Schleie Fangen

Du willst eine Schleie Fangen? Die Strategie ist Entscheidend!

Wer eine Schleie fangen will, muss manchmal Kreativ sein. Wie kommen wir aber ohne tagelanges Ansitzen an den Fisch? Das Selektieren über das richtige Futter und farbliche Köder können eine Strategie sein.

Schleie Fangen

Wie meine Taktik aussieht, um eine Schleie zu Fangen, verrate ich euch wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Eine Schleie über das Spiel der Farben fangen

Vor einiger Zeit kaufte ich mir ein Paket mit vielen tollen Produkten. Darunter war der Method Juice, eine Neuheit auf dem Markt der Lockstoffe. Seinen Zweck hat er eigentlich im Bereich des Method Feedern, wir können mit ihm aber auch verschiedene Köder färben.

Bedecken wir Dosenmais mit dem Saft beispielsweise, nimmt er innerhalb von 12 Stunden die neue Farbe an. Dieser kleine Kniff kann reichen, um eine Schleie an manchen Tagen zu fangen. Obendrein bekommen wir aber noch einen Bonus. Das Aroma des Lockstoffes überträgt sich nämlich genauso. Wir schlagen also 2 Fliegen mit einer Klappe!

gefärbter Mais und Wolkenbilder

Über Nacht ließ ich deswegen eine Handvoll von Mais in den jeweiligen Aromen durchziehen. Das Resultat am nächsten Tag war absolut perfekt. Die Farben Rot und Grün hafteten überragend am Köder. Darüberhinaus war der Geruch klar wahrnehmbar.

Für meine Strategie war dieser Effekt von absoluter Wichtigkeit. Eine Schleie an Gewässern mit hohem Angeldruck zu fangen, bedeutet oft neue Wege zu gehen. Der gelbe Mais mit dem Bekannten süßem Duft verfehlt nämlich gerne seine Wirkung, wenn er häufig von Anglern verwendet wird. Ich wollte den Spieß umdrehen und griff deswegen zu:

  • grünem Knoblauchmais
  • hellem Schokomais
  • rotem Zuckmückenmais

Optische Reize steigern die Chancen beim Angeln auf Schleien

Wer kurze Ansitze liebt, der muss seine Denkweise anpassen um eine Schleie zu Fangen. Das Setzen von Reizpunkten ist eine klevere Taktik, wenn wir statische Köder wie Mais oder Weizen nutzen. Haben wir nur sehr wenig Zeit, müssen wir Überzeugungsarbeit leisten.

gefärbter Mais in einer Schale

Diese Art der Strategie verwende ich beim Feedern, Stippen oder Pickern häufig. Um sich nicht auf das Glück zu verlassen, hebe ich den Köder also hervor. Den normalen Dosenmais füttere ich nur, um die Aufmerksamkeit der Fische zu erhalten. Am Haken bringen wir unser heißes Eisen in Stellung, um die Schleie zu fangen. Wir vermeiden die berühmte Nadel im Heuhaufen, um unsere Chancen zu steigern.

Das richtige Lockfutter hilft, wenn du eine Schleie fangen willst

Wenn wir einen Ochsen füttern wollen, brauchen wir keinen Grashalm in den Stall zu werfen. Wer eine Schleie fangen will, muss das Lockfutter deswegen auf den Zielfisch anpassen. Für mich muss es die folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • Es muss reichhaltig sein
  • Passiv arbeiten
  • Geruchsintensiv wirken
  • Geschmackvoll sein
  • eine leichte Bindung vorweisen

Das Futter sollte etwas bindiger sein, um den Grund des Gewässers schadlos zu erreichen. Es ist wichtig, keine Weißfische zu aktivieren. Jeder abplatzende Partikel zieht die Aufmerksamkeit kleiner Fische auf sich, diese Konkurrenz mögen Schleien überhaupt nicht.

