Bloggender Angler

Wie viel Arbeit steckt in meinem Blog über das Angeln?

Hallo meine Freunde des feuchtfröhlichen Friedfischfischens! Ausnahmsweise widmen wir uns Heute mal der andere Seite des Geschehens und Beleuchten, was sich eigentlich hinter dem Blog über das Angeln alles versteckt. Das Interesse an den Hintergründen, aber auch der Aufwand hinter meiner Tätigkeit sind mir häufig gestellte Fragen.

Blog Angeln

Umso mehr freue ich mich, euch über meinen Blog und meine Ansichten über das Angeln informieren zu dürfen. Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen!

Was ist ein Blog im Bezug auf das Angeln überhaupt?

In der heutigen Zeit haben wir Leser ein enorm breites Spektrum an Medien zur Verfügung gestellt. Von Magazinen bis Foren, aber auch über die sozialen Medien haben wir eine nie dagewesene Auswahl an Unterhaltung rund um den Fisch. Wir können Klicken wie die Weltmeister oder beim Einkaufen die neue Zeitschrift erwerben, die Flut an Informationen über unser Hobby scheint nicht abzureißen.

Ein Blog über das Angeln reiht sich in die vielen verschiedenen Plattformen nahtlos ein. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen diesen Medien und einem Blogger. Er schreibt im Gegensatz zu den vielen Fachmagazinen immer aus seiner subjektiven Meinung heraus und vertritt dabei seinen persönlichen Stil. Wir verarbeiten also immer nur das, was wir selbst am Gewässer erleben. Ein großer Verlag kauft diese Inhalte eher für ein Honorar ein und veröffentlicht sie.

Schleie für einen Bericht fotografiert

Der Austausch dieser Erfahrungen findet also ohne einen Zwischenhändler statt. Nach dem Fang einer Schleie beispielsweise landet der Report deswegen immer direkt vom Angler auf dem Medium ohne Fremdeinfluss. Mein Blog ist also wie ein digitales Tagebuch über das Angeln zu verstehen, obgleich die Trennlinien dahingehend fließend sind.

Für einen Leser liegt der Vorteil eines Angelblogs darin, eine Bindung zum Autor aufbauen zu können. Mein Schwarm auf Facebook beispielsweise weiß schon gut einzuschätzen, welchen Charakter ich aufweise. Der Blogger wiederum kennt seine Schweine am Gang und kann sich Inhaltlich auf die Zielgruppe vorbereiten. Häufen sich die Anfragen zu einem bestimmten Thema beispielsweise, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Veröffentlichung dazu erfolgt. Diese Symbiose zwischen Leser und Autor ist die Quintessenz eines Blogs.

Angeln und Bloggen bedeutet dickes Fell und Scheuklappen

Ein Nachteil leitet sich daraus aber auch ab, weil wir angelnden Blogger uns dem Frust der Öffentlichkeit stellen müssen. Wann immer jemand einen schlechten Tag hatte und er meine Beiträge findet, die Chance auf einen Vulkanausbruch ist nicht unwahrscheinlich.

Auch Missgunst und Neid können Faktoren sein, weil nur sehr selten der Aufwand hinter dem Projekt verstanden wird. Der Glaube, das einem Blogger die Aufmerksamkeit zufliegt, kehrt in manchen Menschen die schlechtesten Seiten hervor. Das ein Jeder selbst seines Glückes Schmied ist, wird nur allzu schnell zwischen Alltag und dem Smartphone vergessen.

Durchhaltevermögen eines Anglers bei Regen

Der Mensch hinter einem Blog braucht also nicht nur ein Durchhaltevermögen beim Angeln, auch im Umgang mit seinem digitalen Umfeld muss er ein dickes Fell aufweisen. Generell ist der Anteil an Lesern mit einem Stock im Hintern aber schwindend gering und das ist auch gut so! Ich habe es mir deswegen zur Gewohnheit gemacht, mich nur auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Ob am Angeltag oder beim Bloggen!

Wie viel Arbeit steckt hinter diesem Blog?

Hast du dir eigentlich schon mal die Frage gestellt, wie viel Arbeit hinter einem Blog steckt? Aus meiner Erfahrung heraus lassen sich viele Leser nämlich wegen der moderaten Lesezeit häufig blenden. Wäre meine Aufgabe aber nur das Tippen auf einer Tastatur, hätte ich bereits Heute 1000 Artikel über den Fang von Fischen veröffentlicht. Die Wahrheit ist aber hässlich und die Realität noch härter. Hinter einem Blog verbirgt sich schließlich wesentlich mehr, als nur das Angeln.

