frühling serviere ich den Schleien beispielsweise häufig ein quirliges Madenbündel auf einem Bett an toten Maden beim Winkelpickern. Diese Präsentation überzeugt eine Schleie alleine aufgrund des größeren Volumens zum Biss. Die mattweiße Farbe ist ein weiterer optischer Bonus auf dem Futterplatz.

Du bist ein Mann der großen Taten? Dann verführe Tinca Tinca doch einfach mit 15 Maden am Maggotclip*. Im Sommer kann dieser Schleienköder sogar dem Joker ein noch breiteres Grinsen auf die Backen zaubern! Eine wilde Rotaugenbande wird ein so großes Bündel auch nicht so schnell bewältigen.

Maden als Köder auf Schleien
Madenbündel am Haken der Größe 10 oder 8 sind mein Favorit unter den Schleienködern

Beim Method Feedern vertraue ich häufig auch einer Kombination aus einigen toten Maden und einem roten Pinkie am Bait Band auf dem von Fadenalgen überzogen Untergrund der kleinen Teiche. Ein lebendiger Köder hat an solchen Gewässern nämlich oft den Nachteil, sich mit dem Kraut zu bedecken.

Der Haken oder die Haarmontage kann dann unter Umständen nicht richtig im Schleienmaul greifen und schon folgen die verhassten Fehlbisse. Ein Bündel aus toten Maden direkt auf dem Method Feeder* kennt solche Probleme nicht! Ich könnte dir jetzt noch einige Beispiele mehr nahelegen, die Botschaft sollte aber für sich Sprechen.

Die Made ist vielfältig einsetzbar, kann sich am kleinsten Haken beim Stippen oder als Bündel beim Feedern, sowie für jede Methode als Schleienköder bewähren. Ein weiteres Argument: Das großzügige Anfüttern mit vielen Maden ist gegenüber den geschnittenen Würmern um ein vielfaches Günstiger beim Schleienangeln. Schont die Geldbörse und das Eheleben!

Der Klassiker unter den Ködern – Würmer ziehen Schleien magisch an

Meine unangefochtene Nummer 2 unter den Schleienködern verlässt bei Regen den Erdboden, steht auch bei den Maulwürfen ganz oben auf der Speisekarte und fängt so gut wie jede Fischart. Es ist der Wurm, ein echter Klassiker und garantierer Erfolgsköder!

Ich will aber ganz ehrlich mir dir sein: Die Made entschied dieses Kopf an Kopf Rennen nur deswegen für sich, weil ich meine größten Schleien fast ausschließlich mit einem Bündel überlisten konnte. Grundsätzlich ist der Wurm mit der Made auf einer Stufe als Schleienköder anzusiedeln!

Wurm am Haken für Schleie
Würmer von A bis Z sind ein klassischer und erfolgreicher Schleienköder

Viel wichtiger – es gibt natürlich nicht nur diesen einen Wurm, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten. Jede Sorte besitzt auch einen ganz eigenen Charakter. Die Größe, aber auch die Ausdauer am Haken oder die Aufbewahrung sind wichtige Kriterien!

Der kleine Rotwurm oder Mistwurm überzeugt die Schleie beispielsweise dank maximaler Beweglichkeit am Haken, während sich der Tauwurm durch eine wirklich eindrucksvolle Größe in Szene setzt. Insgesamt würde ich diese Wurmarten als effektive Schleienköder anführen:

  • Mistwürmer
  • Rotwürmer
  • Dendrobena
  • Laubwürmer
  • Tauwürmer

Als sehr pragmatisch veranlagter Angler ist der Dendrobena aber mein Favorit unter den Würmern als Schleienköder. Der Grund – Eisenia Venatia Hortensis, so lautet im Übrigen sein lateinischer Name, ist besonders pflegeleicht und lässt sich sogar via Autopilot in den eigenen vier Wänden züchten.

Wurmkiste* auf, Bioabfälle rein und dann gemeinsam mit den Schleienködern groß werden! Ich besitze so eine Farm und der Ertrag bei geringem Aufwand ist wirklich phänomenal. Was den Dendrobena für mich aber auf den Thron der Würmer hebt, ist die Widerstandskraft und seine Langlebigkeit.

