Gefangene Brassen beim Angeln im Juni

Angeln im Juni mit der Hundekaustange – Eine unerwartete Brassenschlacht am Method Feeder

In Alle Inhalte, Futterkunde, Method Feedern by Christoph HeersKommentieren

Ein Mann, eine Wort und eine Mission beim Angeln im Juni: Ein Leser stellte mir nämlich die Frage, welcher Köder sich neben den Klassikern ebenfalls zum Method Feedern eignet. Ich hatte ihm dann einen umfangreichen Bericht versprochen und hier ist meine Antwort – die Hundekaustange!

Fängt das Zeug aber auch seinen Fisch? Nur fünf Worte: Brassen in Massen beim Angeln im Juni! Was du über die Hundekaustange und das Anködern wissen musst, erfährst du wie immer im Bericht. Inklusive einer Vielzahl an Tipps zum Method Feedern. Viel Spaß beim Lesen!

Hundekaustange trifft beim Angeln auf den eigenen Method Mix – Die Jagd nach den Brassen im Juni

Was willst du denn hier Fangen, im See schwimmen doch gar keine Hunde“ entgegnete mir ein sichtlich irritierter Kollege vom Verein, während ich gerade am Aufbauen meiner Ausrüstung zum Angeln im Juni war. Er hatte meine Hundekaustangen, gestutzt auf die Größe eines Miniboilies, mit seinen gierigen Augen entdeckt! Schon klar – ich will einen Dobermann auf der 45 Meter Bahn fangen…….

Angeln im Juni

Du bist doch garantiert einer meiner Stammleser und kennst meinen eigenen Method Mix, oder? Dieses Rezept entwickelte ich vor vielen Jahren während der Lehrzeit, weil mein Konto so blank wie ein Aal auf der Laichwanderung war. Das Futter basiert auf nur einigen wenigen Zutaten aus dem Supermarkt, hat einen Touch von Hund oder Katze und ist super günstig!

Etwas später, dann bereits mit dem Gesellenbrief in der Tasche, entschied ich mich auch mein Karmakonto zu füllen. Ich legte mir einen Hund aus dem Tierheim zu und Charly eroberte kurz darauf mein Herz in Windeseile. Die große Herausforderung in den ersten Wochen – das Vertrauen vom neuen besten Freund zu gewinnen!

Hund am Parkteich
Charly ist der Vater dieser Entdeckung – Seine Leckerlies wurden später meine Köder

Die große Ära der Leckerlies brach somit an und jetzt schließt sich auch der Kreis für meinen nächsten Bericht im Juni: Ich entdeckte nämlich einen neuen Köder zum Angeln! Weißt du, was eine Hundekaustange ist? Dieser Snack hat eine runde Form, ist zirka 12cm lang und besitzt eine mittelweiche Konsistenz. In kleine Stückchen gebrochen sieht das Ding tatsächlich auch wie ein Pellet aus.

Method Mix und Hundefutter
Tierisch Gut: Hundekaustange und Method Mix aus Katzenfutter soll die Brassen beim Angeln im Juni verführen

Diesen Köder servierte ich den Karpfen dann mit meinem Method Feeder Futter an einem Parkteich und der Erfolg war schlicht beeindruckend. Viele Jahre später, nun als fleißiger Blogger unterwegs, kann ich meine Erfahrungen mit dir gemeinsam teilen.

Meine Mission für den ersten Tag im Juni stand deshalb fest: Ich werde mit der Hundekaustange und meinem Method Mix den Brassen an einem Baggerloch beim Angeln auf den Schlundzahn fühlen. Und soviel kann dir ich verraten: Es hat maximal gescheppert!

Dunkles Rind oder helles Geflügel – Ein Ersatz für Pellets in 9 Millimeter

Ich blicke gerade auf meine Uhr, während mir die knallige Mittagssonne im Juni auf den Kopf fällt. Der Zeiger steht auf der 12, Katja Burkhard lispelt also wieder wie gewohnt ihre Nachrichten auf RTL. Dann folgt ein beherzter Wurf ins Baggerloch auf der Suche nach dem richtigen Futterplatz. Die Ausrüstung* ist aufgebaut, der Geruch von Katzenfutter verströmt seinen Duft meterweit und ich bin verdammt nervös!

Es ist wie immer: Ein neuer Bericht für den Juni steckt in der Pipeline und ich muss jetzt ein ordentliches Ergebnis beim Angeln abliefern. Mein Auftrag – mit dem eigenen Method Mix und der Hundekaustange ein paar Brassen fangen! Diese Kauröllchen hatte ich mir extra noch vor den Feiertagen im Supermarkt besorgt, weil Charly seine Vorräte nur ungerne teilt. Es gibt zwei verschiedene Sorten: Geflügel und Rind!

