rote Partikel

Rote und gelbe Partikel zum Angeln – Farbliche Reize im Futter

Rote und gelbe Partikel sind ein Sammelbegriff für gefärbte Futterbeigaben. Ihre Aufgabe besteht darin, visuelle Reize auf dem Futterplatz zu erzeugen. Der Einsatz von Farben ist ein klassisches Stilmittel zum Anlocken von Fischen für jeden Angler.

rote und gelbe Partikel

Alles was ich über die gefärbten Partikel weiß, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Woraus bestehen rote und gelbe Partikel?

Verdutzt schaute ein Angler in meinen Futtereimer, das bunte Farbenspiel erhöhte seine Aufmerksamkeit nach nur wenigen Sekunden. Ich erklärte ihm, welche Idee hinter den roten und gelben Partikeln steckt. Eine Woche später überzeugte er sich selbst davon und seine Ergebnisse waren überragend!

Tatsächlich spielen farbliche Partikel ihre Trumpfkarte durch einen visuellen Reiz aus. Nicht nur wir Angler sind neugierig, auch die Fische können es sein. Die vielen Farben beeinflussen einfach unser tägliches Leben. Selbst in der Küche greifen die Köche bei der Präsentation auf solche Kniffe zurück. Was schön aussieht, scheint uns auch besser zu schmecken.

farbliche Partikel und Lockfutter

Wir werten unseren Futterplatz also in der Grundidee durch rote und gelbe Partikel auf. Als Rohstoff für die gefärbten Partikel setzen die Hersteller auf:

  • gefärbtes Brot
  • Maisgrieß
  • Zermahlenes Vogelfutter

Je nach Verfahren werden die Rohstoffe entweder mit Lebensmittelfarbe gebacken oder im Nachgang veredelt. Leider gibt es keine einheitlichen Begrifflichkeiten im Handel, weil jeder Hersteller seine eigenen Labels auf die Tüten klebt.

Rote und gelbe Partikel könnten auftreiben

Ein wichtiger Hinweis zum Erwerb von roten und gelben Partikeln ist deren Sättigung. Wenn sie nicht vorbehandelt sind, treiben sie auf. Ein Mehraufwand an Arbeit ist die Konsequenz für den Angler. Um sie sinkend zu machen, müssen wir sie über Nacht eine gewisse Menge an Feuchtigkeit ziehen lassen. Tun wir es nicht, treiben sie davon. Der Sinn des Einsatzes der roten und gelben Partikel würde folglich verloren gehen.

Meistens steht aber auf der Verpackung ein entsprechender Hinweis samt einer Empfehlung für das Anmischen. Ich achte darauf, das sie bereits von Haus aus sinkend sind, um mir die Mehrarbeit zu ersparen.

Im Regelfall können wir sie aber direkt aus der Tüte benutzen. Achte auf Hinweise wie „ready to use“ oder „Sofort Einsatzbereit“. Es erspart dir Nerven und Zeit, wenn du gleich auf das richtige Produkt setzt. Der Preis für rote und gelbe Partikel beträgt für 1000 Gramm im Schnitt bis zu 6 Euro.

Achte ebenfalls auf die Größe der Partikel. In der Regel bewegen sie sich zwischen 2 Millimeter und 6 Millimeter. Je nach Jahreszeit können sich sehr grobe Bestandteile im Futter als Nachteil auswirken. Bestelle also mit Bedacht auf dein Vorhaben.

Warum setzen wir gefärbte Partikel im Futter ein?

Der Sinn einen optischen Reiz zu setzen soll sich in besseren Fängen widerspiegeln. Während Aromen die Nase ansprechen, stellen Farben die Augen in den Mittelpunkt. Die roten und gelben Partikel einzusetzen hat für mich folgende Gründe:

  • Locken durch Farbe

  • Die Farbe nutze ich, um die Fische auf meinen Futterplatz aufmerksam zu machen. Als klassisches Stilmittel bringt es bei trübem Wasser beispielsweise bessere Ergebnisse.

