Biskuitmehl im Futter – Ein Keks für den Fisch beim Angeln

In Alle Inhalte, Futterkunde by Christoph HeersKommentieren

Riecht das Lecker! Ich bin gerade dabei eine große Bestellung an Futtermehlen auszupacken, während mir zeitgleich der Duft frisch gemahlener Kekse in die Nase krabbelt. Es ist das Biskuitmehl, eine der besten Zutaten für das eigene Futter! Sensationell: Es gibt nicht nur eine Sorte, sondern riesiges Kekskarousell.

Das Biskuitmehl bereichert meine Rezepte aufgrund der aromatischen Note und dem erstklassigen Geschmack, sowie der vielen Einsatzmöglichkeiten beim Angeln! Was ich dir über die Verwendung der Biskuitmehle im Lockfutter erzählen kann, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Kekse braucht das Land – Biskuitmehl verzaubert Angler und Fisch

Hach ja, wenn ich in meinem Angelzimmer stehe und die Biskuitmehle in die Futterfässer abfülle, dann läuft mir zeitgleich das Wasser im Mund zusammen. Ein Keks riecht für sich genommen schon verführerisch, fein gemahlen im großen Gebinde ist der Duft aber eine aromatische Explosion im Nasenflügel. Ein Touch von Honig, ein Hauch von Schokolade? Jeder Brassen, Schlei oder Karpfen wackelt mit der Schwanzflosse!

Das Biskuitmehl, besser formuliert die Gruppe der Biskuitmehle, sind deshalb eine leistungsstarke Zutat für jedes Lockfutter. Neben der intensiven Note spielt natürlich auch der Geschmack eine wesentliche Rolle in meinen Rezepten! Wie vorzüglich ein Keks mundet, muss ich dir wohl nicht beschreiben? Etwas schwieriger – es gibt nicht nur ein Biskuitmehl, sondern eine Vielzahl an Sorten für das eigene Angelfutter:

  • Spekulatiusmehl
  • Honigkuchen
  • Schokobiskuitmehl
  • Vanillebiskuitmehl
  • Löffelbiskuit
  • Lebkuchenbiskuit
  • Tortenbodenbiskuit

Das Problem an dieser Geschichte beginnt schon im Ursprung der Biskuitmehle, nämlich der Herstellung! Manche Kekse sind extrem fettig und triefen die Butter geradezu aus, während die nächste Sorte fast schon so trocken wie ein Marsch in der Wüste ist. Riechen tun die Biskuitmehle fast alle toll, dominant ist in 9 von 10 Fällen auch der süße Geschmack. Dafür sorgt der hohe Anteil an Zucker in den Rezepturen der Lebensmittelindustrie.

Biskuitmehl im Angelfutter
Biskuitmehle sind vielfältig und eine der besten Zutaten für das eigene Lockfutter

Für einen Friedfischangler nicht weniger wichtig und jetzt kommt der entscheidende Knackpunkt – die Bindung, Klebkraft und das Eigengewicht eines Futtermehls! Das Biskuitmehl, welcher Typ auch immer, ist deshalb schwer in seinem Charakter zu beschreiben. Ein Schokokeks kann schließlich alles sein: trocken und luftig, aber auch fettig und schmierig. Eines haben die Biskuitmehle aber alle gemeinsam – sie fangen enorm viel Fisch und sind für mich deshalb die mit Abstand wichtigste Zutat in meinen Rezepten!

Biskuitmehle besitzen vielfältige Eigenschaften – Als Basis oder Ergänzung im Angelfutter

Die Eigenschaften eines Biskuitmehls einzugrenzen fällt mir natürlich schwer, das hatte ich dir ja eben schon erläutert. Grundsätzlich gilt aber – die meisten Honig, Schoko, Vanille, Cookie, Lebkuchen oder Spekulatiusmehle sind von bindiger und klebriger Natur! Dafür ist der hohe Anteil Zucker und Butter in den Keksen verantwortlich. Der Geruch ist sehr intensiv und aromatisch. Der Geschmack kann von süß bis würzig, die Farbe von hell bis dunkel variieren.

