Reis zum Angeln im Mai

Angeln im Mai – Mit Reis im Futter zum Fisch

Das Angeln im Mai stellte mich vor große Herausforderungen. Mein Bestand an Maden befand sich auf dem Tiefpunkt, die Futtermittel waren vollständig aufgebraucht. Es war an der Zeit, aus der Not eine Tugend zu machen! In der Küche fand ich die Lösung in Form einer Packung von Reis. Ob er den Fischen im großen Fluss schmeckt, war für mich die spannendste Frage überhaupt.

Angeln im Mai

Wie ich das Angeln im Mai mit dem Reis erlebt habe, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Reis im Paniermehl – Die Notlösung für meine Ansitze im Mai

Der Mai war für mich ein recht anspruchsvoller Monat, weil er mir viele Herausforderungen beim Angeln offerierte. Zuerst zerlegte ich mir die letzten zwei Kescherstäbe an der Elbe, dann neigten sich meine Vorräte an Ködern und Futter dem Ende zu. Ich fühlte mich etwas Nackt auf der Brust im Bezug auf meine Ausrüstung und Materialien.

Die roten und gelben Partikel wollte ich noch Nachbestellen, die Würmer hatte ich einen Monat zuvor sogar vollständig verbraucht. Die Anzahl meiner verbliebenen Maden verhielt sich in der Summe wie die Wähler der Grünen. Es waren nur sehr wenige, recht verstörte Larven. Zum Anködern würde mir diese geringe Menge zwar ausreichen, die Fische könnte ich mit diesem kleinem Vorrat aber nicht am Platz halten.

Maden zum Angeln im Mai

Ich dachte schon daran, meine Zeit mit dem Werfen von Kunstködern zu verschwenden, dann kam mir aber ein rettender Einfall in den Sinn! Im Schrank hatte ich noch eine Packung an Paniermehl und gleich dahinter befand sich der Reis. Beide Nahrungsmittel in Kombination müssten doch für das Angeln im Mai funktionieren?

Einen Abend zuvor bereite ich mir schließlich den Reis für meinen Ansitz an der Elbe vor. Ich ließ ihn in seinem Beutel kochen, bis er weich genug für mein Futter war. Meiner Erfahrung nach lassen sich die Fische nämlich durch mundgerechte Nahrung besser zum Fressen animieren.

Reis und Paniermehl für den Angeltag

Das Paniermehl sollte seine Aufgabe nur als Träger erfüllen, um die kleinen Partikel an den Platz zu transportieren. Das bindige Mehl bietet außerdem den Vorteil, den Reis in der Strömung sehr langsam freizugeben. Die Elbe ist schließlich kein Ballet, hier müssen wir harte Geschütze auffahren. Der Mai war ohnehin sehr windig, eine Alternative zu schweren Futterbällen hätte es beim Angeln mit der Pose nicht gegeben.

Was ich mir vom Reis beim Angeln im Mai erhofft habe

Sehen wir uns den Reis an, stellen wir sofort einen fähigen Ersatz für unsere Maden fest. Sein Aussehen ähnelt den Larven zumindest in der Form, was den Fischen sofort ein gewisses Vertrauen gibt. Was sie nicht kennen, fressen sie meiner Meinung nach nur mit Bedacht. Die weiße Farbe gefiel mir auf Anhieb sogar besser, weil sie in der trüben Elbe einen optischen Reiz setzt.

Der Preis einer ganzen Packung von Reis ist ein weiteres Argument für den Einsatz, weil wir nur 50 Cent investieren müssen! Ich kenne kein Futtermittel zum Angeln, welches günstiger zu erwerben ist. Seine Leichtigkeit ist ein weiterer Punkt, der mir bei einem Ansitz mit der Pose im Fluss zu gefallen weiß. Lösen sich die Körner aus dem Paniermehl, hüpfen sie langsam durch die Strömung. Wir folgen mit unserem Schwimmer der Spur und fangen die Fische im Mai in der freien Fahrt!

Reis muss vor dem Angeln ausgewaschen werden


Um den Reis am Angeltag verwenden zu können, müssen wir ihn natürlich auswaschen. Nach dem Kochen entsteht nämlich über Nacht ein Batzen, der sich im Futter nur schwerlich anmischen lässt. Ich trenne die Körner direkt am Gewässer in einem Behälter, um sie danach verarbeiten zu können.

Reis zum Angeln im Mai

Wer die weiße Farbe vom Reis ausspielen will, sollte auf dunkle oder abfärbende Mehle verzichten. Aus diesem Grund hielt ich es für angebracht, auf einen hellen Träger wie dem Paniermehl zu setzen. Nutzen ich ein fertiges Futter, füge ich den Reis erst nach dem Anmischen hinzu.

Stromab im Mai mit der Pose beim Angeln

Beinahe den ganzen Mai verbrachte ich meine Zeit mit der Pose an der Elbe, das Angeln am großen Fluss imponiert mir sehr. Den Schwimmer stromab viele Meter treiben zulassen, ist an Spannung kaum zu überbieten. Die gierigen Brassen und Rotaugen auf die Spur zu stellen, ist ein Teil der Aufgabe. Für diesen Part habe ich mir den Reis aus meinem Mangel an Alternativen ausgesucht.

In den Wochen zuvor konnte ich bereits etliche gute Fische erbeuten, dort hatte ich aber viele lebende Köder im Einsatz. Wie sich der Reis schlagen wird, war für mich nun von besonderem Interesse. Aus solchen Vergleichen ziehe ich immer die notwendigen Schlüsse für all meine Erfahrungen aus den vielen Ansitzen.