Wir Blogger haben nämlich alle eine große Hürde zu nehmen und diese zwingt viele Projekte in die Knie. Der Bekanntheitsgrad unserer Marke und der Zufluss von Lesern ist für uns nämlich so wichtig wie die Luft zum Atmen! Wie erreichen wir also die Menschen mit unseren Inhalten von Rotfedern, Karpfen oder Brassen? Es würde keinen Sinn ergeben, sich vieler Stunden arbeit zu Knechten, wenn am Ende niemand unsere Werke liest. Würdet ihr Flyer drucken, um sie in der Schublade liegen zu lassen?

Wer nicht dafür Sorge trägt, das sein Blog gefunden wird, der kann auch beim Angeln auf Toilettenpapier schreiben.16er-Haken

Wir können also gemeinsam davon ausgehen, das ein großer Teil meiner Arbeit neben dem Blog und Angeln sich auf Suchmaschinen und Social Media konzentriert. Alleine deswegen sind Likes zum Beispiel wichtig, um meinen Content in den Newsfeed vieler Menschen zu platzieren. Es geht nicht darum, sich in den vielen Daumen eines Posts zu sonnen, sie sind aber ein Dienstbote meiner frohen Kunde. Ich baue also eine Autobahn und am Ende steht mein Blog. Es sind die sogenannten Traffic-Kanäle und sie sind unabdingbar.

Blockaden beim Schreiben sind wahre Zeitfresser

Auch das Schreiben ist nicht immer so einfach, wie es sich beim Lesen anfühlt. Manchmal brauche ich für einen Absatz gefühlt eine ganze Stunde, weil sich mein Kopf nicht für eine Richtung entscheiden kann. Will ich jetzt die Angelmethode oder das Futter hervorheben? Könnte ein Hinweis auf die Funktion der Montage passend sein? Schreibe ich jetzt über das Feedern auf Brassen oder die Jahreszeit im Bezug auf die Taktik?

Brassen beim Angeln für den Blog gefangen

Diese Blockaden sind wahre Killer und lästig, aber zwischen einem Kaffee und dem Qualm einer Zigarette schlichte Realität. Das Verfassen von Texten ist also wie bei der täglichen Arbeit auch eine Frage der Tagesform. Nach einem Angeltag beispielsweise schaffe ich es nicht, auch nur 200 Wörter zu Papier zu bringen. Ich bin gedanklich so überladen mit dem frisch beendeten Ansitz, das jedes geschriebene Wort einer neuen Sprache gleichen würde.

Ich konzentriere mich dann eher auf das Bearbeiten der Bilder, die ich nebenbei natürlich auch noch Schießen muss. Zwischen Rute und Rolle hängt auch jedes mal eine Kamera. Ein Blog über die vielen Geschichten vom Angeln funktioniert nur mit Illustrationen, auch diese Kosten Zeit und Arbeit.

Ein Bericht vom Angeln für den Blog braucht bis zu 12 Stunden

Um euch den gesamten Arbeitsaufwand eines Berichtes vom Angeltag bis zur Veröffentlichung aufzuzeigen, nehmen wir uns ein schönes Beispiel aus der Praxis vor. Nehmen wir das Method Feedern im Winter, weil es eines meiner letzten Veröffentlichungen auf dem Angelblog war. Ich benötigte dafür an Zeit:

  • 0,5 Stunden Keyword-Recherche
  • 5,0 Stunden Schreiben
  • 1,5 Stunden Bilder und Bearbeitung
  • 1,0 Stunden Suchmaschinenoptimierung
  • 0,5 Stunden Social Media Einbindung
  • 2,0 Stunden Social Media Nachbegleitung (Fragen, Anworten)

Je nach Art und Umfang des Themas häufen sich also bis zu 12 Stunden an Arbeitszeit für einen Beitrag an. Schreibblockaden und andere Hindernisse habe ich dabei noch nicht einmal einfließen lassen! Jeder dieser einzelnen Aspekte ist aber wichtig für den Erfolg in eigener Sache. Den Anspruch an einen guten Schreibstil hege ich beispielsweise, weil es meine Referenz ist. Dieser Wunsch nach Qualität treibt die Arbeitsstunden im Licht der Tischlampe oft in die Höhe. Ein Blog über das Angeln ist halt doch kein Selbstläufer.

