Feedern im Sommer

Feedern im Sommer – 5 Tipps für die heiße Jahreszeit

In Alle Inhalte, Feedern by Christoph HeersKommentieren

Futterkörbe so groß wie Coladosen, Literweise Maden in der Ködertasche und Bisse im Minutentakt – ganz klar, es geht um das Feedern im Sommer! Der Fisch steht jetzt auch voll im Stoffwechsel und nimmt jede Gelegenheit wahr, um sich den Bauch vollzuschlagen.

Was ich dir heute servieren will: 5 tolle Tipps für die heiße Jahreszeit! Wie wäre es beispielsweise mit einem Stück Fleischwurst als Köder für den Döbel oder Aland? Keine Lust auf Sonnenbrand? Dann schnapp dir deine Feederrute und los gehts zum Nachtangeln! Warum der Window Feeder eine echte Waffe im Sommer sein kann und noch vieles mehr erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Große Futterkörbe und viele Köder beim Feederangeln im Sommer servieren

Sommer, Sonne, Sonnenschein und ein Futterkorb im Format einer Coladose – es ist Juni und jetzt wird aus allen Rohren beim Feedern gefeuert! Der Fisch fährt seinen Stoffwechsel nämlich mit den steigenden Wassertemperaturen hoch und nimmt deshalb ein Vielfaches an Nahrung auf. Was glaubst du, wie viele Köder so ein Brassen, Barben, Karpfen oder Schleienschwarm im Sommer vertilgen kann? Wenn die Fischbestände solide sind, dann ist eine Köderdose* voller Maden nur die Vorspeise!

Mein Tipp: Unbedingt einen Futterkorb in der Größe L bis XXL im Sommer verwenden und zumindest die erste Stunde einen hohen Takt beim Feederangeln werfen. Ein Futterplatz muss schließlich kontinuierlich aufgebaut werden, um die vielen Friedfische bei Laune zu halten. Du musst dir im Sommer auch keine Sorgen machen, unter guten Bedingungen ist ein Überfüttern mit der Feederrute fast unmöglich. Ganz im Gegenteil, oft wird mit den Ködern geknausert und dann recht wenig gefangen!

Großer Futterkorb für das Feederangeln im Sommer
Große Futterkörbe und massenhaft Köder sind beim Feederangeln im Sommer für ordentliche Fänge verpflichtend

Aus der Erfahrung heraus würde ich dir deshalb einen Wurftakt von 3 Minuten an den großen Flüssen, wie beispielsweise der Elbe oder dem Rhein, beim Feedern im Sommer empfehlen. Am See oder Baggerloch ist ein Wurf alle 5 Minuten ein guter Orientierungspunkt. Nach einer Stunde wird der Wurftakt dann dem Fischverhalten und der Schlagzahl an Bissen angepasst. Diese Köder und Partikel serviere ich meinen Fischen beim Futterkorbangeln im Sommer:

Der Köderverbrauch richtet sich natürlich nach dem Fischbestand, der Gewässerart und Ansitzdauer. Am See sind beispielsweise jeweils 300ml Caster, Mais, lebende und tote Maden, sowie 200g Würmer ein guter Mittelwert. Am Fluss kann die Ködermenge beim Feedern im Sommer ohne Probleme verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Große Brassen und Barben sind nimmersatte Staubsauger!

Bonustipp: Im Sommer transportiere ich meine Köder in Kühltaschen*. Die Caster bleiben dann schön frisch, die Würmer gehen nicht ein und das Bier hat die richtige Temperatur! Besitzt die Tasche eine hochwertige Isolierung, werden die Kühlakkus bis zu 8 Stunden ihren Dienst nach Vorschrift leisten. Lange Fahrzeiten zum Gewässer oder Wettkampf im Feederangeln sind dann auch kein Problem mehr im Sommer!

Window Feeder für Kickstart auf Brassen oder Sommerrotaugen am Fluss

Und wenn wir schon bei den Futterkörben für den Sommer sind, dann darf ein Modell in deiner Kiste nicht fehlen – der Window Feeder*! Diese Art von Futterkorb zeichnet sich durch ein zylindrisches Gehäuse mit einem geöffneten Fenster an der Seite aus. Der Clou: Der Window Feeder kann bis zu 90% an Ködern aufnehmen, die Öffnung wird nur durch etwas Futter verdichtet.