Angeln mit dem Method Feeder im Juni
Zwillinge auf den ersten Blick: Eine zerlegte Hundekaustange gleicht einem Pellet

Der Unterschied zwischen diesen beiden Produkten liegt im Geschmack, aber auch der Farbe begründet. Die Hundekaustange in Rind ist beispielsweise etwas dunkler und ähnelt einem Pellet*, das Geflügel dagegen ist recht hell und wirkt wie ein klassischer Teig. Beide Sorten besitzen auch den idealen Durchmesser zum Method Feedern, nämlich exakt 9 Millimeter! Fantastisch, oder? Genau wie meine Mini Boilies oder Wafter, welche mich sonst beim Angeln im Juni begleiten.

Die Hundekaustange ist im Übrigen 12 Zentimeter lang, du kannst das Volumen deines Köders also auch beliebig vergrößern. Das Röllchen einfach etwas großzügiger abbrechen, aber bitte nicht übertreiben, weil der Haken sonst nicht richtig im Fischmaul greifen kann. Zwei Stangen reichen in der Regel für 4 Stunden beim Angeln aus, günstiger kannst du deine Fische also nicht im Juni überlisten!

Hundefutter am Bait Band
am Bait Band hatte ich meinen Brassen das Hundefutter beim Angeln im Juni serviert

Fixiert wird die Hundekaustange über ein Bait Band an der Haarmontage. Den Gummiring einfach über eine Pelletzange* spreizen und das Röllchen dann mittig platzieren. Beim Entfernen der Zange zieht sich das Bait Band daraufhin wieder auf seinen ursprünglichen Durchmesser zusammen. Hält Bombenfest!

Noch eine kleine Empfehlung meinerseits: Schnapp dir beide Sorten, an manchen Tagen reagieren die Fische nämlich nur auf einen dunklen, an anderen Tagen wiederum nur auf einen hellen Köder! Der Geruch der Kaustangen ist intensiv, aber in beiden Fällen sehr ähnlich. Du findest sie im Edeka, Kaufland und Netto. Wer andere Händler kennt, der ergänzt diese Information bitte in den Kommentaren.

Geschnittener Mais auf dem Flatkorb im Juni – Taktik für das Angeln abrunden

Der Blick wandert ein zweites Mal über das Handgelenk und jetzt steht der Zeiger auch schon auf 13:00 Uhr. Ich bin immer noch nicht am Angeln! Wieso? Irgendwer muss die Bilder ja für dich Schießen, nicht wahr? Viel wichtiger – die Wurmschere summt „Schnippidischnapp“ im Thermobecher und die vielen Maiskörner sind nun auf das feinste Allerlei geschnitten! Im Juni lässt sich ein großer Schwarm an Brassen ohne Partikel nämlich kaum am Platz beim Angeln halten.

Dieser Nachmittag wäre auch niemals so phänomenal verlaufen, hätte ich die Kehrtwende nicht einen Abend zuvor hingelegt. Grundsätzlich wollte ich dir nämlich nur die Hundekaustange in der Kombination mit meinem Method Mix beim Angeln im Juni vorstellen. Kann das aber reichen, wenn die Brassen nach der Laichzeit ordentlich fressen? Noch im Bett liegend, mit den typischen Problemen eines Autors gesegnet, ratterte mein Kopf dann schneller wie eine Maschinenpistole.

Mais wird mit der Wurmschere in einem Becher für einen Angeltag im Juni geschnitten
Mais ist im Juni ein echter Klassiker und geschnitten sogar noch erfolgreicher beim Angeln

Nützt nichts! Ich bin wieder aufgestanden, lief aufgeregt in die Küche, schnappte mir eine Dose Mais und packte sie in meine Angeltasche. Es war die beste Entscheidung seit Wochen! Diesen Mais hatte ich dann kurz vor meinem ersten Wurf mit der Wurmschere zerschnitten, um ihn über die Mould auf dem Method Feeder anzupressen. Ein Sandwich, bestehend aus einer süßen Note mit einem herben Abgang und der Hundekaustange, ist garantiert auch der Hit beim Angeln im Juni an jedem Baggerloch!

Der Vorteil und die Idee hinter dieser Präsentation: Die Brassen halten sich etwas länger am Futterplatz auf, werden aber nicht so schnell gesättigt und müssen länger suchen. Mit Glück stellt sich dann auch der berühmte Futterneid unter den Fischen beim Angeln ein und dann glüht die Feederspitze* im Juni!

geschnittener Mais bedeckt den Method Feeder und die Hundekaustange
Deftig trifft auf Süß: Der Mais bedeckt den Method Feeder und vollendet meine Strategie in der Kombination mit dem Hundefutter

Du willst dich mit dem geschnittenen Mais ebenfalls beim Method Feedern austoben? Dann besorg dir eine Wurmschere und einen geeigneten Behälter! Ich nutze immer einen alten Becher von meiner Thermoskanne*, ideal kann aber auch ein Pole Cup sein. Den Mais dann einfach in den Behälter geben und für mindestens 90 Sekunden schnippeln, bis die Körner ganz fein sind. Aber bitte keinen Mus produzieren!

