leichte feederrute

Die leichte Feederrute – Dein Freund am See

Die leichte Feederrute ist mein bester Freund, wenn ich an die vielen Stillgewässer zum Angeln fahre. Ihre Eigenschaften passen perfekt zum Feedern auf Weißfische auf mittleren Distanzen.

leichte feederrute

Mit Wurfgewichten von bis zu 60 Gramm und Längen zwischen 3,00 Meter und 3,60 Meter ist wie Geschaffen für das Werfen von Futterkörben. Viel Spaß beim Lesen!

Die leichte Feederrute ist die goldene Mitte

Vergebens versuche ich eine Kante mit dem Winkelpicker auf 30 Meter Entfernung zu erreichen. Die Bleischrote schaffen es aber nicht, sich durch den Gegenwind zu kämpfen.

Umso stärker ich werfe, desto ungenauer werde ich. Routiniert greife ich zur leichten Feederrute auf der Ablage, schnell ist ein 30 Gramm Futterkorb montiert. Wie ein Pfeil fliegt das Geschoss schon kurz nach dem Auswurf auf 50 Meter Entfernung. Die fischreiche Sandbank konnte ich ohne großen Aufwand erreichen. Genau diese Aufgabe hat sie auch, meine meist genutzte Rute zum Feedern!

Feedern am See auf 50 Meter Entfernung

Am meisten verwende ich sie an Stillgewässern, aber auch geringe Strömung können wir bezwingen. Ich nutze die leichte Feederrute häufig an:

  • Flachlandseen
  • Parkseen
  • Baggerlöcher
  • Häfen
  • Buhnenkesseln
  • Strömungskanten
  • kleinen Flüssen
  • kleinen Kanälen

Der Vorteil der leichten Feederrute liegt sowohl in der Kraft, als auch dem Handling begründet. Beide Elemente sind ein Stellungsmerkmal für das leichte Feedern auf Weißfische. Kennzeichnend sind folgende Eigenschaften:

  • Wurfgewichte zwischen 40 Gramm bis 60 Gramm
  • Längen zwischen 3,00 Meter und 3,60 Meter
  • Spitzen aus Carbon oder Glas
    • In den Stärken zwischen 0,75 Unzen und 2,0 Unzen
  • Mittellanges Griffstück
  • Semiparaboler Blank oder Spitzenaktion

Mittlere Distanzen sind die Hauptaufgabe der leichten Feederrute

Die beschriebenen Eigenschaften der leichten Feederrute ermöglichen es auf Entfernungen von bis zu 60 Meter zu Feedern. Ohne Frage sind diese Distanzen für Anfänger vorerst schwerlich zu erreichen, mit etwas Übung meistern wir aber auch diesen Schritt.

Das Handling ist besonders freundlich, weil sie mit ihrer Länge ein gutes Arbeiten zulässt. Das Eigengewicht der leichten Feederrute beträgt selten mehr als 300 Gramm (!), wir können also viele Würfe ohne Ermüdung tätigen.

Das Griffstück ist etwas Länger, dieses dient beim Wurf zum Aufladen des Blanks. Die richtige Wurftechnik steht also auch im Zusammenhang mit der geworfenen Entfernung.

Window Feeder gefüllt mit Maden

Ebenso steht die Wahl der Futterkörbe im Mittelpunkt, wenn wir einige Meter herauskitzeln möchten. Umso dynamischer sie sind, desto weiter fliegen sie auch. Sehr zentrierte Körbe erhöhen aber nicht nur die Distanz, sie sind auch etwas genauer. Ich nutze gerne Speedkörbe oder Window Feeder für weite Würfe.

Spitzenwahl richtet sich nach Zweck

Die Wahl der richtigen Spitze ist die größte Hürde vieler Angler. Wann setzen wir welche Stärke ein? Aus welchem Material müssen sie sein? Diese Fragen begegnen mir relativ häufig. Grundsätzlich bedienen wir uns der gleichen Faustformel wie bei allen Angelmethoden:

So schwer wie nötig, so leicht wie Möglich.

Feederspitzen sind Prinzipiell nichts weiter als Bissanzeiger, allerdings beeinflussen sie im Gegensatz zu Posen auch das Wurfverhalten. Wir unterscheiden 2 verschiedene Materialien, welche für das Feedern eine Rolle spielen. Glasfaser und Karbon gehören zum Standard in der Welt der Futterkörbe.

