Wettkampffutter Brassen

Wettkampffutter für Brassen – Ein Mythos unter Friedfischanglern

In Alle Inhalte, Futterkunde by Christoph HeersKommentieren

Der fängt nur soviel Fisch wegen seinem Wettkampffutter für Brassen„, moserte mein glückloser Nebenmann kurz nach dem Wiegen während einer Veranstaltung. Was Captain Paniermehl nicht wissen kann – Ich bin routinierter Selbstmischer seit Jahren!

Eine Frage drängt sich darum auf: Existiert das beste Brassenfutter für ein Hegelangeln überhaupt? Was ich über ein gutes Wettkampffutter für den Brassen weiß, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Wettkampffutter für Brassen – Die Jagd nach dem heiligen Grahl

Die süßlich duftenden Mehle strömen im Morgengrauen über die Wiese am Gewässer, während mein Brassenfutter leicht benetzt von Wasser noch einige Minuten im Eimer durchzieht. Die emsigen Angler zu meinen Seiten bereiten ihre Ausrüstung zum Feedern zeitgleich mit der Genauigkeit eines Dartspielers im Wurf vor. Wenn die Stunde Neun geschlagen hat, werde ich meinen Brassen das Wettkampffutter an der ausgeloteten Stelle servieren.

Halt, Stopp! Genau hier möchte ich dich aus meiner kleinen Vorstellung herausreißen. Ich habe nämlich kein Wettkampffutter für den Brassen in meinem Eimer, sondern nur eine Mischung aus den unterschiedlichsten Mehlen. Angepasst auf den Zielfisch, die verwendete Angelmethode und die erwarteten Verhältnisse am Gewässer.

– die Bezeichnung „Wettkampffutter für Brassen“ ist ein Verkaufsargument, aber kein Qualitätsmerkmal für die Leistung –

Es gibt nämlich nicht das beste Futter für den Brassen, auch nicht für einen Wettkampf. Es existiert schließlich auch keine Fischart, die auf den Namen „Wettkampfbrassen“ hört. Was ich dir aber versichern kann: Der Handel hat eine breite Auswahl an den schönsten Futtersorten* zum Brassenangeln im Sortiment!

Das Label „Matchfutter“ oder irgendein anderes Superlativ ist tatsächlich nur ein bewusst gewähltes Verkaufsargument und hat somit auch keinerlei Bedeutung am Wasser. Weder für die Brasse, noch für den Wettkampfangler! Einzig die Qualität kann sich aus solchen Begrifflichkeiten ableiten lassen. Zumindest oft, aber auch nicht bei jedem Produkt.

Brassen im Setzkescher nach einem Wettkampf
Brassen im Setzkescher: Ein beliebter Fisch im Wettkampf in ganz Europa

Was ein gutes Futter für den Brassen auszeichnet, lässt sich auch nicht durch einen einzigen Begriff definieren. Neben den Einflüssen am Gewässer, wie beispielsweise der Strömung oder der Angeltiefe, sind viele weitere Faktoren bei einem Wettkampffutter auf den Brassen entscheidend. Es gibt aber eine Handvoll an wichtigen Eigenschaften in jedem Rezept!

Die bronzenfarbenen Naschkatzen habe nämlich alle eine große Gemeinsamkeit: Sie lieben einen süßen Hauptgang, ein großes Buffet an Ködern und einen Anspruch an Qualität auf jedem Teller. Wie ein Wettkampffutter für Brassen aussehen muss, erfährst du nun im nächsten Absatz!

Das beste Brassenfutter – Süße und fischige Mehle im Mittelpunkt

Hallo, mein Name ist Honig und ich bin Zuckersüß!“ Sprach mein Futterplatz beim Hegeangeln, während der Brassen vor lauter Freude mit der Schwanzflosse wedelt. Kein Fisch hat nämlich eine so große Affinität für die süßlichen Futtersorten, wie der Klodeckel! Ich bevorzuge daher ein Wettkampffutter in süßer Ausrichtung für meine Brassen. Werden diese Rezepte mit einem fischigen Aroma* kombiniert, glüht der Kescher beim Angeln.