Im Sommer bei 30 Grad geht einem Tauwurm oder Laubwurm doch recht schnell die Luft aus, während der Dendrobena noch im Pullover durch die Wurmdose joggt. In guter Qualität tanzt ein angeköderter Dendro auch wesentlich länger auf dem Futterplatz, was einer Schleie durchaus gefällt. Für kleine Würmer bevorzuge ich einen Haken der Größe 12, bei Tauwürmern die Nummer 6.

Auffälliger und günstiger Schleienköder – Mais besticht durch Farbe und Preis

Ladies und Gentlemens, der Vorhang fällt und hier ist auch schon meine Nummer 3 unter den Schleienködern – der Mais! Das gelbe Korn „frisch“ aus der Dose ist ein auch echter Nobrainer und überzeugt nicht nur die Schleie wegen der markanten Farbe und dem süßen Geschmack, sondern ebenso den Angler aufgrund des günstigen Preises und der ständigen Verfügbarkeit. Der Weg in den Supermarkt ist schließlich kurz und die 50 Cent findest du garantiert hinter dem Sofa!

Die Einsatzmöglichkeiten vom Mais sind ebenfalls vielfältig: Ein einzelnes Korn lässt sich beispielsweise an einem Haken der Größe 10 oder in Formation an einem 6er Eisen anködern. Alternativ trifft auch ein einzelnes Maiskorn am Bait Band beim Method Feedern voll ins Schwarze!

Mais am Gewässergrund als Schleienköder
ein Bild spricht mehr als tausend Worte – Mais sticht am Gewässergrund hervor und führt die Schleien somit schneller zum Köder

Das hohe Eigengewicht vom Mais ist auch von Vorteil, wenn ein Hotspot über die Schleuder* ohne Futter aufgebaut werden soll. Diese Strategie praktiziere ich gerne an den Krautbänken beim Grundangeln, dann mit dem selektiven Hartmais als Schleienköder. Beim Stippen oder Winkelpickern kannst du diese Karte natürlich auch ausspielen!

Der Mais ist ebenfalls der Gecko unter den Schleienködern, weil sich die Außenhaut über diverse Futterfarben verändern lässt. Du kannst deinen Schleien beispielsweise ein rotes oder oranges Maiskorn am Haken* servieren. Ein kleiner Geheimtipp für alle Gewässer unter hohem Angeldruck mit wirklich zickigen Fischen! Ich schwöre auf den Mais als Schleienköder von Frühling bis Herbst, die besten Ergebnisse konnte ich aber im Sommer verbuchen.

Weizen für Schleien – Ein uralter Köder und echter Geheimtipp

Du hast die Nase einer Prinzessin? Dann solltest du einen großen Bogen um diesen Schleienköder machen! Es ist der Weizen, welcher über Tage bedeckt von Wasser aufquellen darf und dann einen bestialischen Geruch entwickelt. Diese Note, irgendetwas zwischen verdautem Essen und einer Herrentoilette nach der Betriebsfeier, ist aber eine echte Geheimwaffe für das Schleienangeln!

Das große Erfolgsgeheimnis vom Weizen lässt sich im Übrigen auf den versierten Karpfenangler zurückführen. Das Getreide ist nämlich häufig ein großer Bestandteil im Spodmix*. Nach der Fütterung lernt die Schleie dann genau diesen Weizen kennen und auch abgöttisch lieben! An vielen Gewässern kann ein Haken der Größe 14 mit 3 Körnern als Köder tatsächlich die Schleien gezielt verführen.

Weizenkörner am Haken
Weizen kann ein erfolgreicher Schleienköder an allen Gewässern sein, wo viel auf Karpfen gefüttert wird

Die Vorbereitung vom Weizen ist kinderleicht: Du schnappst dir ein sauberes Gefäß mit einem Deckel und fügst dann die Körner bis zur Hälfte hinzu. Nun den Inhalt vollständig mit Wasser bedecken. Der Weizen beginnt jetzt mit dem Quellen und entwickelt dabei einen säuerlichen Geruch. Nach 3 Tagen werden die Körner in der Konsistenz etwas weicher (je nach Temperaturen), weil sich die enthaltene Stärke in Zucker umwandelt.

Der Geschmack wird teuflisch süß und der Weizen ein toller Schleienköder! Der Geruch ist aber wirklich nichts für schwache Nerven, allerdings: die Schleie und viele andere Friedfische lieben dieses Aroma! Dich interessiert der Weizen als alternative gegenüber den anderen Schleienködern? Dann klick dich zu diesem Bericht, dort findest du eine Vielzahl an Informationen.

