Karpfen im Kescher beim Method Feedern im Winter gefangen

Method Feedern im Winter – Die Karpfenfalle

Das Method Feedern ist im Winter eine Klasse Methode, um gezielt die Karpfen, aber auch andere Weißfische zu fangen. Mit sehr wenigen Mitteln können wir beinahe kinderleicht einen ganzen Setzkescher füllen. Mit einigen Maden, etwas Mais und einer handvoll Futter sind dennoch hohe Gewichte zu erzielen.

Method Feedern Winter

Wie ich beim Method Feedern im Winter vorgehe, verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Das Method Feedern hat im Winter seine Vorteile in der Präsentation

Wenn ich zum Method Feedern im Winter fahre, passe ich mich den Gegebenheiten der kalten Jahreszeit an. Viele Köder und Futter brauchen wir ohnehin nicht, weil der Fisch seinen Stoffwechsel heruntergefahren hat. Um gezielt an die Schätze des Gewässers zu kommen, greife ich deswegen auf das Method Feedern zurück. Seine Vorteile sehe ich in den folgenden Eigenschaften:

  • zentrierter Futterplatz
  • Köder im Epizentrum
  • geringer Bedarf an Material
  • passive Präsentation

Viele andere Methoden sehen sich oft damit konfrontiert, auf große Mengen an Material zurückgreifen zu müssen. Nutzen wir den Method Feeder, können wir uns auf das wesentliche beim Angeln im Winter konzentrieren. Ich brauche weniger als einen Liter Futter, eine Handvoll Maden und eine Dose an Mais.

Maden Mais und Futter neben einem Method Feeder

Da unser Köder direkt auf dem Method Feeder liegt, steigt die Chance auf einen Biss im gleichen Atemzug an. Manchmal saugen die Karpfen oder Brassen meine Maden sogar versehentlich ein, dahinter verbirgt sich auch eine kleine Strategie.

Method-Mix selbet Gemacht!

Speziell für das Method Feedern nutze ich eine eigene Futtermischung im Winter. Das Rezept dazu habe ich für euch in einem anderen Bericht bereits veröffentlicht. Wenn du Interesse daran hast, klicke einfach auf den Button!

Zum Method-Rezept

Das Gerät zum Method Feedern ist für den Winter perfekt Eingestellt

Wer mich kennt, weiß um meine Macken. Ich bin ein sehr großer Freund der feinen Angelei, weil mir zu schweres Gerät das Gefühl bei einem Ansitz raubt. Beim Method Feedern kann ich fröhlich meiner Leidenschaft im Winter nachgehen ohne schwere Geschütze auffahren zu müssen. Obendrauf brauchen wir so wenig Zubehör, das jeder Händler in seinen Tränen ertrinkt.

Trotzdem müssen wir wie immer auf die Details achten, um die Aussteiger im Drill so gering wie möglich zu halten. Da wir auf kampfstarke Fische angeln, sollte die Rute möglichst weich in der Aktion sein. Sie schlägt im Drill die Kopfstöße und Fluchten der Karpfen zuverlässig ab. Darüberhinaus verzeihen solche Feederruten auch den ein oder anderen Fehler.

Eine weiche Rute und Karpfen auf einem Setzkescher

Da sich der Fisch beim Method Feedern selbst hakt, brauche ich ohnehin keine straffen Ruten. Dieser Punkt ist nur dann von Wichtigkeit, wenn wir sehr weit Werfen müssen. Mein Rute für das Method Feedern im Winter bis 30 Meter Entfernung hat die folgenden Eigenschaften:

  • 2,50 Meter Länge
  • weicher Blank
  • 50 Gramm Wurfgewicht
  • 1 Unzen Glasspitze

Eine Rolle der Größe 2500 mit 0,20 Millimeter dünner monofiler Schnur vollendet das Setup. Mit dieser Aufstellung kann ich etliche Karpfen ohne Probleme landen. Im Winter sind sie auch nicht so Fit, um uns ernsthafte Probleme beim Method Feedern zu bereiten. Können wir mit sehr großen Exemplaren rechnen, sollte die Schnur stärker ausfallen.

Stehen die Karpfen im Winter tief, müssen wir uns beim Method Feedern anpassen

Im Winter dürfen wir damit rechnen, das sich unsere Beute noch in den tiefen Bereichen der Gewässer aufhält. Beim Method Feedern kann dieser Umstand durchaus problematisch sein. Wir müssen sowohl den Korb, als auch das Futter an die Bedingungen anpassen. Weder darf es sich beim Wurf, noch beim Absinken lösen. Zwar gilt dieser Grundsatz beim Method Feedern immer, im Winter angeln wir aber meistens wesentlich tiefer.

Sehr bindiges Futter erscheint dann zwar als Lösung, es kann aber dazu führen, das unser Köder nicht mehr freigegeben wird. Ich gleiche dieses Problematik durch schwerere Körbe oder eine angepasste Form des Method Feeder aus.

Method Feeder mit großer Futteraufnahme

Die Aufnahme des Futters spielt bei dem jeweiligen Modell also eine entscheidende Rolle. Hat der Method Feeder beispielsweise eine Wanne, schützt er das Futter wesentlich besser. Die Präsentation ist dementsprechend etwas passiver. Greifen wir auf einen Method Feeder mit Rippen zurück, sollten wir das Gewicht des Flatkorbs erhöhen. Er sinkt schneller, wodurch wir den Grund des Gewässers zügig erreichen. Die Präsentation ist wegen der Bauweise dann etwas aggressiver.

