Feedern im Frühling

5 Tipps zum Feedern im Frühling – Das Körbchen und die Knospen

In Alle Inhalte, Feedern by Christoph HeersKommentieren

Kaum sprießen die Knospen an den Bäumen, da zieht es mich auch schon wieder zum Feedern im Frühling an die flachen Gewässerabschnitte. Wenn die Schneeglöckchen blühen und das Eis schmilzt, dann fliegen meine Futterkörbchen elegant an die seichte Uferkante.

Das Feederangeln ist im Frühjahr mit den steigenden Temperaturen die beste Jahreszeit für einen Ansitz auf die Brassen, Schleien oder Karpfen direkt vor den eigenen Füßen. Ich habe 5 Tipps zum Feedern im Frühling für dich, wenn du erfolgreich deine Fische zwischen den Schneeglöckchen fangen willst. Viel Spaß beim Lesen!

Feederangeln im Frühjahr – Die Natur erwacht zu neuem Leben

Wer liebt sie nicht, diese ersten sonnigen Tage beim Feedern im Frühjahr, nach einem ewig langen und tristen Winter. Keine Frage, ich bin auch ein großer Freund des Angelns in der kalten Jahreszeit, die wenigen Lichtstunden und die zumeist zugefrorenen Gewässer bremsen aber meine Euphorie.

Im Februar kann ich beispielsweise eher Schlittschuh laufen oder die gefluteten Hochwasserwiesen der Elbe beobachten, als meine Zeit mit dem Friedfischangeln zu verbringen. Das Feedern im Frühling stellt für mich deshalb den Auftakt der Saison dar, weil die Natur wieder ihre Schätze freigibt.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen nämlich die Uferbereiche kitzeln und das Eis auf der Wasseroberfläche schmilzt, beginnt ein neuer Lebenszyklus an den meisten Gewässern. Es sind die Insekten und deren Larven, welche nun den Tisch für die Schleien, Brassen, Rotaugen oder Karpfen decken. Zeitgleich erhöht sich auch der Stoffwechsel der Fische und somit die Aktivität bei der Nahrungssuche.

Ausrüstung zum Feederangeln im Frühjahr
im Frühjahr ist die Uferregion der Anlaufpunkt für Insekten und Fische

Aber Vorsicht: Die unsichtbare Gefahr von Schmelzwasser und Überfütterung kann dir immer noch einen Strich durch die Rechnung beim Feedern im Frühling machen! Du sitzt vielleicht sogar schon im T-Shirt am See, in Wahrheit herrschen aber noch winterliche Verhältnisse an deinen Gewässern vor. Diese 5 Tipps sind ein kleiner Wegweiser für das Frühjahr, damit deine Saison im Feederangeln mit einem gefüllten Kescher starten kann.

Größe der Futterkörbe im Frühling anpassen – Leichtes und lautloses Feedern

Stehst du auch auf Körbchen? Ich liebe sie ja, ob bei Frauen oder beim Feedern im Frühling! Die entspreche Größe ist aber nicht nur bei der Partnerwahl entscheidend, sondern ebenfalls bei einem Ansitz an deinen Gewässern. Wenn du im Frühjahr nämlich einen Futterplatz am Ufer anlegst, dann musst du auch das folgende Bedenken: Die Lautstärke deiner Körbe beim Aufschlag nach einem Wurf und die transportierte Menge an Futter und Ködern!

Im anfänglichen Frühling fressen die Fische wegen des niedrigen Stoffwechsels nämlich weniger Nahrung und sie sind im glasklaren Wasser obendrein auch noch so scheu wie ein junges Reh nach der Geburt. Ich habe es mir im Frühling deshalb zur Gewohnheit gemacht, nur noch kleine oder mittlere Futterkörbe beim Feedern zu servieren! Sie schlagen schließlich weniger laut im Wasserkörper ein und verhindern somit auch das befürchtete Überfüttern.

kleine Futterkörbe für das Feedern im Frühjahr
kleine Futterkörbe spielen eine große Rolle beim Feedern im Frühling

Die meisten meiner Futterkörbe übersteigen tatsächlich kaum die Größe einer Kastanie und wiegen nicht mehr als 30 Gramm, wenn ich ein Gewässer zum Feedern im Frühling aufsuche. Ich richte mein Hauptaugenmerk vielmehr auf einen hohen Rhythmus an Würfen und passe mich dem Beißverhalten der Schleien, Brassen, Rotaugen oder Rotfedern beim Feederangeln an. Mein Motto ist im Frühjahr recht einfach: „Behutsam an die Fische herantasten, anstelle mit der Tür ins Haus zu fallen!“

Nach einer eiskalten Nacht an den ersten Tagen im Frühling tausche ich den Futterkorb sogar noch phasenweise mit einem Blei* beim Feedern aus. Nachfüttern kann ein Angler schließlich immer, das Futter aber wieder aus dem Gewässer holen, klappt wirklich selten! Steigen die Wassertemperaturen im April, spätestens aber im Mai, greife ich auch wieder auf die größeren Futterkörbe beim Angeln zurück.

