Angeln im Juli

Angeln im Juli – Bei Niedrigwasser im flachen Buhnenkessel

Das Angeln im Juli ist eine Zeit der Prüfungen, weil wir uns den niedrigen Wasserständen der Gewässer unterwerfen müssen. Die fehlenden Niederschläge der letzten Monate forderten ihren Tribut. Wo einst die Buhnen voller Leben waren, zieren jetzt viele Sandbänke die Landschaft. Mit der Stipprute bewaffnet wollte ich dem Flachwasser einen Besuch abstatten!

Angeln im Juli

Wie ich das Angeln bei Niedrigwasser im Juli erlebt habe, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Angeln im Juli bei Niedrigwasser in der Buhne

Als Kind der Elbe sehe ich den großen Fluss beinahe jeden Tag, weil er direkt vor meiner Haustür liegt. Die vielen Spaziergänge mit meinem Hund entlang der wilden Ufer sind eine Wohltat für die Seele. Im Sommer vergnügen wir uns häufig bei einem kühlen Bad in den Buhnen, um den heißen Temperaturen zu entkommen. Der fallende Pegel der letzten Wochen trübte allerdings die sonst so schöne Landschaft. Wo uns einst das Wasser beim Angeln bis zum Halse stand, wächst jetzt eine kleine Wiese im Juli.

Meine Neugierde wurde beim Spaziergang dennoch geweckt, als ich die vielen Rapfen im seichten Wasser der Buhnenkessel rauben sah. Sie durchbrachen die Oberfläche mit einer unglaublichen Kraft, das selbst ich den Gedanken an einen Kunstköder verschwendete. Die Rapfen jagen aber nur dort, wo die natürliche Nahrung auch vorhanden ist. Das knietiefe Wasser schrie förmlichst nach einem Ansitz mit der Stipprute, es sollte ein großer Test beim Angeln im Juli werden!

Angeln bei Niedrigwasser

Das Stippen war für mich auch die beste Option, weil es viele Vorteile als Methode vereint. Wir können den Köder an der Pose langsam treiben lassen, bei Bedarf aber auch am Grund des Gewässers ablegen. Schlägt der Schwimmer nach einem Wurf an der Oberfläche auf, erzeugt er ebenfalls kaum Geräusche. Ein Futterkorb gleicht einer kleiner Atombombe, wenn er im 50 Zentimeter flachen Wasser landet. Das Angeln bei Niedrigwasser erfordert aber viel Raffinesse, das Stippen sollte diese Aufgabe im Juli erfüllen.

Feine Posen an langen Stippruten im flachen Wasser

Wisst ihr, welchen Vorteil ich beim Stippen am meisten Schätze? Es ist die Möglichkeit, die kleineren Fische sofort aus dem Wasser herausheben zu können! Diesen Grundgedanken verfolgte ich bei meinen Planungen für das Angeln im Juli, weil ich mit vielen handlangen Güstern rechnete. Halten wir den Fisch nämlich über einen längeren Zeitraum während des Drills auf unserem Futterplatz, könnten wir den ganzen Schwarm sogar verscheuchen! Das flache Wasser verstärkt diesen Effekt umso mehr, es ist also auch eine Frage der Schnelligkeit.

Feine Posen zum Angeln im flachen Wasser

Die richtige Stipprute hilft uns also dabei, die Kontrolle über unseren Futterplatz zu behalten. Ein straffes Modell in der Länge von 7.00 Metern ist ein guter Durchschnitt, um ebenfalls eine größere Distanz zu erreichen. Das flache Wasser übertragt nämlich jede Bewegung am Ufer, wir sollten also auch die maximale Länge ausnutzen! Meine Ausrüstung für das Angeln im Juli im Detail:

  • Posen zwischen 1,5 Gramm bis 2 Gramm
  • Stipprute in 7.00 Meter
  • 0,16 Millimeter Hauptschnur
  • 0,14 Millimeter Vorfächer
  • Futterschleuder
  • Bait Waiter

Die Posen dürfen keine zu hohe Tragkraft aufweisen, um den Köder treibend in der leichten Strömung anbieten zu können. Ich bevorzuge Sticks oder Kanalposen mit dicken Antennen, um die Bisse auch bei wechselnden Lichtverhältnissen sofort zu erkennen. Bieten wir den Köder schleifend am Grund des Gewässers an, reagieren sie auch nicht so empfindlich bei einem kurzen Hänger. Die verwendeten Posen und die Stipprute für das Angeln im Juli habe ich euch wie immer verlinkt!

Eine gute Stipprute zum fairen Preis

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Die Stipprute „Argon“ ist ein tolles Handwerkszeug für das Posenangeln im Fluss. Sie weist ein geringes Eigengewicht auf, besitzt eine gediegene Aktion und preislich attraktiv. Die passenden Posen für das strömende Wasser könnt ihr über diesen Link auf Ebay erwerben!

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Die Futterstrategie im Juli – Der rote Drache

Ein Ansitz im Juli bei Niedrigwasser ist wie Pokern, weil wir nie wissen, welche Karten beim Angeln gespielt werden! Zwischen der Brut des Jahres und den Rapfen stand auch ein großes Fragezeichen, weil ich um die anwesenden Fischarten nicht wusste. Was ich aber definitiv verhindern wollte, war eine Ansammlung von kleinen Lauben auf meinem Futterplatz. Der Schied stellt ihnen nämlich mit Vorliebe nach, die Buhne musste also einen größeren Bestand dieser Art aufweisen.