Pose für die Strömung zum Angeln mit Reisbällen

Der zweite wichtige Teil meiner Unternehmung ist die richtige Präsentation des Köders. Um der Strömung zu trotzen, nutzte ich einen sogenannten „Loafer“. Diese Posenform eignet sich für das schnell fließende und flache Wasser. Die daumendicke Antenne ist mir wichtig, um den Schwimmer auch auf großen Entfernungen zu sehen. Bis zu 60 Meter stromab präsentiere ich meine Maden häufig in der freien Fahrt. Diese Distanzen sind nur möglich, wenn die Antenne gut sichtbar ist.

Reisbälle als Reserve für das Nachfüttern beim Maitanz

Bevor ich allerdings zur Fütterung ansetze, teste die verschiedenen Bahnen aus, um etwaige Hindernisse und Unebenheiten feststellen zu können. Kennen wir den Untergrund nämlich nicht und füttern zuerst, kann sich der restliche Angeltag als Ärgernis herausstellen. Viele Hänger oder sehr flache Passagen können den Lauf der Pose massiv stören. Die richtige Spur zu finden ist also wichtig, um kein böses Erwachen bei einem Ansitz zu erleben.

Reis zum Angeln

Nachdem ich alle notwendigen Informationen gesammelt hatte, folgte eine Fütterung von 10 Bällen in der Größe einer Orange. Einige Kugeln hielt ich als Reserve auf meinem Bait Waiter zurück, um sie bei Bedarf nachlegen zu können. Den Startschuss zum Angeln konnte ich kaum erwarten, der Reis tanzte hoffentlich im Wasser, wie die Männer im Mai bei Christi Himmelfahrt.

Reis funktioniert als Madenersatz

Nach einigen Driften ohne Biss hatte ich anfänglich meine Schwierigkeiten, weil ich keinen nennenswerten Effekt hinter dem Reis vermutete. Mein Bauchgefühl riet mir aber dazu, die Pose noch weiter Stromab treiben zu lassen. Der Reis besitzt kein sonderlich hohes Eigengewicht, die Strömung könnte ihn möglicherweise um viele Meter hinter den Futterplatz getrieben haben.

Aus diesem Grund habe ich auch zur Pose gegriffen, um das ganze Areal abfischen zu können. Jeden Bereich nahm ich unter die Lupe, um einen Schwarm an Fischen ausfindig zu machen. Meine Skepsis legte sich schließlich nach dem zehnten Wurf. Das erste Rotauge wurde beim Angeln im Mai gelandet. Auf einer Entfernung von 30 Metern an einer Art von Erhebung schienen sich die Partikel gesammelt zu haben.

Das Rotauge hat am Reis gefallen gefunden

An dieser Stelle knickte die Pose in ihrer Fahrt leicht ein, bis sich die Antenne schließlich um wenige Zentimeter aus dem Wasser hob. Dieses Verhalten ist nur möglich, wenn die Schrote den Untergrund berühren oder aufliegen. Ich war mir ziemlich sicher, das ich dort mit einigen Brassen beim Angeln im Mai rechnen darf.

Brassen im Mai durch abgelegten Köder beim Angeln

Nach einer halben Stunden nahmen die Bisse direkt hinter meinem Futterplatz zu. Ich konnte noch einige weitere Plötzen in der freien Fahrt fangen, bis ich schließlich auf ein Bündel von Maden umstieg. Ich ließ den Loafer bis in den Knick wandern und dort aufliegen, um einen der größeren Flussfische zu überlisten. Mit der Hand fütterte ich zeitgleich einige Bälle nach, um bei Bedarf wieder auf die Rotaugen umsteigen zu können.

Brasse hat sich den Reis beim Angeln im Mai schmecken lassen

Es dauerte tatsächlich keine 30 Sekunden, da krümmte sich die Matchrute wie aus dem Bilderbuch. Es gab keinen Zweifel, eine bessere Brasse musste sich den Haken einverleibt haben. So konnte das Angeln im Mai natürlich weitergehen, denn jeder Drill war ein Genuss! Nach zwei Stunden hatte ich Fünf weitere Exemplare auf dem Konto, was dem Reis durchaus seine Berechtigung geben sollte.

Angeln im Mai mit Reis war Erfolgreich

Meine Matchrute hatte mir am Ende so richtig Leid getan, weil sie sich für meinen Test aufopfern musste. Der Kampf gegen die zornigen Brassen kostete ihr einige Nerven, schließlich Angeln wir im Mai kurz nach der Laichzeit. Das Fazit am Ende meines Experiments war aber positiver als erwartet, weil ich den Reis nur für eine Zwischenlösung hielt. Mit den lebenden Ködern kann er zwar nicht konkurrieren, deswegen ist er aber keine schlechtere Alternative.

Den Fischen schmeckte der Reis

An meinem dickdrähtigen Haken konnte ich ihn ebenfalls nicht Anködern, weil die Körner sofort aufgeplatzt sind. An der Elbe kann ich mit sehr dünnen Greifern aber nicht arbeiten, weil sie sich im Drill sofort aufbiegen würden. Im Winter könnte er an feineren Modellen allerdings als Köder herhalten, wenn keine Gewaltwürfe erforderlich sind!

Der Reis sollte sich dennoch als guter Madenersatz beim Angeln im Mai zeigen. Das Versprechen, einige Fische zu überlisten, hat er definitiv gehalten. Mit einigen Anpassungen und weiteren kreativen Ideen bin ich mir sicher, weitere Potentiale zu entdecken.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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