Grundangeln mit Stipprute

Grundangeln mit der Stipprute ohne Pose: Winkelpickern neu Interpretiert!

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Das Grundangeln mit der Stipprute stellt keine Besonderheit dar. Wenn die Pose allerdings fehlt und wir mit der Stange pickern, begegnen wir einer neuen Welt. Eine Mischung aus den beiden Methoden schafft interessante Blickwinkel. Was ich bei dieser Art der Angelei für mich gelernt habe, erfahrt ihr wie immer im Bericht. Viel Spaß beim Lesen!

Not macht erfinderisch

Da sitze ich am Fluss und plane den Fang vieler Friedfische mit einer treibenden Pose. Die leichte Strömung bietet sich ohne Frage für einen driftenden Köder an, eine bessere Präsentation gibt es für solche Gewässer nicht. Wäre da nicht das Wörtchen „Wenn“.

Nach über eine Stunde hatte ich noch keinen Biss. Immer wieder probierte ich verschiedene Taktiken aus. Manchmal ließ ich die Maden schleifen, aber auch das Wechseln der Bahnen half nicht. Das Schießen von Partikeln mit der Schleuder strengte nur den Arm an, von einem Drill war immer noch keine Spur.

Montage zum Grundangeln an der Stipprute

Nach fast 2 Stunden war meine Laune so getrübt wie das Wasser. Ich wollte aber nicht aufgeben, also entwickelte ich schnell eine neue Idee. Das Grundangeln mit der Stipprute wurde geboren. Ich bastelte mir schnell meine Montage zum Pickern und platzte fast vor Neugierde.

Kann ich mit der Stipprute überhaupt das Grundangeln wie mit einem Winkelpicker betreiben?

Die Ergebnisse kurz darauf öffnete den Horizont für neue Eindrücke. Scheinbar musste die Pose eine scheuchende Wirkung erzeugt haben, anders konnte ich mir die folgende Kehrtwende nicht erklären.

Grundangeln mit Stipprute brachte Bisse

Anfänglich hatte ich noch die Bedenken, das meine Spitze an der Stipprute zu dick zum Grundangeln sein könnte. Ohne eine saubere Anzeige der Bisse würde die Methode schon im Ansatz scheitern. Tatsächlich erfüllte sie ihren Zweck aber genauso gut wie die dünnsten Spitzen an einem Winkelpicker. Lange musste ich meine auf Bisse nämlich nicht warten.

abgelegte Stipprute am kleinen Fluss

Nach nur wenigen Minuten kamen die Einschläge von tollen Rotaugen, aber auch Güstern und Brassen mischten sie unter die Gäste. Zwei Stunden lang regte sich überhaupt nichts, plötzlich standen zig Arten von Fischen quer Beet am Futterplatz. Ich landete wie aus dem Nichts:

  • Güstern
  • Brassen
  • Döbel
  • Rotaugen
  • Alande
  • Ukelei
  • Barsche
Es konnte nur an der Präsentation des Köders gelegen haben.
gefangenes Rotauge beim Stippen mit Grundmontage

Teilweise stiegen die Fische so hart ein, das sie den Blank zur Seite gezogen hatten. Die kopflastige Ablage ist nicht sonderlich stabil, dafür registrieren wir jeden Zupfer unverzüglich. Ein nerviger Nachteil entstand aber beim Grundangeln mit der Stipprute.

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Schwieriges Schnurabspannen beim Grundangeln mit der Stipprute

Wie spannt man eigentlich die Schnur zur Montage, wenn keine Rolle vorhanden ist? Beim Pickern drehen wir an der Kurbel, bis Druck auf der Spitze erzeugt wird. Beim Grundangeln mit der Stippe musste ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Das Problem löste ich nach nur wenigen Minuten. Den V-Rutenhalter* nutzte ich dabei als Dreh und Angelpunkt, während ich das Griffstück der Stipprute zum Manövrieren verwendete. Das Verändern des Winkels von der Spitze zur Montage spannte die Schnur, wodurch ein sauberes Angeln möglich wurde.

