Angeln im September

Angeln im September mit Nudeln im Futter an der Elbe

In Alle Inhalte, Feedern, Futterkunde by Christoph HeersKommentieren

Nĭ Hăo mein werter Freund des feuchtfröhlichen Friedfischfischens, bock auf einen kleinen Test an der Elbe? An einem schönen Samstagnachmittag setzte ich nämlich meine neuste Idee in die Tat um und rückte den Fischen beim Angeln im September mit super leckeren Asianudeln im Futter auf die Schuppen! Diese Nudeln kosten kaum mehr als 50 Cent, sind in weniger als 5 Minuten zubereitet und besitzen je nach Sorte ein ganz unterschiedliches Aroma.

Der absolute Knaller – neben Ente, Rind und Huhn gibt es eine Geschmacksrichtung, wo jeder Fisch mit den Schlundzähnen klappern müsste. Garnele! Mein Weg führte mich also in den Supermarkt, kurz darauf wurde gekocht wie Frank Rosin und sogleich die Elbe besucht. Wie sich die Instantnudeln beim Angeln im September geschlagen haben, erfährst du wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Instantnudeln für spontanen Test an der Elbe

Wasserkocher an, Tüteninhalt in die Tasse geben, kurz Überbrühen und 5 Minuten warten – fertig ist der kulinarische Höhepunkt aus dem Supermarkt. Instantnudeln! Dieses Junkfood gewinnt mit Sicherheit keinen Preis für die gesündeste Ernährung der Welt, manchmal fehlt aber auch mir die Zeit für das ausgeprägte Küchenabenteuer. Und mein September war abseits vom Angeln maximal stressig! Viele Termine, ein angeschlagener Hund und ein neues Partnerprogramm für den Blog….

Nach einem doch recht anspruchsvollen Tag vegetierte ich dann wie immer auf meiner Couch dahin, während der gute alte Jeremy Wades seine Flussmonster irgendwo in Asien fangen wollte. Natürlich mit Garnelen! Zeitgleich trat ein Löffel „Shrimpnudeln“ nach dem anderen die Reise in meinen Rachen an und es dauerte nur wenige Sekunden, da wurde auch schon eine neue Idee geboren. Ich könnte meinen Fischen doch beim Angeln im September genau diese Nudeln im Futter servieren?

Asianudeln im Futter
Instantnudeln sollten die Fische an der Elbe beim Angeln im September verführen

Eine Nudel ist ja letztendlich auch nichts weiter wie ein gekochter Teig, was ebenso auf die berühmten Boilies* zutrifft. Und dann wäre da doch noch eine tolle Symbiose mit der natürlichsten Fischnahrung überhaupt. Die Instantnudel sieht auf den ersten Blick aus wie ein kleiner Wurm! Die Kirsche auf der Sahnetorte bildet das beigefügte Aroma, wahlweise Rind, Ente, Huhn oder eben diese Shrimps.

Das englische Wort „Shrimps“ hört im deutschen Sprachraum wiederum auf den Namen „Garnele“ und da hätten wir auch schon den passenden Lockstoff für das Angeln im September! An der Elbe ist ein markantes Aroma, beispielsweise Krill, eigentlich immer eine Bank für Brassen, Rotaugen oder Karpfen. Die Instantnudel schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe – Lockstoff und Partikel aus einer Packung für sagenhafte 50 Cent! Gesagt, getan, mein Weg führte mich am nächsten Tag in den Supermarkt und alsbald an die Elbe für einen kleinen Ansitz im September.

Der Matchplan: Vom Buhnenkopf stromab mit der Feederrute im September angeln

Irgendwann gegen 11.00 Uhr hatte es mich dann auch schon an die Elbe auf einen mir sehr gut vertrauten Buhnenkopf verschlagen. Der Pegelstand war im Vergleich zu den letzten beiden Dürrejahren sogar erstaunlich hoch für einen September. Satte 2,50 Meter! Ein gutes Vorzeichen, ein solcher Wasserstand wird von den Brassen oder Rotaugen zumeist genutzt, um sich den Bauch direkt im Buhnenkessel vollzuschlagen. Weniger Strömung bedeutet ebenfalls leichteres Angeln!

