Dips Angeln

Dips zum Angeln – Lockstoffe für die Nase

Dips zum Angeln werden oft unterschätzt, ihre Wirkungsweise wird mit faulen Zaubertricks gleichgesetzt. Wenn ein Koch aber seine Gerichte durch Aromen verführerisch in Szene setzt, würde auch niemand diesen Kniff infrage stellen. Es geht im Endeffekt um nichts anderes als die Sinne zu betören.

Dips Angeln

Einen Köder zu Dippen verfolgt denselben Grundgedanken, wie wir ihn bei Speisen aus der Küche wiedererkennen. Farben und Düfte sollen nur den letzten Schliff geben, der Fisch soll den Köder schneller finden. Diese Grundidee steht hinter den Dips, deswegen sind sie auch so erfolgreich.

Was sind Dips zum Angeln überhaupt?

Dips zum Angeln sind Lockstoffe auf Basis verschiedener Grundstoffe. Sie verfolgen das Ziel, einen Fisch scheller zum Köder zu führen, weil sie ihn durch einen anderen Geruch hervorheben. Die Hauptsächlich verwendete Trägerstoffe sind:

  • Öle
  • Alkohol
  • Sirup
  • Pulverstoffe

Jede Grundsubstanz wirkt im Wasser anders, weil die Eigenschaften sehr unterschiedlich sind. Öle zum Beispiel arbeiten bei sehr kalten Temperaturen nur sehr träge, da sie sich nicht richtig lösen. Im Winter greifen wir deswegen eher zu einem Dip auf Basis von Alkohol zurück.

Pulverlockstoffe wiederum kommen zum Einsatz, wenn ein Köder sehr lange auf dem Futterplatz liegen soll. Unterwasser bildet sich eine Schicht aus Gelee, welche sehr langanhaltend Duft abgibt. Für Boilies eignet sich diese Art der Dips ganz besonders.

Öle sind ein Klassiker für den Sommer, weil sie leichter als Wasser sind. Sie steigen nach oben und sind immer dann hilfreich, wenn an besonders tiefen Gewässern geangelt wird. Unterhalb einer Wassertemperatur von 10 Grad lösen sich Öle aber nicht mehr richtig, der Grund dafür ist die Viskosität. Daran solltest du immer denken.

Jeder einzelne dieser Trägerstoffe verfolgt am Ende des Tages aber nur ein einziges Ziel. Durch einen Schlüsselreiz soll der Biss ausgelöst werden.

ölige Dips Seitentisch

Natürlich erscheint die Wirkung im ersten Moment etwas widersprüchlich, da ein Futterplatz ebenfalls stark riecht. Allerdings haben Fische einen wesentlich höheren Geruchssinn als wir Menschen. Bis zu einer Million mal intensiver nehmen sie Aromen auf große Entfernungen wahr. Das Prinzip der Dips zum Angeln funktioniert deswegen so hervorragend.

Worauf du beim Kauf von Dips zum Angeln achten solltest

Im Handel zu erwerben sind Dips in den Mengen zwischen 30 Milliliter und 100 Milliliter. Die Preise schwanken dabei zwischen 2€ bis 5€, allerdings sollten wir bei der Qualität nicht sparen. Ein Dip ist nur erfolgreich, wenn er auch haftet, alles andere wäre Augenwischerei.

Achte auch auf die Öffnung der Gläschen oder Dosen, sie müssen groß genug sein, um den Köder beschwerdefrei zu Dippen. Ich hatte schon ganz wilde Produkte in den Händen, wo 2 Maden nur mit Akrobatik eingeführt werden konnten.

Der Punkt Qualität ist mir besonders wichtig! Aus meinem erlernten Beruf kenne ich ein tolles Beispiel. Wir nennen das Mogeln von Sauberkeit an Textilien das Weicherspülersyndrom. Was gut riecht muss ja ordentlich gereinigt worden sein.

Tatsächlich aber regt der Geruch von Frische nur das Gehirn an und suggeriert diesen Effekt.Bei Dips ist das nicht anders, sie riechen vielleicht besonders attraktiv, müssen aber am Köder zumindest einige Zeit haften. Sehr günstige Produkte erfüllen dieses Kriterium meiner Meinung nach nicht. Sie mogeln diesen Effekt nur vor. Also nicht knausern, du würdest nur am falschen Ende sparen.

Warum wir Dips einsetzen

Fisch und Angler

Kennst du das, wenn die Bisse manchmal nur sehr Zaghaft kommen? Kleine Mikrozupfer an der Spitze oder nur minimal absinkende Posen können einen Angler in den Wahnsinn treiben. Die Fische sind zwar da, aber so richtig fressen wollen sie noch nicht.

