Hanfmehl Angeln

Hanfmehl im Futter – Eine Zutat der tausend Gesichter beim Angeln

Wenn die Nachbarn meinen Mixer in ihrer Wohnung kreischen hören, dann stelle ich mir gerade wieder das Hanfmehl in Eigenregie vor dem Angeln her. Die Küchenmaschine arbeitet zu den Klängen von Bob Marley, bis der gemahlene Hanf schließlich seinen Weg in mein Futter findet. Das Hanfmehl bereichert meine Rezepte wegen der starken Bildung von Wolken und des würzigen Aromas, sowie der verdauungsfördernden Eigenschaften.

Hanfmehl Angeln

Warum ich das Hanfmehl so häufig in meinem Grundfutter beim Angeln verwende, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Futter mit Hanfmehl veredeln – Aroma und Aktivität gezielt beim Angeln ausspielen

„I shot the sheriff, but i did not shoot the deputy“ dröhnt es aus den Lautsprechern meines Radios in der Küche, während mein Mixer zu den Klängen der Musik rattert. Schwungvoll zerlegen die Klingen im Behälter meine Hanfkörner, weil ich in wenigen Stunden die schönsten Fische auf diesem Planeten fangen möchte. Ich schwöre nämlich auf das Hanfmehl in meinen Rezepten, weil es die vielfältigste Zutat in jedem Grundfutter sein kann!

Der gemahlene oder gequetschte Hanf bietet einem Friedfischangler schließlich eine ganze Reihe an den unterschiedlichsten Eigenschaften. Das Hanfmehl überzeugt mich beispielsweise aufgrund des würzigen Aromas und des herben Geschmacks, aber auch wegen des hohen Anteils an Eiweißen und Ölen beim Angeln. Wer diese Merkmale mit der geringen Bindung und der starken Aktivität kombiniert, der wird schnell ein erstklassiges Futtermehl für seine Rotaugen entdecken.

gefanges Rotauge auf Hanfmehl beim Angeln
Rotaugen verfallen dem Hanfmehl förmlichst beim Angeln

Hast du gewusst, das dass Hanfmehl auch eine größere Menge an Schleimstoffen enthält und somit eine verdauungsfördernde Stimulation auf den Fisch ausübt? Diese Gruppe an Substanzen steigert nämlich die Aktivitäten von Magen und Darm wie ein natürliches Abführmittel nach der Aufnahme des Futters. Der gequollene Weizen besitzt die gleiche Eigenschaft und ist deshalb ein beliebter Partikel im Spotmix* beim Ansitz auf den Karpfen. Simpel formuliert: Wer viel Scheissen muss, der frisst auch viel!

Ich verwende aus diesem Grund ein etwas feineres Hanfmehl in meinen Rezepten, wenn ich selektiv auf die Brassen, Schleien, Karpfen oder Barben meiner Heimat angeln möchte. Die wesentlich feinere Struktur hält meine Rezepte etwas ruhiger und reduziert somit die Anzahl der kleinen Weißfische auf dem Futterplatz. Ich setze das Hanfmehl auch im Zusammenspiel mit dem gekochtem Hanf beim Feedern auf die Schleie mit sehr großem Erfolg ein.

Eine Zutat mit tausend Gesichtern beim Angeln – Eigenschaften des Hanfmehls im Futter

Das Hanfmehl zählt zu den ergänzenden Zutaten in einem Lockfutter, weil es eine Basis um seine vielfältigen Eigenschaften beim Angeln erweitern kann. Der gemahlene Hanf lässt sich von fein bis grob, aber auch geröstet und übernässt in den unterschiedlichsten Rezepten verarbeiten. Das Hanfmehl besitzt eine herbe Note, sowie ein würziges Aroma und keinerlei Bindung. Diese Eigenschaften weist das Hanfmehl im Angelfutter auf:

