Weizen Angeln

Weizen zum Angeln – Ein Köder mit Klasse

Der Weizen ist beim Angeln komplett in Vergessenheit geraten, trotzdem steht er bei den Fischen hoch im Kurs. Sowohl als Köder, als auch im Futter kann er seine Stärken an einem Angeltag einbringen. Darüberhinaus können wir das Getreide mit Aromen verfeinern, wodurch sich die Attraktivität steigern lässt. Warum so viele Angler auf das beste Korn verzichten, ist mir ein echtes Rätsel!

Weizen Angeln

Warum ich den Weizen beim Angeln verwende, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Der Weizen vereint viele Vorteile beim Angeln

Das Angeln mit Weizen ist eigentlich ein alter Hut, gefühlt kam das Korn aber in den letzten 20 Jahren komplett aus der Mode. Heute ist er beinahe vollständig vom Radar der Berichterstattung verschwunden. In sehr alten Zeitschriften liest man noch von ihm, wenn über das Angeln auf Rotaugen geschrieben wird.

Seine Anziehungskraft hat sich in der Neuzeit aber nicht verändert, dennoch greifen viele Angler auf andere Köder zurück. Still und heimlich ist der Weizen trotzdem ein Platzhirsch, weil viele Karpfenangler ihren Spotmix mit diesem Getreide anreichern. In der Fischzucht ist er ebenfalls ein Dauerbrenner, weil er als Futter in großen Mengen verwendet wird. Nur am Haken sehen wir ihn häufig nicht, dabei sind seine Eigenschaften doch so unschlagbar! Der Weizen bietet diese Vorteile beim Angeln:

  • Der günstige Preis
  • Die große Verfügbarkeit
  • Die einfache Zubereitung
  • Die ewige Haltbarkeit
  • Die Aufnahmefähigkeit von Aromen
  • Als fängiger Köder
  • Die vielen Möglichkeiten zum Anfüttern
  • Die einfache Lagerung

Wir könnten den Weizen tatsächlich als einen der besten Köder überhaupt bezeichnen, weil er viele Vorteile beim Angeln vereint. Das Lagern und die Zubereitung sind kinderleicht, der Preis ist unanständig gut. Auch bei der Aufnahme von Lockstoffen zeigt er sich sehr dankbar. Nachteile kann ich beim besten Willen kaum finden!

Preis und Lagerung

Der Weizen ist im Preis einer der günstigsten Köder überhaupt, die wir zum Angeln verwenden können. Ein ganzer Sack von 10 Kilogramm kostet kaum mehr als 10,00 Euro, die Lieferung über den Versandhandel erspart uns ebenfalls zusätzliche Wege. Eine Futtermühle im Ort ist ein weiterer Anlaufpunkt.

Wer auf etwas kleinere Mengen von Weizen zurückgreifen will, findet ihn sogar in manchen Supermärkten. Eine Packung von einem Kilogramm kostet ungefähr 2,00 Euro. Einige Sonderposten bieten den Weizen auch als Vogelfutter in ihrem Sortiment an.

Weizenköder

Meinen Weizen lagere ich in Fässern mit Schraubverschluss, um ihn vor Ungeziefer zu Schützen. Sowohl die Motten, als auch der Speckkäfer können sonst zum Problem werden. Wer kein Fass zur Verfügung hat, kann auch auf einen Eimer mit Deckel zurückgreifen. Halten wir die Feuchtigkeit vom Weizen fern, kann er die Lebensdauer deines Hamsters um viele Jahre übersteigen.

Viele Fischarten lassen sich mit dem Weizen fangen

Als Köder erfreut sich der Weizen nicht nur bei mir größter Beliebtheit, auch die Fische reagieren freudig auf das Getreide beim Angeln. Bei meinen Ansitzen konnte ich viele große Exemplare von Brassen und Schleien überlisten. An diversen Häfen gelang es mir darüberhinaus, kapitale Rotaugen im Winter zu fangen.

Großes Rotauge aus einem Hafen mit Weizen gefangen

Wo Karpfenangler ihre Futterplätze anlegen, sind die Chancen mit Weizen ebenfalls gut. Sie nutzen das Getreide, um die Verdauung der Karpfen anzuregen. Indirekt gewöhnen sich die Weißfische also an diesen Partikel. Ist das Gewässer noch jungfräulich, müssen wir nur etwas Geduld aufbringen. Das Vorfüttern kann sich dann durchaus lohnen.

