Wettkampffutter für Brassen

Gibt es ein Wettkampffutter für Brassen?

Was ist eigentlich ein Wettkampffutter für Brassen? Sitzt in der Verpackung vielleicht ein kleiner Zauberer? Haben wir mit dem Inhalt aus der Tüte nennenswerte Vorteile gegenüber unserem Nebenmann beim Angeln? Steckt vielleicht doch ein toller Schachzug der Marketingabteilung hinter dieser markanten Phrase?

Wettkampffutter für Brassen

Was ich euch über das Wettkampffutter für Brassen zu erzählen habe, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Ein Wettkampffutter für Brassen – Mythos oder Wahrheit?

Mittlerweile erreichen mich viele Fragen in der Woche über alle Themen des Angelns. Vom richtigen Haken bis zu der besten Montage, das Interesse an Wissen und Erfahrung scheint ungebrochen zu sein. Ein kleines Themenfeld drückt sich dabei leicht in den Vordergrund. Das Lockfutter!

Welches Rezept eignet sich für die Rotaugen besonders gut? Wie kann ich ein Futter zum Method Feedern selber machen? Worauf muss ich beim Mischen und dosieren der Mehle achten? Gibt es ein Wettkampffutter für Brassen? Kann ich eine Fahrradkette als Vorfach benutzen?

gefangene Brasse bei einem Wettbewerb

Eine gefangene Brasse aus einem Wettkampf

Die Meisten dieser Fragen lassen sich gnädigerweise leicht beantworten. Zumindest konnte ich einem Leser schnell erklären, das eine Fahrradkette nicht das beste Material für eine Montage ist. Wie sieht es aber mit dem Futter für Brassen bei einem Wettkampf aus? Was steckt dahinter und wie unterscheidet es sich von den anderen Sorten im Handel? Werfen wir gemeinsam einen Blick hinter die Fassade!

Worin besteht der Unterschied zwischen einem teurem und dem eigenem Wettkampffutter für Brassen?

Das Wort Wettkampf scheint eine gewisse Magie auszustrahlen, zumindest suggeriert es den Erfolg für viele Menschen. Ich bin als Kaufmann auf diese emotionalen Werbebotschaften hin ausgebildet worden und weiß natürlich, was sie beim Empfänger auslösen soll.

Funktioniert so ein Aufmacher bei einem Futter für Brassen genauso, weil es jemand für einen Wettkampf entwickelt hat? Zumindest scheinen die Hersteller und kleinen Futtermischer sich im Internet auf diese verkaufsfördernden Maßnahmen festgelegt zu haben. Ich begreife den Sinn hinter dieser Handlung weniger. Stellen wir also die entscheidende Gegenfrage:

Ist das Wettkampffutter für Brassen besser als die anderen Produkte im Sortiment?Fragt das bitte euren Händler

Würde mich ein Kunde im Laden mit dieser Fragestellung konfrontieren, müsste ich Rudern wie Sklaven auf einem Piratenschiff. Es kann in sich geschlossen eigentlich kein besseres oder schlechteres Futter für den Wettkampf geben, weil die Bedingungen sich täglich ändern können.

Futter für Brassen bei einem Wettkampf

Ein Wettkampffutter für Brassen richtet sich nach den Bedingungen an einem Angeltag und der Jahreszeit, nicht nach der Werbebotschaft

Vielmehr richtigen wir unser Augenmerk doch auf die entscheidenden Kriterien, welche den gezielten Fang einer Art von Fischen bestimmt. Der Preis ist dahingehend nicht relevant, nur der Inhalt in der Verpackung muss stimmen. Es kann also kein Wettkampffutter für Brassen geben, weil es keine Fischart gibt, die Wettkampfbrasse heißt. Die entscheidende Frage für einen Angler muss sich also in eine ganz andere Richtung drehen.

Ein Futter für den Wettkampf zeichnet sich durch Qualität aus

Das passende Wettkampffutter findest du also nur, wenn du die Brassen in deinem Gewässer verstanden hast. Logischerweise musst du auch den Fluss oder See in seiner Beschaffenheit kennen, um dein ganzes Material richtig präsentieren zu können. Der Fischbestand als solches ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, dem wir Beachtung schenken müssen.

An einem von Rotfedern verseuchten Teich beispielsweise müssen wir mit einem bindigen Futter arbeiten, das sich erst am Grund des Gewässers öffnet. Die Brassen sind zu langsam, um mit den kleinen Weißfischen zu konkurrieren. Wir versuchen sie also über unser Futter aus dem Rennen zu nehmen.

Beifang einer Laube bei einem Wettkampf auf Brassen

Ein abgestimmtes Futter für Brassen bei einem Wettkampf zielt auch darauf ab, Beifänge wie diese Lauben zu minimieren

An einem Baggerloch an der Elbe wiederum stellt sich die Frage nach einem Wettkampffutter selten, weil der Bestand an Brassen enorm hoch ist. Eine handvoll Paniermehl und einige Würmer würden genügen, um das Ziel zu erreichen. Umso schwieriger das Gewässer aber ist, desto eher müssen wir uns die richtige Strategie erarbeiten.

In jedem Falle müssen wir also für den Erfolg weiter denken als der Futtereimer hoch ist. Ein Wettkampffutter für Brassen kann uns nicht die Arbeit abnehmen, die wir für einen erfolgreichen Ansitz investieren müssen. Wäre die ganze Materie nämlich so einfach, hätte ich keine Inhalte zum Schreiben und ihr keine Fragen.

Wie ein Wettkampffutter für Brassen in der Qualität sein muss

Der Begriff Wettkampffutter kann sich also nur rechtfertigen lassen, wenn die Qualität äußerst hoch ist. Die Mehle sollten frisch verarbeitet sein und einen schönen Geschmack aufweisen. Eine süße Note und viele grobe Bestandteile sind zumindest kennzeichnend für ein ordentliches Brassenfutter. Je nach Gewässer können auch Fischmehle ihre Anwendung finden, definitiv aber muss der Nährwert den Vorlieben des Zielfisches entsprechen.

Das Wettkampffutter für Brassen sollte nicht gestreckt mit Spänen oder Kies sein. Fremdkörper abseits von Geldmünzen haben in der Verpackung ebenfalls nichts verloren. Es sollte passiv Arbeiten, um kleinen Rotaugen keinen Grund zu geben, das Mittelwasser zu verlassen. Wer an den großen Flüssen gerne den Futterkorb schwingt, kennt auch das Problem mit den Lauben.

Diesen Brassen hat das selbstgemachte Wettkampffutter geschmeckt

Diese Brassen konnte ich auf ein selbstgemachtes Wettkampffutter fangen

Insgesamt können wir also gemeinsam feststellen, das ein Futter nur in der Tendenz einen Zielfisch ansprechen kann. Ferner sollte die Qualität stimmen, diese Eigenschaften müssen aber nicht immer mit dem Preis einhergehen. Ich mische mein Wettkampffutter für die Brassen mit meinen eigenen Händen, ist es jetzt ein handgemachtes Luxusprodukt oder die Ware von der Stange? Diese Frage kann nur der Fisch beantworten, sonst niemand!

Ein gutes Wettkampffutter für Brassen ist meiner Meinung nach auch nur die hälfte Wert, wenn eine ordentliche Portion an Ködern fehlt. Geschnittene Würmer, tote Maden oder Mais sind nämlich bei einem Ansitz genauso wichtig. Ein Eintopf ohne Fleisch würde mich zumindest nicht an deinen Futterplatz führen!

Herzlichst, euer 16er-Haken

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