Damit ich mir die ausgelotete Stipptiefe merken und zu dieser schnell zurückkehren kann nutze ich ein Gummibändchen, das ich mir auf den Blank ziehe. Im Quick Tipp erfährst du wie mein simples System funktioniert und welche Vorteile sich aus dieser Variante ergeben.
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Stipptiefe mit Loomband markieren und merken
Stipperliche Grüße in die Runde zum heutigen Quick Tipp. Die Stipptiefe auszuloten ist ja das eine, sich diese aber auch zu merken, eine völlig andere Sache. Dafür gibts Hilfsmittel. Manche Stipper markieren ihre Schnüre mit Schnurstiften, ist nicht so meins, weil ich meine Montagen durchaus mehrmals verwende, und diese bald wie Zebrastreifen aussehen würden. Sich die Stipptiefe im Kopf abzuspeichern wäre die nächste Variante. Die ist mindestens so präzise wie armloses Kugelstoßen.
Mein Weg ist ein anderer. Ich schiebe mir Gummibändchen auf die Stipprute und bilde so einen Maßstab ab. Damit erspare ich mir jeden Blödsinn, kann die Pose hin und herschieben, somit den Köder überall anbieten und genauso schnell wieder zur ausgeloteten Tiefe zurückkehren. Das ist wichtig, denn beim Posenangeln ist die vertikale und millimetergenaue Köderpräsentation die eigentliche Stärke, der man sich durch Nachlässigkeit nicht berauben sollte. Wie ich mir Stipptiefe merke, daher im heutigen Quick Tipp.

Schritt für Schritt zum Stipptiefenmarker
Ich verwende Loom Bands, um mir die Stipptiefe auf dem Blank zu markieren. Davon habe ich massenhaft, die nehme ich sonst zum Schnurklippen beim Feedern oder Method Feedern. Dabei handelt es sich um dünne Gummis, mit denen Kinder normalerweise Armbänder basteln. Falls du welche suchst, das hier sind genau die richtigen*.

Erstmal einen auf die Stipprute raufschieben.

Nun lote ich den Angelplatz aus und stelle mir die Stipppose* auf die maximale Tiefe ein. Ich justiere solange nach, bis die Antenne den Punkt erreicht hat wie ich sie exakt ausgebleit habe. Vom Gewässergrund bis knapp über den weißen Strich bei diesem Modell, womit Hebisse anzeigt werden.


Damit ich mir die ausgelotete Stipptiefe merken kann, stecke ich den Haken jetzt in die Endkappe vom Griffstück. Je nach Stipprute wird das etwas fummeliger, klappt aber fast immer und mit größeren Stipphaken noch ein bisschen schneller.

Die Stipppose lege ich nun an der Stipprute an, bis die Schnur zum Haken gespannt ist. Das wäre die exakt zuvor ausgelotete Wassertiefe, welche jetzt einen Maßstab hat. Wie eine Richtschnur.

Den Gummi schiebe ich auf die ausgelotete Antennenhöhe, das wäre der weiße Strich von eben. In dieser Position steht der Köder knapp über Grund oder minimal auf Grund (je nach Lotblei oder Lotschnur). Die Wassertiefe kann nur 60cm oder 300cm betragen, das System funktioniert trotzdem und immer.

Wenn ich mir die Stipppose jetzt ein Handbreit tiefer einstelle liegt der Köder um dieses Maß auf. Beißt nichts, versuche ich es eine Handbreit über Grund oder im Mittelwasser. Ich kann nun aber auch jederzeit zur Ursprungstiefe zurückkehren, ohne erneut loten zu müssen. Das spart Zeit und der Gummimarker steigerte auch meine Experimentierfreudigkeit, weil ich das Tiefenprofil am Spot vollständig ausreize und nicht mehr im Lotstillstand verharre.

Wie die Posen, Bleie und alles gestellt werden ist letztlich scheißegal, wichtig ist nur, das sich eine eigene Routine etabliert, um systematisch und praktikabel wieder in die Grundposition zu gelangen. Nur der Gummi darf nicht verrutschen. An manchen Tagen muss man sonst erneut ran, an anderen gibts ein Ultraschallbild.
Herzlichst, dein 16er-Haken 🎣🐟❤️
Stippruten Empfehlung vom 16er-Haken
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