Das Biskuitmehl ist deshalb eine Basis, aber auch eine Ergänzung in meinen Rezepten. Eine Kombination aus Vanillebiskuit im gleichen Anteil mit einem weniger bindigen Fischmehl* kann beispielsweise eine gute Partie beim Method Feedern auf den Brassen abgeben. Am großen Fluss sorgt die hohe Bindung der meisten Biskuitmehle wiederum für die notwendige Kompaktheit in der Strömung.

Schokobiskuit und Vanillebiskuit zum Angeln
Aromatisch und Lecker – Ein gutes Biskuitmehl kann das eigene Rezept auf ein neues Level heben

Das Biskuitmehl kann aber auch farblich eine wichtige Rolle im Futter spielen, wenn unter schwierigen Bedingungen geangelt wird. Ein dunkler Lebkuchen oder Schokobiskuit kann beispielsweise einen gedeckten Futterplatz bei glasklarem Wasser ermöglichen! Ein helles Honigkuchenmehl wiederum hält beim Angeln auf den großen Brassen die vorsichtigen Rotaugen fern. Diese Eigenschaften kennzeichnen das klassische Biskuitmehl:

  • aromatischer Duft
  • intensiver Geschmack
  • große Farbvielfalt
  • starke Bindung
  • hohe Klebkraft
  • hoher Nährwert
  • dementsprechend starke Sättigung

Was ich dir versichern kann – die meisten Biskuitmehle folgen dieser Auflistung. Es gibt nur einige wenige Ausnahmen an Keksen, wo die Eigenschaften drastisch abweichen und für den Angler im Fachhandel angeboten werden. Das Waffelbiskuit wäre so ein Kandidat und ist etwas trockener, kann sogar recht aktiv im Grundfutter arbeiten.

Allerdings: Gehört die Waffel überhaupt zu den Biskuitmehlen? Für mich nicht! Rundum – in den meisten Fällen ist ein Biskuitmehl bindig, fettig, passiv und somit die beste Zutat für das Angeln auf die Brasse, Schleie oder den Karpfen! Meine Favoriten sind der Schoko, Vanille, Spekulatius und Lebkuchenbiskuit.

Dosierung vom Biskuitmehl im Grundfutter – Anteil richt sich nach Gewässerart, Methode und Rezept

Ich setze das Biskuitmehl auf bis 60% in meinen Rezepten für ganz unterschiedliche Zwecke beim Angeln ein. An den stehenden Gewässern fällt der Anteil aufgrund der hohen Bindung etwas geringer aus, auf einen Kilogramm an Lockfutter sind 40% ein guter Mittelwert. Aufgebrochen mit weniger bindigen Mehlen und anderen Zutaten lässt sich dann schnell ein Mix für das Baggerloch oder den See anmischen.

Der Anteil an Biskuitmehl fällt für die Strömung höher aus, wenn an den Flüssen, wie beispielsweise der Elbe, geangelt wird. Die Strömung verlangt nach einer höheren Kompaktheit, das Rezept muss also schwer und bindig aufgebaut sein. Ein Vanillebiskuit und Paniermehl, verfeinert mit einem Hanfmehl, kann dann eine tolle Grundlage bilden! Diese Menge an Biskuitmehl setze ich auf einen Kilogramm an Futter in meinen Rezepten ein:

Menge pro Kilogramm im FutterMethode und Gewässerart beim Angeln
40%Stillwasser (Feedern, Stippen, Winkelpickern, Matchen)
60%Strömung
30%Method Mix
15%Angelfutter abdunkeln
20%Erhöhung von Bindung und Klebkraft

Für das Abdunkeln vom Grundfutter, auch bei fertiger Tütenware*, nutze ich häufig ein hochwertiges Schokobiskuitmehl. Ein Anteil von 15% verleiht dem Rezept einen dunklen Anstrich und kann bei scheuen Fischen im glasklaren Wasser punkten. Eine handelsübliche Futterfarbe funktioniert natürlich nicht schlechter, Kekse schmecken und riechen aber besser!