Um die kleinsten Fische dieser Welt auszuschließen und die Güstern zu selektieren, nutzte ich ein rotes Lockfutter beim Angeln im Juli. Meiner Erfahrung nach reagieren die Plieten hervorragend auf diese Farbe! Meine Hoffnung setzte ich auf den Mais, weil die Lauben diesen Köder nicht mehr bewältigen. Den Einsatz von Maden schloss ich kategorisch aus, sie sind ein Magnet für die kleinsten Mäuler bei solchen Bedingungen.

rotes Grundfutter und Mais für die Güstern

Das Futter bereicherte ich noch um einige Leinsamen und viele gelbe Partikel, um auch die Rotaugen und Alande beschäftigen zu können. Mir fehlte allerdings die Vorstellungskraft, beide Arten beim Angeln im Juli im 50 Zentimeter tiefen Wasser zu fangen. Im Sommer stehen sie häufig in der Strömung der Flüsse, am Tage sind sie obendrein sehr scheu. Mit den vielen Brassen der Elbe rechnete ich überhaupt nicht, sie würden auf meinem Spot wohl wie die Wale stranden.

Das Futter zum Angeln im Juli

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Rotaugen anstatt Güstern – Spielregeln gelten bei Niedrigwasser nicht

Ich war so neugierig wie ein Kind zu seiner Einschulung, als der erste Futterball das klare Wasser durchbrach. Dieses Gefühl, wenn wir beim Angeln im Nebel stochern, ist unbeschreiblich! Die Pose tanzte leicht in der schwachen Kehrströmung der Buhne, den Köder ließ 5 Zentimeter über dem Grund wandern. In der ersten halben Stunden waren aber nur die Rapfen erfolgreich, einen Biss konnte ich jedoch nicht verzeichnen.

Eine Veränderung der Taktik war nun notwendig, um nicht mit einem leeren Kescher den Heimweg antreten zu müssen. Ich entschied mich, den Mais über die Schleuder im Takt von 5 Minuten einzubringen. Das erzeugte Geräusch der Partikel beim Aufschlag auf der Wasseroberfläche hilft uns manchmal, um die Neugierde der Fische zu wecken. Das Angeln bei Niedrigwasser im Juli gestaltete sich dennoch schwieriger als erwartet. Die Buhne war auch nicht tiefer als 50 Zentimeter, dieser Herausforderung wollten wir uns bei diesem Ansitz aber stellen!

Stippangeln im Niedrigwasser

Nach einer guten Stunde wurde meine Geduld dann belohnt, weil ein handlanges Rotauge sich den Köder geschnappt hatte. Ganz zaghaft zog der kleine Weißfisch die Pose entgegen der Strömung hinter sich her. Solche Bisse kennen wir an der Elbe eigentlich nicht, normalerweise sind wir viel Spektakel gewohnt. Die Plötzen verhielten sich meiner Meinung nach sehr zurückhaltend wegen den Rapfen, weil diese ihr Unwesen in der Buhne treiben. Meine Erwartungen wurden jedenfalls nicht erfüllt, weil ich mit den Güstern beim Angeln im Juli rechnete.

gefangenes Rotauge im Juli

Nach jedem weiteren Biss folgte eine Pause von 5 Minuten, bis ein weiteres Rotauge gefangen wurde. Sie waren alle einer Größe, es schien sich also der selbe Jahrgang auf meinem Futterplatz eingefunden zu haben. Warum sie im so flachen Wasser auf dem Kies nach Nahrung suchen, war mir ein Rätsel. Ohne Deckung auf offenem Gelände im Kreuzfeuer der Raubfische sich den Tag zu vergnügen schien mir wie ein Himmelfahrtskommando zu sein. Das Angeln im Juli stellte die Spielregeln auf den Kopf.

Kleine Alande zum Abschluss im Juli – Flaches Wasser bietet Chancen beim Angeln

Nach einigen Rotaugen wurde mir schließlich klar, das meine Strategie nicht aufgehen würde. Das rote Futter schien ein Grund für die zögerlichen Bisse und das argwöhnische Verhalten der Plötzen zu sein. Ein gutes Hanfmehl und ein dunkles Grundfutter hätte das Ergebnis garantiert verbessert, mein Zielfisch waren aber die Güstern. Ich hatte mich in meiner Planung für das Angeln im Juli schlicht geirrt. Als die zweite Stunde des Ansitzes angebrochen war, folgten nun die Alande dem regen Treiben auf meinem Futterplatz.

Sie waren jedoch weniger Scheu als die Rotaugen, bei einem Biss wurde die Pose auch sofort in die „Tiefe“ gerissen. Nach einigen weiteren Alanden folgte noch ein kleiner Döbel, als kurz darauf ein Gewitter am Horizont aufzog. Der Ansitz schien gerade Fahrt aufzunehmen, ich verspürte aber nicht die Lust, mein Leben mit einem 7.00 Meter langen Blitzableiter in den Händen zu riskieren. Die Zufriedenheit machte sich in mir dennoch breit, weil ich viele Fische im 50 Zentimeter flachen Wasser bein Angeln im Juli fangen konnte.

Aland vom Angeln im Juli

Ich glaube definitiv, das ein Ansitz bei Nacht die großen Rotaugen an solchen Plätzen an den Haken zaubern kann. Diese Chance sollten wir beim Angeln nutzen, wenn das Niedrigwasser im Juli uns einen Strich die Rechnung machen will. Einen kleinen Hecht überlistete ich an dieser Buhne einen Tag zuvor ebenfalls, es scheint an Fisch also nicht zu mangeln. Mit der richtigen Feinabstimmung könnten diese Spots wahre Geheimtipps werden. In der Vergangenheit hielt ich es immer mit der Strömungskante, um mich dann über das Ausbleiben der Rotaugen zu wundern. Jetzt haben wir sie gefunden! Wo ein Raubfischangler seine Köderfische in den Flüssen bekommt, haben wir nun auch geklärt.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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