Ein gefangener Karpfen beim Method Feedern im Winter

Beide Formen haben also durchaus ihre Berichtigung. Beim Method Feedern im Winter empfehle ich Gewichte zwischen 24 Gramm bis 40 Gramm je nach Modell zu wählen, um die Phase des Absinkens zu beschleunigen. Nur so können wir die Potentiale dieser Taktik richtig ausspielen. Auch die Konsistenz unseres Method-Mix müssen wir genau durchdenken.

Kurzes Vorfach am Method Feeder bringt den Vorteil


Der Vorteil beim Method Feedern liegt in seiner Gesamtheit. Der Köder liegt auf dem Futter, das kurze Vorfach samt Haken sorgt für einen Selbsthakeffekt. Ich empfehle dir eine Länge zwischen 10 Zentimeter bis 12,5 Zentimeter. Da ich meine Vorfächer direkt am Wasser binde, nehme ich die ungefähre Länge eines Fingers als Anhaltspunkt.

Ich verwende Haken in der Größe zwischen 10 bis 12 aus dem Bereich des Commercial-Angelns. Sie haben ein Öhr und lassen sich variabel einsetzen. Meine Vorfachstärke beim Method Feedern beträgt 0,16 Millimeter im Winter. Einen Bericht über diese Haken habe ich bereits im Bezug auf Schleien verfasst.

Takt der Würfe und die Köderwahl sind Entscheidend!

Der Takt an Würfen ist für mich im Winter entscheidend, wenn ich Method Feedern will. Da ich die kleinsten Modelle an Körben verwende, kann ich alle 5 Minuten zu einem neuen Wurf ansetzen. Trotzdem bleibt die Menge an eingebrachten Futter gering. Das Geräusch beim Aufschlag hilft mir manchmal auch, um die Karpfen oder Brassen an den Platz zu locken.

Es ist ebenfalls sehr wichtig, nicht auf dem Stuhl in Lethargie zu verfallen. Wir müssen trotz der kalten Jahreszeit immer noch für unseren Fang etwas Arbeit leisten. Haben wir die Fische am Platz, können wir den Takt je nach Verhalten der Bisse variieren.

kleiner Method Feeder mit Mini Mould

Bei der Wahl der Köder halte ich es beim Method Feedern im Winter einfach. Je nach Situation haben sich Maden und Dosenmais als ideal herausgestellt. Da ich weiche Köder im Winter bevorzuge, können wir auf Haarmontagen verzichten. Sowohl die Maden, als auch der Mais sind weicht genug, um sie direkt auf den Haken zu ziehen. Je nach Aktivität der Karpfen ist ein einzelnes Maiskorn meistens eine sichere Bank.

Wollen die Karpfen Eiweiß, sind Maden Trumpf

Unter Umständen verlangen die Karpfen von uns, hohe Mengen an Eiweiß zu präsentieren. Diese Art der Kost steht bei allen Arten von Fischen im Winter hoch im Kurs. Bis zu 4 Maden ziehe ich auf den Haken, um in den müden Karpfen die Sommerbestie zu wecken. Das kleine Päckchen ist ein idealer Köder für die größeren Exemplare.

An sehr schwierigen Tagen kann ein fieser Trick darüberhinaus zu der größten Falle beim Angeln werden! Ich nutze einen leichten Haken der Größe 14 mit 2 Maden, wenn die Karpfen sich auf das Futter eingeschossen haben. Wenn kein anderer Köder funktioniert, saugen sie die leichten Larven auch versehentlich beim Fressen ein. Dieser kleine Trick ist eine sehr effektive Möglichkeit, die Fische auch bei Widerwillen beim Method Feedern im Winter zu überlisten.

Karpfen im Kescher beim Method Feedern im Winter gefangen

Solch einen Tag erlebte ich im Winter, wo ich fast 35 Kilogramm an Karpfen beim Method Feedern fangen konnte. Nachdem ich die Bilder im Kasten hatte, folgte ein Termin bei der Physiotherapie! Das Gefühl eine solche Masse an Fischen im Februar in den Kescher gezaubert zu haben, rechtfertigte den Kraftakt dennoch.

viele Karpfen in einem Kescher

Diese Sternstunden sind natürlich kein Alltag für mich, trotzdem bestätigt ein solches Ergebnis meine Taktik beim Method Feedern im Winter. Die Mischung aus taktischer Raffinesse, zentriertem Füttern und der Widerstand gegen die Kälte belohnt einen Angler immer. Viel schöner ist aber die Stille am See, wenn kein anderer Mensch weit und breit zu sehen ist. Das kalte Wetter vertreibt nicht nur die Mücken, sondern auch den Trubel rund um die Gewässer!

Solltet ihr Fragen oder Anregungen zum Method Feedern im Winter haben, könnt ihr die Kommentar-Funktion nutzen. Ich hoffe mein kleiner Report hat euch nicht nur gefallen, sondern auch zum Nachmachen animiert. Ihr wisst ja, nur die Harten kommen in den Garten!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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