Brassen Angeln im Frühjahr – Mit Made und Mais am Bait Band

In Alle Inhalte, Method Feedern by Christoph HeersKommentieren

Tatort See, Zeitpunkt im Frühjahr: Ich drille gerade einen zornigen Brassen nach einem heftigen Biss beim Angeln! Nach einigen Kopfstößen lässt sich der Fisch schließlich gekonnt über den Kescher führen, das picklige Gesicht erinnert mich sofort an eine Streuselschnecke.

Die Brassen stehen auch gerade voll im Futter und bereiten sich nun auf die baldige Laichzeit im Frühling vor. Jetzt schlägt die große Stunde für eine selektive Strategie am Method Feeder! Der Masterplan – an der ersten Uferkante wird den Brassen im Frühjahr eine Kombination aus einer toten Made und einem Maiskorn am Bait Band beim Angeln serviert. Viel Spaß beim Lesen!

Eine selektive Strategie am See – Angeln auf Brassen im Frühjahr an der Uferkante

Wenn die Sonne lacht und die Temperaturen steigen, während der Himmel so blau wie eine Gruppe Männer an Christi Himmelfahrt ist, dann hat der Frühling die Oberhand gegenüber dem Winter gewonnen. Die Anzeichen sind auch eindeutig: Die Rotfedern tummeln sich nämlich an der Wasseroberfläche und die spießigen Kleingartenbesitzer erobern zeitgleich die Baumärkte im Sturm.

Die heiße Phase für das Angeln auf den Brassen beginnt im Frühjahr mit diesen Vorboten! An den stark befischten Seen und Baggerlöchern liegt mein Schwerpunkt nun beim Method Feedern, weil ich mich durch eine Bande an Kleinfischen an der ersten Uferkante kämpfen muss.

Nebst den Rotaugen, Alanden oder Rotfedern sind beispielsweise aber auch die Güstern und Lauben an den Elblöchern immer problematisch. Wer jetzt einen lebhaften Futterplatz beim Angeln präsentiert, der kann sich auch gleich von den Brassen im Frühjahr verabschieden!

Brassenfutter für den Frühling
Micro Pellets und ein fischiges Futter – keine Brasse widersteht diesen Leckerbissen im Frühjahr

Das Dilemma – der Stipper heizt die kurze Bahn mit seinen Futterbällen voller Maden und Mais zum Auftakt der Saison an. Nach einigen Wochen sind dann nicht nur die Brassen auf dieses Angebot eingestellt, sondern auch jeder Weißfisch im Landkreis! Im Frühling konzentriert sich ohnehin der gesamte Fischbestand auf diese Zonen, darum ist eine selektive Strategie beim Brassenangeln auch der beste Wegbegleiter.

Ich rücke den großen Brassen deshalb mit dem Method Feeder und einigen Micro Pellets samt einer kleveren Köderkombination auf die Schuppen. Wenn der Stipper die Uferzone mit Mais bombardiert, dann ist ein Maiskorn und eine tote Made am Bait Band fast immer ein Volltreffer. Auf diese Futtermittel und Köder konzentriere ich mich daher beim Angeln auf den Brassen im Frühjahr:

  • tote Maden und Mais*
  • Micro Pellets
  • fischiger Method Mix
  • markanter Köderdip
  • alternativ Wafter, Miniboilies und Dumbells

Die Marschrichtung ist klar, ich serviere den Brassen einen fischigen Mix, samt einigen Pellets und dem Köder der Saison. In der Regel mögen die kleinen Weißfische auch keine Fischmehle, während statische Pellets weniger reizvoll wie lebhafte Maden wirken. Die Kirsche auf der Sahne ist das Duo aus einer Made und dem Maiskorn. Diese Kombination ist dank der vielen Stipper im Frühjahr recht zauberhaft und mundet den Brassen beim Angeln immer vorzüglich!

Tote Made und Mais am Bait Band fixieren – Ein Sandwich für Frühlingsbrassen

Tote Maden, Mais, Sandwich, Brassen, Angeln, Frühjahr? Hä? Keine Sorge, ich wollte dir nicht mein Lunchpaket beschreiben! Was sich aber genau in dieser Reihenfolge befindet ist meine Köderpräsentation, sowie die baldige Ausbeute. Die Geschichte ist recht einfach – du benötigst eine kleine Menge an Dosenmais und einige tote Maden für deine Brassen im Frühling.