Grundsätzlich habe ich viele positive Erfahrungen mit dem Weizen beim Angeln gemacht. Bei der Vorbereitung zu einem Bericht konnte ich sogar etliche Barsche mit ihm fangen. Diese Situationen sind zwar selten, zeigen aber die Wirkung des Weizen als Köder auf.

Den Weizen vor dem Angeln zubereiten

Um den Weizen bei einem Ansitz verwenden zu können, müssen wir ihn vor dem Angeln zubereiten. Ungekocht wäre er zu fest, um ihn auf den Haken zu ziehen. In der Vergangenheit stand ich noch häufig am Herd, der kreiselnde Stromzähler mahnte mich aber zur Vernunft! Heute greife ich auf zwei verschiedene Methoden zurück, um mir meine Partikel für den Angeltag vorzubereiten.

Weizenkörner

Ich koche meinen Weizen nur noch in der Thermoskanne, aber auch das Quellen lassen in kaltem Wasser hat sich für mich bewährt. Beide Varianten sparen Strom und erfordern nur einen geringen Aufwand. Die praktischsten Lösungen sind meiner Meinung nach immer noch die Besten!

Weizen in der Thermoskanne kochen

Die Zubereitung von Weizen in der Thermoskanne ist die schnellste Möglichkeit vor dem Angeln. Das Getreide benötigt eine Zeit von ungefähr 12 Stunden, bis es weich genug für den Haken ist. Du brauchst für die Vorbereitung lediglich dieses Zubehör:

  • eine Thermoskanne
  • einen Wasserkocher
  • den Weizen
  • wahlweise Gewürze zum Verfeinern

Der Ablauf ist so Kinderleicht, das er sich mit nur wenigen Worten erklären lässt. Wir befüllen die Thermoskanne im ersten Schritt zu 1/3 mit Weizen, danach geben wir 2/3 an kochendem Wasser hinzu. Achte darauf, das noch etwas Platz in der Kanne vorhanden ist, sonst könnte sie tatsächlich an die Decke gehen. Der Weizen erweitert beim Aufquellen nämlich sein Volumen, wodurch der Innendruck steigt.

Weizen und Thermoskanne

Die verschlosse Thermoskanne lassen wir nun für 12 Stunden in der Ecke stehen. Am nächsten Tag hat der Weizen die richtige Konsistenz, um ihn beim Angeln verwenden zu können. Ist das Getreide noch fest, liegt es in der Regel an der Isolierung des Thermobehälters.

Um den Weizen für einen Fisch attraktiver zu machen, lasse ich ihn in der Thermoskanne über Nacht in verschiedenen Aromen durchziehen. Wir steigern die Wirkung durch einen neuen Reiz. Ich verwende häufig Gewürze, aber auch diverse Lockstoffe wie:

  • Curry
  • Anis
  • Zimt
  • Maggi
  • Knoblauchöl
  • Kaffee
  • Asiasaucen
eingelegter Weizen in Aromen und Lockstoffen

Der Weizen nimmt beim Quellen die neuen Gerüche schnell auf, weil sich die Poren durch Hitze öffnen. Ein schöner Nebeneffekt ist die leichte Veränderung der Farbe. Verwenden wir Curry oder Kurkuma, bekommt das Getreide einen schönen gelben Anstrich!

Weizen vor dem Angeln Quellen lassen

Eine weitere Möglichkeit bei der Herstellung von Angelweizen ist das Quellen lassen in kaltem Wasser. Für diese Methode benötigen wir keinerlei Strom, aber etwas Zeit im Vorlauf. Der Vorgang dauert in der Regel bis zu einer Woche, steht aber in der Abhängigkeit zu den Temperaturen. Um den Weizen in kaltem Wasser Quellen zu lassen, benötigen wir:

  • einen verschließbaren Behälter
  • Wasser
  • Zucker
  • Weizen

Die notwendigen Arbeitsschritte sind ebenfalls überschaubar und verlangen wenig Aufwand. Wir müssen nur die gewünschte Menge an Weizen, Wasser und Zucker in den Eimer geben, danach regelt die Zeit unser Anliegen. Wir müssen darauf Achten, stets alle Partikel bedeckt von Flüssigkeit zu lagern. Tun wir es nicht, kann Schimmel zum Problem werden.

