Hanfmehl Angeln

Hanfmehl zum Angeln – Ein Muss in jedem Futter

Wenn der Mixer kreischt, stelle ich mir mein Hanfmehl zum Angeln her. Zu den Klängen von Bob Marley schüttle ich das Gerät, um später das feinste Mehl für mein Lockfutter zu fertigen. Es ist ein Klasse Zusatz für das Angeln auf Rotaugen.

Hanfmehl Angeln

Was ich über das Hanfmehl weiß, verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Warum wir Hanfmehl zum Angeln verwenden

Das Hanfmehl hat für mich seit vielen Jahren einen sehr hohen Stellenwert beim Angeln eingenommen. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Aus dem Samen des Hanfes kann ich jederzeit ein tolles Futtermehl herstellen. Ebenso überzeugt die Möglichkeit, die Samen über einen langen Zeitraum lagern zu können.

Als Trumpfkarte wird es oft auf Rotaugen im Futter eingesetzt, ich bin aber der Meinung das es alle Fische mögen. Beim Angeln auf Schleien beispielsweise konnte ich eine gute Resonanz auf das Hanfmehl feststellen. Geben für unserem Futter noch einige frische Körner bei, steigt die Wirkung um ein Vielfaches.

Fein gequetscht funktioniert es auch beim Ansitz auf Brassen erstklassig. Seine verdauungsfördernden Eigenschaften hält einen Schwarm Fisch länger am Platz, wodurch wir mehr Fangen können. Kaum nehmen sie es auf, da verlässt es auch schon den Körper über die Hintertür.

Rotauge Hafen

Weil das Hanfmehl sehr reich an Eiweiß und Öl ist, wertet es das Futter ebenfalls um ein Vielfaches auf. Da Fische stets einen hohen Bedarf an Proteinen aufweisen, kann Hanf schnell Punkten. Hinter dieser Eigenschaft versteckt sich auch seine Effektivität. Darüberhinaus lösen die Öle jedes Grundfutter binnen kürzester Zeit auf. Beim Feedern ist dieses Verhalten durchaus Willkommen.

Mengenabnahme von Hanf gut überlegen

Bestellen können wir den Hanf als Rohstoff über den Versandhandel. Ein Sack von 25 Kilogramm hält für meine Zwecke bis zu 2 Jahren. In Fässern mit Schraubverschluss gelagert schützen wir die Saat vor Schädlingen.

Preislich gesehen ist Hanf etwas teurer, wer große Mengen abnimmt kann die Kosten aber Drücken. Wer allerdings nicht viele Ansitze im Jahr bewältigt, sollte bei kleineren Angeboten zuschlagen. Das Hanfmehl kann auch fertig im Handel erworben werden.

Hanfmehl für ein Futter selbst Herstellen

Das Herstellen von Hanfmehl zum Angeln könnte nicht einfacher sein, mehr als einen Mixer benötigen wir für diese Aufgabe nicht. Selbst das günstigste Gerät ist für unsere Zwecke geeignet. Mein Küchenhelfer kostete weniger als 15€ und begleitet mich seit nunmehr über 2 Jahren.

Hanfmehl herstellen Mixer

Um den Hanf in ein Futtermehl zu verwandeln bedarf es keiner großen Arbeitsschritte. Ich fülle die Körner immer in einem Messbecher auf die gewünschte Menge ab, auf diese Art und Weise merkt man sich auch die Dosierung für spätere Futterrezepte. Grob geschätzt 300 Gramm bekomme ich auf einen Schlag sauber verarbeitet, was mehr als ausreichend ist.

Danach gebe ich alle Hanfkörner in den Mixer. Wir verschließen nun den Deckel und lassen die Klingen arbeiten. Ich bediene den Schalter Stoßweise, um das Gerät zu schonen. Der Hanf rutscht nun Stück für Stück nach unten, wird umgewälzt und zerkleinert. Irgendwann kommt der Moment, wo das ölige Mehl sich nicht mehr bewegt. Es klebt quasi aufgrund seiner sehr fettreichen Struktur am Rand des Mixers. Ich schüttle das Gerät noch einige male, bis das Hanfmehl zum Einsatz im Futter fertig ist.

