Weißfische Feedern

Feedern auf Weißfisch mit alternativem Köder

Das Feedern auf Weißfisch kann richtig Spaß machen! Mit sehr kurzen Feederruten und kleinen Futterkörben ist diese schnelle Angelei ein toller Zeitvertreib. Erst recht, wenn wir einen alternativen Köder einsetzen wollen.

Weißfische Feedern

Wie meine Taktik zum Feedern auf Weißfisch aussieht, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Weißfische Feedern mit Weizen

Wenn wir Weißfische mit dem Futterkorb fangen wollen, dreht sich vieles um den Köder. Was aber tun, wenn die Maden und Würmer nicht mehr vorrätig sind? Ein Blick in mein Angelzimmer bietet sofort die Antwort. Mein liebstes Korn, der Weizen, ist für geplante Ansitze wie geschaffen.

Über Nacht lasse ich ihn in der Thermoskanne für 12 Stunden ziehen, am nächsten Tag ist er für den Einsatz bereit. Nach Wunsch kann ich das Aroma durch Gewürze oder andere Zutaten verändern. Die vielen Möglichkeiten schaffen einen großen Spielraum zum Feedern auf Weißfisch.

Weizen zum Angeln
Der Weizen begleitet mich seit vielen Jahren bei meinen Ansitzen, die wichtigsten Informationen über diesen Partikel habe ich für euch in diesem Artikel bereitgestellt. Ihr erfahrt alles über die Zubereitung, die Zielfische und die Verwendung als Köder. Klickt euch bei Interesse einfach über den Button zum Beitrag. Viel Spaß beim Lesen!

Zum Angeln mit Weizen

Meine Ausrüstung zum schnellen Feedern im Nahbereich

Ideal für das leichte Feedern auf Weißfisch sind vor allem kurze Ruten für ein schnelles Handling. Oft setzen wir den Futterplatz unweit des Ufers in Szene, manchmal nur in sehr kurzer Entfernung zu einer Schilfkante. Da wir die die Fluchten eines Fisches zuverlässig parieren müssen, setze ich gerne auf einen weichen Blank.

Außerdem ermöglichen weiche Feederruten den Einsatz dünner Schnüre und feiner Haken. Ein Ausschlitzen beugen wir bei einem Drill entsprechend vor. Meine Ausrüstung sieht in der Gesamtheit so aus:

eine leichte Feederrute und ein Winkelpicker

Wenn wir mit großen Beifängen rechnen dürfen, können wir das Angelgerät etwas gröber ausfallen lassen. Mit der leichten Feederrute arbeite ich zum Beispiel gerne, wenn Schleien oder Karpfen zu erwarten sind. Der Winkelpicker eignet sich für sehr flaches Wasser, wenn ich Rotfedern oder Rotaugen in hoher Stückzahl fangen möchte.

Da wir im Regelfall sehr dicht vor den Füßen im flachen Wasser angeln, greife ich auf den sogenannten Cage Feeder zurück. Er gibt das Futter sehr aggressiv frei. Die erhöhte Reizwirkung hilft uns beim Feedern ebenfalls, wenn der Weißfisch schnell auf unseren Futterplatz aufmerksam gemacht werden soll. Diese Strategie nutze ich im Frühling und Herbst häufig beim Angeln mit dem Futterkorb.

Feederspitzen so fein wie Möglich wählen

Eine sensible Bissanzeige ist beim Feedern wichtig, wenn wir Weißfisch fangen wollen. Ich nutze immer die Feinste mir zur Verfügung stehende Spitze. Bei 0,5 Unzen sehen wir jeden noch so kleinen Zupfer. Ebenso wichtig ist es, jede Bewegung um den Köder herum zu registrieren.

Schlagende Flossen am Korb oder fressende Fische an der Montage verraten uns nämlich schnell, was an unserem Futterplatz passiert. Diese Indizien sind Aufschlussreich, wenn wir noch keine Bisse hatten. Umso feiner die Spitze also ist, desto eher können wir das Geschehen im Wasser lesen.

Taktik beim Feedern auf Weißfisch

Beim Feedern auf Weißfisch setze ich auf einen sehr hohen Takt an Würfen, um einen Schwarm bei Laune zu halten. In Kombination mit sehr kleinen Futterkörben halten wir die eingebrachte Futtermenge dennoch gering, liefern aber genügend Material um Konstant zu Fangen. Der erzeugte Futterneid ist in diesem Falle unser bester Freund. Alle 2 Minuten setze ich zu einem neuen Wurf an.

zwei verschiedene Futterkörbe

Ein sehr leichtes und aktives Futter hilft mir dabei, die Weißfische beim Feedern zum Platz zu führen. Aufsteigende Partikel wie Leinsamen und Wolken am Grund des Gewässers symbolisieren dabei kleine Insekten oder fressende Fische. Wir spielen mit dem Futterneid und kopieren die Natur. Ich gebe nur sehr wenige Köder mit in den Futterkorb, um den Haken für die Weißfische attraktiv zu halten.

Passive Startfütterung als Strategie

Eine gute Fütterung zum Anfang eines Ansitzes ist wie ein ausgiebiges Frühstück. Es muss reichhaltig sein, um die Grundlage für den Tag zu schaffen. Ich taktiere dabei gerne, weil ich die Weißfische passend zu meiner Methode fangen will.