Hand am Stipprutengriffstück

Entscheidend war das millimetergenaue Arbeiten. Wenn ich nur etwas zuviel Druck auf die Montage ausübte, zog ich die Bleie vom Futterplatz. Schnell sackte die Schnur wieder in sich zusammen. Da wir keinen Spielraum haben, muss ein neuer Wurf erfolgen. Tatsächlich lernte ich die Vorzüge einer Rolle zu schätzen.

Drill ist wie beim Stippen

Das Grundangeln mit der Stipprute ist an und für sich nur eine andere Technik, weil sich die Ausrüstung von klassischen Stippen nicht unterscheidet. Deswegen fühlt sich der Drill sehr vertraut an, da wir lediglich die Pose* mit einem Grundblei ersetzen. Mein Gerät möchte ich für euch im Detail festhalten:

  • 6 Meter Stipprute
  • 0,14er Hauptschnur
  • 16er-Haken an 0,12er Vorfach
  • Bleischrote als Wurfgewicht

Die Bewährungsprobe sollte an jenem Tag obendrein folgen. Ein besserer Brassen für das kleine Flüsschen schnappte sich den Köder, umgehend konnte ich meine Fähigkeiten gegenprüfen.

Drill beim Stippangeln mit der Winkelpickermontage

Mit größter Kraft setzte der kleine Klockdeckel zur Flucht an, das Gerät pufferte aber jeden einzelnen Versuch ab. Ich war von der Neu entdeckten Methode begeistert.

Ohnehin konnte ich mit Sicherheit 10 Kilogramm an Fisch innerhalb der letzten 2 Stunden beim Grundangeln mit der Stipprute fangen. Am Anfang der Session sah das noch anders aus, jetzt schien der Bann gebrochen zu sein.

gefangener Brassen mit Grundmontage beim Stippen

Die Vorteile beim Grundangeln mit der Stipprute zeigten sich sofort:

  • Das punktgenaue Werfen
  • Ein sehr schnelles Handling
  • Das flinke Herausheben der Beute
  • Der geringe Materialaufwand

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wollte ich die Methode natürlich verbessern. Schon auf dem Heimweg schmiedete ich einen Plan für den nächsten Ansitz.

Grundangeln mit der Stipprute evolutioniert

Aufbauend auf meinen ersten Erfahrungen war natürlich noch viel Luft nach oben. Der Knackpunkt schlechthin war das Abspannen der Schnur* zur Montage. Ohne eine Rolle fiel dieser Zwischenschritt schwer aus, teilweise war es sogar nervig. Gesegnet mit einem Angelzimmer voller Zubehör fand ich dennoch sehr schnell die Lösung.

Stipprute auf Feederablage

Eine Rutenablage zum Pickern mit Laufrad schien mir wie geschaffen für das Grundangeln mit der Stipprute zu sein. Liegt ein dünner Blank im Rädchen, lässt sich alles wunderbar auf den Millimeter genau einstellen. Anstelle der langen Stipprute setzte ich jetzt auf ein sehr kurzes Modell.

Mit nur 140 Gramm bei einer Länge von 4 Metern ist der Begriff „Leichtigkeit“ absolutes Programm. Natürlich ist solch eine Rute für große Fische nicht geeignet, aber die Option eines Gummizugs gäbe es auch noch. Ich entschied mich dagegen, weil ich es beim zweiten Ansitz auf kleine Döbel, Alande und Plötzen abgesehen hatte.

Für den zweiten Test lauerte ich im Winkel von 90 Grad vor einem Hindernis auf meine Beute. Mit dem Rädchen bewaffnet konnte ich jetzt auf den Zentimeter genau alles bestimmen. Teilweise zog ich die Montage sogar wie im Schneckenrennen Stromauf.

