Haferflocken sind ein Futterzutatenklassiker. Gesiebte Haferflocken ebenso, welche bei mir zum Zug kommen, wenn die Bedingungen nicht ganz so einfach oder die Zielfische nicht ganz so groß sind. Mehr über die Haferflöckchen und was ich mir dabei denke im heutigen Quick Tipp.
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Feine Haferflöckchen
Haferflocken rocken. Mir sind sie nur manchmal zu groß, oder die Zielfische zu klein. Vielleicht wird auch weniger gefressen, weil das Wasser eiskalt ist. Verkackte Wetterumschwünge. Oder ich will Speedfischen. Oder auf Speed Fischen. Nein. Das ist was für Niedriglöhner. Rotaugen Stippen. Schnelles Feedern auf kleine Brassen. Satzkarpfen mit dem Method Feeder. Rotfedern Wagglern. Winkelpickern auf Güstern. Für alles was auf mittelgroße Fische hinausläuft oder wenn mir die Bedingungen zu haarig sind nutze ich gerne auch mal Haferflöckchen, also fein gesiebte Haferflocken, deren Vorteile bleiben, wohingegen der Sättigungsfaktor sich eingegrenzt, denn weniger ist manchmal mehr und das Friedfischangeln die Kunst, immer die goldene Futtermitte zu finden. Im heutigen Quick Tipp stelle ich die klein gesiebten Haferflocken als Stilmittel aus meiner Futtermittelphilosophie vor.

Gesiebte Haferflocken: Schritt für Schritt selber machen
Die Haferflocken gibts natürlich im Supermarkt. Günstige Eigenmarke reicht. Ich nehme zarte, welche mir wegen ihrer Schlonzigkeit besser gefallen.

Die Haferflocken verteile ich auf einem 2.5mm Sieb* mit Futtereimer darunter. Soviel, wie ich für mein Angelfutter brauche. Das ist sehr unterschiedlich und vornehmlich Gewässer, Fischbestands und Situationsabhängig. Im Frühjahr oder Herbst 100g bis 150g, im Sommer auch schon mal die halbe (Stillgewässer) oder sogar ganze Tüte (Elbe). Im Winter eher nur eine kleine Handvoll.

Mit der Hand reibe ich die ganzen Haferflocken durch die Siebmaschen.

Nach zwei Minuten bin ich oft schon fertig, weshalb ich keinen Mixer oder ähnlichen Schnickschnack verwende, womit nur unnötig Strom verballert wird und sich eine zeitfressende Reinigungszeit hintenanhängt. Handarbeit ist manchmal doch schneller.

Fertig. Die Haferflöckchen sind bis zu zwei Drittel kleiner, flittern verführerisch am Futterplatz herum, schmecken lecker, fallen ordentlich auf und sättigen weitaus weniger. Ich siebe sie direkt ins Futter vor dem Anmischen hinein, damit sie beim Ansetzen Wasser mitziehen. Mischt man Haferflocken dem fertig genässten Futter am Ende der Prozedur unter, wird diesem die Feuchtigkeit entzogen und spätestens beim Angeln kommt die Einsicht, so nicht zu verfahren, weil es austrocknet und zuviel Bindung einbüßt.

Noch ein Tipp im Tipp zum Abschluss. Ich siebe mir Haferflocken auch als situativen Reizgeber zurecht, durchaus noch etwas feiner, und fülle mir diese in einer 100ml Dose ab. Wenn die Bisse nachlassen oder Beißflauten eintreten gebe ich eine Prise davon ins Futter, von dort gehts an den Futterplatz, wo die trockenen Haferflöckchen wie Eintagsfliegenschlupf in der Wassersäule umherflanken. Das Wirkprinzip kann, sofern Fische nahe stehen, aber scheu oder argwöhnisch sind, in Futterneid ausarten und die gesamte Situation schlagartig drehen. Selbiges gelingt mit Leinsamenschrot, darin sehe ich den Bachflohkrebseffekt. In der Friedfischangelei ist es halt wie im alten Rom. Viele Wege führen dorthin und einen mehr hast du jetzt kennengelernt. Lauf ihn und erzähl mir später wie es lief.
Herzlichst, dein 16er-Haken 🐟 🎣 ❤️

Futtersieb Empfehlung vom 16er-Haken
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