  • Förderung der Verdauung
  • Steigerung der Aktivität
  • Bildung von Wolken
  • herbes Aroma
  • Würziger Geschmack
  • Auflockern des Futters
  • kaum Sättigung
  • gräulicher Farbton
  • Keine Bindung

Die Aktivität vom gemahlenen Hanf kann sich mit dem jeweiligen Herstellungsverfahren und der Weiterverarbeitung verändern. Der geröstete Hanf* ist beispielsweise wesentlich aromatischer und aktiver als das feine Hanfmehl, schlägt dafür aber nicht so starke Wolken im Futter. Der gequetschte Hanf kann wiederum mit einer gleichgroßen Menge an Wasser angemischt werden und erzeugt somit Wolken im Gewässer wie ein Nebelwerfer. Das Hanfmehl zählt für mich aufgrund dieser Bandbreite an Merkmalen zu einer Zutat mit vielen Gesichtern beim Angeln.

Klingen im Mixer tanzen lassen – Hanfmehl aus Hanf selber Herstellen

Pflegst du auch so eine innige Beziehung zu deinem Mixer*? Ich liebe nämlich mein Küchengerät, weil ich das Hanfmehl immer frisch vor dem Angeln herstellen kann! Der unschlagbare Vorteil: Ein Sack voll Hanf ist nicht nur günstiger im Preis, er lässt sich auch jederzeit auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen verarbeiten. Du kannst ihn beispielsweise im Backofen rösten und danach im Mixer in seine Einzelteile zerlegen oder Kochen und später beim Rotaugenangeln füttern.

Wenn du das Hanfmehl für deine Rezepte selber herstellen willst, dann musst deinen Hanf einfach nur in den Behälter geben. Danach lässt du die Klingen deiner Küchenmaschine stoßweise rotieren, um den Motor vor einer Überhitzung zu schützen. Nach einigen Sekunden klebt das ölige Hanfmehl bereits an der Innenseite des Behälters. Bei ausgeschaltetem Mixer nun die Masse mit einem Gegenstand auflockern und kurz darauf bei einem weiteren Durchlaufen zerkleinern.

Hanfmehl mit dem Mixer herstellen

In 5 Minuten kannst du bis zu einem Liter an Hanfmehl mit einer handelsüblichen Küchenmaschine herstellen. Diese Menge reicht für mehrere Ansitze oder bis zu 5 Kilogramm an Lockfutter vollkommen aus. Wer die Stromkosten sparen will, der kann auch eine Getreidemühle* mit entsprechendem Mahlwerk verwenden. Ich verbrauche das Hanfmehl immer frisch nach der Verarbeitung, weil es schnell ranzig aufgrund des hohen Anteils an Ölen werden kann.

Dosierung von Hanfmehl im Angelfutter

Ich setze das Hanfmehl bis zu 40% auf einen Kilogramm an Lockfutter in meinen Rezepten ein. Die gewünschte Dosierung hängt sowohl von dem Zielfisch, als auch der gewählten Methode und dem jeweiligen Gewässer beim Angeln ab. Ich verarbeite den gemahlenen Hanf ebenfalls in den unterschiedlichsten Strukturen von fein bis grob, aber auch geröstet und flüssig in meinen Rezepten. Diese Menge an Hanfmehl verwende ich in meinem Grundfutter:

10% feines Hanfmehl im FutterFür Brassen, Karpfen und Schleien
25% grobes Hanfmehl im FutterBeim Feedern auf Rotaugen
40% übernässtes Hanfmehl im FutterBeim Oberflächenangeln auf Rotaugen, Döbel und Alanden

Das Hanfmehl bietet dir aufgrund seiner breit gefächerten Eigenschaften einen großen Spielraum an Experimenten für deine eigenen Futtersorten. Diese Faustformel gilt aber in jedem Falle: Umso größer der Anteil an den Hanfmehlen in deinen Rezepten ist, desto aktiver wird dein Futter auch am Platz arbeiten! Im nächsten Absatz findest du einige Beispiele für den unterschiedlichen Einsatz vom gemahlenen Hanf beim Angeln.