Im Sommer spielt dieser Korb eine große Rolle für mich, wenn ich einen Futterplatz aggressiv beim Feedern bearbeiten muss. Das Füttern von vielen Ködern in sehr kurzer Zeit ist beispielsweise sinnvoll, falls die Brassen direkt nach der Startfütterung beißen. Ein Window Feeder versorgt den Futterplatz blitzschnell mit vielen geschnittenen Würmern und Castern und hält die Bahn im Sommer deshalb am leben. Ganz wichtig, weil die Brassen sonst mit der Schwanzflosse winken und auf ihren Futterstraßen weiterziehen!

Window Feeder für das Sommerangeln
im Sommer kann der Window Feeder den Futterplatz schnell mit Ködern versorgen

Eine weitere Strategie mit dem Window Feeder kann auch das Füttern von losen Partikeln im Sommer sein. Der Zielfisch – das Rotauge! An den Strömungskanten der Elbe serviere ich meinen Plötzen beispielsweise einen Mix aus Hanf, Weizen und Maden. Diese Köder purzeln dann verführerisch aus dem Window Feeder und wandern das Flussbett hinab. Ein langes Vorfach hinter dem Futterkorb und einige Maden auf dem Haken lässt die Rotaugen beim Feedern im Sommer oft mit den Schlundzähnen klappern!

Fleischwurst als Köder für Aland und Döbel beim Feedern in der Strömung im Sommer

Das Maul so groß wie ein Scheunentor, der Appetit immer auf Massephase und die Eitelkeit im Schuppenkleid – richtig es ist der Döbel! Am Fluss überliste ich den Dickkopf, aber auch Aland, mit einem sehr ungewöhnlichen und doch recht zuverlässigen Köder beim Feedern im Sommer. Darf ich kurz vorstellen: Die Fleischwurst, das Gaumenbalett aus dem Supermarkt!

Dieser fetthaltige und sehr schmackhafte Köder kann in Stücke geschnitten und dann an einem dickdrähtigen Haken den Fischen serviert werden. Für den Feederangler ist der kulinarische Seitensprung deshalb so interessant, weil die fettige Fleischwurst einen natürlichen Auftrieb besitzt und am langen Vorfach durch die Strömung flattert. Dieses Eigenspiel wirkt verdammt verlockend auf den Döbel oder Aland und provoziert letztlich auch die Bisse beim Feedern im Sommer.

Fleischwurst als Köder für Döbel und Aland
Schmeckt dem Aland und Döbel im Sommer – Fleischwurst als selektiver Köder

Aber Achtung, wichtig: Die Fleischwurst auf keinen Fall füttern, sondern nur als Hakenköder verwenden! Im Sommer stehen die Döbel und Alande ohnehin schon sehr Oberflächennah und würden der schwimmenden Fleischwurst darum ohne zu zögern stromab folgen. Entfernt sich ein Fisch von deinem Futterplatz, läuft auch irgendetwas falsch, oder? Ferner können auch die Möwen oder Krähen die Wurst von der Wasseroberfläche einsammeln und die Döbel sofort verscheuchen. Stichwort Kormoran.

Noch ein Wort zum Haken*, bevor ich es vergesse – lieber ein kräftiges Modell verwenden, dann schneidet sich der dicke Draht nicht so schnell durch die weiche Fleischwurst. Das Vorfach kann gut und gerne 100 Zentimeter lang sein, die Hakengröße zwischen 8 und 4 beim Feedern im Sommer auf den Döbel oder Aland betragen. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

Futterkorbangeln bei Nacht während langer Hitzeperioden

Kein Wind, der Himmel ist tiefblau und das Thermometer* zeigt Rekordtemperaturen an. Ich garantierte dir, unter solchen Bedingungen wirst du beim Futterkorbangeln im Sommer eine lange Nase ziehen! Der niedrige Sauerstoffgehalt, gerade an den stehenden Gewässern, schlägt den Fischen nämlich voll auf den Magen. Zieht sich dieses Wetter auch noch über mehrere Tage hin, gibt es nur eine Lösung für den Friedfischangler. Mein Tipp – das Feedern bei Nacht im Sommer!

