Jede Jahreszeit verändert meine Angelei und genauso verschieben sich meine favorisierten Method Feeder Köder im Sommer. Der Durchmesser wird etwas fülliger, die Köderpalette verdriftet ins grobe, aber nicht übertriebene. Ich stelle dir meine Top 7 aus Mais, Hartmais, Waftern und Co näher vor.
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Dosenmais
The one and only. Dosenmais. Der ist einer meiner liebsten Method Feeder Köder im Sommer und sowas von in meiner Top 7, denn kaum etwas anderes fängt so zuverlässig. Dosenmais ist süß, weich, gelb, Popel bis Opelgroß und deswegen so scheiße vielfältig einsetzbar. Im Sommer reicht mir ein einzelnes Korn meistens schon aus, mehr geht auch, ist situationsabhängig, ich nehme manchmal Doppelköpfe zweier Stumpen her (kurze Körner) die wie Bandwurmgliedmaßen aussehen, genauso wie ich etliche Kombinationen mit Wurmköpfen bis Wafterstücken zusammenbatsche. Die Bisse kommen schnell und brachial, die Fische kennen und lieben ihn, ebenso ist die Bandbreite in der Größe und im Artenspektrum unschlagbar. Rotfedern, Rotaugen, Alande, Döbel, Schleien, Brassen, Güstern, Graser, Giebel, Karauschen oder Karpfen, all das ist möglich und noch viel mehr. Wenns an hitzigen Sommertagen beschissen beißt ziehe ich ebenfalls gerne Dosenmais auf, da er verhältnismäßig weich und leichtschlürfig ist, das rettet mir oft noch den Arsch.
Anköderung erfolgt an der Hakengröße #12 kleiner Körner bis #10 großer Körner. Meistens am Quick Stop, so halten sie am besten. Dosenmais ist allerdings nicht allzu widerstandsfähig, weshalb ihn fingerlange Fische wo überbordern vertreten aufgrund seiner weichen Konsistenz nervig schnell zerpflücken, dafür gibt es dann…..



Hartmais
…..Hartmais als Method Feeder Köder im Sommer. Der große Bruder. Süßsauer im Geruch, süßlich im Geschmack, bissfest, schwer und mit bis 14mm Umfang relativ groß. Hartmais ist deshalb weitaus selektiver als Dosenmais und ich fange kaum Kleinfisch mit ihm, eher alles was in keinen Schuhkarton passt und er ist quasi unkaputtbar, geschweige denn, das Kollege Fingerlang ihn maltretieren und vom Quick Stop stibitzen könnte. Mit einer kleinen handvoll Hartmais (als Köder) komme ich den ganzen Angeltag zurecht und ich fange regelmäßig mit einem einzelnen Korn mehrere Fische hintereinander. Der Verlust entsteht eher, weil sie ab und an aufbrechen. Krebse und Krabben sind auch nochmal so eine Geschichte, gerade im Sommer. Hartmais ist darüberhinaus ziemlich schwer, weshalb ich ihn gerne beim Method Feedern fernab der Uferkante oder in der Strömung mit der Madenschleuder* beifüttere. Fliegt weit und bleibt liegen, deshalb.
Hartmais biete ich beim Method Feedern im Sommer am Quick Stop je nach Korngröße an der Hakengröße #10 bis #8 an. Zwei kleine Körner oder eine kleine Kette auch mal an der Hakengröße #8 bis #6. Wenn das Beißverhalten zögerlich ist halbiere ich manchmal ein Korn und setze es hinter einen #12er. Ist immernoch einigermaßen Kleinfischsicher, wird aber von mäkelnden Großfischen eher inhaliert. Wie ich Hartmais herstelle erkläre ich dir in meinem Hartmaisstudium.



Method Feeder Vorfach Empfehlung vom 16er-Haken
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Wafter & Miniboilies
Wafter und Miniboilies sind als Method Feeder Köder im Sommer ganz vorne bei mir dabei. Aus Gründen der Selektivität, Effektivität und Fängigkeit. In der Größe 6mm bis 10mm. Ich mische die verschiedenen Durchmesser gleicher Sorten in einem einzelnen Döschen, damit ich nicht eine Extraktasche schleppen müsste. Verschiedene Farben sind entscheidend, denn Fische können tatsächlich wählerisch sein. Im Sommer noch eher, wenn die natürliche Nahrung nicht zu knapp ist. Mindestens Weiß, Gelb, Rot und Orange. Ich übertreibe nicht und versuche erst garnicht jedes Aroma in jeder Farbe und Größe abzudecken, bei der Vielfalt wäre der Hirnficktot sicher. Wichtiger ist, sich Favoriten UND Vertrauen in diese zu erarbeiten. Ich stehe eher auf grundsolide Aromen wie Knoblauch, Krill, Bloodworm, Vanille, Sweetcorn, Monster Crab, Muschel, Hanf und dergleichen. Die fangen, und da bin ich mir absolut sicher, weil ich sie auch erfolgreich als Lockstoffe einsetze.
Anköderung erfolgt am Bayonet (Spieß) an der Hakengröße #12 bei 6mm, #10 bei 8mm und #8 bei 10mm. Wafter balancieren das Hakengewicht aus, machen sich auf Schlamm beziehungsweise bei vorsichtigen Fischen super, weil sie sich nahezu schwerelos und somit unverdächtig einsaugen lassen. Am Bayonet stehen Wafter ebenfalls aufrecht im Wasser, wackeln hin und her, wie ein Stehaufmännchen, wodurch ein Lebendködereffekt durch Bewegungsreiz entsteht. Miniboilies sind schwerer und halten den Köder konzentriert auf dem Method Feeder*, das hat auf unsauberen Untergründen seine Vorteile (Fadenalgen, Laub etc). Er fällt nicht so willenlos runter, ist eher sesshaft.