Eimer mit Wasser

Nach einiger Zeit stellen wir einen unangenehmen Geruch wegen der Gärung fest. Ich empfehle dir deswegen, einen Behälter mit Deckel zum Quellen lassen des Weizens zu verwenden. Für feine Nasen ist dieser Gestank sicherlich eine wahre Herausforderung . Bei der Fermentierung des Weizens entsteht nämlich eine Note, welche an verdautes Essen erinnert. Auf dem Wasser wird nach einigen Tagen ebenfalls eine weiße Schicht schwimmen, es ist aber kein Schimmel.

Dieses Nebenprodukt entsteht, weil sich die Stärke im Weizen in Zucker umwandelt. Das Getreide wird süßer, während sich die sogenannten Aminosäuren bilden. Die Fische sind Verrückt nach dieser chemischen Verbindung, es ist einer der Gründe für den Erfolg vom Weizen beim Angeln. Bedeckt von Wasser hält sich das Getreide in diesem Zustand ebenfalls über viele Jahre.

Weizen als Köder verwenden

Haben wir unseren Weizen richtig vorbereitet, können wir ihn als Köder verwenden. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn sich das Korn zwischen den Fingern zerdrücken lässt. Um ihn besser zu präsentieren, verwende ich Haken mit einem langen Schenkel. Bei solchen Modellen können wir mehrere Köder gleichzeitig ohne Probleme anbieten.

Ich verwende die folgenden Hakengrößen beim Angeln für den Weizen:

  • 18 für ein Weizenkorn
  • 16 für zwei Weizenkörner
  • 14 für drei Weizenkörner

Die Angaben schwanken wegen den unterschiedlichen Herstellern natürlich im kleinen Rahmen, die Werte sind also nur als Richtlinie zu verstehen. Wichtig beim Anködern vom Weizen ist nur, die Hakenspitze möglichst nicht zu blockieren. Sind die Körner nämlich zu fest, können die Anhiebe ins Leere gehen. Dieses Problem lässt sich aber mit Erfahrung lösen.

Schleie beim Angeln mit Weizen gefangen

Um die Effektivität des Weizen zu steigern, kombiniere ich ihn ebenfalls mit anderen Ködern beim Angeln. Wir können eine Made beispielsweise vorschalten, um einen zusätzlichen Reiz durch Bewegung zu erzeugen. Möchten wir einen Wurm sichern, kann der Weizen ebenfalls gute Dienste leisten. Farbliche Spielchen mit Mais oder Kunstködern sind ebenso eine Empfehlung wert.

Beim Method Feedern im Winter nutze den Weizen an einem sogenannten Bait Band. Ein Gummiring von 1 Millimeter an Durchmesser eignet sich hervorragend, um das Getreide an der Haarmontage zu fixieren. Möchte ich auf Pellets rotieren, kann ich ohne großen Aufwand den Köder wechseln.

In jeder Hinsicht können wir den Weizen beim Angeln verwenden. Ich nutze ihn für jede Methode und zu jeder Jahreszeit. Ein kleines Bündel aus mehreren Körnern kann ich ebenfalls für einen Ansitz auf Schleien im Frühling empfehlen.

Weizen im Futter einsetzen

Wir können den Weizen genauso wie andere Partikel füttern, er besitzt sogar eine Vorteile gegenüber den Klassikern. Klick auf die verschiedenen Reiter, um dir einige Ideen einzusammeln!

Futterschleuder mit WeizenWir können den Weizen mit der Futterschleuder auf größere Entfernungen schießen, weil er ein hohes Eigengewicht besitzt. Diese Eigenschaft ist vorteilhaft, wenn ein ordentlicher Gegenwind beim Posenangeln herrscht. Maden oder Pinkies sind wesentlich leichter, bei Sturm würden sie uns eher ins Gesicht fliegen. Das Geräusch beim Aufschlagen des Weizens nach einem Schuss ist ebenfalls lauter, wodurch ein zusätzlicher Reiz beim Angeln entsteht.

Ich hoffe mir es gelungen, euch einige Argumente für das Angeln mit dem Weizen zu liefern. Mich begleitet dieses Korn bei fast jedem Ansitz mit großen Erfolg und es ist mir eine Ehre, euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Solltet ihr einige Fragen zum Thema haben, könnt ihr die Kommentar-Funktion verwenden.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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