Der Transport beider Köder erfolgt in verschließbaren Gläsern, welche mit Wasser befüllt sind. Einen Abend zuvor kannst du den Mais oder die toten Maden auch mit einem Lockstoff* deiner Wahl ergänzen. Ich greife aber lieber auf meine Dips beim Angeln mit dem Method Feeder zurück, um den Geschmack der Brassen auf den Punkt im Frühjahr zu bedienen. Das pinke Wasser in der Madendose hat im Übrigen keinen tieferen Sinn! Es handelt sich lediglich um einen fehlgeschlagenen Färbungsversuch………

Mais und tote Maden sind hervorragende Brassenköder
die toten Maden und den Mais transportiere ich in verschließbaren Gläsern an das Gewässer

Das Anködern kann über zwei verschiedene Möglichkeiten erfolgen: Du greifst entweder auf das klassische Haar mit einem Bait Band oder den handelsüblichen Plättchenhaken zurück. Bei der direkten Anköderung sollte das Vorfach auf die übliche Länge von 10 Zentimetern eingekürzt werden. Wenn nur mit Brassen im Frühjahr zu rechnen ist, dann empfehle ich dir einen Haken der Größe 12* und eine Vorfachstärke von 0,18 Millimeter beim Angeln.

Mais und Maden werden über Pelletzange am Bait Band fixiert
der Mais und die tote Made werden über eine Hakenlöse oder Pelletzange im Bait Band fixiert

Ich bevorzuge aber das Bait Band von einem Millimeter am Haar, weil ich mir alle Optionen an Ködern (Wafter, Pellets) beim Brassenangeln im Frühjahr offen halten will. Die tote Made und das Maiskorn befestigst du so: Das Bait Band wird entweder über die Hakenlösezange oder eine Pelletzange gespreizt, danach platzierst du die Köder mittig im Gummiband.

Die Zange* nun vorsichtig entfernen, dann zieht sich das Bait Band wieder auf den ursprünglichen Durchmesser zusammen. Hält Bombenfest, werter Herr Kollege! Ich verwende aus diesem Grund auch eine tote Made, weil sich die Larve somit nicht mehr befreien kann. Dieser Snack wird den Brassen schließlich beim Angeln serviert und die Falle kann im Frühjahr zuschlagen!

Tote Maden für das Brassenangeln im Frühling herstellen


Du stellst dir vielleicht die Frage, wie sich die toten Maden für diese Strategie herstellen lassen! Ein Bericht darüber ist für die Zukunft geplant, eine kleine Anleitung findest du aber hier: Schleien Angeln im Frühjahr. Etwas runtersrollen, dann findest du deine Antworten!

Brassen mögen Dips – Im Frühling vor herzhaften Aromen nicht zurückschrecken

Ein ganz feiner Schachzug für das Brassenangeln im Frühjahr ist ein passender Dip zum Köder der Saison! Ich serviere meinen Freunden deshalb häufig ein markantes Aroma, wie beispielsweise das „Super-Leber“, „Zucki“ oder „Knoblauch“. Der Vorteil ist eindeutig – die Brassen stürzen sich bei der richtigen Auswahl noch schneller auf den Köder. Am Ende des Tages lässt sich die Ausbeute somit zielgerichtet steigern!

Dips für Brassen zum Angeln im Frühjahr
ich halte große Stücke auf Aromen wie „Leber“, „Zucki“ und „Knoblauch“ für meine Brassen im Frühling

Ein weiterer Grund für den Einsatz der Dips ist die Synergie mit dem Futter, sofern die Konsistenz etwas dickflüssiger ist. Nach dem Befüllen der „Mould“ benetzt der zähe Dip nämlich großflächig den Method Feeder und spielt deshalb einen neuen Reiz nach dem Werfen aus. Dieser Kniff ist beispielsweise immer dann sinnvoll beim Angeln, wenn ich die Vorlieben der Brassen im Frühjahr für bestimmte Aromen austesten will.

