Rotfedern Angeln

Rotfedern Angeln – On the Drop

Wer Rotfedern Angeln will, fischt „On the Drop“. Das gezielte Anbieten von Ködern während der Absinkphase ist ein Garant für den Erfolg. Mit den einfachsten Mitteln können wir Stundenlang Biss um Biss verwerten.

Angler mit Wagglern zum Rotfedern Angeln

Was ich über diese Methode weiß, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Rotfedern in der Schwebe – Posenangeln in der Absinkphase

Wer gezielt Rotfedern angeln will, muss etwas umdenken. Warum das so ist? Die Antwort liegt im Zielfisch selbst begründet. Schauen wir uns das stark unterständige Maul an, stellen wir eine klevere Anpassung fest. Sie nehmen ihre Beute bevorzugt von der Wasseroberfläche auf, wir Angler müssen uns auf diesen Umstand einstellen.

Nur wer in der Lage ist Insekten schnell von der Oberfläche zu pflücken, kann den Kampf um diese Ressource gewinnen. Ebenso stellt Vogelkot eine Quelle an Nahrung dar. Deshalb funktionieren Futterwolken als Lockmittel so gut beim Angeln auf Rotfedern.

Rotfedern Angeln

Mit einfachen Posen oder Wagglern gelingt es uns, innerhalb von wenigen Stunden einen ganzen Sack voll Fische zu fangen. Das Geheimnis der Methode liegt in der Präsentation eines langsam sinkenden Köders begründet.

Wenn die Maden in Echtzeit durch das Wasser rauschen, kann keine Rotfeder widerstehen. Wie die Methode funktioniert, erfährst du jetzt im Detail.

Die Montage zum Rotfedern Angeln

Um effektiv während der Absinkphase auf Rotfedern zu Angeln bedarf es nur einiger weniger Zubehörteile. Ein schlanker Waggler, einige Bleischrote und ein Haken reichen komplett aus. Vielmehr kommt es auf die Montage an sich an, um den Biss im freien Fall des Köders zu registrieren. Was wir zum Nachbau benötigen:

  • einen schlanken Waggler
  • leichte Bleischrote
  • 14er Haken
feiner Waggler

Der Waggler wird so ausgebleit, das die Antenne sich schon bei dem leichtesten Biss aus dem Wasser liftet. Das Aufsteigen der Pose signalisiert uns, das eine Rotfeder den Köder gegriffen hat. Im Prinzip versuchen wir beständig Hebebisse zu produzieren. Wir müssen auch so verfahren, weil Rotfedern mit dem Köder auf der Stelle stehen bleiben.

Sinkt der Waggler nach einem Auswurf nicht, hat sich mit Sicherheit jemand den Haken geschnappt. Kurz darauf können wir den Anhieb setzen um den Fisch über den Kescher führen.

Anleitung zum Nachbau der Wagglermontage für Rotfedern

Montierter Waggler an der Hauptschnur

Zuerst beschweren wir den Waggler zu 90% seiner Tragkraft direkt auf der Hauptschnur. Zwei Schrote fixieren die Pose zur Einstellung der Tiefe, sie stabilisieren ihn ebenfalls im Flug.

Achte auf einen Abstand der Bleie von 1 Zentimeter zueinander, sonst könnte der Waggler beim Werfen abbrechen. Bei Anhieben kippt er ebenfalls zur Seite, wodurch Beschädigungen vorgebeugt werden. Wenn du alles richtig gemacht hast, schaut nur noch die Antenne aus dem Wasser.

Wagglermontage

Diese Position nimmt der Waggler später auch ein, wenn eine Rotfeder gebissen hat. Sie hebt die Montage an, weil jene Bleie zum Tragen der Antenne vom Gewicht her aufgehoben werden. Sinkt der Waggler nach der ganzen Absinkphase nicht, muss irgendetwas am Haken hängen.

Kette aus Bleien auf der Schnur

Die Fallschrote verteilst du unter dem Waggler. In einer Kette bringe ich genauso viele Bleie an, wie die Antenne tragen kann. Darüberhinaus hat eine Kette den Vorteil, später die Absinkphase variieren zu können. Deswegen sind sehr feine Bleigewichte von Vorteil.

Auf das Vorfach kommen keine Schrote, weil ich Beschädigungen verhindern möchte. Bei diesem Beispiel sind genau 0,3 Gramm in Verwendung. Ich kann sie im Nachgang verschieben, wenn ich das Sinkverhalten schneller oder langsamer kreieren will.