Method Feeder Wafter Empfehlung vom 16er-Haken
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Pop-Ups
Pop-Ups sind Boilies, welche mit dem Haken auf Vorfächlänge auftreiben. Ich verfolge die gleiche Logik in der Größe, Farbwahl und Aromatik wie bei Waftern. Wieder 6mm bis 10mm, Kleinfische sind oftmals kein Thema. Mit Pop-Ups visualisiere ich den Köder maximal, der steht ja tatsächlich über den Dingen und spricht Fische an, die über Grund rumgeiern, im Sommer ist das eher die Regel denn die Ausnahme, die Schnute nicht in Schlamm stecken wollen, ebenso ist der Uplift gefordert wenns untenrum etwas krautiger ist und der Haken sich verfangen aber nicht fangen würde oder Bodenköder nicht die erhoffte Resonanz auslösen wollen, also ein anderer Reiz herhalten muss. Auf butterweichem Schlamm können Pop-Ups effektiver sein, weil vieles beim gewühle von Karpfen, Brassen oder Schleien im wahrsten Sinne des Wortes untergeht, ein auftreibender Köder dagegen ständig im Sichtfeld verbleibt.
Pop-Ups ködere ich beim Method Feedern im Sommer in der Regel am Bayonet an. 6mm an der Hakengröße #12, 8mm an der Hakengröße #10, 10mm an der Hakengröße #8. Bait Bands kommen hin und wieder zum Einsatz, wenn ich einen Pop-Up mit toten Maden kombiniere.



Pellets
Ich füttere Pellets, also nehme ich Pellets auch als Köder her. Alles andere wäre inkonsequent und komplett hohl. Im Sommer bediene ich ebenfalls 6mm bis 10mm Formel, wobei ich oftmals auf 6mm und 8mm kleben bleibe. Pellets sind aktiv, lösen sich im warmen Sommerwasser und verhalten sich wie kleine Klospülsteine nur in lecker. Manche zerfallen schneller (~30 Minuten), andere langsamer (~Stunden), die Aromen geben sich dabei frei und der Fisch kann sie wegnaschen. Diese Synergie ist in sich als Futter und Partikel in Einheit zu begreifen, weshalb Pellets ohne weiteres extrem praktisch und zeitsparend sind. Ich öffne die Tüte, setze mir das Gedönse an, binde den Kram unter Umständen mit einem Mehl unkompliziert ab und hänge mir einen Pellet an die Montage. In der Pelletködergröße orientiere ich mich am größten Pelletdurchmesser, wenn ich sie pur oder hochanteilig im Futter einsetze. Wenn ich an der Elbe 6mm füttere, kommt auch mindestens ein 6mm oder 8mm ans Haar. Bei einer Fütterung von 8mm eben 8mm oder 10mm. Bei 2mm und 3mm mindestens 4mm, kleiner ist in der Anköderung fummelig und im Sommer sinds eh meistens 6mm. So bleibe ich aus fischlicher Sicht im Wertbereich und Futtersetting. Einerseits im Durchmesser unauffällig gleichgroß oder leicht größer für die Gierschlunde.
Die Pelletanköderung geschieht am Bait Band an der Hakengröße #12 für 6mm, Hakengröße #10 für 8mm und Hakengröße #8 für 10mm. Pellets sind in fast allen meiner Strategien integriert und nehmen beim Method Feedern im Sommer als Köder und Futtermittel eine tragende Säule ein. Dynamite Baits Big River Feeder Pellets in Knoblauch & Käse* könnte ich beispielsweise selber fressen, die möchte ich dir unbedingt nahelegen. Kommen im Größenmischbeutel in 4mm, 6mm und 8mm. Ich fülle mir diese (genauso wie die anderen beiden Sorten in Shrimp* und Meat*) in kleine Dosen ab, sodass ich eine gute Bandbreite gleich zur Hand habe. Die 8mm pflücke ich mir teilweise auch mit der Hand raus, die gehen separat als Reserve in den Schrank, sind im kleineren Anteil beigemengt, damit ich eher bei 4mm und 6mm in der Fütterung lande.