Weizen, Futterkörbe, Lockfutter und roter Lehm in einer Box

Zur Startfütterung setze ich deswegen häufig ein geschlossenes Korbmodell ein, um die Fische zum Boden zu führen. Die Idee dahinter ist das zentrieren der Bisse am Grund des Gewässers durch eine gelegte Basis. Starten wir das Feedern nämlich direkt mit offenen Körben, kann es durchaus passieren, das der Weißfisch die Nahrung im freien Fall einsammelt.

Diesem Szenario entgehen wir, wenn wir das Futter zum Start der Session direkt am Gewässergrund platt anbieten. Den Fischen geben wir zumindest die Möglichkeit, das Angebot wahrzunehmen. Auf diese Weise erhöhen wir unsere Chancen. Dieser Ansatz kann sich aber je nach Art des Gewässers verändern. Es ist eine von vielen Optionen beim Feedern, wenn der Weißfisch unser Tagesziel ist.

Verlauf des Feederns auf Weißfische

Nach der Startfütterung wartete ich einigen Minuten, um dem Futterplatz Zeit zum Wirken zu geben. In der Zwischenzeit beobachte ich das Gewässer, um etwaige Bewegungen feststellen zu können. An einen Haken der Größe 16 montierte ich ein einzelnes Weizenkorn, diese Größe passt perfekt zum Maul eines jeden Weißfisches.

gefeederter Weißfisch

Nachdem ich den kleinen Cage Feeder montierte, folgten die ersten Würfe im Takt. Nur einen kurzen Moment später zeichneten sich die ersten Bisse ab. Wie erwartet stellten sich Rotaugen und Rotfedern auf den Platz. Um die schnellen Kontakte zu parieren, lege ich die Feederrute immer auf meinem Schoss ab.

Nach 30 Minuten konnte ich bereits einigen Arten von Weißfisch beim Feedern fangen. Die Taktik funktionierte wie so oft schon innerhalb kürzester Zeit. Nach einer Stunde hatte ich einen schönen bunten Strauß Blumen im Kescher. Darunter waren:

  • Rotaugen
  • Rotfedern
  • Güstern
  • Brassen
  • Ukeleis
  • Barsche
gefüllter Window Feeder mit Weizen

Um die größeren Weißfische etwas zu selektieren, entschied ich mich mit einem Window Feeder Weizen pur zu füttern. Das Anbieten von gröberen Partikeln in der bloßen Menge kann manchmal die besseren Exemplare beim Feedern aus der Masse hervorstechen lassen. Heute stellte sich die Welt allerdings auf den Kopf.

Statt Weißfisch auf einmal Barsche beim Feedern

Statt der großen Weißfische wurde ich nämlich Teilnehmer an einem besonderen Ereignis. Anstelle von großen Plötzen oder Brassen sammelten sich kleine Barsche auf dem von mir angelegten Teppich von Getreide. Auf ihrem veganem Feldzug pflückten sie jedes Korn vom Grund des Gewässers auf. Ich hielt es anfänglich nur für einen Zufall, der Gegenbeweis sollte aber kurz darauf folgen.

Der Schlund einiger Barsche enthielt nämlich wesentlich mehr Körner, als auf meinem Haken jemals passen würde. Dieser Fakt war Beweis genug für mich. Anstelle vom Weißfisch hatte ich nun ein Rudel Barsche beim Feedern auf dem Futterplatz. Der ganze Spuk endete allerdings nach 30 Minuten, so viele kleine Barsche konnte ich jedoch nie mit der Feederrute wie an diesem Tage fangen.

Was ist Grün und riecht nach Fisch?

Nach dieser ungewöhnlichen Erfahrung kehrte eine verdächtige Ruhe ein. Um den Weißfisch nochmals zu kitzeln, setzte ich nun einen roten Lehm beim Feedern ein. In einem kleinen Behälter vermischte ich den Wolkenbilder mit etwas Futter, um ihn danach über den Korb als optischen Reiz anbieten zu können.

roter Lehm in einer Dose

Nach einem Auswurf löst sich der trockene Lehm dann und sinkt verführerisch zu Boden. Dieser kleine Trick kann an manchen Angeltagen Beißflauten überbrücken. Es dauerte auch nicht sehr lang, da kehrten die Weißfische zurück. Vielleicht hatte ich den Platz einfach nur mit zu vielen Partikeln überladen?

Aus dieser Beobachtung heraus entschied ich mich, den Köder etwas länger liegen zu lassen. Auch den Takt an Würfen reduzierte ich drastisch. Vielleicht war das Feedern im weiteren Verlauf schlicht zu aggressiv oder stand jetzt doch der erhoffte große Weißfisch auf dem Platz? Nach weiteren 10 Minuten zitterte es dann verdächtig an meiner Spitze. Dieses Brummen kenne ich nur von Schleien, wenn sie einen Köder testen.

Schleien als Beifang beim Feedern auf Weißfisch

Nach einem Anhieb folgte die Gewissheit. Es war eine dieser grünen Schönheiten aus diesem Gewässer. Zwar sind sie selten größer als 40 Zentimeter, daran störe ich mich aber nie. Kurz danach folgte sogar noch eine weitere Tinca, was mir durchaus zu gefallen wusste.

Zuerst kam der Weißfisch, dann die Barsche und zum Schluss die grüne Bande beim Feedern, genau deswegen mag ich die flinke Angelei im Uferbereich. Wir wissen nie, was wir fangen werden und nicht selten schleicht sich so manche Überraschung in den Angeltag.

Herzlichst, euer 16er-Haken

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