Nun den Köder in die Mould legen, dann mit einer kleinen Schicht vom geschnittenen Mais garnieren und jetzt den Method Mix hinzufügen. Flatkorb draufklatschen, noch einmal ordentlich drücken wie Morgens auf der Toilette und Tada: Du kannst deinen Brassen ein Sandwich ausschließlich bestehend aus Zutaten aus dem Supermarkt präsentieren! Nun aber Schluss mit den Erklärungen, ich will die Startfütterung setzen und dann ein kleines Festival beim Angeln im Juni feiern!

Brassen in Massen im Juni und eine Ringelnatter auf Abwegen

Es macht nur einmal kurz „Plopp“ und schon ist der erste Method Feeder gefüllt mit Mais und Futter an einer Kante auf 45m Entfernung gelandet. Ich bin gerade dabei, meine Startfütterung aufzubauen und noch etwas verunsichert – das Wetter passt nämlich überhaupt nicht! Der tiefblaue Himmel und die kräftige Sonne sind auch keine optimalen Bedingungen für das Brassenangeln im Juni.

Ich entschied mich deshalb auch für einen Futterplatz mitten im See an einer Struktur auf 3m tiefe. Immerhin, das Wasser beginnt im Juni mit der Blüte und ist nicht mehr ganz so klar. „Hauptsache dunkel, dreckig und weit weg vom Ufer“ säuselte ich noch auf meinem Feederstuhl vor mir hin. Es folgten vier weitere Würfe, dann montiere ich mein 12,5 Zentimeter langes Vorfach mit der Hundekaustange.

Schlange auf dem Setzkescher

Das Duell war nun eröffnet! Wer wird aber beim Angeln im Juni siegreich sein, der 16er-Haken oder die Brassen? Vorerst nur die Ringelnatter! Da setzte sich doch tatsächlich eine kleine Schlange auf meinem Setzkescher* ab. Hast du sowas schon mal erlebt? Das gibt es nur beim Angeln!

Nach einer Stunde in der heißen Junisonne, ich hatte im Takt von 10 Minuten nachgefüttert, wurde ich dann leicht ungeduldig. Keine Schnurschwimmer, keine Bisse und ein mulmiges Gefühl! Geht der Ansitz in die Hose und die vielen Bilder waren für die Katz? Ganz ehrlich: Ich hatte schon ein bisschen Panik beim Angeln, das ich für meinen Bericht im Juni einen zweiten Anlauf benötigen würde, aber dann…..

Einschläge im Minutentakt beim Angeln – Brassen rasten im Juni vollkommen aus

Ich wollte nur kurz aufstehen und mir die Beine vertreten, Peng! Da geht die Feederspitze das erste Mal krumm und ein toller Brassen wird beim Angeln im Juni gelandet. Der Einschlag war wirklich nicht von schlechten Eltern und ich war mir jetzt sicher – die Fische fressen und das ohne Manieren! Die Rute flog nämlich vom Ständer und erinnerte mich daran, eine neue V-Auflage* zu kaufen. Es folgte ein weiterer Wurf an den Futterplatz und zack, wieder so ein kräftiger Biss auf das Hundefutter!

Brasse mit Hundefutter
Hundefutter schmeckt den Friedfischen und es muss nicht immer Frolic sein

Nach Drill Nummer 2 sagte mir mein Bauchgefühl dann, das sich gerade ein Schwarm vieler Brassen in Rage frisst. Ich schnippelte den Mais wie der Teufel, wechselte kurzerhand auf einen Xl-Method Feeder und jetzt wird es richtig wild: Ich konnte eine Brasse alle 5 Minuten in den nächsten 2,5 Stunden beim Angeln im Juni fangen. Kein Fisch maß unter 40cm und mir sind sofort drei neue Brusthaare gewachsen!

Witzig, aber wichtig: Eine Brasse hatte mir kurz vor Beendigung des Ansitzes das Futter sogar in den Kescher* geschissen. Der Grund – ich hatte mein Rezept um eine neue Zutat erweitert, nämlich das feine Hanfmehl! Es regt die Verdauung an und kann durchaus die Erfolge beim Angeln steigern, ob nun im Juni oder Dezember. Fein gemahlen besitzt der Hanf auch keinerlei Aktivität, was beim Method Feedern wirklich wichtig ist. Das ist mein Bonustipp für die fleißigen Lesern, die bis zum Ende durchhalten!

Gefangene Brassen beim Angeln im Juni
Ein Sack voll Brassen im Juni: dieses Ergebnis hatte ich beim Angeln nicht erwartet

Kommen wir aber jetzt zum Fazit: Der Angeln war natürlich gigantisch und mein eigener Method Mix, sowie der geschnittene Mais und die Hundekaustange, haben eine gute Figur im Juni gemacht. Solche Sternstunden sind natürlich keine Normalität, das feine Näschen und ein richtiges Gespür, nebst einer sauberen Technik, machen den Kohl allerdings Fett.

Der Futterplatz auf der mittleren Distanz und ein Wechsel auf den XL-Feeder waren meiner Meinung nach wichtige Faktoren. Bleibt nur eine Frage offen: Ist die Hundekaustange für diesen Sahnteag mitverantwortlich? Vielleicht, das kannst du aber auch beim Angeln für dich selbst herausfinden, am besten noch diesen Juni!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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