Den Nährwert müssen wir ebenfalls anpassen. Da Schleien recht kraftvolle Fische sind, dürfen wir ruhig grobe Partikel anbieten. Ich verwende am Liebsten:

Wer eine Schleie fangen will, greift auf gehaltvolles Futter zurück

Bis zu 300 Gramm an Partikeln verwende ich auf einen ganzen Liter, wenn ich eine Schleie fangen will. Sie sind schlicht und ergreifend keine Staubfresser, deswegen können wir Angler aus den vollen Schöpfen. Viele Schrote werten den Futterplatz für die Grünsten aller Fische erheblich auf.

Für diesen Ansatz benötigte ich dennoch selten mehr als 2 Liter an Futter in 5 Stunden. Es kommt also nicht auf die blanke Menge an, sondern auf den Inhalt. Es ist wie bei einem gutem Eintopf, er darf nicht nur aus Wasser bestehen! Allerdings sehen die Brassen und Karpfen das Genauso.

Auf eine Fütterung von Lebendködern verzichten

Auf das Füttern lebender Köder verzichte ich oft, weil ich die Anzahl der Beifänge reduzieren möchte. Im Prinzip versuchen wir alle anderen Fischarten auszuschließen, um eine Schleie gezielt zu Fangen.

Maden locken oft Rotaugen und Rotfedern, während Würmer auf Barsche sehr anziehend wirken. Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn, die Schleien auf ihren Straßen zu suchen. Bieten wir dort reichhaltige, aber passive Kost an, sind die Chancen sehr hoch. Da Eiweiß trotzdem in ein gutes Schleienfutter gehört, greife ich häufig auf tote Maden zurück.

Mein taktischer Ansatz – Augen auf beim Angeln auf Schleien

Da meine Angelei englischer Natur ist, bin ich bestrebt die Schleie innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums zu fangen. Tagelange Ansitze sind in meinen Augen eine Verschwendung an Zeit. Viel lieber baue ich meinen Erfolg durch das Beobachten des Gewässers auf. Manchmal sitze ich Stundenlang mit dem Hund am Teich auf der Suche nach der Erkenntnis.

Schleienstraße

Wer seine Augen nicht Dauerhaft auf dem Handy hat, entdeckt deswegen früher oder später Anzeichen für gute Stellen. Aufsteigende Blasen könnten uns fressende Fische signalisieren, während wackelndes Schilf schon sehr verdächtig ist. Nicht selten können wir eine Schleie an der Oberfläche springen sehen, dort können wir sie Fangen!

Schleie gezielt Fangen durch intensivere Fütterung zum Start

Wenn ich einen passenden Futterplatz für mich gefunden habe, setze ich bis zu 75% meines Futters direkt zum Start ein. Diese Basis legt den Grundstein, um eine Schleie zu Fangen. Dahinter verbirgt sich aber noch ein weiterer Grund.

Das Konstante nachfüttern wie bei Weißfischen hat nämlich den Nachteil, viel Unruhe auf den Platz zu bringen. Sehr schnell finden sich Rotaugen und Rotfedern nur durch das Geräusch ein. Diese Art der Beifänge wollen wir aber nicht, deswegen müssen wir uns auf eine absolute Zurückhaltung konzentrieren. Ferner geben wir dem Fisch keinen Grund zum Argwohn, wir schaffen das benötige Vertrauen. In der Ruhe liegt eben die Kraft.

Mais in einer Futterschleuder

Ausnahmen mache ich nur, wenn ich die Schleien direkt in der Nähe zu meinem Futterplatz sehe. Mit einem Schuss von Mais mit der Schleuder versuche ich sie in die Nähe des Hakens zu ziehen. Nicht selten kommt ein Biss wie aus dem Nichts, weil der rote Mais zu verführerisch wirkt. Schnell beginnt ein Drill und kurz darauf wird die Schleie gefangen.

