Feederausrüstung für den Frühling

5 Tipps zum Feedern im Frühling

Feedern im Frühling stellt für viele Angler den Auftakt der Saison dar. Wie immer verändern sich aber die Spielregeln für jede Jahreszeit. Wer Erfolg haben will, muss sich also den Gegebenheiten im Frühjahr anpassen.

Feedern Frühling

Ich habe 5 Tipps zum Feedern im Frühling für euch, um die Ausbeute zu steigern. Viel Spaß beim Lesen!

Das Körbchen und die Knospen im Frühjahr

Im Frühling bemerken wir einen Wandel in der Natur. Die ersten Sonnenstrahlen sind nicht nur Balsam für die Seele, auch die Umwelt verändert sich. Das Flachwasser wird wärmer, während die ersten Knospen an den Ästen sprießen.

Wer im Frühling Feedern will, muss sich auf diese Vorzeichen einstellen. Die flachen Abschnitte eines Gewässers sind jetzt besonders Fruchtbar, weil sie sich schneller erwärmen. Da Fische wechselwarme Tiere sind, steigen auch unsere Chancen mit den erhöhten Temperaturen.

Feederausrüstung für den Frühling

Die Uferzonen oder Sandbänke sind jetzt besonders Vielversprechend. Täuschen lassen dürfen wir uns aber nicht. Im März kann das Schmelzwasser uns immer noch einen Strich durch die Rechnung machen. Während du im T-Shirt am See sitzt, kann also Unterwasser noch tiefster Winter herrschen.

Wenn wir diese Faktoren berücksichtigen, steht uns aber nichts mehr Weg! 5 sehr einfache Tipps zum Feedern habe ich für euch, welche alle auf diesen einfachen Grundlagen im Frühjahr aufbauen.

Futterkorbgröße beim Feedern im Frühling anpassen

Wir Männer stehen auf Körbchen, das Volumen ist mit Sicherheit ein Gradmesser unserer Wahl auf der Suche nach einem Partner. Auch beim Feedern schenken wir diesem Fakt besondere Beachtung. Wie muss ein Futterkorb im Frühling beschaffen sein, wenn wir einen ersten Ansitz wagen?

Ich habe mir im Laufe der Jahre angewöhnt, auf eher kleinere Modelle zurückzugreifen und die Situation während des Angelns zu analysieren. Das Überfüttern kann immer noch ein Problem sein, weil die Temperaturen stark schwanken.

Vor allem die Nächte können im niedrigen einstelligen Bereich ganz unbemerkt liegen. Nutzen wir große Körbe im Frühling, kann durch viele Würfe schnell zuviel Futter beim Feedern präsentiert werden.

verschiedene kleine Futterkörbe

Nicht größer als eine Kastanie sind die meisten meiner Futterkörbe, diese Einschränkung verhindert auch ein unbewusstes Überladen durch Partikel. Der Wurftakt erhöht sich automatisch über die Anzahl der gefangenen Fische, wodurch ein guter Rhythmus gegeben ist. Mit der Zeit baut sich ein ebenso großer Futterplatz auf, wir zögern die Sache nur hinaus.

Während des Angelns ist es ebenso möglich, den Korb mit einem Blei auszutauschen. Dieser kleine Kniff kann an besonders schwierigen Tagen durchaus helfen. Es in meinen Augen immer besser, etwas defensiver beim Feedern im Frühling zu starten.

Wenn die Fische voll im Saft stehen, können wir jederzeit Futter nachlegen. Alles was zu viel gefüttert wurde, bekommen wir aber nicht mehr aus dem Wasser raus. Wer also mit dem Köpfchen arbeitet, geht selten ohne Fang nach Hause.

Die Platzwahl entscheidet beim Feedern über den Erfolg im Frühling

Ein Blick über die Wasseroberfläche entscheidet bei vielen Anglern über Wahl des Platzes. Die geschnittene Stelle muss ja vielversprechend sein und der kurze Weg vom Parkplatz kann nur für den Erfolg stehen. Eine kleine Weisheit möchte ich euch mit auf den Weg geben:

Was du über dem Wasser siehst, ist Nachrangig.

Beim Feedern im Frühling ist die Wahl der Angelstelle recht einfach. Wir suchen die flachen Bereiche eines Gewässers auf. Nur 50 Zentimeter Wassertiefe können genügen, wenn wir den Kescher füllen wollen. Die erste Kante am Ufer im Nahbereich, aber auch die Sandbank auf 50 Meter Distanz sind ideale Anlaufpunkte.

Skizze der Sitzplätze zum Feedern im Frühling

Das Wasser wird dort aufgrund der Sonne in den flachen Abschnitten schlicht wärmer, die Fische arrangieren sich wegen den besseren Lebensbedingungen mit dieser Situation. Die ersten Larven und Insekten finden sich ebenfalls im Nahbereich ein. Es ist der gedeckte Tisch für die Brassen und Schleien.

Wer klever Feedern will, positioniert sich deswegen im Frühjahr mit einer großen Flexibilität. Manchmal können die Fische noch sehr träge sein oder sich am Übergang von tiefen zu flachen Bereichen aufhalten. Wer als Option alle Möglichkeiten voll Ausschöpft, fährt die sicherste Schiene. Mit einer leichten Feederrute können wir die Karten voll ausspielen!

Wie Flach darf eine Angelstelle überhaupt sein? Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt. Meine Formel ist sehr einfach. Das Wasser muss so tief sein, wie ein Fisch hoch ist!