Pose im Wasser beim Ausbleien

Unterhalb der Fallschrote befestige ich ein 20 Zentimeter langes Vorfach in einer einfachen Schlaufe. Auf den Wirbel verzichte ich, um die Präsentation natürlich zu halten.

Die Antenne muss am Ende nur noch leicht Sichtbar aus dem Wasser ragen. Nimmt eine Rotfeder beim Angeln jetzt den Köder auf, hebt sich der Waggler bis zum Posenkörper aus dem Wasser. Sinkt er nach einem Wurf gar nicht erst ab, wurden die Maden im freien Fall genommen. So einfach ist die ganze Montage, trotzdem ist sie verdammt effektiv.

Sekunden während des Absinkens zählen

Einen kleinen, aber wichtigen Tipp habe ich für euch noch. Merkt euch die Zeitspanne, bis der Waggler komplett abgesunken ist. Bei meinem Beispiel legte die Montage 180 Zentimeter innerhalb von 6 Sekunden an Strecke zurück. Die Maden sinken also 30 Zentimeter pro Sekunde, bis sie auf der Stelle stehen.

Wenn eine Rotfeder beim Angeln direkt nach dem Wurf in Sekunde 2 beisst, steht der Schwarm 60 Zentimeter unter dem Wasser. Wir können mit dieser Methodik die Fische lokalisieren und uns darauf einstellen. Wertvolle Erfahrungen lassen sich daraus Ableiten.

Das verwendete Gerät zum Rotfedernangeln

Das gewählte Gerät zum Angeln auf Rotfedern besitzt keine besonderen Anforderungen. Je nach Gewässer nutze ich entweder Stipp oder Matchruten. Wenn Baumkronen den Einsatz von langen Stippruten zu Nichte machen, greife ich generell auf kurze Matchruten zurück.

Die Rolle kann ein weiterer Vorteil sein, wenn Schleien oder Karpfen als Beifänge zu erwarten sind. Wir können auch etwas flexibler verschiedene Wurfweiten beackern. Die Stippe hat nur Vorteile in der Geschwindigkeit.

Matchrute für Rotfedern

Kleine Rollen in der Größe 2000 mit monofiler 0,16 Millimenter dünner Schnur sind ausreichend. Zusammengefasst nutze ich an Gerät zum Rotfedern Angeln:

  • Stippruten bis 8,00 Meter
  • Matchruten bis 4,20 Meter
  • kleine Rollen
  • 0,16 Millimeter Hauptschnur

Futterwolken sind Macht beim Rotfedern Angeln

Futterwolken sind das beste Mittel, um die Rotfedern an den Platz zu locken. An einem warmen Sommertag können sich durchaus mehrere hunderte Exemplare an einem Futterplatz versammeln. Mir gelang es schon, bis zu 400 Fische in 6 Stunden zu Fangen.

Futterwolke

Den Effekt einer großen Wolke im Wasser erzeugen wir durch:

Jede dieser Zutaten kann wahre Explosionen im Wasser erzielen. Am einfachsten lassen sich Wolken bewirken, wenn wir ein fertiges Lockfutter mit 50% an Maismehl strecken. Übernässen wir das Rezept, entsteht oft schon eine große Aktivität.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von übernassem Hanfmehl. Vermengen wir die gemahlene Saat mit der gleichen Menge an Wasser, ensteht eine milchige Substanz. Mit dieser Pampe rühren wir unser Futter an, bis sich gerade noch so ein Ball formen lässt.

übernässtes Hanfmehl

Die Konsistenz darf einem Pudding gleichen. Du musst nur darauf achten, den Glibberball noch bis zur Pose werfen zu können. Wenn du alles richtig gemacht hast, bildet sich eine große Futterwolke.

Beim Absinken entsteht ebenfalls eine kleine Säule, der Hanf setzt zusätzlich kleine Schwebteile frei. Beim Angeln auf Rotfedern ist diese Präsentation unübertroffen.

Tipps und Tricks zum Angeln auf Rotfedern

Wie immer bedanke ich mich bei dir für deine Aufmerksamkeit. Solltest du Fragen haben, kannst du die Kommentar-Funktion nutzen. Ich hoffe du kannst dich für diese Methode begeistern. Das Angeln auf Rotfedern macht im Sommer besonders viel Spaß, wenn alle anderen Fischarten Dösen.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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