Dieser Moment schreit nach den Dips zum Angeln. Sie sorgen für heftigere Bisse, weil sie das Interesse steigern können. Kaum wurde die Made in Anis gebadet, schon knallt die Spitze fast vom Rutenständer. Der Erfolg liegt halt oft im Detail.

Bei Wettkämpfen lässt sich dieses Phänomen besonders gut beobachten, wenn die Fische sehr spitz beißen. Oft stehen jene Angler auf dem Treppchen, welche Dips zum Angeln verwendet haben.

Da recht viel Futter angeboten wird, müssen wir gegenüber einem Schwarm an Brassen oder Rotaugen einfach mehr Überzeugungsarbeit leisten. Sind sie besonders misstrauisch, müssen wir um jedes Gramm kämpfen. Für den Ansitz am Wiesenteich gelten diese Spielregeln in ähnlicher Dimension, auch hier kommt natürliche Nahrung in Mengen vor.

Ein weiterer Grund zum Einsatz von Dips kann auch eine versehentliche Überfütterung sein. Seit einer Stunden fangen wir Konstant unsere Fische, auf einmal bricht der Futterplatz zusammen. Möglicherweise haben wir einfach zu viele Partikel angeboten.

Satt und Faul schwimmt unsere Beute um den Futterkorb herum. Ein Dip zum Angeln kann jetzt wie ein Dessert wirken. Nach einem Fünfgänge Menü passt zum Schluss immer noch das Eis in den Wanzt. Wir lassen uns durch eine besondere Präsentation oder etwas richtig leckeres nochmals Verleiten, obwohl der Magen voll ist. Genau deswegen setzen wir die Dips manchmal ein!

Anwendung ist keine Raketenwissenschaft

Das Benutzen von Dips fällt uns leicht, weil es keine großen Kenntnisse erfordert. Du musst dem Köder nur etwas Zeit geben, damit er sich mit dem Lockstoff benetzen kann. Bis zu 20 Sekunden räume ich mir für diesen Arbeitsschritt ein. Manche Dips können recht zähflüssig sein, weswegen ich kleine Zahnstocher dabei habe. Mit den kleinen Spießen drücke ich die Maden einfach nur nach unten, dann bleiben die Finger sauber.

Wie wir Dips grundsätzlich Unterscheiden

Dips Lockfutter

Meine Philosophie bei der Verwendung von Dips zum Angeln ist sehr einfach. Meiner Meinung nach reicht eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Aromen vollkommen aus. Der Kontrast zwischen den Gerüchen sollte nur klar erkennbar sein.

Glaubst du ein Fisch würde zwischen einem Erdbeer oder Himbeerdip unterschieden? Nach Jahren des Friedfischangelns habe ich für mich deswegen eine klare Trennlinie zwischen den Sorten aufgestellt. Meine Untergruppen sind:

  • herbe oder fleischige Dips
  • fruchtige Dips
  • fischige Dips

Aus diesen drei Rubriken greife ich mir jeweils 2 verschiedene Sorten an Gerüchen. Ich achte darauf, das sie sich sich gut voneinander abheben, um beim Angeln aus den vollen Schöpfen zu können.

Für mich riecht ein Dip aus Schellfisch oder Sardine schlicht gleich, weswegen ich einen der beiden mit einem Muschelaroma ersetzen würde. Beide Stammen aus der Gruppe der fischigen Dips. Diese Logik wende ich bei meiner Auswahl für jede Rubrik an. Schnell finden wir unsere Favoriten und entwickeln das nötige Vertrauen.

verschiedene Angeldips

Eine kleine Auflistung zur Inspiration packe ich euch noch in den Artikel, vielleicht hast du einige dieser Dips sogar schon verwendet?

Herbe Dips

  • Wurm
  • Zuckmücken
  • Leber
  • Anis
  • Käse
  • Knoblauch
  • Vanille

Fruchtige Dips

  • Honig
  • Ananas
  • Bananen
  • Erdbeere
  • Kirsch
  • Karamell
  • Kokosnuss

Fischige Dips

  • Fischöl
  • Krabben
  • Muschel
  • Tintenfisch
  • Halibutt
  • Flusskrebs

Abschließend gilt zu schreiben, das jeder Dip zum Angeln nur so erfolgreich sein kann, wie du ihm Vertraust. Nicht immer läuft ein Angeltag nach unseren Vorstellungen, deshalb sind sind diese kleinen Tricks durchaus eine tolle Hilfe.

Tatsächlich habe ich Dips in meinem Schrank, welche einfach nicht funktionieren wollen. Ich werfe sie dann nicht weg, stattdessen lege ich meinen Weizen damit ein.

Herzlichst, euer 16er-Haken

Teile diesen Beitrag

Leave a Comment