Im Regelfall liefern die Hersteller mindestens 2 Spitzen aus diesen Materialen zu jeder leichten Feederrute aus, sie gehören zur Grundausstattung.

Feederspitze

Glasfaser setzen wir für Entfernungen bis 40 Meter ein, sie sind weicher und geben bei einem Biss besser nach. Beim Feedern auf Brassen kann solch eine Spitze beispielsweise von Vorteil sein, da sie weniger Widerstand bietet. Dafür leidet die Genauigkeit auf größeren Distanzen, weil sie die Kraft bei weiten Würfen nur noch sehr schlecht überträgt.

Karbon ist wesentlich straffer, demzufolge eignet es sich für größere Entfernungen. Bei einem Wurf lässt sich einfach mehr Kraft übertragen, folglich steigen Reichweite und Genauigkeit. Ab 40 Meter greife ich deswegen auf diesen Typ Spitze zurück.

Die Stärke der Feederspitzen wird in Unzen angegeben. Eine Unze bedeutet, dass eine Spitze den Winkel von 90 Grad bei 28 Gramm Belastung einnimmt. Dieser Widerstand muss also auch bei einem Biss ausgelöst werden, um die Vollast zu erreichen.

Umso feiner also die Spitze entsprechend ist, desto besser zeichnen sich die Bisse auch ab! Wind und Wetter beeinflussen die Wahl natürlich ebenso.

Zusammenstellung einer leichten Feederrute

Eine Rute allein fängt dennoch keinen Fisch, auch die Rolle und Schnur müssen richtig gewählt sein. Meine favorisierte Wahl an der leichten Feederrute stelle ich euch kurzerhand vor, um euch Inspiration zu verschaffen.

Abgelegte Feederrute auf Feederarm

Rollenwahl

Für mittlere Distanzen empfehlen sich Rollen der Größen 3000 und 4000 mit einem Schnureinzug von 75 Zentimeter. Der Schnureinzug ist besonders wichtig, weil er die Geschwindigkeit beim Einholvorgang bestimmt. Umso weiter wir werfen, desto länger müssen wir beim Reinholen auch kurbeln. Deswegen ist es sinnig, seine Ausrüstung für das Vorhaben anzupassen.

Zur Vorsicht rate ich allerdings bei großen Einzügen über 90 Zentimeter an. Die Gefahr von Schnurdrall steigt exorbitant. Moderne Feederrollen gibt es mittlerweile auch, deren Eigenschaften passen zumeist. Spinnrollen eignen sich an leichten Feederruten ebenfalls.

Schnurwahl

Für das leichte Feedern auf Distanzen bis 40 Meter verwende ich ausschließlich monofile Schnur. Sie sollte folgende Eigenschaften und Stärke besitzen:

  • Abriebsfest
  • Dehnungsarm
  • Sinkend
  • 0,18 Millimeter – 0,22 Millimeter Durchmesser
Rolle mit geflochtener Schnur

Bei Distanzen über 40 Meter greife ich auf geflochtene Schnüre zurück. Sie besitzt keine Dehnung, darum zeigt sie jeden Zupfer auch auf größte Entfernung an. Darüber hinaus kann sie über Jahre auf der Rolle bleiben, weil sie durch Witterungen keinen Schaden nimmt. Nur bei Temperaturen unter 0 Grad friert sie ein, tatsächlich könnte sie dann brechen.

Ich nutze Geflecht in den Stärken zwischen 0,08 Millimeter und 0,10 Millimeter für alle Zwecke. Eine monofile Schlagschnur schalte ich zusätzlich vor, um etwas Puffer im Drill zu verschaffen. Etwa die doppelte Rutenlänge ist eine gute Orientierung. Um Kosten zu sparen, unterfüttere ich die Rolle oft mit alter Schnur.


Ich hoffe ich konnte dir zum Thema leichte Feederrute etwas helfen. Nur den Preis habe ich offen gelassen, weil es einfach eine Frage der eigenen Geldbörse ist.

Gutes Gerät kann ist schon ab 50 Euro erhältlich, nach oben hin gibt es wie immer keine Grenzen. Was dir deine Rute und dein Hobby wert sind, entscheidest nur du selbst!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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