Köderwechseln alle 15 Minuten beim Schleienangeln

Da ich sehr aktive Methoden verwende, wechsle ich den Köder nach Möglichkeit häufig aus. Jeden Tag kann es passieren, das wir eine Schleie auf etwas anderes fangen. Manchmal funktioniert der Wurm besser, dann wieder das Bündel von Maden. An einem Gewässer fange ich nur mit rotem, am anderen nur mit grünen Mais.

Da ich sehr flexibel agiere und aktive Methoden verwende, nutze ich diesen Vorteil auch aus. Diese Stärke müssen wir ausspielen, ob wir nun auf Schleien Stippen, Pickern oder Feedern. Ich tausche die Köder nach Gefühl alle 15 Minuten aus. Setze ich auf gefärbten Mais, rotiere ich mit den Farben solange, bis ich ein Ergebnis habe.

  • roter Mais
  • grüner Mais
  • Erbse

Sehr gute Erfahrungen konnte ich allerdings mit roten Mais machen. Er hebt sich sehr aggressiv ab und scheint von den Fischen schneller gefunden zu werden. Haben wir nur Dosenmais gefüttert, kann diese Strategie sehr schnelle Erfolge bringen. Herrscht ein sehr hoher Angeldruck, konnte ich mit grünem Mais, aber auch einer Erbse sehr viele Schleien Fangen.

Nach der ersten gefangen Schleie kehrt Ruhe ein

Sehr häufig kann es uns passieren, eine Schleie schon innerhalb einer kurzen Zeit zu fangen. Haben wir unser Futter an der richtigen Stelle angeboten, ist es sogar die Regel. Nicht selten zieht sich nach einem Drill der Schwarm wieder zurück. Diesen Moment der Ruhe nutze ich, um erneut Futter anzubieten.

Je nach Tagesform probiere ich in der Zwischenzeit neue Dinge aus, manchmal lausche ich auch nur der Natur und lasse meinen Köder liegen. Um zügig eine weitere Schleie zu Fangen kann ein kleiner Trick dennoch helfen. Ich werfe in gutem Abstand um den Futterplatz drum herum, um den Schwarm zu finden. Mit Glück kriegen wir binnen weniger Minuten einen erneuten Biss.

gefangene Schleie auf einem Kescher

Bei meiner Vorbereitung zu diesem Bericht lauschte ich aber der Natur. Fröhlich wartend auf den nächsten Kontakt konnte ich nach 80 Minuten erneut zuschlagen. Ich konnte meine zweite Schleie innerhalb von 3 Stunden ohne großen Aufwand fangen. Beide Exemplare waren nicht nur Strategisch herausgearbeitet, sie hatten beide auch eine Vorliebe für die Farbe Rot.

Ich hoffe ich konnte dir einige Tipps zum Angeln auf Schleien mit auf den Weg geben. Solltest du Fragen haben, kannst du dich direkt über die Kommentar-Funktion an mich wenden. Sollte ich nicht sofort Antworten, bin ich bestimmt wieder irgendwo einen Teich voller grüner Hoffnung beobachten.

Herzlichst, euer 16er-Haken

Teile diesen Beitrag

Ebenfalls Interessant:

Comments

  1. Mal wieder ein schöner Bericht Christoph 👍
    Bekommt man das Method Juice in jedem guten Angelladen und welche Sorte kannst du besonders empfehlen?
    LG Sven

    1. Author

      Hallo Sven!

      Könnte schwierig werden, bei uns gibt es den Juice nur über einen Bekannten. Die meisten Läden führen ihn nicht. Als Alternative kannst du auch Futterfarben verwenden und den Mais auf diese Art einlegen. Den Geruch kannst du durch Beigaben von Gewürzen oder anderen flüssigen Lockenstoffen genauso eintragen. Es gibt beim Angeln wie immer viele Wege nach Rom.

      Der Geschmack richtet sich nur danach, was die Schleien wollen. Knoblauch und Zuckmücke gingen aber immer. Gruß an den Kanalangler!

Leave a Comment