Method Feeder Pellet Empfehlung vom 16er-Haken
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Hundekauröllchen
Etwas ungewöhnlicher ist das Hundekauröllchen. Ein Method Feeder Köder aus dem Supermarkt, den ich damals durch Charly im ersten Jahr nach der Tierheimüberheimübernahme im Sommer 2014 kennengelernt habe und ziemlich schnell zu schätzen wusste, weil das fleischige Aroma Brassen und Karpfen außerordentlich anspricht. Die Röllchen lassen sich passend herunterschneiden, sind im Handling unkompliziert, fast überall zu kaufen, günstig und variabel. Man kann sich mehr oder minder kleine Stücken basteln. Ich orientiere mich im Sommer grob an 8mm Pellets, es sind im Grunde genommen ja Pellets. Der Farbton verläuft je nach Sorte hellbraun (Geflügel) bis fast schwarz (Wild). Ich warte nur noch auf Fischröllchen. 😂👍
Hundekauröllchen ziehe ich ins Bait Band mit einer Pelletzange. Hakengröße #12 bis #8 abhängig zum Bruchstück. Dieser Köder wirkt verheerend effektiv im Zusammenspiel mit meinem Method Feeder Futter Rezept, das auf Hundetrockenfutter basiert. Hier ein passender Bericht dazu.



Garnelen
Die Garnele hat bei mir dieses Jahr ihren Durchbruch erlebt, erst als Köder auf der Pirsch nach kapitalen Rotfedern, dann per Zufall als krasser Schleienköder. Die Ergebnisse waren so gut, das ich Garnelen in meine Köderrotaion aufgenommen und zwei drei Pakete eingefroren habe, mir ein paar bei Bedarf mitnehme und ins Feld schicke, wenn mich der Hafer zwickt. Die Sorte ist im Prinzip egal, der Zustand bis zu einem gewissen Grad ebenso. Eine Packung ließ ich für einen Tag in der Sommersonne stehen, die fangen weder schlechter noch besser, nur die Anköderung wird schwieriger, weil das Eiweiß sich auflöst, alles zerfleddert. Ich schneide mir die Garnelen zurecht, inetwa in der Größe eines Kleinfinger bis Fingernagels. Garnelen sind allerdings kaum selektiv, Kleinfische und Rotfedern machen kurzen Prozess. Die sind, darum hebe ich sie dezidiert hervor, richtig geil auf das salzige, krebsige und eiweißreiche Fleisch. Darin sehe ich auch den Hauptgrund in der Fängigkeit.
Garnelen ködere ich am Quick Stop an. An der Hakengröße #12 bis #8 je nach Schnitt. Kleinere Pazifikgarnelen sind mir lieber, da passgenauer.



Fazit meiner Method Feeder Sommer Köder
Ich würde sagen mein Flow ist ersichtlich. Ich peile Ködergrößen zwischen 6mm und 10mm an, die über dem Frühling und Herbstmodus liegen, aber nicht alles auf Krampf ausschließen. Ich bin selektiv, fange nur äußerst selten Kleinfische, erwische aber auch mal starke Rotaugen, Rotfedern, Güstern oder Giebel zwischen großen Brassen, Karpfen, Alanden oder Schleien. Wenn ich so recht überlege würde ich als Fazit ziehen, das meine Köder im Volumen der herkömmlichen Wasserschneckengröße gleichen und das wäre so ungefähr die Hauptnahrung aller großen Friedfische. Ich orientiere mich viel an den Naturgegebenheiten in meinem Denken und ich denke, das meine Ergebnisse deshalb auch recht ansehnlich sind. Ein kleiner Flex sei mir erlaubt.
Meine Top 7 der Köder zum Method Feedern im Sommer sehe ich nicht dogmatisch, das will ich jedoch verstanden wissen. Es sind meine Favoriten, die hin und wieder genauso abstürzen wie alles andere. Diese Köder sind ein Querschnitt meiner Erfahrungen, nicht hochspezifisch. An der Elbe verwende ich selbstverständlich 12mm Boilies sobald mir danach ist, am Tümpel hin und wieder Wurmköpfe am Bait Band, am Parkteich geht selten etwas über Bread Punch. Nur nicht so oft, eher situationsbezogen. Im Kontext der Dinge, nicht nach Drehbuch. Die Top 7 bündelt, worauf ich definitiv überall vertrauen würde und ich weiß, das die Chancen höher denn niedrig stehen. Das ist wie bei einer Suppe. Salz und Pfeffer gehören da rein, damit ist aber nicht gesagt, das andere Gewürze unnütz sind. Es kommt eben auf das Rezept an. Manches ist essentiell, anderes geschmacklich optional.
Herzlichst, dein 16er-Haken 🐟 ❤️ 🎣

