    • Fische am Platz halten

    • Die gefärbten Brotkrumen fallen nicht nur auf, sie Schmecken auch vorzüglich. Im Grunde genommen funktionieren sie zum Halten der Fische genauso wie andere Partikel.

    • Auf Aromen verzichten

    • An manchen Gewässern konnte ich durch Aromen eine Scheuchwirkung feststellen. Lockstoffe können ein schmaler Grad sein! Farben dagegen sind weniger Risikoreich.

    • Fischarten Selektieren

    • Es gibt Fische, welche Farben zu bevorzugen scheinen. Der Döbel und der Aland sind beispielsweise solche Kandidaten. Um sie gezielt zu fangen, setze ich gerne auf rote und gelbe Partikel.
    rote Partikel im Futter

    Prinzipiell entscheidet aber die Situation vor Ort, ob wir rote und gelbe Partikel im Lockfutter einsetzen wollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das farbliche Reize die Ausbeute oft steigern können. Da Fische durchaus Neugierig sind, lassen sie sich auf diese Art zumindest immer auf den Futterplatz ziehen.

    Rote und gelbe Partikel bei trübem Wasser

    Ein gesonderter Punkt für dein Einsatz von gefärbten Partikeln ist das trübe Wasser. Wir alle kennen die Problematik nach Stürmen oder dem Hochwasser. Manchmal kann es dann schwierig sein, überhaupt noch einen Biss zu bekommen.

    Trübes Wasser

    Wie ein Leuchtturm scheinen die roten und gelben Partikel dann in solch einer Brühe zu wirken. Fraglich ist aber, ob ein Fisch bei so stark eingeschränkten Sichtverhältnissen überhaupt etwas sieht. Mein Bauchgefühl meint zwar Nein, der Setzkescher bringt aber andere Argumente in Stellung. Es ist der typische Nebel über unserem Hobby, wir können nur aus unseren Ergebnissen etwas ableiten.

    Die Dosierung der gefärbten Partikel

    Bei der Dosierung der roten und gelben Partikel verfahren wir wie bei jedem anderen Zusatz auch. Je nach Jahreszeit orientiert sich die Menge an den Bedarf des Fisches. Im Winter setze ich 50 Gramm rote und gelbe Partikel pro Kilogramm Futter ein, während ich im Sommer auf bis zu 200 Gramm zurückgreife.

    rote Partikel

    Um eine Überfütterung zu vermeiden, gebe ich dem Futter keine anderen anderen Köder bei. Maden, Weizen oder Mais füttere ich separat über den Futterkorb, wenn die Fische am Platz sind oder ich andere Einflüsse geltend machen will.

    Einige Fischarten weisen farbliche Vorlieben auf

    Tatsächlich scheinen einige Arten von Fischen besondere Vorlieben für Farben entwickelt zu haben. Sie scheinen sich im wahrsten Sinne des Wortes einen Narren an den roten und gelben Partikeln zu fressen.

    Die Güster beispielsweise lässt sich gezielt über rote Partikel oder rote Farben selektieren. Die Larven der Zuckmücke könnten der Auslöser für diese Vorliebe sein, schließlich imitieren wir Angler ohnehin oft nur die Natur.

    gefangener Döbel eines Anglers

    Aber auch der Aland und der Döbel fallen in dieses Rasta. Mit ihren Augen lauern sie oft unter der Wasseroberfläche, um nach kleinen Insekten zu schnappen. Nur wer eine perfekte Sehleistung besitzt, kann solch eine Beute ergattern. Möglicherweise reagieren sie auf Farben deswegen so gut, weil sie einfach besser sehen können?

    Zwei wichtige Tipps zum Farbenspiel

    Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit. Solltest du Fragen zu den roten und gelben Partikel haben, nutze die Kommentar-Funktion um mich direkt zu erreichen. Ich hoffe mir ist es gelungen, dich zu inspirieren!

    Herzlichst, euer 16er-Haken

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