Platzwahl beim Feedern im Frühjahr – Klevere Position sichert den Erfolg beim Ansitz

Es macht nur einmal kurz „Platsch“ und schon hat mein Körbchen den Grund des Gewässers am gegenüberliegenden Ufer erreicht. Mein Futterplatz befindet sich auch nur einen knappen Meter entfernt vom austreibenden Schilf, wo ich auf die vielen Bisse der Schleien oder Rotaugen beim Feedern im Frühling hoffe. Die Fische suchen nämlich genau diese Bereiche im späten März mit den ersten wärmeren Temperaturen auf.

Liegt dein Köder im flachen Wasser, hast du also genau die richtige Stelle ins Visier genommen! Dort tummeln sich nämlich die Insekten und deren Larven, sowie allerhand Getier. Schwanken die Pegel der Flüsse oder Seen kurzzeitig wegen Schmelzwasser, decken auch die Engerlinge oder Würmer den Tisch am Ufer. Diese Einladung nimmt nicht nur der Fisch im Frühjahr an, sondern auch jeder eingefleischte Friedfischangler mit seiner Feederrute!

Skizze der Sitzplätze zum Feedern im Frühling
ein zweiter Futterplatz ist im tiefen Wasser immer eine gute Option beim Feedern im Frühling nach kalten Nächten

Du kannst dein Glück beim Feedern aber auch auf einer flachen Sandbank versuchen, wo sich die Karpfen häufig im Frühling sonnen. Weitere gute Spots sind die ersten Uferkanten und Schilfbänke, sowie die flachen Buhnen der großen Flüsse. Bieten diese Zonen wärmeres Wasser und jede Menge an natürlicher Nahrung, wirst du selten ohne Fang die Heimkehr antreten.

Bonustipp: Die ersten Tage im Frühjahr können noch recht tückisch beim Feedern sein, weil die Wassertemperaturen wegen der eiskalten Nächte dramatisch schwanken. Ich bevorzuge aus diesem Grund immer solche Stellen am See oder Fluss, wo sich ein zweiter Futterplatz ohne Probleme auch im tiefen Wasser aufbauen lässt. Eine leichte Feederrute ist dann meine erste Wahl beim Feedern, weil sie sowohl den Nahbereich, also auch die Distanzen im Frühling abdecken kann.

Wie flach kann eine Angelstelle beim Feedern im Frühling sein?


Dir schwirrt sicherlich die Frage durch den Kopf, wie flach eine Stelle beim Feederangeln im Frühling sein darf. Ich kann dir versichern: Es gibt nur wenige Grenzen! Ich habe schon große Schleien und Karpfen im nur 50 Zentimeter flachen Wasser gefangen, aber auch Aale in noch seichteren Gräben. Meine Faustformel lautet deshalb beim Feedern im Frühling: „Das Wasser muss nur so tief sein, wie der Fisch hoch ist!

Uhrzeit spielt eine Rolle beim Futterkorbangeln im Frühling – Morgenmuffel haben Glück

Weißt du, welche Dinge für Angst und Schrecken in fast jeder Wohnung am Wochenende sorgen? Es ist der klingelnde Wecker am frühen Morgen und eine leere Kaffeedose im Schrank der Küche! Das Feedern hat im Frühling zumindest einen Vorteil: Hat der Hahn dreimal Gekräht, kannst du trotzdem im Bett liegen bleiben. Die ersten Stunden des Tages sind nämlich weniger effektiv beim Feederangeln, als der wärmere Nachmittag oder Abend im Frühjahr.

Nach einer langen Nacht benötigt die Sonne nämlich etwas mehr Zeit, um die ausgekühlten Uferzonen zu erwärmen. Du kennst dieses Phänomen vielleicht auch aus deiner Kindheit beim Schwimmen im Baggerloch: Das Wasser ist an der Oberfläche angenehm warm, aber noch eiskalt nach einem Tauchgang von kaum mehr als einem Meter. Für einen Fisch sieht die Welt im Frühjahr nicht anders aus!

Futterkorbangeln im Frühling an einem Fluss am Mittag
an großen Flüssen sind die flachen Buhnen beim Feederangeln im Frühjahr vielversprechend

Die flachen Bereiche eines Gewässers sind daher auch so interessant beim Feedern im Frühling, wenn die Sonne ihre ganze Kraft im Laufe des Tages entfalten konnte. Der Unterschied mag vielleicht nur einige wenige Grad Celsius betragen, für einen Fisch spielen diese Veränderungen aber eine große Rolle. Ich genieße daher meine Ansitze in den wärmeren Mittags oder Abendstunden beim Futterkorbangeln im Frühjahr. Ohne Augenringe, dafür aber mit viel Kaffee und bester Laune!