Optimale Sitzposition vor der Stippangelei ermitteln

Wichtig ist die richtige Sitzposition von Anfang an. Haben wir einen Spot vor einem Hindernis ausgemacht, müssen wir die Wurfweite genau einplanen. An den Stippruten hängen keine Rollen, diese Einschränkung muss in jedem Falle bedacht werden.

Baut euch euren Angelplatz also immer im Hinblick auf eure Angelstelle auf. Ich packe die Stipprute immer zuerst aus und Prüfe, wo ich ungefähr sitzen muss. Auf diese Weise erspare ich mir viel Zeit, wenn die Vorbereitung stimmt.

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Köder stromauf fing Döbel

Nach einer sehr kurzen Startfütterung von nur wenigen Futterbällen und sehr viel Weizen folgte eine kleine Invasion von Weißfischen. Neben Döbeln aller Altersklassen waren auch Alande mit von der Partie. Auffällig war das Beißverhalten, weil es sich Gegenteilig meinen Erfahrungen abzeichnete.

gestippter Döbel am kleinen Fluss

Bewegte ich den Köder stromauf, packten die Fische zu. Normalerweise treibt ja alles in die andere Richtung, scheinbar gibt es aber keine Regeln ohne Ausnahme. Routiniert konnte ich einen Frechdachs nach dem anderen mit der Stipprute herausheben.

Rotauge gefangen beim Stippfischen

Irgendwann trafen auch die Rotaugen ein, zu meinem Leidwesen aber nicht in der erhofften Größe. Es war schon Witzig, wie die kleinen Teufel mit den Döbeln konkurrierten.

Obendrein stieg mir noch sogar eine Grundel ein, etwas verdutzt war ich über diesen Beifang. Sie steigen also über die Elbe auch in jedes noch so kleine Gewässer auf. Ärgern wollte ich mich deswegen nicht, viele Jahre waren es Wollhandkrabben oder Kaulbarsche, nun gilt es sich gegenüber einer anderen Spezies sich anzupassen. So ist die Natur eben.

Grundel als Beifang am Flüsschen

Mit der Grundel schloss ich den Angeltag auch ab, es war mir ein echtes Blumenpflücken gewesen. Recht kleine Anpassungen mündeten in einem entspannten Angeln in einer tollen Atmosphäre. Es war auch der letzte Tag vor dem langen Sommer. Die folgenden Wochen waren geprägt von Trockenheit und extremer Hitze.

Ob die Grundel ein schlechtes Omen war? Wer weiß das schon! Ich hoffe ihr konntet etwas Inspiration mitnehmen. Wenn ihr Fragen haben solltet, schreibt mir einfach in den Kommentaren. Das Grundangeln mit der Stipprute werde ich in Zukunft mit Sicherheit erneut praktizieren.

Herzlichst, dein 16er-Haken

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Über den Autor

Christoph Heers

Hallo! Mein Name ist Christoph Heers und ich bin die Person hinter dem 16er-Haken. Seit meiner Kindheit bin ich Angler, mit vielen Wassern gewachsen und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Meine Mission - die Erfahrungen mit dir zu teilen! Du findest auf meinem Blog viele Strategien, Tipps und Tricks über das Feedern, Stippen, Winkelpickern und Matchangeln, aber auch Seitensprünge auf Hecht, Aal, Quappe oder Zander!

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Kommentare

  1. Hallo Christoph
    Ich mache sehr gute Erfahrungen mit der Bolorute
    Gruss Michael

  2. Hallo Danke für die Information.
    Wie wird die Winkelpickermontage für die Stipprute aufgebaut?
    Ich kann mir darunter nichts vorstellen.

    Gruß Tino

  3. Hallo

    Der Bericht ist klasse.
    Wie lang ist die Kopfrute die Sie verwenden?
    Ich will das mal an einen klein Fluss bei mir in der Nähe nach machen.

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