Nach einigen taktischen Überlegungen fiel meine Stellenwahl letztlich auch auf das ruhigere Flusswasser. Also fix die 3,60m lange MS Range Direct Feeder* für das Werfen von mittelschweren Futterkörben nebst der restlichen Ausrüstung aufgebaut. Die Nudeln hatte ich Zuhause in weniger als 5 Minuten vorbereitet, aber erst am Gewässer für das maximale Garnelenaroma nachgewürzt. Tütchen auf, Pulver in die Köderdose, fertig sind die Instantnudeln für eine Instantsession im September!

geschnittene Nudeln verfeinert mit Garnelenaroma für das Angeln im September
Klarer Fahrplan für meinen Test im September – Es sollten nur die nachgewürzten Nudeln über das Futter gefüttert werden

Und das Futter*? Ich entschied mich für einen mittelbindigen Mix im hauchzarten Braun mit einer lieblichen Vanillenote glatt gebügelt ohne weitere Partikel. Also keine hinzugefügten Sämereien, Pellets, Maiskörner oder andere Appetizer. Der Fisch soll sich nur mit den Nudeln am Futterplatz beschäftigen, um das Ergebnis des Tests beim Angeln im September nicht zu verwässern. Nur Pasta, Basta!

Tote Maden und Würmer als strategische Köder

Einen kleinen Nachteil konnte ich der Instantnudel aber leider schon im Vorfeld attestieren – sie wird an der Elbe nicht als Köder taugen! Nach einem heißen Wasserbad ist die Konsistenz einfach viel zu weich für den Einsatz an robusten Feederhaken*. Das Dilemma, die Nudeln bereits im Wurf, beim Aufschlag oder dem kleinsten Anfasser zu verlieren, ist schlicht zu hoch. Beim Stippen auf kleine Rotaugen mit winzigen Haken bestünde die Möglichkeit, am großen Fluss im September eher weniger.

Würmer als Angelköder für das Angeln im September
Würmer sind an der Elbe unschlagbar und bilden eine gewollte Synergie mit den Nudeln

Lange Rede, kurzer Sinn – ich wollte zwei klassische Köder für diesen Ansitz ausspielen: tote Maden und Dendrobenas! Der Wurm ist an der Elbe ohnehin immer unschlagbar und bildet obendrein eine optische Synergie mit den Nudeln. Die tote Made passt wiederum farblich ins Konzept und sollte als Bündel, sofern der Fisch nur noch die Nudeln frisst, als Joker zum Einsatz beim Angeln im September kommen. Hach, wie ich sie liebe, diese kleinen Experimente mit Futter und Ködern!

Großer Futterkorb für massives Anfüttern und unglückliche Umstände

60 Minuten nach meiner Ankunft, ich musste ja noch die ersten Bilder knipsen, folgte die heiß ersehnte Startfütterung. An der Elbe bedeutet dieser wichtige Akt beim Feedern vor allem eins – richtig durchladen und niemals zögern! Satte 10 Bait Up Feeder gefüllt mit Nudeln, ich hatte sie im Vorfeld noch mit der Wurmschere geschnitten, landeten sogleich am äußeren Rand des Buhnenfelds.

Eine kleine Randnotiz, falls du keine Ahnung hast, was ein Bait Up Feeder ist: Ein Futterkorb im Format einer Coladose! An der Elbe ist halt kein Federlesen gefragt, weil die Fische verdammt umtriebig sind und dauerhaft mit Futter beschäftigt werden wollen. Kaum Köder am Platz, keine Bisse beim Angeln im September am großen Fluss! Meine Empfehlung – der Bait Up Feeder von Guru*. Dank austauschbarem Gewicht lässt sich dieser XXXL Futterkorb deshalb mit nahezu jeder Feederrute werfen.

Bait Up Feeder zum Anfüttern am großen Fluss
der Bait Up Feeder beschleunigt das Anfüttern am großen Fluss

Nach der Startfütterung sattelte ich dann auf einen X-Change Distance Feeder in der Größe XL um, fädelte einen schönen Wurm auf den 12er Haken und sprach noch meine 3 obligatorischen Gebete für die Flussgötter aus. Hand an den Rutengriff, einmal schön Schwung holen und schon landete die durchlaufende Montage im Buhnenfeld. Jetzt ist Geduld gefragt! An der Elbe können die Fische durchaus eine gefühlte Ewigkeit brauchen, bis der Futterplatz gefunden wird. Ist ja schließlich kein kleiner Vereinsweiher, sondern ein verdammt großer Strom.