Das Biskuitmehl findet ebenso Anwendung zum Abbinden meiner Rezepte, wenn mit Futterbällen beim Stippen oder Posenangeln gearbeitet wird. Ein Anteil von 20% hält die Kugeln im Wurf und beim Absinken schlicht besser zusammen! Beim Füttern von lebenden Maden und Pinkies kein unwichtiger Fakt. 😉

Biskuitmehl beim Angeln einsetzen – Vier flotte Tipps für dein Futter

Bock auf vier Flotte beispiele für den Einsatz vom Biskuitmehl im Futter? Ob beim Method Feedern, der Jagd nach Rotaugen oder einem weihnachtlichen Mix für Brassen, der gemahlene Keks bereichert viele meiner Rezepte. Ein paar Anregungen findest du in der Contentbox, klick dich also zu der gewünschten Info!

Keksmeh schmeckt Brassen und sorgt für mehr Bindung auf dem Method FeederDas Biskuitmehl spielt für mich eine entscheidende Rolle, wenn ich ein fertiges Method Feeder Futter erweitern muss. Viele englische Futtersorten sind zwar erstklassige Produkte, in der Bindung aber leider nur für die flachen Commercials ausgelegt.
Ein gutes Biskuitmehl im Anteil von bis zu 20% verleiht dem Mix deshalb etwas mehr Power und somit eine bessere Haftung auf dem Method Feeder*. Ideal für die etwas tieferen deutschen Gewässer oder sogar Flüsse!

Biskuitmehl kaufen – Erfahrung zu Preisen und Qualität

Was ein gutes Biskuitmehl kosten darf, entscheidet natürlich nur deine Geldbörse. Ein guter Durchschnittswert sind aber 2,50€ pro Kilogramm, wobei sich der Preis bei einer großen Mengenabnahme nach unten korrigiert. Ein Gebinde von 15 Kilogramm zu 25€ ist ein fairer Deal! Wichtig: Das Biskuitmehl darf weder überlagert, noch gestreckt sein und sollte genauso gut schmecken wie es riecht!

Sei also nicht zimperlich – die Tüte oder den Sack öffnen, einen Löffel kurz munden lassen und dann ein Urteil fällen. Schmeckt der Biskuit bitter? Knirschen die Zähne während der Kostprobe? Weg mit dem Zeug! Das Biskuitmehl war bereits vor dem Kauf überlagert und wurde sogar mit feinem Sand gestreckt. Bei einem pflichtbewussten Händler mit Herz für den Kunden verlässt so eine Keksblamabe aber niemals das Geschäft.

Biskuitmehl selber herstellen?


Ein Biskuitmehl kaufen oder doch lieber selber Herstellen? Guter Frage, einfache Antwort: Kekse aus dem Supermarkt sind zu teuer! Abseits vom Spekulatius kosten Cookies oder Löffelbiskuit auf eine nur geringe Menge einfach zuviel Geld. Ich bevorzuge daher meine Biskuitmehle aus dem Fachhandel. Spart Euros, aber auch Zeit!

Futtermehle richtig lagern – Fässer schützen vor Ungeziefer

Meine Biskuitmehle, aber auch viele andere Zutaten, werden Luftdicht in Fässern* gelagert. Ein Volumen von 20 Liter genügt, um bis zu 14 Kilogramm an Biskuitmehl in Sicherheit vor Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Ungeziefer aufbewahren zu können. Mit Lebensmittelmotten ist nicht zu spaßen! Ferner bleibt auch die Qualität der Futtermehle über Monate auf hohem Niveau erhalten. Neben dem Biskuitmehl lagere ich auch diese Zutaten in meinen Fässern:

Abschließend und wie immer wichtig – welche Erfahrungen hast du mit dem Biskuitmehl beim Angeln gemacht? Welche Sorte ist dein Favorit? Überzeugt dich und deine Zielfische eher ein Hauch von Schokolade, Vanille oder sogar Lebkuchen? Hinterlasse mir und meinen Lesern einen Kommentar, weil uns deine Meinung wie immer brennend interessiert!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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