Hanfmehl im Grundfutter – 4 Gründe für den Einsatz beim Angeln

Ich verwende das Hanfmehl mit Vorliebe bei meinen Ansitzen, weil es ein Rezept um die unterschiedlichsten Eigenschaften bereichern kann. In der Contentbox findest du vier verschiedene Gründe, warum ich auf das feine und grobe, sowie das übernässte Hanfmehl im Angelfutter zurückgreife.

Hanfmehl bricht das Grundfutter aufIch verwende das Hanfmehl häufig beim Angeln in meinem Futter, wenn ich das Auflöseverhalten meiner Rezepte beschleunigen will. Der gemahlene Hanf enthält nämlich eine große Menge an Ölen und sprengt somit jedes bindige Mehl binnen Sekunden am Futterplatz auf.
Eine schnelle Freigabe der Köder ist beispielsweise beim Feedern auf das Rotauge oder einem Ansitz mit der Pose auf den Aland interessant. Das Hanfmehl ist auch meine erste Wahl, wenn ich ein bindiges Flussfutter oder einen Method Mix* für das Angeln im strömungsschwachen Flachwasser aufbrechen möchte.

Hanfmehl kaufen oder Hanf weiterverarbeiten – Erfahrung zu Kosten und Preisen

Das Hanfmehl zählt meiner Erfahrung nach zu den kostenintensiven Zutaten beim Angeln. Ein ganzes Kilogramm kostet zwischen 2,99€ bis 5,99€ im Handel. Wer größere Mengen abnimmt, kann deswegen mit einem Ersparnis rechnen. Wer das Hanfmehl selbst Herstellen will, kauft sich die Saat für die spätere Verarbeitung. Ein Sack von 20 Kilogramm an Hanf kostet zwischen 30 Euro bis 50 Euro im Fachhandel. Wer eine Futtermühle vor Ort hat, kann auch dort fündig werden.

Ich bestelle mir meinen Hanf aus dem Internet, weil es bequemer ist. Nach nur wenigen Tagen wird mir der Sack bis vor die Tür geliefert. Diesen Vorrat verbrauche ich über das ganze Jahr, mit bestem Gewissen. Der Hanf, aber auch das Hanfmehl sind nämlich eine Bank beim Angeln!

Hanf geschützt vor Ungeziefer lagern – Luftdichte Futterfässer für lange Haltbarkeit

Ich lagere meinen Hanf in einem Futterfass mit Schraubverschluss*, weil ich die Saat sowohl vor dem Ungeziefer, als auch dem Licht und der Feuchtigkeit schützen muss. Ein luftdichtes Gefäß verlängert ebenfalls die Haltbarkeit deiner Futtermittel und sichert somit die notwendige Qualität der Zutaten über Monate für deine Rezepte. In diesen Fässern lagere ich neben dem Hanf beispielsweise auch diese Mehle:

Welche Erfahrungen hast du mit dem Hanfmehl beim Angeln gemacht? Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Hinterlasse mir und meinen Lesern am Ende des Beitrages einen Kommentar, weil uns deine Meinung brennend interessiert! Der gemahlene Hanf bietet einem Angler schließlich viele verschiedene Blickwinkel für das eigene Futter.

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

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Hallo, mein Name ist Christoph und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Alle Beiträge, sowie die Bilder und die technische Umsetzung des Blogs entstammen aus meiner schwungvollen Feder. Seit Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Friedfischangeln und mein Talent, die Worte auf das Papier zu zaubern, mussten irgendwann in einer digitalen Tätigkeit enden. Du findest auf meinen Blog viele Strategien, Tipps und Tricks rund um das Feedern, Stippen, Winkelpickern, Matchangeln, aber auch schöne Geschichten vom Wasser.

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