Da wir mitten im September sind, entschied ich mich auch, nicht defensiv zu denken und alle 3 Minuten einen neuen Futterkorb* beim Angeln anzubieten. Wenn die erhofften Brassen eintrudeln, muss das Flussbett mit Nudeln gepflastert sein, sonst zieht der Schwarm einfach weiter! Eintrudeln ist auch mein Stichwort – just nach der Startfütterung brummte nämlich ein verdächtiger Sound durch den lauen Spätsommerwind im September.

Schiffsverkehr an der Elbe im Spätsommer
Nicht zu beeinflussen – der Schiffsverkehr an der Elbe

Ein Verf*ckter, bis zum Anschlag gefüllter Tanker! Keine Chance, der Koloss bahnte sich seinen Weg durch die Landschaft, das Wasser entwich der Buhne fast wie bei Ebbe und Flut, dann schnappte sich auch noch eine Grundel den Köder. Der Futterplatz war nun auf dem Weg nach Hamburg, mein kleiner Test beim Angeln im September hatte sich also erstmal ausgenudelt….

Viele Rotaugen und Alande beim Angeln im September dank Nudeln

Tja, doof gelaufen, so ist das Angeln an den großen Flüssen eben und der bereits erwähnte Pegelstand war für einen September nicht nur für mich angenehm, sondern auch für die Schifffahrt! Die ersten beiden Stunden durfte ich dann noch weitere 8 Tanker, gefolgt von einigen Kanuten und Sportbooten begrüßen. Der Containerverkehr war außergewöhnlich hoch, vielleicht Sonderschichten wegen Corona?

Seis drum und viel wichtiger – ich konnte die ersten Rotaugen beim Angeln im September nach der Schiffsorgie fangen. Und sie bissen im Minutentakt! Die Nudeln waren also nicht nur ein dekoratives Element in meinem Futter, sondern ein tatsächlich vom Fisch angenommener Snack. Nach gefühlt 40 Rotaugen, allesamt etwas zu klein, stellten sich aber leider wieder die Grundeln ein.

gefangenes Rotauge beim Angeln im September
viele Rotaugen ließen sich die Nudeln beim Angeln im September schmecken

Kein Problem – ich entfernte die Schnur aus meinem Klipp und verlängerte die Bahn um gute zehn Meter stromab. Nicht selten sammelt der Brassen die abgedrifteten Köder abseits vom Trubel ein. An diesem Tag leider nicht, dafür konnte ich jetzt aber unzählige Alande auf tote Maden beim Angeln im September überlisten. Ein Blick in den Schlund brachte ebenfalls den finalen Beweis, er war randvoll mit Nudeln! Typisch für den Aland oder Döbel…..

Aland aus der Elbe fangen mit Nudeln
am Ende des Ansitzes konnte ich der Elbe noch 20 Alande im September entlocken

Nach 4 Stunden beim Angeln im September, mein Futter wurde von der Elbe vollständig eingefordert, war die Zeit für ein abschließendes Fazit gekommen. Ganz klar – die Instantnudel kann ein leistungsstarkes Futtermittel sein! Abseits vom Fakt, das Teig(waren) sowieso immer gern vom Fisch gefressen werden, konnte auch das Garnelenaroma einen positiven Gesamteindruck hinterlassen.

Der größte Vorteil der Instantnudeln ist die schnelle Vorbereitung vor dem Angeln. Caster, Maden oder Würmer müssen gewaschen, gesiebt oder gereinigt werden, die Nudel ist aber sofort startklar. Heißes Wasser, 5 Minuten warten, fertig ist die Geschichte! Für den spontanen Ansitz nicht so schlecht, oder? Gut, für den großen Fisch hatte es beim Angeln im September nicht gereicht, allerdings waren die Umstände, aber auch meine Entscheidungen, etwas unglücklich. Hätte ich die Brassen in der knallharten Strömung gefangen? Keine Ahnung, das riecht doch aber nach einem neuen Test!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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