Mini Boilies und Pellets gegen Kleinfisch – Selektive Schleienköder für schwierige Bedingungen

Das große Finale und meine Nummer 5 unter den Schleienködern teilen sich zwei Dauerbrenner – die Pellets und Boilies! Nur zur Klarheit: Dieser letzte Platz auf meiner kleinen Liste bedeutet nicht, das diese beiden Köder wesentlich weniger Schleien fangen, sondern auch zu meinen Favoriten zählen.

Die Erfahrung hat aber gezeigt: Mit den klassischen Schleienködern kann der Pellet oder Boilie nicht mithalten. Es gibt aber einen Grund für den Einsatz, nämlich die Selektivität beim gezielten Schleienansitz! Will sagen – ich spiele die Boilies und Pellets immer dann an solchen Gewässern aus, wo viele Kleinfische den Futterplatz erobern. Im Frühjahr oder Sommer ist dieses Problem wirklich ernst zu nehmen!

Die Schleie frisst in der Tendenz nämlich recht Ufernah und genau dort finden auch die Rotfedern und Rotaugen die besten Bedingungen vor. Wer erfolgreich sein will und möglichst viele Tincas an solchen Stellen fangen möchte, der muss aber Anfüttern und dann schlägt die große Stunde der selektiven Schleienköder!

Boilies und Pellets als selektiver Schleienköder
Boilies, Wafter oder Pellets sind beim selektiven Schleienangeln meine favorisierten Köder

Das Anködern der Boilies oder Pellets erfolgt bei mir über ein Bait Band an der Haarmontage*. Dieser Gummiring hat einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern, wird über eine Pelletzange gespreizt und dann mit dem Schleienköder bestückt. Die Zange wird gelöst und schon zieht sich das Bait Band wieder auf den ursprünglichen Durchmesser zusammen. Klappt auch mit toten Maden und Mais hervorragend!

In der Regel wird ein Boilie* oder Pellet am Method Feeder oder Festblei gefischt, der Einsatz kann aber auch am Winkelpicker oder der Grundrute erfolgen. Der einzige Unterschied, wenn keine Selbsthakmontage im Spiel ist: Den Anhieb setzen, damit der Haken im Schleienmaul greift!

Ich bevorzuge meine Boilies und Pellets ab einem Durchmesser von 6 Millimeter in den unterschiedlichsten Farben und Aromen. Im kalten Wasser sind die herben Noten, im Sommer dagegen eher die lieblichen Einflüsse erfolgsversprechend. Ein Haken der Größe 10 passt perfekt zu solchen Schleienködern.

Weitere tolle Schleienköder – Brotflocken, Erbsen oder Teig bringen Fisch

Und, wie findest du meine 5 Favoriten unter den Schleienködern? Sie sind doch ganz großartig! Viele Wege führen aber bekanntlich nach Rom und wenn ich dir etwas über die Schleie berichten kann, dann ist es der Drang zur Neugierde. Klar ist – den Maden, Würmern oder dem Mais können nur wenige alternative Köder das Wasser reichen. Dennoch: Es gibt sie, diese leckeren Häppchen für die besonderen Situationen!

gefangene Schleie auf Maden im Kescher
Schleien können über viele Köder beim Angeln gefangen werden

Eine deftige Brotflocke ist beispeilsweise ein toller Schleienköder am Parkteich, wo Oma wöchentlich mit dem Enkel die Enten füttert. Der Hanf, in seinem Aussehen den Schleienschnecken sehr ähnlich, ist auch so eine Geheimwaffe. An einem Baggerloch konnte ich schon wahre Sternstunden mit diesem Partikel erleben, weil eben genau jene Schnecken dort in großer Anzahl vorkommen. Diese Köder sind ebenfalls tolle Alternativen für den Ansitz auf die Schleie:

  • Brotflocke
  • Erbsen
  • Hanf
  • Teig
  • Mückenlarven
  • Frühstücksfleisch

Dann wäre da noch der Teig, ein echter Klassiker! Frag doch einfach mal deinen Opa, wie viele Schleien er mit diesem Köder in seinem Leben überlisten konnte? Wie du siehst, die Liste der Schleienköder kann sich auch beliebig verlängern lassen. Ohne meine Favoriten verlasse ich das Haus zum Schleienangeln aber nicht mehr und eine Weisheit gilt immer: Vertraue deinem Köder, dann fängst du deinen Fisch!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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