Futter im Frühling – Feedern auf Sparflamme

Mische ich heute zwei Tüten vom Futter mit den Haferflocken an?“ rätselte Herbert kurz vor seinem Ausflug mit der Feederrute an das frühlinghafte Gewässer. Der alte Mann konnte schließlich die ersten Ringe an der Wasseroberfläche entdecken und schon gestern lächelte ihm die Sonne mit halber Kraft entgegen. Was Herbert bei seinem großartigen Plan nicht berücksichtigt hatte, sind die niedrigen Wassertemperaturen. Das Gewässer ist nämlich noch so kalt, wie das Bier in seinem Kühlschrank!

Ich halte meine Rezepte beim Feedern im Frühling deshalb frei von allen Partikeln und serviere den Fischen die Köder ausschließlich über den Futterkorb. Was mir besonders wichtig ist: Das Sieben! Ich mag nämlich keine Klumpen im Futter, welche die Brassen oder Rotaugen bereits sättigen, bevor der Haken überhaupt im Maul greifen konnte. Ein Sieb* mit einer Maschenweite von höchstens 3 Millimetern ist darum auch dein bester Freund beim Feedern im Frühling!

Futter und Köder in einer Seitenablage beim Feederangeln im April
ein feines Futter und die richtige Köderdosierung sind im Frühjahr wichtig

Wenn du ein stehendes Gewässer aufsuchst und die flachen Bereiche ins Visier nimmst, sollte dein Futter auch keine allzu hohe Bindung aufweisen. Die Fische reagieren meiner Erfahrung nach nämlich besser auf eine zügige Freigabe der Köder beim Feedern im Frühling. Im klaren Wasser ist das anfängliche Misstrauen der Flossenträger schließlich dein größter Feind und der erzeugte Futterneid deine beste Waffe im Arsenal!

An manchen Gewässern kann sich deshalb auch der Einsatz von dunklen Futterfarben wegen einem hohen Bestand an Raubfischen oder Kormoranen lohnen. Ein unauffälliger Untergrund gibt den Fischen das notwendige Vertrauen beim Fressen und steigert somit erfolgreich die Anzahl deiner Bisse! Auf diese Eigenschaften lege ich großen Wert bei einem Futter* für das Feedern im Frühling:

  • niedrige Bindung
  • gesiebt auf 3 Millimeter
  • markante Aromen
  • frei von Partikeln und Ködern
  • farblich dem Untergrund angepasst

Das Aroma richtet sich nach dem jeweiligen Zielfisch und gewähltem Gewässer. Für Rotaugen und Rotfedern bevorzuge ich beispielsweise Gewürze wie Curry oder Anis. Ein fischiges Futter kann wiederum bei den Brassen, Schleien oder Karpfen im Frühjahr punkten. Für einen Ausflug von vier Stunden verbrauche ich selten mehr als 1,5 Liter an Lockfutter beim Feederangeln im Frühling!

Köderwahl im Frühjahr – Eiweiße stehen im Vordergrund

Ein gutes Futter spielt seine Stärken im Frühling aber nur dann aus, wenn der Fisch auch die richtigen Köder beim Feedern serviert bekommt. Nach einem langen Winter sind die Pinkies, Maden, Caster oder geschnittenen Würmer meiner Erfahrung nach fast immer unschlagbar beim Angeln! Diese Vorliebe hat auch einen Grund: Die Fische finden sich nämlich im flachen Uferbereich ein, um sich dort an den Bachflohkrebsen, Würmern oder Mückenlarven zu laben.

Fisch mit Maden im Mal beim Futterkorbangeln im April
Pinkies und Maden sind häufig beim Feedern im Frühling meine erste Wahl

Ein genügsames Angebot an lebenden Ködern auf dem Futterplatz trifft also genau den richtigen Geschmack des Tages! Ein Fingerhut an Maden, Pinkies oder fein geschnittenen Dendrobenas im Futterkorb sind ein guter Mittelwert pro Wurf im Frühjahr. Auf Klassiker wie Mais, Erbsen oder Micropellets* musst du nicht verzichten, der Einsatz sollte aber sehr behutsam wegen Überfütterung erfolgen. Diese Köder setze ich erfolgreich beim Feedern im Frühling ein:

  • Maden und Pinkies
  • Rotwürmer und Dendrobena
  • Caster und kleine Pellets
  • Hanf* und Weizen

Auf Boilies, Wafter, große Pellets oder Mais greife ich eher beim Method Feedern im Frühling zurück, wenn ich selektiv die größeren Weißfische oder Karpfen überlisten möchte. Sobald die Temperaturen aber im April steigen, wird auch wieder aus allen Rohren geschossen! Ich stelle dann bevorzugt den Schleien beim Feederangeln mit Madenbündeln oder kleinen Boilies nach.

Welche Erfahrungen hast du beim Feedern im Frühling gemacht? Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Hinterlasse mir und meinen Lesern am Ende des Beitrages einen Kommentar, weil uns deine Meinung wie immer brennend interessiert!

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

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Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich schon Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du wirst auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander vorfinden!

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