Ich ergänze mein Brassenfutter auch immer um eine Prise an Salz, ganz Unabhängig der Jahreszeit. Im Winter fällt der Anteil allerdings höher aus, schließlich soll der eingefrorene Fischgaumen richtig gekitzelt werden. Die Marschrichtung ist eindeutig: Eine süße Grundnote kombiniert mit einem fruchtigen, würzigen oder fischigen Geschmack im Wettkampffutter für den Brassen bringt die PS beim Feedern, Stippen oder Method Feedern auf die Straße.

Wettkampfangler mit Brasse
Wettkampffutter mit dezentem Auftritt: Brassen mögen keine Konkurrenz am Futterplatz

Wie das Wettkampffutter in seinem Verhalten aufgebaut ist, hat für mich eine ebenso wichtige Bedeutung beim Brassenangeln. Ich bevorzuge eine niedrige Aktivität, um den Anteil an kleinen Weißfischen am Futterplatz so gering wie möglich zu halten. Eine dicke Brasse hat nicht nur einen ruhigen Charakter, sondern auch ein Defizit in der Geschwindigkeit!

Ein ruhiges Brassenfutter reduziert die Anzahl an Beifängen im Wettkampf.

Eine kleines Rotauge wird deinen Köder nämlich immer schneller attackieren wie jede große Brachse. Hat sich ein ganzer Schwarm der fingerlangen Köderdiebe am Futterplatz eingefunden, sinken deine Chancen auf einen Brassen im Wettkampf also dramatisch. Wenn die kleinen Rotaugen oder Rotfedern deinen Köder eine Etage höher bereits im Absinken aufnehmen, wird das Angeln sogar richtig knifflig.

Die Folge: Du hast vielleicht 50 Fische gefangen, sie bringen aber alle kein Gewicht auf die Waage*! Merke dir also: Ein Wettkampffutter für Brassen sollte passiv Arbeiten, um die Anzahl der Beifänge zu reduzieren. Auf eine Bildung von Wolken oder viele aktive Partikel kannst du getrost in jedem guten Brassenfutter verzichten.

Lockstoffe und Gewürze im Wettkampffutter – Brassen mögen Weihnachten

Das größte Hamsterrad der Welt dreht sich um die Frage nach dem richtigen Lockstoff für das beste Brassenfutter. Die meisten Strecken diktieren aber ihre ureigenen Spielregeln bei einem Hegeangeln auf. An einem Parkteich überzeugt beispielsweise die Butter Vanille, im Hafen wiederum eine Prise an Mückenlarve. Was ich dir aus eigener Erfahrung schreiben kann – Ein weihnachtlicher Duft rockt immer!

Meine Favoriten sind deshalb ein schönes Spekulatiusgewürz* oder Lebkuchengewürz* im Wettkampffutter für den Brassen. Diese Gewürze kaufe ich in großen Packungen preisgünstig über das Internet. Ferner spielt auch der starke Eigengeruch meiner Rezepte eine Rolle. Die vorhandene Note der Futtermehle ergänze ich dann nur noch um die gewünschte Intensität mit dem jeweiligen Lockstoff. Diese Aromen bevorzuge ich in meinem Wettkampffutter für Brassen:

  • Spekulatius
  • Lebkuchen
  • Karamell
  • Schokolade
  • Vanille
  • Honig
  • Krill
  • Muschel
  • Fisch
  • Mückenlarve

Im Handel wirst du eine noch viele größere Auswahl an den unterschiedlichsten Lockstoffen für dein Brassenfutter entdecken. Manche Rezepte weisen aber aufgrund der Biskuitmehle einen so kräftigen Eigengeruch auf, sodass sich eine Ergänzung durch Aromen zumeist erübrigt. Ein gutes Schokobiskuit kannst du nach dem öffnen der Tüte sofort riechen! Kleiner Tipp: Umso trüber oder stärker ein Gewässer belastest ist, desto mehr Geruch darf ein Wettkampffutter für den Brassen auch verströmen.