Futtermenge und Nährwert noch Moderat beim Feedern im Frühjahr wählen

Ohne Lockfutter könnten wir im Frühling nicht Feedern, wie muss es aber aufgebaut sein? Eine sehr einfache Denkweise hatte mir über die letzten Jahre sehr geholfen. Das Futter liegt in seinem Nährwert einfach zwischen den Jahreszeiten Winter und Sommer. Mit den wechselhaften Temperaturen tendiere ich in die jeweilige Richtung bei der Dosierung von Beigaben jeglicher Art.

Für mich ist es mittlerweile vollkommen unerheblich, zu welcher Jahreszeit ich welchen Köder füttere. Es ist vielmehr die Menge, die Ausschlaggebend ist. Ein Maiskorn kann genauso gut beim Method Feeedern im Winter auf Karpfen funktionieren, wie auf dicke Brassen beim Feedern im Frühling. Es ist Vielmehr die Dosierung und das Beißverhalten, wonach wir uns richten.

Lockfutter mit roten Partikeln in einem Eimer

Mehr als einen Liter an Futter brauche ich beim Feedern im Frühling nicht. Neben einigen wenigen roten und gelben Partikeln verzichte auf weitere Beigaben jeglicher Art. Nach der Startfütterung entscheide ich Aufgrund der Bisse nach meinem weiteren Handeln. Möchten die Fische Caster, füttere ich diese über den Futterkorb bei. Reagieren sie auf Maden oder Weizen besser, sollen sie diese Kost serviert bekommen.

Das Sieben ist für mich grundsätzlich der wichtigste Arbeitsschritt. Ich nutze gerne eine 4 Millimeter Maschenweite, um grobe Klumpen zu entfernen. Selbstmischer können auf energiereiche Futtermehle verzichten oder Erden zum Strecken verwenden. Haferflocken und andere sehr nahrhafte Beigaben lasse ich aus dem Spiel, diese Zusätze sind erst im Sommer relevant. Wenn wir im Frühjahr Feedern, ist das Motto „FDH“ ein guter Gradmesser.

Die Uhrzeit ist beim Feedern im Frühling ein Faktor

Ein Blick in mein einst gepflegtes Fangbuch zeigte eine tolle Tendenz beim Feedern im Frühling auf. Die Fänge zwischen März bis Juni waren vor allem in den Nachmittagsstunden oft besser als im Morgengrauen. Könnte dieser Umstand ein Zufall sein? Wohl kaum!

Bis zu 30% mehr an Gewicht konnte ich im Vergleich fangen, wenn ich nach 12 Uhr zum Angeln gefahren bin. Welchen Grund könnte es für diese Beobachtung geben? Meiner Ansicht nach liegt es vor allem an der Kraft der Sonne! Das Wasser braucht schlicht etwas Zeit, bis es sich erwärmt. Entsprechend reagieren die Fische in den Morgenstunden noch etwas träger. Im Laufe des Tages steigert sich aber der Appetit und die Beißfreudigkeit.

Feedern im Frühjahr

Ich setze mich beim Feedern im Frühling deswegen gerne mit der Nase gegen den Wind. Das warme Wasser trägt sich in unsere Richtung, auch das kann neben der Uhrzeit ein entscheidendes Kriterium sein.

Den größten Vorteil sehe ich aber im entspannten Tagesablauf. Keine Augenringe, ein vollwertiges Frühstück mit der Familie und Spaziergänge mit dem Hund laden die Akkus auf. Am Nachmittag können wir unsere Kescher füllen und ein paar Körbe werfen. Es gibt nichts schöneres, als einen entspannten Einstand im Frühjahr, wenn wir Feedern wollen!

Behalte das Schmelzwasser im Auge

Eingangs erwähnte ich bereits von einer unsichtbaren Gefahr. Das Schmelzwasser kann uns bis in den April jederzeit einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Es lauert nur darauf, einem Angler das Leben zu erschweren und wer es nicht einkalkuliert, fällt auf die Nase.

Was ist Schmelzwasser?

Hinter diesem Begriff verbirgt sich geschmolzenes Eis, welches die Wassertemperaturen niedrig hält. Das Wasser ist also noch konstant kalt, währen die Außentemperaturen möglicherweise schon sehr hoch ausfallen. An großen Flüssen sehen wir noch Eisschollen treiben, während der Pullover schon um die Hüfte hängt.

Für die Fische ist also noch Winter, obwohl das Thermometer etwas anderes aussagt. Wir müssen uns deswegen zwingend an die Spielregeln der defensiven Angelei orientieren. Dieser Zeitraum gilt aber nur für die ersten Übergangstage in das Frühjahr hinein.

Ein Setzkescher voller Rotaugen und Rotfedern vom Feedern im Frühjahr

Um dem sehr sensiblen Beißverhalten Rechnung zu tragen, setze ich gerne auf geflochtene Schnüre um jeden Zupfer zu erkennen. Sie weist keine Dehnung auf und überträgt deswegen jede Bewegung am Köder. Wer an einem Fluss ansitzt, kann sich über das Internet auch die Wassertemperaturen einholen. Die Messstationen ermöglichen uns einen sauberen Rückschluss, wann die Schmelzwasserphase vorüber ist.

Ich hoffe dir haben meine 5 Tipps zum Feedern im Frühling gefallen. Natürlich gibt es keine Regeln ohne Ausnahmen, darin liegt der Reiz des Angelns aber begründet. Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren ersten Ansitzen, ich muss jetzt erstmal das Baggerloch antesten, wir haben nämlich wieder März und die Schleien rufen!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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