Die gewonnen Erfahrungen fließen daraufhin in meine Strategien ein und führen letztlich zu einer Veränderung der Futtermittel. Reagieren die Brassen besonders freudig auf das „Zucki“ beim Angeln, sind solche Pellets garantiert beim nächsten Ansitz im Frühjahr dabei. Folgt auf ein liebliches Vanille dagegen eine Serie an Fehlbissen durch Rotaugen, fliegt das Zeug sofort wieder aus der Kiste!

Method Feeder mit Maden und Mais für das Angeln auf Brassen im Frühjahr
dickflüssige Dips schwemmen auf dem Method Feeder aus und setzen somit neue Reize beim Angeln auf den Brassen im Frühjahr

Dieses Spielchen treibe ich dann solange beim Angeln auf die Spitze, bis ich schließlich ganz selektiv die Brassen im Frühjahr fangen kann. Klar ist – du musst diesen Weg für dich alleine an deinen Gewässern gehen. Jeder Schweinepool hat prinzipiell seine eigenen Regeln, deshalb ist eine Empfehlung immer schwierig.

Für Brassen gilt aber gemeinhin: „Was stinkt, das fängt auch seinen Fisch„. Das Lava von Sonubaits* wäre mein Geheimtipp für dich, das Zeug lässt sich direkt auf den Köder oder Method Feeder auftragen. Ich schwöre auf Knoblauch, Monstercrab oder Bloodworm! Das Lava bildet sogar feine Wolken und trägt das Aroma somit in die weite Welt hinaus.

Ein Geduldsspiel im Frühjahr – Selektives Angeln auf Brassen erfordert Disziplin

Ich sitze bereits seit 3 Stunden auf meinem Feederstuhl, während ich zeitgleich mein Leben hinterfrage, als plötzlich die Rute vom Ständer gerissen wird„. Müsste ich das Angeln mit dem Method Feeder auf den Brassen im Frühjahr verfilmen, dann würde das Drehbuch genauso beginnen! Tatsächlich kann sich der Zeitraum ab der Startfütterung bis hin zum ersten Biss über Stunden ausdehnen.

Ein ruhiger Auftakt ist aber nicht verkehrt, sondern goldrichtig! Wenn die Spitze* nämlich nicht sofort wackelt, dann stehen die Chancen auf eine Brasse recht gut. Eine selektive Strategie und Fütterung bedeutet schließlich auch, das sich so wenig Kleinfische wie möglich am Platz befinden sollten. Beim Brassenangeln im Frühjahr kannst du also ruhig schwach anfangen, aber bitte nicht stark nachlassen!

gefangene Brasse im Frühling
Geduld ist nicht nur eine Tugend, sondern auch eine Lebenseinstellung für den Brassenangler im Frühjahr – die Bisse lassen manchmal Stunden auf sich warten

In der Zwischenzeit ist aber kein Stillstand beim Angeln angesagt, sondern eine rege Anteilnahme beim besten Frühlingswetter. Der Futterplatz will behutsam aufgebaut werden, darum ist ein Wurftakt von 5 Minuten ein ordentlicher Mittelwert.

Ich beginne meinen Ansitz fast immer mit 2 Körben in handelsüblicher Größe voller Micro Pellets, gefolgt von einer Serie an Futter/Pellets im Verhältnis von 50/50 gemischt. Wenn mir Petrus im Frühjahr treu ist, dann werden die Brassen schnell beim Angeln beißen!

erfolgreiches Brassenangeln im Frühjahr
ein zufriedener Christoph nach einem erfolgreichen Angeln auf den Brassen im Frühjahr

Das Duo aus einer toten Made und dem Mais trumpft dann häufig im weiteren Verlauf des Ansitzes auf, weil sich die Fische auf die Fütterung der Stipper an der ersten Uferkante eingestellt haben. Dieser kleine Joker hilft dir aber auch an den tückischsten Gewässern, wo der Boilie oder Wafter einfach nicht laufen will! Es ist wie immer beim Angeln – die Brassen entscheiden letztlich im Frühjahr, wohin die Reise geht. Eine neue Waffe in deinem Arsenal kann aber nie Schaden, oder?

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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