Beste Futter für Brassen überzeugt durch Köder – Würmer und Caster sind Macht

Schmeckt dir ein Eintopf ohne Fleisch? Klingt fast so langweilig, wie ein Pokerabend ohne Bier! Ein gutes Brassenfutter stellt die gleichen Ansprüche an einen Ansitz – Ohne Köder nämlich keine Party! Ein großer Friedfisch in Begleitung seiner Kollegen erfordert deshalb immer einen satt gedeckten Futterplatz. Den größten Anteil an Ködern auf meinem Side Tray* nehmen die Maden, Caster und Würmer ein.

Ein Brassen kann diesem Angebot im Wettkampffutter nicht widerstehen! Eine Wurmschere ist deswegen auch mein ständiger Begleiter beim Hegeangeln, sowie beim ganz privaten Vergnügen am Baggerloch. Der austretende Saft eines geschnittenen Dendrobenas ist meiner Erfahrung nach beim Brassenangeln unschlagbar. Ich bevorzuge diese Köder in meinem Wettkampffutter für Brassen:

  • geschnittene Würmer
  • tote Maden
  • tote Pinkies
  • Caster
  • Pellets
  • Mais

Meine Vorliebe für die toten Maden oder Pinkies liegt in der Selektivität begründet. Sie arbeiten passiver im Brassenfutter und stellen somit die beste Ausgangslage für die größeren Einzelfische dar. Sind eher Skimmer im Wettkampf gefragt, also kleinere Brassen, stehen wieder die lebhaften Köder im Vordergrund. Eine reichhaltige Portion an Castern darf wegen des hohen Anteils an Eiweißen natürlich nicht im Wettkampffutter für den Brassen fehlen.

Würmer sind die beste Zutat in jedem Wettkampffutter für Brassen
geschnittene Würmer sind in jedem Wettkampffutter eine Bank auf den Brassen

Ein weitere Gruppe der mächtigen Futterzutaten: Die Pellets*! Das Geheimnis hinter diesen Partikeln liegt im starken Eigengeruch, hohen Eiweißgehalt und sattem Nährwert begründet. Das enthaltene Aroma kann sogar auf das Wettkampffutter und die Vorlieben der Brassen abgestimmt werden. Der Markt stellt dir nämlich einen große Vielfalt an Produkten zur Verfügung. Ein echter Knaller beim Method Feedern oder Feedern im Sommer!

Der Anteil an Ködern im Futter hängt mit der Jahreszeit und dem Bestand an Brassen im Gewässer zusammen. Wenn du alleine am See sitzt und der Schwarm eine Orgie feiert, wird ein Überfüttern aber selten möglich sein. Die Lektion aus diesem Absatz – ohne Köder kein gutes Wettkampffutter für Brassen! Beides muss eine Symbiose bilden, sonst endet das Wiegen mit traumatischen Erlebnissen.

Brassenfutter kaufen oder selber Mischen – Unterschiede liegen im Preis und Aufwand begründet

Die große Preisfrage: Soll ich ein Brassenfutter kaufen oder doch lieber selber Mischen? Beide Varianten sind sinnvoll, werter Herr Kollege! Ich beschäftige mich beispielsweise seit Jahren mit meinen eigenen Rezepten, weil ich mich besser auf die Eigenheiten am Gewässer einstellen kann. Ein schlammiger Boden etwa erfordert weniger bindige Futtermehle, während bei Strömung die richtige Kompaktheit gefragt ist.