In den Abendstunden kühlt sich das Wasser schließlich etwas ab, bindet somit mehr Sauerstoff und schon sind die Brassen, Schleien oder Karpfen wieder mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Worin unterscheidet sich das Feedern in der Nacht gegenüber den Tagesstunden im Sommer? Das Licht ist aus und die Kleinfische verziehen sich ins Dickicht! Ich würde mir als kleine Plötze aber auch sehr schnell ein Versteck suchen, wenn die Aale, Zander oder Welse auf Streife gehen.

Nachtfeedern auf Brassen um Hitze auszuweichen
Feedern bei Nacht bringt dicke Fische und schützt im Sommer auch vor der Hitze

Meine Strategie ist deshalb auf den großen Friedfisch beim Feedern in der Nacht im Sommer ausgelegt und wird grundsätzlich durch viele geschnittene Würmer, Mais, Caster und Pellets begleitet. Der Futterplatz – fast immer an der ersten Uferkante! Dort tummeln sich die Fische bei Dunkelheit und das wichtige punktgenaue Werfen ist grundsätzlich gegeben. In der Nacht auf 60m zu Feedern klingt vielleicht spannend, ist aber mit der Streuung einer Schrotflinte zu vergleichen. Und die Bissanzeige?

Kein großes Drama! Ein knackiges Knicklicht wird entweder über einen Adapter oder Bait Band an der Feederrute montiert. Mein persönlicher Favorit – ein Adapter mit austauschbarem gummiertem Inlay für jede noch so dünne Spitze! Auf große Lichterketten, Baustrahler oder sonstigen technischen Firlefanz verzichte ich beim Nachtfeedern im Sommer, ich schleppe auch so schon genügend Ausrüstung. Eine Taschenlampe und zwei Kopflampen*, eine als Ersatz, sind für meine Bedürfnisse mehr als ausreichend.

Pflegeleichte Pellets beim Feedern und Method Feedern im Sommer für faule Angler

Keine Lust bei 35 Grad im Schatten die Maden oder Caster vorzubereiten? Der Mistwurm zeigt dir ebenfalls einen Vogel und will lieber mit seinen Kumpels im Keller rumhängen, anstatt in der Mittagssonne zu brutzeln? Ich will ganz ehrlich mit dir sein, auch mir fehlt oft die Motivation, meine Lebendköder für das Feedern im Sommer startklar zu machen. Die Lösung – Pellets*!

Dieser Partikel wird aus einem fischigen, fleischigen oder stärkehaltigen Rohstoff hergestellt und ist das gepresste Gaumenbalett schlechthin für den Fisch. Das Aroma ist verdammt intensiv und der Nährwert auf dem Level einer Sahnetorte. Der Durchmesser kann nur 2mm, aber auch 30mm im Umfang betragen. Der große Vorteil im Sommer – der Pellet verdirbt nicht, kann direkt am Wasser in nur wenigen Minuten vorbereit und dann sofort beim Futterkorbangeln eingesetzt werden!

Feedern im Sommer mit Pellets

Mein Tipp: den Karpfen, Brassen, Schleien oder Barben eine Ladung an Pellets in der Größe ab 4mm im Futter oder direkt auf dem Method Feeder* servieren. Ich schwöre auf Aromen wie Krill, Bloodworm (Zuckmücke) oder F1 Sweet. Ein Pellet, Wafter oder Boilie in der Größe von 8mm als Köder, idealerweise am Haar präsentiert, rundet die Strategie beim Feedern im Sommer ab.

Der Verbrauch ist überschaubar, am See genügen mir 400 Gramm, am Fluss dagegen 800 Gramm an Pellets für 5 Angelstunden. Ein fischiger Method Mix, gerne in süßer Ausrichtung, lässt die Feederrute dann im Sommer glühen. Der Weißfisch verlässt den Futterplatz nämlich oft erst, wenn der letzte Krümel gefunden wurde! Die restlichen Pellets können wieder in den Schrank gestellt und beim nächsten Feederangeln im Sommer verwendet werden. Genau mein Ding. Kein Kühlen, Pflegen oder Sieben!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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