Durch Nachsieben wird das Hanfmehl feiner

Mit dem gewonnenen Hanfmehl können wir sofort Angeln oder es für andere Zwecke nachbehandeln. Setzen wir es in seiner groben Struktur ein, ist es sehr aktiv. Es eignet sich dann ganz besonders für kleinere Weißfische aller Art. Möchte ich dagegen auf Brassen angeln, siebe ich das Hanfmehl für mein Futter nach.

Hanfmehl

Eine feine Maschenweite von 2 Millimeter hilft mir dabei, um die Struktur sehr fein zu halten. Die groben Reste können wir einfrieren, um sie später zu verwenden. Ich gebe die gesiebten Schalen gerne bei, wenn ich im Winter geröstetes Hanfmehl für mein Futter herstelle.

Der gezielte Einsatz vom Hanfmehl beim Angeln

Das Hanfmehl setze ich auf verschiedene Arten und Weisen beim Angeln ein. Mein Blick richtet sich dabei immer auf mein Vorhaben am jeweiligen Angeltag. Möchte ich eine schnell arbeitendes Futter an einem flachen See, nutze ich es sehr oft.

Es sprengt den Mix fast aus dem Futterkorb, aber auch Futterbälle zerfallen quasi in kürzester Zeit. Diese Art der agressiven Strategie steht für mich im Vordergrund, wenn ich viele Fische fangen will. Wenn ich auf Rotfedern oder Rotaugen Angeln möchte, ist Hanfmehl immer im Spiel.

Lockfutter Sidetray

Eine andere Logik verwende ich, wenn ich an einem großen Fluss Fische fangen möchte. Dort muss das Lockfutter liegen bleiben und sehr langsam arbeiten. Das Hanfmehl in hoher Dosierung würde diesem Wunsch aber entgegenstehen, weil es den Mix auseinander treibt.

Wenn ich es an stark strömenden Flüssen einsetze, dann nur wegen den Verdauungsfördernden Eigenschaften. Mehr als 10% auf einen Kilogramm Futter verwende ich an der Elbe beispielsweise nicht. Die Dosierung vom Hanfmehl auf 1 Kilogramm Futter liste euch gebündelt nochmals auf:

  • 50% für starke Wolken
  • 20% für Aktivität
  • 10% (fein) für die Verdauung

Übernässtes Hanfmehl erzeugt starken Wolken

Eine Eigenschaft von Hanfmehl ist das bilden von starken Wolken im Futter. Schlagen Fische mit den Flossen über unseren Futterplatz, entsteht ein milchiger Nebel. Diese Effekt imitiert einen aufgewühlten Boden, wodurch ein Futterneid ausgelöst wird. Ferner locken diese Wolken auch die Fische aus der Entfernung durch jenen optischen Effekt an.

Die aufsteigenden Schalen des Hanfes wiederum versetzen die Rotaugen oder Rotfedern in einen Rausch. Diese Art der Taktik ist in vielerlei Hinsicht sehr wertvoll.

Hanf Futterwolke

Um die beschriebene Futterwolke zu bilden müssen wir das Hanfmehl separat vor dem Angeln vorbereiten. Es wird mit soviel Wasser vermengt, bis wir eine matschige Konsistenz erreichen. Zerdrücken wir es in der Hand, muss ein weißer Saft austreten. Diese Flüssigkeit sorgt später für die massiven Wolken.

Wir geben das nasse Hanfmehl nun unserem trockenem Futter bei und vermengen beides Miteinander. Danach fügen wir soviel Wasser hinzu, bis unser Mix fertig ist. Die Mehle haben sich nun mit dem weißen Saft benetzt und arbeiten sehr aktiv.

Eigenschaften vom Hanfmehl sind überragend

Die Gründe dafür sind einleuchtend:

  • Es lockert das Futter auf
  • Das Hanföl steigt nach Oben
  • Es sättigt nicht
  • Einfache Lagerung
  • Moderater Preis
  • Permanente Verfügbarkeit
  • Topzusatz auf Rotaugen

Diese Liste könnten wir noch um einiges erweitern, die Argumente im Bericht sollten aber für sich sprechen. Solltest du vom Hanfmehl beim Angeln nicht überzeugt sein, kannst du es ja auch Rauchen.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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