Salz Angeln

Salz zum Angeln – Der letzte Schliff für dein Futter

Salz zum Angeln sollte für jedes gute Lockfutter eine Notwendigkeit sein, zu stark ist die Wirkung auf Fische. Ob nur leicht im Sommer dosiert oder als massiver Bestandteil im Winter, die stimulierenden Eigenschaften steigern die Chancen erheblich.

Was ich über das Salz weiß, verrate ich euch wie immer Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Salz zum Angeln ist ein stimulierender Geschmacksverstärker

Salz Angeln

Fast schon Selbstverständlich mischen viele Angler Salz in ihr Futter, ohne aber zu verstehen, warum sie es eigentlich tun. Stellt man die Frage nach dem Grund, erhält man in 9 von 10 Fällen mindestens 12 verschiedene Antworten. Die Lösung liegt aber selten weit entfernt, ein Blick auf den Teller beim Mittagessen reicht oft aus.

Salz dient als Geschmacksverstärker, es hebt die Aromen im Futter hervor, während es Bitterstoffe unterdrückt. In der Küche veredelt Salz das Geschmackserlebnis ebenso. Nichts anderes Planen wir bei unseren Ansitzen auf Friedfische, wenn wir eine Prise des Minerals in unsere Futter geben.

Als guter Vergleich bieten sich Pommes an. Frisch aus der Fritteuse ohne eine Würzmischung schmecken sie beinahe schon Langweilig. Um den Genuss zu steigern, fügen wir Salz hinzu. Innerhalb weniger Minuten verdrücken wir die ganze Portion. Das gleiche Prinzip gilt auch für Chips, mein Bauch dient als Referenz.

Pommes

Diese Eigenschaft von Salz, den Appetit anzuregen, machen wir uns auch bei den Fischen zunutze. Wir spielen mit den Gaumen, um sie länger am Futterplatz zu halten. Bei der Aufnahme unseres Lockfutters steigern sie sich gerade zu in einen Rausch.

Der Geschmack eines Futters wird ebenfalls intensiver, weil Salz zum Angeln die Grundnote verstärkt und in den Vordergrund rückt. Wusstest du, das eine Melone durch eine Prise Salz süßer schmeckt? Diese Idee verfolgen wir auch für unser Lockfutter.

Dosierung von Salz im Futter steht auch in Abhängigkeit zu den Jahreszeiten

Futter

Eine mir häufig gestellte Frage ist die richtige Dosierung von Salz beim Friedfischangeln. Generell sollten wir uns bei der Anwendung immer an den Zweck unseres Vorhabens orientieren. Will ich den Geschmack meines Futters nur verstärken oder das Salz sogar in den Vordergrund rücken?

Im Sommer kann der liebliche Mix für Brassen um eine kleine Menge an Salz nur den Geschmack verstärken. Wenn ich Brassen in den wärmeren Jahreszeiten erwischen will, erweitere ich meine Rezepte nur um ca. 25 Gramm Salz auf ein ganzes Kilogramm. Ich möchte die süße Richtung beibehalten, den Geschmack also steigern.

Im Winter dagegen ist der Bedarf an Mineralien bei Fischen aufgrund fehlender tierischer Kost höher, entsprechend steigt auch der Bedarf an Salz. Trotz einer immer noch recht süßlichen Note erhöhen wir die Dosierung nun auf bis 75 Gramm pro Kilogramm Futter. Wir kreieren eine süßlich wirkende würzige Mischung.

Rotaugen lieben salziges Angelfutter

Rotauge Angler

Rotaugen lieben Salz zum Angeln! Ich kenne keinen Fisch, welcher solch eine Affinität auf das Mineral aufweist. Vielleicht hängt dieser Zusammenhang auch mit der Beißfreudigkeit im Winter zusammen, weil die eiweißhaltige Nahrung fehlt.

Wie dem auch sei, jetzt wird mit Salz scharf geschossen. 100 Gramm an Salz setze ich generell auf Rotaugen ein, während ich mich im Winter sogar auf 150 Gramm steigere. Essbar für uns Menschen wäre dieses Lockfutter nicht mehr, den Fischen schmeckt es aber.

Hohe Mengen an Salz zum Angeln verhindert ein Einfrieren von Futter

Lockfutter Lebendköder

Wer im tiefsten Winter schon einmal Angeln war, der weiß um ein gewaltiges Problem mit seinem Futter. Bei Minustemperaturen friert es in der Schale fest, ein Befüllen des Futterkorbs ist nicht mehr Möglich. Dieser Klumpen aus Mehl kann durch Salz gekontert werden. 20% Salz auf eine Mischung von 1000 Gramm verschafft uns etwas Luft, wenn wir bei sibirischen Verhältnissen fischen.

Alleine deswegen ist Salz zum Angeln in hoher Dosierung für alle hart gesottenen eine absolute Notwendigkeit. Wir könnten mit unserem Futter nicht nur im tiefsten Winter Fische fangen, wir könnten danach auch noch die Straße streuen.

Einen Nachteil müssen wir trotzdem in Kauf nehmen. Lebendköder wie Pinkies, Maden, Würmer oder Zuckmücken sterben oder stellen ihre Aktivität ein, wenn sie sich in stark salzigem Futter befinden. Anzumerken ist aber, das sie sich ohnehin kaum noch bei Temperaturen unter 0 Grad bewegen.

Salz aus dem Supermarkt ist Top – Trockenmischen von Vorteil

Salz

Es muss kein Salz aus dem Angelladen gekauft werden, das billigste Päckchen aus dem Supermarkt reicht vollkommen aus. 500 Gramm kosten selten mehr als 20 Cent. Einen Unterschied zwischen normalem Tafelsalz und Jodsalz konnte ich noch nicht feststellen.

Bei der Verteilung des Salzes im Lockfutter rate ich zu einer einfachen Verfahrensweise. Wir geben dem trockenen Mix die gewünschte Menge hinzu und verrühren dann alles, um eine homogene Masse zu bilden. Würden wir Salz in ein fertiges (nasses) Futter geben, würde es sich nur Lokal verteilen. Die gewünschten Vorteile würden wie das Eis auf der gestreuten Straße, dahinschmelzen.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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