Die Farbe des Untergrundes und die Sichtigkeit eines Gewässers können auch eine große Rolle fernab von Geschmack und Aroma spielen. Als Selbstmischer kann ich den Brassen deshalb ein Wettkampffutter auf den Punkt beim Angeln servieren. Dieses Wissen musste ich mir aber durch viel Blut, Schweiß und Tränen während der Entwicklung aneignen.

brassenfutter
ein starkes Wettkampffutter für Brassen lässt sich auch durch eigene Rezepte herstellen

Der größte Nachteil: Die Futtermehle sind nicht immer Verfügbar und die Eigenschaften schwanken auch mit den verarbeiteten Rohstoffen. Meine Rezepte unterstehen deshalb einer ständigen Überarbeitung. Das ist auch genau der Moment, wo die große Stunde der Händler schlägt. Das fertige Grundfutter* erfordert kein Wissen, nimmt keinerlei Zeit in Anspruch und besitzt zumeist eine beständige Qualität.

Für einen Selbstmischer gleicht sich dieses Manko aber über das Ersparnis aus, schließlich kostet ein eigenes Brassenfutter bis zu 60% weniger Geld. Wer richtig viele Ansitze im Jahr bewältigt, der spart also ordentlich Moneten! Was mir viel wichtiger ist – ich habe die volle Kontrolle über alle Zutaten und kann so meinen Brassen das beste Wettkampffutter präsentieren. Das Selbermischen ist ganz klar arbeitsintensiver, bietet dafür aber auch mehr Möglichkeiten im Feinschliff.

Qualität als oberstes Gebot – Wettkampffutter für Brassen lebt von Leidenschaft

Der Begriff „Qualität“ hat seinen Ursprung im lateinischen Wort „Qualis“, was sich schnell in Qual ableiten lässt, wenn jemand sein Geld am Wettkampffutter auf den Brassen sparen will! So verlockend diese Angebote von manchen Internethändlern auch sein mögen, lass die Finger von den supergünstigen Gebinden!

Liegt der Preis eines Kilogramms unterhalb von 1,50 Euro außerhalb von Sonderaktionen, ist der Inhalt nämlich schlechter wie im Klatschmagazin. Ich habe solche Produkte immer wieder in der Vergangenheit getestet und das Ergebnis war vernichtend. Ein billiges Brassenfutter besteht oft nur aus zusammengefegten Maismehlen und Paniermehlen, sowie einem hohen Anteil an geschrotetem Mais.

supergünstiges Wettkampffutter für Brassen enthält oft minderwertige Zutaten

Die geschmacklose Masse wird dann mit überlagerten Gewürzen und Lockstoffen* für den Kunden verfeinert. Das Resultat: Du zahlst weniger Geld, erhälst aber auch ein Minimum an Leistung! Es gibt sogar ganz schwarze Schafe unter den Händlern, wo das Brassenfutter mit Kies oder Sägespäne gestreckt wird. Steine sind keine Kekse.

beste Futter für Brassen besticht durch Qualität
Qualität und Erfolg haben seinen Preis: billigstes Futter überzeugt selten große Brassen

Hochwertige Biskuitmehle oder Fischmehle kosten aber Geld, die Arbeitsstunden, Betriebskosten und Steuern müssen sich auch im Produkt niederschlagen. Ein gutes und faires Brassenfutter wird deshalb immer zwischen 2,50 Euro bis 5,00 pro Kilogramm kosten. Dafür stimmt auch die Qualität und deine Fänge! Diese Anbieter stehen für ein erstklassiges Wettkampffutter für Brassen:

Sei also kein Narr und spare niemals am falschen Ende, sobald deine Wettkämpfe oder Angeltage vor der Tür stehen. Denn eines kannst du nicht mehr zurückdrehen: Die Uhr nach einem langen Nachmittag, wenn die Zeit mit minderwertigen Produkten verschwendet wurde und der Kescher leer blieb!

Wie sieht deine Erfahrung zum Thema „Wettkampffutter für Brassen“ aus? Favorisiert du bestimmte Produkte oder Hersteller? Hinterlasse mir und meinen Lesern einen Kommentar, weil uns deine Meinung wie immer brennend interessiert!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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