Tischlampe im Abendlicht

Das Optimieren der Inhalte für die Suchmaschinen ist ebenso ein weites und für mich genauso wichtiges Feld, wie die Maden für die Plötzen. Es Bedarf nicht nur eines Wimpernschlages, um in Google gefunden zu werden. Mein Ziel ist es aber, irgendwann einen großen Teil meiner Besucher auf diesem Wege zu generieren, um nicht Abhängig von den sozialen Medien zu sein.

Auch die Bilder müssen verkleinert und angepasst werden, um sie im Layout richtig unterzubringen. Schließlich sind auch die Ladezeiten für den Nutzer im Rahmen zu halten. Dem 16er-Haken fliegen die Fische auch nicht in den Kescher, selbst diese müssen erst gefangen werden! Die Wartung, Pflege und Ordnung der Daten hinter dem Blog sind neben dem Angeln ebenso ein Faktor von Zeit. Ich denke du verstehst so langsam, wie Umfangreich die Materie eigentlich ist.

Kann ich als Angler mit meinem Blog Geld verdienen?

Ich hatte erst vor kurzem wieder eine Debatte, ob ich mit meinem Blog und dem Angeln Geld verdienen kann. Für die Antwort nehmen wir eine Abkürzung, ohne weiter ins Detail gehen zu müssen. Natürlich kann und werde ich mit diesem Blog irgendwann Geld verdienen! Die Absicht dafür und dahinter besteht seit dem ersten Tag und der Aufwand, aber auch das Interesse der Leser ist Gerechtfertigt.

Ich verstehe den Missmut hinter der lästigen Werbung, aber von Likes kommt kein Essen auf den Tisch. Darüberhinaus liebe ich meine Arbeit am Blog, das Schreiben und die Fotografie. In Verbindung mit dem Angeln ist es sogar meine Lebensaufgabe.

Bloggender Angler

Ich lehne mich deswegen aus dem Fenster und behaupte, das ihr Kostenfrei so gute Inhalte im Internet und in den Zeitschriften kaum finden werdet. Warum sollte ich meine Fähigkeiten also nicht nutzen, um mich in meiner persönlichen Entwicklung, aber auch in meiner Lebensqualität zu verändern? Schließlich zwingt euch auch niemand, meine Berichte zu lesen. Ein faire Lösung die Kosten auf eine dritte Partei umzulagern ist also nur ein Vorteil für den Blogger und seinen Schwarm!

Das es nicht um Reichtum geht, dürfte aber auch klar sein. Wer über das Friedfischangeln schreibt, stirbt definitiv als armer Künstler, es ist aber eben diese Leidenschaft, die mich diese Zeilen schreiben lässt. Über die vielen Wege den einen oder anderen Euro zu verdienen mache ich mir also schon Gedanken, wer von euch würde es denn nicht tun?

Angler auf einem Bild für den Blog

Wie ich diesen Schritt auf dem 16er-Haken tätige ist aber wiederum eine andere Frage. Das ich bisher alle Anfragen zu einer Teamanglerschaft abgelehnt habe, liegt auch darin begründet. Warum sollte ich meine Arbeit an einen Hersteller verschenken? Mir liegen viele Möglichkeiten zu Grunde, mir meinen kleinen Traum zu erfüllen und Unabhängigkeit ist einer davon!

Herzlichst, euer 16er-Haken

Teile diesen Beitrag

Ebenfalls Interessant:

Comments

  1. Ein mutiger Beitrag über die Härten des Bloggerlebens- Hut ab: Ich glaub, all diese Schwierigkeiten sind uns Lesern gar nicht so bewusst. Ich finds auch richtig, das Du das mal abseits von Ködern, Futter und Methoden thematisierst.
    Ich selbst -und ich denke viele andere auch- habe schon viel Nutzen aus Deinen Artikeln ziehen können, inzwischen kann man ja hier regelrecht schmökern. Danke dafür.
    Teil uns doch bitte mit, wie wir Dich und dein Projekt unterstützen können: Das ist nur fair,
    herzliche Grüße und Danke für die schönen Artikel,
    Dein
    Minimax

    1. Author

      Vielen Dank für dein herzliches Feedback! So ein Blog mit dem Angeln verbunden ist natürlich viel Arbeit, allerdings belohnt sich der Aufwand durch eine steigende Zahl an Lesern fast wie von selbst. Es hilft schon enorm, wenn du meinen Blog regelmäßig besuchst und dir einige Minuten Zeit für das virtuelle Friedfischangeln nimmst. Irgendwann rechnet sich mein Investment schon, die Nachfrage und die Klickzahlen wachsen schließlich beständig. Ich sehe das ganze Sportlich, es ist ein Marathon und kein Sprint!

      Gruß Christoph

Leave a Comment